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Neue Studie zur Beschäftigungsstabilität in Deutschland

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In Zeiten, in denen des öfteren behauptet wird, die Deutschen bilden im Vergleich zu anderen Ländern hinsichtlich ihrer Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt das Schlußlicht, ist jede Studie willkommen, die diese Behauptung widerlegt. Der aktuelle IAT-Report 2005-09 trägt seinen Teil dazu bei, er nimmt sich nicht nur der Untersuchung der Beschäftigungsstabilität in West- und Ostdeutschland (in den letzen zwanzig Jahren) an, sondern kommt auch zu der Erkenntnis, dass der deutsche Arbeitsmarkt weitaus flexibler ist, als bisher angenommen. Ausgearbeitet wurden die Untersuchungen von Dr. Marcel Erlinghagen vom Institut Arbeit und Technik Gelsenkirchen.

Laut dieser Studie gehen deutsche Arbeitnehmer durchschnittlich vier bis sechs Jahre ihrer Beschäftigung in einem Betrieb nach. Gründe für eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses sind zum einen in der Befristung der Stelle und zum anderen in der Kündigung seitens des Arbeitgebers oder des Arbeitnehmers zu finden. Vergleicht man die Beschäftigungsstabilität in West- und Ostdeutschland, so fällt auf, dass diese in Westdeutschland seit 1990 einen konstanten Mittelwert erreicht hat. In Ostdeutschland hingegen ist die Beschäftigungsqualität seit den 1990er Jahren stark rückgängig. Ein Grund für diesen Rückgang liegt in der Umstellung von einer Planwirtschaft zu einer Marktwirtschaft, die in der ehemaligen DDR vollzogen wurde und die mit einem hohen Stellenabbau einher ging. Heutzutage hat sich die Beschäftigungsstabilität bei der jüngeren Generation in Ost und West jedoch weitestgehend angeglichen. Auch des Thema des Kündigungsschutzes wird in dem IAT-Report 2005-09 aufgegriffen, so ist Dr. Marcel Erlinghagen der Meinung, dass der Kündigungsschutz sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber eine verlässliche Konstante darstellt. Des weiteren vertritt Dr. Marcel Erlinghagen die Meinung, dass der Kündigungsschutz die bestehende Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt unterstützt. Eine Lockerung des Kündigungsschutzes wäre demnach ein Schritt in die falsche Richtung.


 

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