Veranstaltungshinweis - Wie Ökonomen die Finanzkrise ausgelöst haben



Veranstaltungshinweis - Wie Ökonomen die Finanzkrise aufgeblasen haben - und wie man eine Wiederholung einer solchen Krise verhindert.

Um die derzeitige Finanzkrise zu verstehen, muß man sowohl auf der makroökonomischen als auch auf der mikroökonomischen Ebene Analysen durchführen: auf der Ebene der Firmen und Banken, Konsortien und Unternehmen (mikroökonomisch) lag das Versagen in einem grenzenlosen und überbordenden Glauben an Bonus-und Prämienzahlungen an Manager von Aktiengesellschaften und Investmentgesellschaften (Stichwort: Hedgefonds und Fantasiezertifikate, deren Komplexität nicht einmal die Anlageberater der Banken mehr verstanden), deren Anteilseigner und Shareholder immer größere Renditen und Profite erwarteten. Diese Bonus-und Prämiensystem verleiteten die Finanzmanager zu riskanten finanziellen Spekulationen und Handlungsweisen, damit sie einerseits ihre Prämien erzielen konnten und andererseits der maßlosen Profiterwartung (Gier) der Shareholder gerecht werden konnten.


Auf der Ebene der Gesamtwirtschaft hat sich der neoliberale Glaube an uneingeschränkte und komplett deregulierte Märkte als Irrglaube erwiesen, der historische Erfahrungen und Hinweise vollkommen ignorierte. Zuviele Ökonomen und Politiker verdrängten und überhörten warnende Stimmen, die derzeit das vorherrschende neoliberale Modell des Kapitalismus kritisierten. Die Verantwortlichen erkannten nicht den enormen Einfluß weniger Mächtiger und Reicher auf die unsichtbaren Kräfte des freien Marktes. Es sind massive Reformen erforderlich, die das aktuelle System eines Vetternwirtschaft-Kapitalismus, welches auf Kasino-Finanzmärkte fokussiert ist, hin zu einem sozialeren System eines Kapitalismus wandeln, von dem alle profitieren und nicht nur einige wenige Reiche und Mächtige.
Dazu veranstaltet das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung GmbH (WZB)  ein Kolloqium mit dem renommierten Harvard-Ökonomie-Professor Richard Freeman, der am 08.09.2009 von 17:00 - 20:00 zu diesem Thema referiert. Der Vortrag findet in englischer Sprache statt. Mit auf dem Podium sind Forscher des WZB, Kai A. Konrad und Arndt Sorge.

Infos und Anmeldungen bei Marie Unger: finanzkrise(at)wzb.eu; Fax: 030-25 49 16 80.´

Weitere Informationen auf der Website des Instituts:
http://www.wzb.eu

Anmeldeschluss: 02.09.2009
Veranstaltungsort: Reichpietschufer 50
10785 Berlin
Berlin

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