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Warum Gold fast immer eine gute Sicherheits-Geldanlage ist

Edelmetalle, allen voran Gold, gelten seit Jahrtausenden als besonders wertbeständige Geldanlage und das nicht nur, aber vor allem auch in Krisenzeiten. Wer in vergangenen Zeiten Gold erworben hat, kann heute unter Umständen ein Vielfaches von seinem ursprünglichen Geld für dieses bekommen. Insbesondere deutsche Anleger setzen jedoch verstärkt auf Gold, wenn es darum geht, auf langfristige Anlagen für den persönlichen Vermögensschutz zu setzen und nicht um ein kurzfristiges, renditeorientiertes Investment zu tätigen. Was sollte man generell noch beachten, wenn man Geld in Gold investieren möchte?

 
 

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Barren sind die beliebteste Anlageform

Gold wird in vielen unterschiedlichen Varianten angeboten und kann in unterschiedlichen Formen und Größen erworben werden. Neben Goldschmuck und Münzen sind vor allem Barren beliebt unter Anlegern, sie haben zudem das beste Geld-Gold-Verhältnis.

Barren sind in unterschiedlichen Gewichten erhältlich. Kleine Barren von 0,5 Gramm stellen die untere Grenze der Barren dar, 1-Kilo-Barren die obere. Neben dem physischen Kauf in der Bank oder beim örtlichen Goldhandel besteht heute zudem die Möglichkeit, sich Gold unkompliziert im Internet zu bestellen. Dabei sollte man selbstverständlich, wie offline auch, auf die Seriosität des Fachhändlers achten.

Langjähriger Dollarpreis je Feinunze

 
In den meisten Zeiträumen sehen wir steigende Goldpreise, es kann aber auch einmal kräftig zurückgehen

 

Preisentwicklung

Der Goldpreis wird von verschiedenen Abhängigkeiten beeinflusst. In Krisenzeiten etwa steigt der Goldpreis historisch gesehen tendenziell, da viele Menschen dann versuchen, ihr Geld zu schützen, in Gold investieren und somit dessen Nachfrage und darum folgich dessen Preis steigt. Das begrenzte Angebot der weltweiten Goldabbaugebiete sorgt weiterhin für eine allgemeine Verknappung des Rohstoffs. Auch Länder wie Russland und China, die viele ihrer Reserven in Gold investieren, haben Einfluss auf die langfristige Kursentwicklung von Gold.

Nach Überwindung einer Krise kann es mit dem Goldpreis natürlich ebenso schnell wieder nach unten gehen, von daher ist die Geldanlage in Gold aus Renditegesichtspunkten nur sehr bedingt zu empfehlen.

 

Beim Goldkauf sollte man sich an folgende Tipps halten:

  • Im besten Fall LBMA-zertifizierte Goldbarren oder klassische Goldanlagemünzen (Krügerrand, Maple Leaf, usw.) mit einem Feingewicht von möglichst 999/1000 kaufen (Ausnahme Krügerrand).
  • Für wirkliche Krisen empfiehlt sich eine Kombination aus Münzen und Barren verschiedener Gewichtsklassen kaufen und dem eigenen Budget entsprechend gewichten.
  • Preise prüfen und vergleichen, spezialisierte Goldhändler bieten oft die besten Konditionen.
  • Noch einmal: Kein Gold aus spekulativen Gründen kaufen.

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Vor- und Nachteile von Goldinvestments

Zu den Vorteilen von Goldinvestments gehört zunächst einmal die Möglichkeit, das Gold jederzeit in Bargeld (wie lange noch?) zu tauschen oder es als Zahlungsmittel zu verwenden. Das ist bei Aktien, Immobilien und Co. in Zeiten einer plötzlich auftretenden Krise vermutlich nicht so einfach möglich.

Bei der Lagerung stellt sich die Frage, ob das Gold zu Hause, in einem Tresor oder in einem Schließfach eingelagert werden soll. Jede Aufbewahrungsform ist mit eigenen Kosten und einer eigenen Risikolage verbunden. Hier kommt es immer auf die individuelle Situation sowie die Zielsetzung der jeweiligen Geldanlage an.

Experten empfehlen, innerhalb der eigenen Anlagestrategie den Goldanteil nicht über 10 Prozent steigen zu lasen.

Neben Gold sind auch Silber und Platin interessant für Anleger, die an langfristigen Investitionen interessiert sind.

Worauf beim Goldankauf achten?

Jeder, der einen gewissen Teil seines Vermögens in Gold anlegen möchte, wird sich irgendwann einmal mit der Frage auseinandersetzen, wie man Gold bestmöglich wieder verkauft. Der Verkauf sollte ebenso zu einer soliden Investitionsstrategie zählen wie der Kauf selber.

Die Gründe für den Verkauf von Gold sind vielfältig. So kann es ein finanzieller Engpass unter Umständen erforderlich machen, den Bestand oder einen Teil des Bestandes zu verkaufen, um kurzfristig auf finanzielle Mittel zugreifen zu können. Oder durch den Erwerb von Gold durch eine Erbschaft ergibt sich die Möglichkeit, ein finanzielles Polster nutzen zu können. Den ungefähren Wert kann man anhand des Stempels im Gold herausfinden. Die drei Ziffern geben die Feingoldanteile des jeweiligen Stücks an. Die Tagespreise pro Unze Feingold sollte man in jedem Fall im Kopf haben, wenn man Gold verkaufen möchte. Weiterhin ist es wichtig, den Verkauf möglichst ohne Zeitdruck vorzunehmen.

1 Monat in Euro je Feinunze
Goldkurs in Euro EUR, 1 Monat

 
Aktueller Goldpreis

Achtung bei Sammlermünzen und Goldschmuck

Der Wert von Sammlermünzen und Goldschmuck ist nicht allein von ihrem Materialwert abhängig, sondern vor allem davon, welchen Preis Sammler für den Schmuck bzw. die Münzen bezahlen. Hier sollte man die jeweiligen Stücke von Experten begutachten lassen oder sich selber über ihren Wert informieren, um ein faires Angebot aushandeln zu können. Es gibt viele spezialisierte Unternehmen, die sich auf den Goldankauf spezialisiert haben, seriöse Anbieter gibt es durchaus auch im Internet.

 

Steuervorteile nutzen

Goldmünzen und Barren werfen keine Zinsen oder Dividenden ab, aus diesem Grund entfällt die Einkommenssteuer. Werbungskosten können aus demselben Grund jedoch nicht geltend gemacht werden. Wer sein Gold länger als ein Jahr besitzt, bevor er es wieder verkauft, braucht eventuelle Verkaufsgewinne nicht zu versteuern.

Fazit: Gold wird für Privatinvestoren aus Krisen-Sicherheitsaspekten eine sinnvolle Anlageform bleiben. Zwar ist Gold regelmäßigen Kursschwankungen unterlegen, aber auf lange Sicht wird es meist eine stabile Wertanlage außerhalb des Finanzsystems vermutlich auch in Zukunft bleiben. Wenn sich die inflationären Tendenzen in naher Zukunft verstärken, wird der Goldpreis von dieser Entwicklung profitieren. Generell sollte man in Gold jedoch unter Sicherheitsaspekten investieren und nicht um schnell eine hohe Rendite zu erwirtschaften. Wer bisher noch kein Gold in seinem Anlageportfolio hält, darf darum mit gutem Gewissen einen kleinen Anteil in dieses integrieren, sofern die finanziellen Mittel dazu vorhanden sind.

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