Geld richtig anlegen - Fehler vermeidenNeben all den Empfehlungen in unserer Kategorie Geldanlage geht es in diesem Artikel nun darum, typische Anlagefehler zu vermeiden. Berücksichtigt man dieses typische Fehlerverhalten, stehen die Chancen gut, dass ich mein Geld richtig anlegen werde. Gute Anlageprodukte sind das eine, doch auch der diese wollen richtig behandelt werden.

Typische Anlegerfehler

Hier liste ich typische Fehler eines normalen Anlegers auf. Diese Bewusstmachung schützt noch nicht vor dem Tappen in die Psychofalle (die meisten Anlagefehler beruhen auf psychologisch begründbaren Fehlschlüssen), Sie müssen auch die notwendigen Informationen (Kursstände, Anlagezusammensetzung etc.) einholen, um diese Irrtümer vermeiden zu können. Ein guter Berater spart viel Arbeit, aber auch online sind viele Informationen gratis zu erhalten. Dazu dienen die vielen Linkhinweise in den Artikeln auf Geld-Welten.de.

Fehler 1: Nur in Deutschland investieren

Das Heimatland ist am vertrautesten und steht beim Anleger für Solidität. Doch die Welt kann es besser. Ein Weltportfolio (z.B. Indexfonds über MSCI) in einem oder mehreren ETF-Fonds bringt nach Ansicht von Fachleuten den besten Mix aus Risiko und Rendite. Außerdem sind sie besser gegen Kursschwankungen gewappnet.

Fehler 2: Kaum/mangelnde Streuung

Einer der häufigsten und folgenschwersten Fehler, dafür aber am leichtesten zu vermeiden. Rund 4 Prozent verlieren Anleger pro Jahr durch mangelnde Diversifikation. Setzen Sie also nicht alles auf eine Karte bzw. auf eine Aktie. Mischen Sie Rentenpapiere, Festgeld und Fonds im Portfolio. Ein bisschen Gold und Immobilienvermögen sind weitere gute Zutaten. Investieren Sie weltweit.

  • Lesen Sie hierzu: Streuen Sie - mehr Rendite und Sicherheit durch Diversifikation 

Tipp: Betrachten Sie bei der Einschätzung des Diversifikationsgrades Ihrer Geldanlagen Ihr Portfolio als Ganzes. Viele Banken erstellen einen entsprechenden Bericht für ein Depot - kostenlos, online teilweise per Knopfdruck. Man selbst erkennt Streuungsprobleme manchmal nur schwer.

Fehler 3:  Hin und her macht Taschen leer

Wer ständig kauft und verkauft erhöht auf jeden Fall seine Kosten, selten jedoch seine Rendite. Für die Geldanlage in Fonds brauchen Sie einen langen Atem, Tagesgeld kann schnell umgeschichtet werden. Umschichtungen einmal im Jahr sind nach voriger Kontrolle aber auch für Indexfonds sinnvoll, öfteres Handeln kaum.

  • Gegen übermäßiges Handeln hilft auch ein fester Sparplan.

Fehler 4: An Verlusten kleben

Bei kleinsten Gewinnen eine Aktie verkaufen und den Riesenverlustfonds nicht konsequent abstoßen mögen. "Der Kurs wird sich bestimmt wieder erholen." Das ist typisches, aber irrationales Anlageverhalten. Es gilt: Gewinne laufen lassen, strenge Stopp-Loss schon beim Kauf setzen, bei Gewinnen der Geldanlage "nachzuziehen" und dann auch konsequent einzuhalten. Das kann nicht stark genug betont werden.

Wenn Sie aber einen breit streuenden Fonds im Portfolio besitzen, müssen Sie nicht bei allen Kursschwankungen hektisch hin und her wechseln. Wenn gilt: Der Kurs des Fonds erholt sich, wenn der Markt es tut, sollten Sie lieber im Fonds investiert bleiben. Dies gilt vor allem für Indexfonds, z.B. auf den MSCI-World.

Je spezieller Ihre Geldanlage ausfällt - z.B. eine einzelne Aktie - desto sinnvoller ist es, sich bei Erreichen eines gewissen Verlustes konsequent zu trennen.

Fehler 5: (Nur) der Hausbank vertrauen

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass jede Bank gerne Ihre eigenen Fonds verkauft. Das bringt die höchsten Gebühren ein, der Anleger steht mit den Kosten da. Es gilt: Selbst informieren und dort kaufen, wo die Geldanlage (Fonds, Anleihe) am günstigsten ist bzw. wo die höchste Rendite winkt (Zins bei Festgeld und Co.). 

Fehler 6: Dem Geheimtipp folgen

Glauben Sie mir, diesen Fehler machen Sie nur einmal im Leben. Ich und viele in meinem Bekanntenkreis haben nur einmal aus vermeintliches Insider-Wissen gesetzt, dafür dann aber leider richtig. Aber das Geld ist ja nicht weg, es hat nur ein anderer ... ;-)

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