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Venture Capital Grundlagen

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ImageDie Einwerbung von Eigenkapital unterstützt heute Unternehmen in den verschiedensten Phasen Ihres Bestehens: der Gründung, der Expansion, der Internationalisierung, der Ausgliederung von Unternehmensteilen, der Übernahme durch das eigene Management und vielen weiteren Phasen, in denen Bedarf an Eigenkapital besteht. Venture Capital und Private Equity ermöglichen diesen Unternehmen sich Eigenkapital zu beschaffen und es meist, im Gegensatz zu Fremdkapital, nicht verzinsen zu müssen. Der Eigenkaptialgeber trägt das volle Risiko seiner Beteiligung. Im Gegenzug werden die Eigenkapitalgeber an der Wertentwicklung des Unternehmens beteiligt. Durch die höheren Renditen soll das höhere Risiko ausgeglichen werden.
Venture Capital wird dabei meist die Finanzbeteiligung in einer frühen Phase der Unternehmensentwicklung genannt, Private Equity der Einstieg in einer gereifteren Phase des Unternehmens.

Bis vor kurzem stand der Eintritt in die Welt des Venture Capitals vornehmlich institutionellen oder sehr reichen Investoren offen. Heutzutage kann aber auch der Privatanleger mit Summen ab ca. 5.000 Euro sich an einem Venture Capital Publikumsfonds beteiligen. Empfohlen wird diese Art der Beteiligung aber aufgrund des höheren Risikos gegenüber einem Aktienfonds nur als Depotbeimischung in Höhe von ca. 5-10 Prozent.

Einen Boom erlebte die Venture Capital Finanzierung zu Hochzeiten der New Economy. Damals war von spektakulären Erfolgen der Venture Capital Fonds die Rede, Gewinne von mehreren 10.000 Prozent waren möglich. Das war sicherlich eine Ausnahmesituation, aber auch heute noch sind im Venture Capital Bereich hohe Gewinne möglich.

Grundlage für den Erfolg eine Venture Capital Fonds ist das Management, welches die Beteiligungen erwirbt, begleitet und wieder verkauft. Hierauf sollte sich der Fokus des Anlegers bei der Beteiligung einer Anlage richten. Insbesondere Erfahrung und Beziehungen machen den Anlageerfolg aus.

Zur weiteren Information noch die Definition des Wikipedia:
Risikokapital, auch Venture Capital, manchmal auch Wagniskapital genannt. Risikokapital wird entweder in Form von vollhaftendem Eigenkapital oder eigenkapitalähnlichen Finanzierungsinstrumenten ins Unternehmen eingebracht. Es wird hauptsächlich in nicht börsennotierte, neu gegründete technologieorientierte Unternehmen (Startups oder Wachstumsunternehmen genannt) investiert; Risikokapital kann aber auch für schon länger bestehende Unternehmen eine Finanzierungsmöglichkeit darstellen.

Risikokapital organisiert sich außerhalb des geregelten Kapitalmarktes, es gibt also keine Börsen für Venture Capital. Damit ist Risikokapital Teil des Private Equity-Bereiches (engl. für „privates Beteiligungskapital“). Dieser Begriff wird üblicherweise dem Public Equity gegenübergestellt, d.h. der Beteiligung an bereits börsennotierten Unternehmen. Der Kapitalgeber von Risikokapital investiert direkt in das Eigenkapital des Unternehmens, bleibt aber i.d.R. Minderheitsgesellschafter (Anteil unter 50 %). Venture Capital ist meist zinslos überlassenes Geld, der Gewinn des Kapitalgebers entsteht durch Partizipation am gegebenenfalls gestiegenen Unternehmenswert des Unternehmens.

Der Venture Capitalist und Unternehmenseigner (oder Manager) gehen eine strategische Partnerschaft ein. Der Kapitalgeber stellt folglich neben der rein monetären Komponente auch sein Wissen und Können dem Unternehmen zur Verfügung und greift teilweise aktiv in die unternehmerischen Tätigkeiten ein (Managementunterstützung). Der Gründer hat somit einen erfahrenen Helfer an seiner Seite und der Venture Capitalist fördert das Wachstum des Unternehmenswertes aktiv.

Nach zwei bis fünf Jahren wird der Exit (auch Desinvestition) angestrebt; das heißt der Kapitalgeber zieht sich aus dem Unternehmen zurück. Er verkauft seine Anteile an der Börse, an andere Unternehmen, Venture Capital-Gesellschaften oder bietet sie dem Unternehmenseigner zum Rückkauf an. Konkret sind folgende Exit-Strategien üblich:

  • Initial Public Offering (IPO): Normalerweise folgt hier die Börsennotierung des Unternehmens und die Anteile werden am Markt verkauft.
  • Trade Sale: Das Jungunternehmen wird von einem anderen Unternehmen, meist aus derselben Branche, übernommen.
  • Secondary Sale: Der Venture Capitalist veräußert sein Aktienpaket an einen Dritten
  • Company Buy-Back: Der Unternehmer erwirbt die Anteile des Venture Capitalist zurück.
  • Liquidation: Dies spiegelt den Worst Case wider: Das Unternehmen muss liquidiert werden, falls es sich im Markt nicht behaupten konnte und kann.

Die angestrebten, durchschnittlich zu erzielenden Renditen liegen mit 15 bis 25% jährlich überdurchschnittlich hoch – dafür trägt der Kapitalgeber jedoch auch die erhöhten Risiken des jungen Unternehmens mit. In einer wissenschaftlichen Untersuchung von europäischen Venture-Capital-Fonds konnte eine durchschnittliche Rendite (IRR) von 10% für den Investitionszeitraum 1980 bis 2003 ermittelt werden. Werden nur die Fonds, die im Jahr 1989 und später gegründet wurden, berücksichtigt, können in der Tat Renditen in Höhe von ca. 20% erwirtschaftet werden. Allerdings sind diese Jahre durch Phasen von Überbewertungen von Eigenkapitaltiteln und Euphorie an den Wachstumsbörsen (z.B. dem Neuen Markt) geprägt. Bei einer Investition in einen VC-Fonds reduziert sich das Risiko bei einer durchschnittlichen Haltedauer von 7 Jahren.


 

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