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Wann lohnt Eigenheim? Worauf kommt es dabei an?

Die Frage nach der idealen Wohnsituation bereitet vielen Menschen in Deutschland Kopfzerbrechen. Während Betroffene die monatliche Miete als rausgeschmissenes Geld empfinden, fürchten sie auf der anderen Seite die hohen Risiken eines Hauskaufs. Ob ein Hauskauf letztendlich besser als das Wohnen zur Miete ist, lässt sich jedoch nicht so einfach beantworten, da die Sinnhaftigkeit hier von mehreren Faktoren abhängig ist.

 
 

Warum wird das Thema Hauskauf für viele Menschen immer interessanter?

In den letzten Jahren hat sich die Situation für Mieter in Deutschland deutlich angespannt. So ist das Mietpreisniveau in der jüngsten Vergangenheit rasant angestiegen, während die Verfügbarkeit von bezahlbaren Wohnungen in vielen Regionen immer knapper wird.

Besonders hart trifft es dabei Mieter in begehrten Lagen, wie beispielsweise den Innenstädten von München, Hamburg oder Köln. Die Investition in Wohneigentum erscheint vielen Menschen angesichts der aktuellen Entwicklungen hier als lukrativer Ausweg. Ein Hauptargument ist in diesem Zusammenhang nicht selten der Wegfall der Mietkosten, welcher nachhaltig eine finanzielle Entlastung bewirken soll.

Weiterhin spricht auch das Nichtvorhandensein von Vermietern oder anderen Mietern für einen Hauskauf.

Was sind die Nachteile eines Hauskaufs?

Bei der Argumentation für den Hauskauf machen viele Menschen den Fehler und setzen die Mietkosten mit der Kreditrate gleich. Jedoch handelt es sich hierbei um eine grobe Fehleinschätzung.

Bei einem genaueren Hinschauen wird schnell deutlich, dass sich die Kreditrate nicht nur aus dem Kreditzins, sondern ebenfalls aus der Kredittilgung zusammensetzt. Während der Kreditzins als Äquivalent zum Mietzins angesehen werden kann, dient die Tilgung dem Vermögensaufbau. Genau genommen müsste also die Kredittilgung mit der Sparrate des Mieters gleichgesetzt werden.

Allerdings sind Kreditzins und Tilgung nicht die einzigen Kosten von Eigentümern, da auch Instandhaltungskosten bzw. deren Rücklagen in die monatlichen Kosten miteingerechnet werden müssen. Mieter müssen sich diesbezüglich keine Gedanken machen, da diese Kosten bereits im Mietzins enthalten sind.

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Für welche Zielgruppen eignet sich ein Hauskauf besonders gut?

Wer passende Fertighäuser finden und bauen will, sollte in jedem Fall die persönlichen Voraussetzungen für dieses Vorhaben genauesten überprüfen. So ist der Hausbau bzw. -kauf in der Regel mit einer aufwändigen Finanzierung verbunden. Um am Ende nicht von Verpflichtungen und Schulden erdrückt zu werden, sollten alle Verbindlichkeiten eines Hausbaus spätestens bis zum Eintritt in das Rentenalter abbezahlt sein. Aus diesem Grund eignet sich der Kauf eines Eigenheims vor allem für junge Familien mit gesichertem Einkommen. 

Was bringt die höhere Rendite - Mieten oder Kaufen?

Die meisten Berechnungen auf Papier haben als Resultat: Vergleicht man die Rendite einer eigengenutzten Immobilie mit renditeträchtigen Anlageformen wie ETF, gewinnt die Immobilie meist nur dann, wenn Wohnung oder Haus erhebliche Wertsteigerungen im Laufe der Nutzung für sich verbuchen können. Ansonsten gewinnt die Alternativanlage.

Dies liegt vor allem an den erwähnten Reparaturen und Verschönerungen, die ein Immobilienbesitzer in weit höherem Maße tätigt als ein Mietbewohner. Diese Kapital steht zur verzinsten Geldanlage zur Verfügung. Theoretisch ...

arm reich 564Im Schnitt stehen Immobilienbesitzer bei Renteneintritt  finanziell wesentlich besser da als Mieter

Doch das sind nur theoretische Zahlen, die einen entscheidenden Effekt unberücksichtigt lassen: Die eigene Immobilie führt durch die Tilgungen zum Zwangssparen.

Während Fondssparpläne oder Festgeldanlagen jederzeit abgebrochen oder sogar liquidiert werden können, ist dies bei einer Immobilie stets mit immensem Aufwand verbunden. Da opfert man nicht so schnell das Ersparte für die tolle Segelyacht. Unseres Erachtens nach ist dies einer der Hauptgründe, warum Immobilienbesitzer bei Renteneintritt im Schnitt signifikant vermögender sind als Mieter. 

 

Weshalb ist die richtige Finanzierungsstrategie so wichtig und welche Förderungsmöglichkeiten existieren?

Ein Hauskauf beinhaltet gleich eine ganze Reihe an Kostenfaktoren, die bei einer mangelhaften Planung schnell übersehen werden können. Um am Ende keine bösen Überraschungen zu erleben, sollten alle potenziellen Kostenfaktoren so exakt wie möglich ausgelotet werden.

Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass bestimmte Kosten im Verlauf der Finanzierung variieren (Beispiel: Zinsänderungen nach Ablauf der Zinsfestschreibung) können, was ebenfalls in die Planung miteinbezogen werden muss.

Eine gute Planung sollte zudem alle Eventualitäten wie etwaige Zahlungsverzögerungen aufgrund von individuellen Gegebenheiten abdecken.

Wer möglichst viel Geld einsparen will, sollte sich im Vorfeld mit diversen Fördermöglichkeiten auseinandersetzen. So gibt es mit Wohn-Riester, BAFA-Förderung & Co. gleich mehrere attraktive Lösungen. Ansprechpartner können hier unter anderem Institutionen wie die KfW-Bank oder die eigene Kommune sein.

Was gibt es abschließend zum Thema zu sagen?

Zusammengefasst zeigt sich, dass die Sinnhaftigkeit eines Hauskaufs stark von den individuellen Gegebenheiten abhängig ist. So kann es für einige Personengruppen aus finanzieller Sicht durchaus sinnvoller sein, weiterhin monatlich die Miete zu entrichten. Ob ein Kaufvorhaben hingegen am Ende erfolgreich ist, steht und fällt in der Regel mit der Finanzierungsstrategie und dem Durchhalten bis zum Abzahlen des Hauskredites. Wenn das gelingt, steht der Immobilenkäufer fast immer finanziell besser da, als der Mieter.

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