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Müssen wir wirklich die Pleitebanken retten?
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THEMA: Müssen wir wirklich die Pleitebanken retten?
#112
Müssen wir wirklich die Pleitebanken retten? 12.02.2009 16:00  
Hallo Leute,

mit zunehmender Erbostheit verfolge ich die Entwicklung der sogenannten Finanzkrise. Eine Zockerbank nach der anderen offenbart Milliardenschulden durch Spielcasino-Geschäftsgebaren.

Nun sollen wir die Steuerzahler blechen und Gesschwindigkeit, mit der unsere Deppen in Berlin den Wünschen der Bankenlobby nach schwindelerregenden Summen nachkommt ist gelinde gesagt ein Offenbarungseid, wer in diesem Lande bestimmt.

Da sind plötzlich Gelder da und von Politikern mit vollen Händen den Banken in den Rachen geschmissen, die uns vorher erzählten, dass der Staatsbankrott drohe, wenn man die Pendlerpauschale wieder einführt!

Die Frechheit und Dreistigkeit, mit der nun die oberen Zehntausend die Hände aufhalten und vom Staat Geld wollen verschlägt einem schlicht die Sprache.

Nun meine Frage: Die Medien (die ja auch im Dienste des Finanzkapitals stehen - wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing) schlagen in die gleiche Kerbe und malen den wirtschaftlichen Weltuntergang an die Wand, wenn man Läden wie die Hypo Realestate pleite gehen läßt.

Ich frage mich aber, ob das alles wirklich so stimmt. Es gibt doch soviele Banken auf der Welt und wenn davon einige Pleite gehen, es trifft nicht die Falschen. Wer leichtfertig Kohle verzockt soll nicht auch noch aus dem Steuerzahlersäckel belohnt werden!

Wer kennt sich aus??? Ist es wirklich so, wie man uns weismachen will? Ich kann es überhaupt nicht beurteilen, dafür kenne ich mich zuwenig aus, aber ich habe das Gefühl, dass man uns die Wahrheit nicht sagt.

Wer weiß Näheres? Ich möchte wirklich wissen, ob wir alle der größten Volksverdummung und Geldumverteilung von unten nach oben in der BRD-GEschichte beiwohnen nd uns sowie unsere Kinder und Kindeskinder bis auf die nackte ausgeplündert werden sollen, damit die Geldoligarchie weiter zocken kann.

Denn die astronomischen Summen MÜSSEN doch geradezu in den Staatsbankrott führen, oder????

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#113
Re:Müssen wir wirklich die Pleitebanken retten? 14.02.2009 09:34 Karma: 0
Hallo Finanzkrise,

da war gestern bei Illner im ZDF eine Diskussion zu genau diesem Thema:
Dabei waren die Wagenknecht von der Linken, Kauder von der CDU/CSU und so ein Hansel von der SPD. Weiterhin ein Prof. der Finanzwissenschaften und sowie Volker Schlöndorf (der Regisseur der "Blechtrommel"...was den nun genau für diese Runde qualifizierte weiß ich allerdings auch nicht. Angeblich hat er politische Ökonomie studiert irgendwann mal). Ach ja, und dann noch der Boss von EON. Dem Stromriesen, der - wie alle - in den letzten Jahren massiv die Preise erhöht hat.
Interessant fand ich nun, was dieser Professor soundso (Homnach hiess er meine ich) gesagt hat:

Nämlich, dass man die Sparer schützen sollte, aber ansonsten die Banker und Milliardäre (wie jetzt Schaeffler...übrigens haben die hier bei Geld-Welten das in einem Artikel noch so gelobt, dass angeblich Mittelständler mit Geld umgehen können, bevor der Kurs von Continental so in die Tiefe rauschte) mit "guten Wünschen nach Hause" schicken sollte.

Dem kann ich nichts hinzufügen. Die Leute bei den Banken, die dich sofort liquidieren, wenn du mit deiner Kreditrate für das Haus oder die ETW einen Monat im Rückstand bist, fordern nun Geld vom Staat. Unglaublich....


MfG
Dagobert
Fresh Boarder
Beiträge: 2
graphgraph
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#116
Aw: Re:Müssen wir wirklich die Pleitebanken retten? 25.02.2009 11:35  
Müssen wir dieses Thema jetzt auch auf alle anderen Industrien erweitern?

Beste Grüße
Peter
Peter

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#129
Aw: Re:Müssen wir wirklich die Pleitebanken retten? 21.03.2009 09:43  
Gibt viele, die eine neue Weltwirtschaftskrise wie bach 1929 vorhersagen. Wenn ich mir das alles so angucke, wird mir angst und bange. Wenn die Amis jetzt die Notenpresse anwerfen und ein jährliches Defizit in Billionenhöhe haben, dann ist das doch für uns alle eine Katastrophe. In den USA müssen ehemalige Leute aus dem Mittelstand jetzt in Zelten wohnen. Das sind ja unhaltbare Zustände.

Wie kann es eigentlich sein, dass man Billionen für die Banken verfeuert und dann zugleich Menschen auf der Strasse leben müssen. Da stimmt was hinten und vorne nicht mehr!

Agieren unsere Politiker wirklich im Sinne von uns?

Beobachter

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#192
Düstere Aussichten - Inflation,Krieg 22.07.2009 18:22  
Hab folgendes Szenario in einem Forum (CDU-Forum) gelesen:


Düsterer Ausblick:

(Szenario)

"Nachdem Kaliforniern pleite ist, kommt als nächstes das vereinigte Königreich (1) dran. Die Zinszahlungen auf Anleihen werden eingestellt bzw. sie können nicht mehr übergerollt werden. Die Währung bricht ein und die Inflation galoppiert. Dieser Staat ist zu groß, um vom IWF gerettet zu werden. Anleger versuchen fieberhaft, britische Anleihen und alle anderen britischen „Wertpapiere" zu verkaufen. Sie sind schlagartig unverkäuflich und damit wertlos. Eine weltweite Panik wird losgetreten - 10x schlimmer als beim Bankrott der Lehmann-Bank. Die Notenbanken legen diesmal Tender in Billionenhöhe auf. In dieser Hitze wird die Kreditwürdigkeit anderer Staaten insbesondere des Leithammels USA hinterfragt. Die Zinsen explodieren und gleichzeitig werden die Währungen abverkauft. Daraufhin platzt die Derivatenblase mit einem lauten Knall und viele Großbanken werden schlagartig zahlungsunfähig. Die Preise für Öl, Land und Rohstoffe steigen schnell und die Wirtschaft implodiert an der Last der Zinsen und der steigenden Rohstoffpreise. Menschen stehen vor Banken und versuchen verzweifelt, an ihre Ersparnisse zu kommen. Lebensversicherungen stellen ihre Zahlungen ein und gehen reihenweise bankrott. Bargeld und Nahrungsmittel werden zu Hause gebunkert. Daraufhin erlassen die PolitFuzzies Abhebelimits und rationieren Lebensmittel. Strom und Gas werden rationiert. Gold und Silber sind nicht mehr zu bekommen, nachdem die Notenbanken die letzten Reste abgestoßen haben und die Manipulation aufgrund der einsetzenden enormen Nachfrage kollabiert ist. Viele Anleger stellen entsetzt fest, dass Gold und Goldforderungen nicht dasselbe sind. Das gibt weitere Glut unter dem Goldkessel. Kapitalkontrollen werden eingeführt. Protektionismus blüht. Der Welthandel bricht zusammen, da es keine international anerkannte Verrechnungseinheit mehr gibt. Es gibt nur noch Ware gegen Ware bzw. Gold und Silber. Der Schwarzmarkt blüht: 6­Zylindrige neuwertige Autos namhafter deutscher Hersteller gibt es für einen Krügerrand doch es mangelt am Benzin, um mit ihnen durch die Gegend zu fahren. Lehrer und Beamte werden entlassen oder direkt zur Feldarbeit eingeteilt, da der Sprit zu knapp ist. In den Gefängnissen kommt es zu Revolten. Die Insassen brechen aus und ziehen randalierend durch die Straßen. Renten werden gekürzt und gleichzeitig zieht die Inflation für alles Lebensnotwendige stark an. Der Staat gibt daraufhin eigenes Notgeld aus, das aber rasch entwertet. Nachdem die Parlamente von hungrigen Massen gestürmt wurden, wird Jagd auf die „Hochverräter" aus Politik, Banken und deren Handlanger in den Medien gemacht. Soziale Unruhen und Bürgerkriege verbreiten sich wie ein Krebsgeschwür über den Globus. In den Städten tobt der randalierende Mob. LA und NY fackeln ab. Hochhäuser aus Stahl brennen tagelang und stürzen diesmal nicht in sich zusammen. Staaten zerfallen in ihre ethnischen Bestandteile bzw. in den durchmischten Regionen gibt es Bürgerkriege. Um die Menschen bei der Stange zu halten, werden zahlreiche lokale Kriege angezettelt. So manche Atombombe könnte dabei auch zum Einsatz kommen. Brenzlig wird es, wenn sich die USA und China wegen der jetzt wertlosen Dollarforderungen in die Wolle bekommen. Milliarden Menschen sind vom Hungertod bedroht. Der größte Goldrausch aller Zeiten bricht aus, die Erde wird sprichwörtlich durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Die Goldförderung steigt rasant an. Ein neues Bankensystem auf der Basis von Gold und Silber tritt zutage. Jedem Gold- und Silberhalter werden von Banken die Füße abgeleckt, um sie zu einer Einlage zu bewegen. Auf der Konferenz vom Beton-Wutz 2015 werden Gold und Silber im Verhältnis 1:12 international akzeptierte Währungseinheiten. Zinseszins wird verboten. Papiergeld wird die erste Zeit nicht mehr akzeptiert werden. Ein internationales Komitee arbeitet die Krise auf und sucht bzw. bestraft die Schuldigen, die bis dahin noch ungeschoren davongekommen sind."

(1) Kalifornien - "Goldland" - ist bereits pleite, GB steht nach Ansicht vieler Experten kurz davor - Staatsanleihen können bereits nur noch mit Ausfallrisiko-Agio verkauft werden.

Hoffentlich wird sowas nie Wirklichkeit......
Apokalypse

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#194
Aw: Müssen wir wirklich die Pleitebanken retten? 25.07.2009 11:07  
Hallo Apo,

du hast zuviele Science-Fiction-Filme gesehen.

Soweit kommt es sicher nicht, aber das Ende der Fahnenstange ist auch noch nicht erreicht.

Vorher würden die reichen Länder wie Deutschland den Staatsbankrott erklären und dann kommt wieder eine Währungsreform.

Geldgeier

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#195
Aw: Müssen wir wirklich die Pleitebanken retten? 28.07.2009 22:33  
Hab in der taz gerade gelesen, dass der Ackermann von der Deutschen Bank die Merkel und den Steinbrück bearbeitet hat, damit die der HRE 100 Milliarden geben.

Wer weiß, was da im Hintergrund noch gespielt wurde. Unfassbar:

www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/...r-kollektive-irrtum/

Jetzt ist die ganze Sache vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss.

Was man mit diesen 100 Milliarden alles hätte machen können:

- Jedes Kind kriegt nen KiGa-Platz

- Alle Schulen haben moderne Ausstattung

- alle Autobahnen können renoviert werden

- Deutschland könnte den halben Amazonas-Regenwald kaufen von Brasilien

- alle öffentlichen Gebäude in Deutschland erhalten Solarzellen

etcetcetcetc.

Früher hätte der Fürst seine inkompetenten Schatzmeister, die Staatsgelder verschleudern, in den Kerker und später an den Pranger gestellt, oder gleich am nächsten Baum aufgeknüpft.

Die bodenlose Frechheit dieser Regierenden schlägt dem Faß den BOden aus!
Beobachter

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#196
Aw: Müssen wir wirklich die Pleitebanken retten? 30.07.2009 06:36  
Hab gestern ein interessantes Gespräch mit einem Mathematiklehrer gehabt:
Der sagt, dass alle Rechenmodelle darauf hindeuten, dass die enorme Staatsverschuldung nie mehr abgetragen werden kann. Nur durch eine Inflation und anschließende Währungsreform wird sich der Staat seiner Schulden entledigen können.

Demnach ist es nur die Fragen WANN das passieren wird. Alles was der Staat noch machen kann ist, den Zeitpunkt, an dem dieser Kollaps eintritt, hinauszuzögern.

Schöne Aussichten.

Am besten Gold im Garten vergraben, Immobilien kaufen oder andere Wertsachen, wo das Geld nachher nicht flöten geht!
Mathemuffel

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#197
Aw: Müssen wir wirklich die Pleitebanken retten? 30.07.2009 09:50  
Na ja, der Staat hat aber deutlich mehr Vermögen als Schulden - von daher kann er das Spiel noch sehr lange spielen. Siehe z.B. auch die USA, wo die Situation noch viel schlimmer ist.

Von daher würde ich jetzt noch nicht auf unverzinsliche Anlagen setzen - eher auf einen guten Mix. Ich wette, die Börsen gehen wieder richtig hoch.

Das Problem mit der Staatsverschuldung könnte sogar erst in der nächsten Generation zum Ausbruch kommen - ich sehe jedenfalls keine akuten Risiken.

Hier auch ein erhellender Artikel:
diepresse.com/home/wirtschaft/economist/...lanz/491214/index.do

Gruß
Peter
Peter

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#198
Aw: Müssen wir wirklich die Pleitebanken retten? 30.07.2009 18:14  
Hallo Peter,

ja, das kann noch eine Weile so weiter gehen, vielleicht noch 20 oder 30 Jahre, vielleicht aber auch nur noch 5 Jahre, das ist eben genau das Problem, dass man es nicht vorher sagen kann.

Gebe dir Recht, dass die Börsen demnächst wieder steigen werden, aber wenn es dann zum Staatsbankrott kommt ist eben ALLES weg.

Die Staatspleite von Argentinien hat auch keiner vorher gesehen.

Ich bin auf alle Fälle sehr vorsichtig mit Geldanlagen geworden, wo nicht wenigstens irgendwelche soliden Sachwerte hinterstehen (Aktien von großen Unternehmen, die es auch in 50 Jahren noch geben wird, Immos, Gold (Barren, nicht Goldpapiere).

MFg
Mathemuffel

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#200
Aw: Müssen wir wirklich die Pleitebanken retten? 03.08.2009 10:52  
Wie sieht das eigentlich mit den Staatsschulden aus? WEM schuldet der Staat eigentlich das ganze Geld? Den Banken? Warum verrechnet man dann nicht diese Schulden mit den gewährten Geldern aus Steuermitteln?

WIe ist das mit Staatsanleihen? Kann der Staat da einfach sagen, wir zahlen nicht mehr und man verliert dadurch sein Vermögen, das man vielleicht in solche Anleihen gesteckt hat?

Danke und MfG
Geldgeier

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#201
Aw: Müssen wir wirklich die Pleitebanken retten? 03.08.2009 11:04 Karma: 1
Hallo,

wie wir ja gesehen haben kann der Staat praktisch alles - die Frage ist nur, ob er es macht bzw. wie leicht ihm eine Handlung fällt. Es gibt keine absoluten Garantien.

Dass der Staat zum Beispiel auf einmal seine Schulden nicht mehr bedient ist zum Beispiel zum jetztigen Zeitpunkt m.E. nicht in Sicht.

Der Staat schuldet seine Schulden letztendlich Privatpersonen. Diese sind vornehmlich aus D., aber auch natürlich Menschen und Institutionen aus aller Welt.

LG
Peter
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