Hallo Torsten,
ganz grundlegend hängt die Höhe der benötigten privaten Versorgung von deiner „Versorgungslücke“ ab. Diese mußt du kennen. Zur Berechnung dieser Versorgungslücke muss deine vermutlichen Rentenansprüche aus deiner Rentenversicherung samt sämtlicher sonstiger Einnahmen im Alter mit deinem Geldbedarf vergleichen.
Die Stiftung Warentest stellt zur Berechnung der Rentenlücke auch ein kostenloses Programm zur Verfügung:
www.test.de/rentenluecke.
In der Regel geht man davon aus, dass du zur Rente so 75-80% deiner letzten Nettoeinnahmen benötigst, um deinen Lebensstandard zu halten. 20-25% deiner jetzigen Ausgaben sind nämlich durch deinen Beruf bedingt - im Schnitt. Hier kannst du aber selbst deine Zahlen einsetzen.
Und nu?
Tja, wenn du dann deine Versorgungslücke berechnet hast geht es ans Schließen – sprich: die richtige Altersanlage heraus zu finden. Als erstes fallen einem da Rentenversicherungen und Lebensversicherungen ein. Diese haben aber mehrere Nachteil: Die hohen Kosten bei Abschluss, die niedrige garantierte Rente, der große Verlust, wenn man die Einzahlungen einmal nicht fortsetzen kann.
Auf jeden Fall würde ich Riester und Rürup nutzen.
Wenn du unter 40 bist rate ich zum Fondssparen. Suche dir hier mittels unabhängiger Testinstitute langjährig erfolgreiche und breit streuende Fonds aus. Versuche, diese über einen günstigen Anbieter zu kaufen, das hebt die Rendite.
Die Höhe der notwendigen Ersparniss ist abhängig von der zu erzielenden Rendite – hier kannst du den folgenden Rechner nutzen:
www.info-welten.de/Rechentools/Altersrente-Rechner.htm. Ein Tipp: Gehe nicht von utopischen Renditeerwartungen aus, rechne eher konserativ.
Streuen
Ein weiterer wichtiger Tipp: Setze nicht alles auf eine Karte. Streue, wenn möglich, in mehrere Anlageformen: Hier ein bisschen Riester, dann das eigene Heim, dann Fonds, im Alter dann mehr in festverzinsliche Anlagen.
Inflation
Noch ein Tipp für die, welche noch einen weiten Weg zur Rente haben. Hier kann durchaus mal eine Zeit mit hoher Inflation bis zum Ruhestand eintreten. Gekniffen sind dann all die, welche ausschließlich auf monetäre Investments (ohne einen Sachwert als Grundlage) gesetzt haben: Lebensversicherung, Sparbuch, normale Rentenversicherung etc. Es freuen sich die, welche mehr in Sachinvestments investiert sind: Aktien, Fonds, Grundstücke, Häuser.
Regelmäßige Beschäftigung
Und zum Schluss: Die Zeitschrift Finanztest empfiehlt, sich alle paar Jahre mit seiner Rente auseinanderzusetzen. Dann kann man Fonds umschichten, Erwartungen anpassen etc. Das rentiert sich.