Der Arbeitsmarkt lebt mit der Unterbeschäftigung
Der Rückgang der Stillen Reserve kann in der allgemeinen Misere der hohen Arbeitslosigkeit jedoch nicht als zählbarer Erfolg gewertet werden, da dieser Rückgang in Verbindung mit einer verringerten Zahl von Teilnehmern steht, die Maßnahmen annehmen, um am Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen (beispielsweise eine berufliche Weiterbildung). Die Stille Reserve bezeichnet diejenigen, die zwar erwerbslos sind, im Grunde aber bereit sind eine Tätigkeit anzunehmen. Diese Personen erscheinen dann aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Arbeitslosenstatistik. Beispielsweise ziehen sie die vorzeitige Rente vor, nehmen an einer beruflichen Weiterbildung teil oder kehren dem Arbeitsmarkt den Rücken zu, da sie keine Aussicht auf Erfolg hinsichtlich einer Beschäftigung sehen. Geprägt wird die Stille Reserve von weiblichen Personen, ihr Anteil ist sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland deutlich höher als der der Männer.
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