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Die momentane Situation an den Finanzmärkten verursacht dem privaten Kleinanleger, dem privaten Sparer, der das mühsam zusammen geklaubte Geld auf die Bank bringen möchte, Bauchschmerzen. So oder so ähnlich lauten die Zusammenfassungen der Zeitungen, Finanzexperten und Wirtschaftswaisen in der vergangenen Zeit – und es stimmt.

Das Sparbuch reicht lange nicht mehr

Das aktuelle Niedrigzinsumfeld erfordert eine genauere Auseinandersetzung mit den Anlagemöglichkeiten als es noch vor einigen Jahren der Fall war. Hinzu kommen militärische Auseinandersetzungen, wobei der Ukraine-Konflikt als Beispiel herangezogen werden soll. Ebenso bedrohlich sind die neusten Entwicklungen in Großbritannien. Der Brexit scheint von einer Mehrheit der Bürger des Vereinigten Königreichs das Mittel der Wahl und führte am Tag nach dem Referendum zu massiven Kurseinbrüchen beim Pfund Sterling und an den globalen Aktienmärkten.

Aktien sind so volatil wie nie und dennoch gibt es eine Anlageklasse, welche stürmische Zeiten mit Bravour meistert und ordentliche Zugewinne verzeichnen kann: Die Rede ist von der ältesten Währung der Welt, Gold. Und sein Pendant, das Silber, kann ebenfalls mit Wertsteigerungen im zweistelligen Prozentbereich aufwarten.

 
 

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Jetzt noch in Gold und Silber einsteigen?

Ist also das Investieren in Gold und Silber die einzige Möglichkeit, um zur aktuellen Zeit das eigene Geld gewinnbringend anzulegen? So scheint es zumindest. Erst vor kurzem nahm der Goldpreis die symbolische Marke von 1.300 Dollar pro Unze, um danach zu einem weiteren Sprung nach oben anzusetzen. Momentan steht die Feinunze bei etwas über 1.350 Dollar und viele Analysten meinen: Es gibt hier noch Luft nach oben.

Auch Silber konnte in den vergangenen Tagen die psychologisch wichtige Marke von 20 Dollar durchbrechen. Anschließend erfolgten, wie es oft zu beobachten ist, wenn derartige Marken gerissen werden, Verkäufe, um Gewinne zu realisieren.

Wichtig ist es, wichtige Ratschläge beim Gold verkaufen zu beherzigen.

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Wie jetzt in Edelmetalle anlegen?

Um an den Kursgewinnen, die zu beobachten sind, partizipieren zu können, stehen dem privaten Anleger eine Fülle von Anlagemöglichkeiten zur Verfügung. So kann beispielsweise über die Hausbank physisches Gold in Form von Münzen und Barren gekauft werden. Andererseits kann dieses Gold aber auch in Form von Optionen und Aktien erstanden werden, die mit realem, physischem Gold hinterlegt sind. Für risikobewusste Anleger eigenen sich ETFs, die beispielsweise den HUI abbilden. Dieser Index aus dem Bereich der Rohstoffe besteht aus den größten Minenbetreibern der Welt, die sich zudem ihre Goldpreise noch nicht abgesichert haben und somit – sehr zur Freude der Anleger – vom steigenden Goldpreis direkt profitieren.

Die Bäume wachsen nicht in den Himmel

Natürlich sollen Sie bei aller positiver Aussicht nicht ihr gesamtes Vermögen in Edelmetalle anlegen, noch nicht einmal einen Großteil. Finanzberater beziffern den sinnvollen Anteil von Gold und Silber am Gesamtvermögen auf maximal 5 bis 10 Prozent.

Zudem ist die Wahrscheinlichkeit nicht gering, dass die Edelmetalle Kursverluste erleiden, wenn sich die weltpolitische Lage eine längere Zeit stabil zeigt. Dann stürzen sich die Anleger auf neue Renditechancen und verkaufen dafür ihr Gold und Silber. Mit der Folge, dass deren Preis an den Märkten sinkt.

Ähnliche Anlagemöglichkeiten wie beim Gold gibt es auch beim Edel- und Industriemetall Silber. Auf der einen Seite können Barren und Münzen gekauft werden, auf der anderen Seite beispielsweise mit Optionen auf Silberminenbetreiber gesetzt werden, wodurch ein höheres Risiko, aber auch höhere Gewinnchancen entstehen.

Es gilt abzuwarten, wie sich die Rohstoffmärkte und auch die Zinssituation entwickelt, doch eines steht fest: Das Anlegen auf dem jahrzehntelang bewährten Sparbuch lässt das reale Geldvermögen derzeit automatisch schmelzen. 

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