Es ist eine Gradwanderung, da stimme ich Ihnen zu, wobei eine Spekulation zur Absicherung von Risiken (Hedging) für den Produzenten Vorteile birgt.
Sie müssen den Landwirt, den ich hier zitiert habe als Unternehmer sehen, dessen Existenz auf dem Spiel steht, wenn er die Risiken nicht über die Börse abwälzen kann.
Grundsätzlich kann man sagen, dass die Spekulation auf Rohstoffe uns allen zum Nachteil sein kann.
Bedenken Sie aber: Beispiel Benzin
Ohne, dass wir darauf spekulieren würden, steigen die Preise von Öl an, da immer mehr Menschen immer mehr Energie benötigen. Dass die Ölfirmen, die Zulieferer, die Explorationsfirmen alle Gewinn machen, liegt in der Natur der Sache.
Die Destillate von Öl steigen dadurch automatisch mit an. Wir als Endverbraucher müssen jetzt auch mehr für das Benzin bezahlen.
Ich mache somit als Verbraucher einen Verlust, da ich mehr Kosten habe. Um diese Kosten abzufangen, spekuliere ich auf das, wovor ich Angst habe. Steigende Kurse von Benzin. Meine Spekulation bringt mir jetzt einen Gewinn und damit den Erhalt meines Geldes, da die Gewinne, die höheren Kosten ausgleichen.
Zeigen Sie mir einen Menschen auf dieser Welt, der nicht sein Geld, seine Vermögenswerte oder seine Risiken absichert!
Andere Frage:
Essen Sie gerne Fisch? Tragen Sie gerne Kleidung aus Baumwolle? Haben Sie gerne Licht, wenn es dunkel ist? Nutzen Sie auch Produkte, die in Indien, China oder in einem anderen "armen" Land hergestellt wird?
Jetzt fragen Sie sich mal, wer darunter leiden muss, wenn Sie das alles tun?
(wenig Lohn für die Arbeit, schlechte Arbeitsbedingungen)
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Ich habe das System nicht erfunden und es wird durch mich auch nicht zugrunde gehen. Niemand kann mich aber daran hindern, mein Wissen, meine Kenntnisse und meine Erfahrungen, dafür einzusetzen, um Geld zu verdienen.
Sonst müßten Sie jedem Unternehmer, der Angestellte hat, soziale Inkompetenz vorwerfen. Er könnte ja auch sein Geld, sein Gewinn verschenken, mit dem Effekt, dass er nicht mehr wettbewerbsfähig ist, weniger Aufträge bekommt, Personal abbauen muss und pleite geht.
Er muss Gewinn machen, um überleben zu können.
Ist das jetzt unmoralisch?
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Ich bin Unternehmer geworden, weil ich nicht für einen anderen Armleuchter arbeiten wollte. Freiheit ist für mich das entscheidende Wort.
Peter Dussmann (*05.10.1938), Dussmann-Gruppe