Hallo zusammen,
ich glaube, dass dieser ganze Aktienwahn Methode hat. Nur wenige Insider profitieren langfristig.
Ich habe heute auf der Website Goldseiten einige interessante und auch - mit Ausnahme der
inflationsbereinigten Wertkurve des Dow Jones, wobei aber eine kritische
Betrachtung hier eher noch negativere Ergebnisse zeitigte - unwiderlegbare
Kurven gefunden, die meine These untermauern:
www.goldseiten.de/content/diverses/artik...id=12232&seite=0
Von Interesse ist hier insbesondere, daß das dem unbedarften
Kleinanleger-Volk (ich sehe mich selbst auch nicht als bedarft an, bin aber von
Natur aus sehr mißtrauisch veranlagt, zumal ggü. den Trieben der Masse)
eingehämmerte Mantra, daß Aktien zumal bei langfristiger Anlagedauer
"reich" machten, (langfristig) privates (und von den K-Gebern in den
meisten Fällen z.B. für die AV dringend benötigtes Kapital) in ein
Investitonsvehikel abgezogen wurde, das - sogar in der angeblichen
Boomphase von 2000 bis zum "All Time High" ca. Mitte 2008 - nach der
inflationbsbereinigten Wertkurve bestenfalls (ausgehend vom Einstiegskurs)
vor sich hin stotterte, nach der Betrachtung der Kursäquivalenz in Gold
bereits abgewürgt ist und - wenn man als Alternative Gold als phyische
Anlage heranzieht - sauer läuft.
Dabei sind in dieser Betrachtung noch nicht einmal die sonstigen Kosten
(Provisionen, Agios etc.) mit beinhaltet, die z.B. die graue Masse der
"Standardprodukt-Fondsdeppen" auch noch hinblättert.
Allein als hoch volatile bzw. spekulative Geldanlage hätten sie den
Klein-Investor wirklich "reich" machen können.
Und dann müßte jenem aber die Weisheit gegeben sein, jeden für ihn
günstigen oder ungünstigen Trend gegen mutmaßlich sehr real existierende
"Insider"-Manipulationen aus der Glaskugel zu lesen.
Das ist in meinem Bekanntenkreis aber keinem gelungen.
Alles in allem: Eine einzige Abzieherei, an der sich die Scharlatane und Abzocker der Finanzbranche dumm und dämlich verdienen (mglw.
mittlerweile verdient haben).
Ich seh` noch den Herrn B. vor mir, in einer "Talk-Show" unmittelbar
nach dem "Börsentsunami" (der m.E. de facto ein eiskalt kalkuliertes Deflating
gewesen ist) im November letzten Jahres: "Zertifikate", die "sein" Haus den
Kunden gewiss noch bis in den Sommer 2008 hinein aufgeschwatzt hatte,
konnte und wollte dieser Bankster den Zuschauern logischerweise nicht empfehlen.
Aber Aktien, am besten in Fonds und "soliden Werten", das wäre nach wie vor die einzig gültige Anlageempfehlung.
Besonders auffällig warnte der Herr B. vor Gold in physischer Form -
"gefährlich da Aufbewahrung schwierig (Diebstahl !), keine Rendite, "kann
man sich nur anschauen und befühlen" (was er wohl, so genüßlich wie er
dieses Zitat über die Lippen blies, selbst im Armsessel in seiner Villa sehr gerne macht)...
Dggü. wollte er ausgerechnet von ETFs` - die ich nur für reine Zockerpapiere halte - dem "streuenden Investor" nicht ausdrücklich
abraten.
"Wenn Gold", so B.,"empfehlen sich dem Investor die ETFs."
Das alledings kann nicht erstaunen: Denn am liebsten sind der Bank entwertete, schuldrechtliche Rückgabeansprüche.
Und genau so wird es bei den ETFs` - die in Ermangelung ausreichender
Mengen physischen Goldes für jede Form Stampede "hinein ins` Gold" n.m.A.
das einzig taugliche Instrument sind, weil Sie eben a la
Mindestreservepolitik nur einen Teil der gegen sie lautenden Forderungen
auf Gold, die natürlich nur solche der Gattung sind, tatsächlich
unterlegen müssen - kommen.
Werden ETFs` massenhaft in Gold konvertiert, bedeutete dies nur einen sehr
vorübergehenden Einbruch der Kurse.
Spätestens wenn sich erweist, daß all die ETFs` "blank paper" sind,
dürfte die Hausse beim phyischen Gold ihresgleichen nicht mehr kennen.
Schon deswegen sehe ich den letzten Abschitt des verlinkten Berichtes
anders, denn phyisches Gold ist kein beliebig (oder nur durch die Menge des
recyclingfähigen Altpapiers und der nachwachsenden Baumbestände de facto
beschränktes) vermehrbares Gut.
Von daher ist mit Sicherheit davon auszugehen, daß, wenn zu viele
(Klein-)Investoren Geldguthaben reterieren, um (physisches) Gold zu horten,
staatliche Zwangsmaßnahem a la F.D.Roosevelt 1933 nicht ferne sein werden.
Vielleicht sind die in diesem Abschnitt gegebenen Ratschläge nach der Empirie der letzten 60 Jahre zutreffend.
Nicht aber, wenn das (akutelle Papiergeld-)System an sich vor der Abwicklung steht, was ich vermute (s. hierzu auch Interview des FH-Professors M.Otte, der zwar gerne gegen die "Hochfinanz"
wettert, aber seine Karriere i.w. Paul Volckert von der FED verdankt, im "Focus" diese Woche; hier sieht er den Ausweg aus der Schulden- und
Finanzkrise ausdrücklich in der Inflation. Otte eiskalt: "Dann endlich
müssen die Leute ans` Geld, und der Konjunkturkreislauf springt wieder
an." Eine bemerkenswert simple Logik für einen Prof-Oec.FH, denn was
passiert wohl, wenn bei inflationärer (Grund-)Tendenz "die Leute" die
Banken stürmen, um mit ihrem Geld in die "Sachwerte zu gehen", noch dazu
vor dem Hintergrund der sogar abrufbaren, riesigen Geldmengen ? Doch wohl
noch "dann-erst-Recht"-Inflation, gewiß aber keine "wirtschaftliche
Erholung", bzw. letztere nur für einige wenige Profiteure. Und das weiss Otte
natürlich selbst - ich sehe daher seine unverholenen Andeutungen als
Auswendigaufsagerei auf Anordnung seiner Herren - die ja bekanntlich gar
nicht so hinterhältig (oder zu eitel) sind, maßgebliche Weichenstellungen
nicht zu anzukündigen - man muss eben nur hinhören).
Ich weiss nun nicht, wo z.B. der Dax im November letzten Jahres stand (wohl
bei etwas über 4000 Punkten) - da dieser "Rat" des Finanzexperten Br. in
einer Baisse-Phase abgegeben wurde, hätte sich in diesem Fall seine
Empfehlung - jedenfalls mit Blick auf Standard-Aktien - sogar ausgezahlt
(bei Fonds lägen die Dinge womöglich auch anders).
Aber Herr B. gibt diese Erklärungen ja stereotyp seit Jahrzehnten ab, und
da ist dieser Ratschlag eben Murks, wie die Kurven gnadenlos zeigen.
Auch Murks (erweislichermaßen schon im November letzten Jahres, denn da
hatte das gelbe Metall schon eine 8-jährige Rallye mit einem Kursanstieg
in US$ von fast 400% hingelegt) war die Prophezeiung Bs.`, "Gold brächte
keine Rendite".
Denn Gold brachte seit dem November 2008 immerhin auch - obwohl anders als
die Papierschnipsel an der Börse bereits seit 8 Jahren in der Hausse - gut
30% Gewinn ein.
Daher: Finger weg von Aktien und nur investieren in echte Sachwerte wie eigenes Haus/Wohnung oder eben Edelmetalle.
Meine Ansicht.
Danke für die Geduld, das alles durchzulesen.