Venture Capital Chancen
Venture Capital investiert in der Regel in Firmen vor dem IPO. Die Unternehmen sind in einer frühen Phase der Entwicklung und erhalten in der Regel kein Geld von normalen Kreditgebern bzw. können in dieser Phase nicht für Zinsen und Tilgung aufkommen.
In dieser Phase kommt der Venture Capital Geber auf den Plan. Er prüft das Unternehmen und, wenn er das Unternehmen für chancenreich erachtet, gibt dem Unternehmen Geld für seine Expansion. Darüber hinaus begleitet er das Unternehmen in seiner weiteren Entwicklung und gibt Rat und, vielleicht noch wichtiger, hilft mit seinen Beziehungen zu anderen Unternehmen.
Entsprechend Dankbar ist natürlich das Unternehmen. Erkauft wird diese Hilfe meist mit einer Beteiligung am Unternehmen. Diese soll dann beim Exit, in der Regel nach 2-5 Jahren, ein vielfaches am investierten Eigenkapital erbringen. So sollen auch Flops bei der Finanzierungshilfe aufgefangen werden und die durschnittliche Rendite hoch halten.
In einer wissenschaftlichen Untersuchung von europäischen Venture-Capital-Fonds konnte eine durchschnittliche Rendite (IRR) von 10% für den Investitionszeitraum 1980 bis 2003 ermittelt werden. Werden nur die Fonds, die im Jahr 1989 und später gegründet wurden, berücksichtigt, können in der Tat Renditen in Höhe von ca. 20% erwirtschaftet werden. Allerdings sind diese Jahre durch Phasen von Überbewertungen von Eigenkapitaltiteln und Euphorie an den Wachstumsbörsen (z.B. dem Neuen Markt) geprägt. Bei einer Investition in einen VC-Fonds reduziert sich das Risiko bei einer durchschnittlichen Haltedauer von 7 Jahren.
- Geschrieben von Administrator
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