Wirtschaft und Psychologie kommen sich näher

In der Wirtschaft treten immer wieder Fragen auf, die von psychologischer Herkunft geprägt sind. So fragt man sich, wie Menschen Entscheidungen treffen, insbesondere in Konfliktsituationen, oder welche Vorgänge bei Entscheidungsprozessen in kleinen oder in größeren Gruppen ablaufen. Diese und sonstige Fragen , die dieses Themengebiet betreffen sind zunehmend in das Interesse von Psychologen und Ökonomen gerückt. Aus diesem Grund hat sich in den vergangenen Jahren ein stetig wachsendes Forschungsfeld entwickelt, das die Bezeichnungen "behavioral economics" oder "economic psychology" trägt.

Um diesem Forschungsfeld in Europa einen höheren Bekanntheitsgrad zu verschaffen , findet vom 29. Mai 2006 bis zum 6. Juni 2006 im Kloster Frauenwörth auf der Fraueninsel im Chiemsee die Sommerschule "Economics and Psychology" statt, die von der VolkswagenStiftung mit 50.000 Euro gefördert wird. Während der achttägigen Veranstaltung soll es unter anderem gelingen eine Vernetzung zwischen europäischen Nachwuchswissenschaftlern, amerikanischen Kollegen und den weltweit besten Wissenschaftlern zu schaffen.

Des Weiteren gilt es in den Kursen verschiedene und grundlegende Konzepte sowie Methoden aus ökonomischer und psychologischer Perspektive vorzustellen und ihre Anwendung zu diskutieren. Auf Themengebiete wie Finanzmärkte, Industrie- und Organisationsökonomie sowie politische Ökonomie und Finanzwissenschaft wird während der Veranstaltung ein besonderes Augenmerk gelegt.



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