Erschreckende Zahlen im Hinblick auf die Rendite der privaten Geldanleger lieferte eine von der Bank of Scotland in Auftrag gegebene Forsa-Umfrage. Rund ein Drittel der Haushalte in Deutschland horten größere Mengen an Bargeld zuhause und nehmen so ein inflationsbedingtes Schwinden ihres realen Vermögens in Kauf. Als Grund nennen die meisten, dass Ihnen das Barvermögen in Sparschweinform eine Gefühl der Sicherheit vermittle.

Da hilft eigentlich nur der Gang zur nächsten Bank oder dem Anlageberater meines Vertrauens. Doch viele scheuen den Weg zur Anlageberatung, zum Teil aus Angst davor, nicht objektiv beraten zu werden. Mit der folgenden Checkliste zur Anlageberatung treten Sie dem Anlageberater mit konkreten Zielen vor den Tisch.

Checkliste zur Anlageberatung

1. Ziel der Geldanlage
Notieren Sie, welche Absichten Sie mit Ihrer Anlage verfolgen. Dient die Geldanlage zum Ansparen größerer Anschaffungen, als Notgroschen oder als Vorsorge für das Alter?

2. Wie soll gespart werden
Planen Sie eine Einmalanlage oder möchten Sie monatlich sparen?

3. Wieviel möchten Sie sparen
Wie hoch sind Ihre monatlichen Einnahmen, auf welchen Betrag summieren sich Ihre Ausgaben? Möchten Sie Veränderungen vornehmen, um höhere Beträge sparen zu können? Weitere Tipps zum Sparen finden Sie hier.

4. Ist-Stand Ihrer Geldanlagen offenlegen
Zur optimalen Empfehlung braucht Ihr Anlageberater Kenntnis über Ihre bisherige Geldanlage: Depots, Sparbücher, Girokonto, Tagesgeld usw. Nennen Sie auch Ihre Verbindlichkeiten wie Hauskredit oder Konsumkredite.

5. Renditeziele versus Risikobereitschaft
Mit steigendem Zins erhöht sich tendenziell das Risiko eines Investments, das gehört zu den Grundlagen der Geldanlage. Klären Sie für sich, welches Risiko bei welcher Rendite bzw. Renditechance bereit wären, einzugehen.

6. Verfügbarkeit der Geldanlage
Wann benötigen Sie das angesparte Geld? Möchten Sie es in monatlichen Beträgen ausgezahlt bekommen oder als Einmalauszahlung?

7. Sind Ihre Basisrisiken abgesichert?
Verfügen Sie über eine Privathaftpflicht? Macht eine Riskikolebensversicherung Sinn? Eine Berufsunfähigkeitsversicherung? Auf alle diese Fragen gehe ich näher im Kapitel »Welche Versicherung?« ein. Sie sollten diesen Punkt klären, bevor Sie über Ihre Geldanlage nachdenken.

8. Ihr Kenntnisstand
Teilen Sie dem Anlageberater mit, über welche Kenntnisse Sie bei den einzelnen Anlageprodukten verfügen. Beschönigen Sie nichts, Sie gefährden ansonsten potentielle Haftungsansprüche an den Berater.

9. Objektivität Ihres Anlageberaters
Prüfen Sie, möglichst vorab, ob Ihr Anlageberater Ihnen auch wirklich das beste Anlageprodukt empfehlen darf oder ob er auf Produkte des eigenen Hauses bzw. auf ihm Provision einbringende Geldanlagen beschränkt ist. Die Aussicht auf eine objektive Beratung ist bei einem Honorarberater naturgemäß  am größten.

 So gerüstet können Sie selbstbewusst dem Herrn im Anzug gegenübertreten. Im folgenden finden Sie interessante Statistiken, die Ihnen bei der Wahl Ihrer Geldanlage eine Entscheidungshilfe sein können.

Ausdruck gewünscht?
Die Checkliste zur Anlage- bzw. Finanzberatung finden Sie hier zum ausdruckbaren Download.

Grundlegende Informationen zum Anlageverhalten

Folgende Zahlen können Ihnen bei Ihren Anlageentscheidungen hilfreich sein:

Genutzte Geldanlagen der Deutschen in 2013
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista


 Struktur des Geldvermögens der privaten Haushalte 2012
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Ausgewählte Geldanlagen - Renditevergleich 2012
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

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