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- Gastbeitrag von Karatbars -

Der Goldkurs setzt zu Höhenflügen an. Hatten viele Marktbeobachter das Edelmetall nach 2012 offenbar schon abgeschrieben – gerade angesichts der jahrelangen Preisstagnation –, feiert es nun seine Wiederauferstehung. Verantwortlich dafür ist wahrlich nicht nur die Corona-Krise, sagt Karatbars-CEO und -Gründer Harald Seiz. Er hat vor drei Jahren ein nahezu prophetisches Buch zum Thema veröffentlicht. In „Die Zukunft des Geldes: Wie Gold unser Zahlungssystem revolutionieren wird“ nahm er die Ereignisse und krisenhaften Verwerfungen vorweg und beschrieb detailliert, wie Jahrtausende lang auf Gold Verlass war.

 Ausgedrückt in seiner offiziellen Währung US-Dollar stand das Edelmetall sieben Jahre lang nicht mehr so gut da wie heute. Seit Jahresbeginn ist der Kurs um 250 Dollar geklettert. Harald Seiz hat auf den felsenfesten Charakterzug von Gold immer wieder hingewiesen: „Gold gehört in jedes Portfolio. Es ist real, greifbar und erfüllt in Krisen auch den praktischen Zweck, einer akzeptierten Hartwährung. Und das weltweit.“

Corona hat der Karatbars-Chef nicht vorausgesehen. Offenkundig war für ihn aber, wie Risiken aller Art zugenommen haben. Seiz hat in seinem Buch viele Szenarien ins Feld geführt: Cyberangriffe, Stromausfälle, Währungscrashs oder den Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung und Versorgung. „Wir haben nur scheinbar in sicheren Zeiten gelebt. Der Kalte Krieg ist erst 1989 zu Ende gegangen. Dann nahm der Terrorismus zu, diverse Kriege in Zentralasien und dem Nahen Osten folgten und zwischendurch die Finanzkrise 2008. Und seitdem er eingeführt wurde, schwebt über allem die Krise des Euro. Wirtschaftliche und politische Unsicherheiten sind leider der Normalfall – auf die man sich wiederum auch mit Gold vorbereiten sollte.“

Permanente Angst vorm Euro-Crash

Wer sich in sicheren und stabilen Vor-Corona-Zeiten im Jahr 2019 mit Gold eingedeckt hat, kann sich nun über eine schöne Rendite freuen. Seiz sieht darin allerdings nicht die Hauptfunktion. Vielmehr propagiert der Unternehmer und Experte Gold seit jeher als Rettungsanker und Eiserne Reserve.

Im vergangenen Jahr dann setzten sich diverse Bestseller-Autoren als Crash-Propheten in Szene. Sie veröffentlichen Untergangsszenarien und genaue Checklisten für den Ernstfall – mit Gold als zentralem Element. Die Bücher und deren Social Media-Vermarktung waren dermaßen populär, dass die Kunden scharenweise zu den Goldhandelshäusern liefen.

Ein weiterer Einflussfaktor war laut Seiz die Bundesregierung: Sie verschärfte Ende 2019 die Vorschrift beim Goldkauf mit Bargeld: Seit Januar 2020 muss man sich schon bei 2.000 Euro ausweisen statt erst bei 10.000 Euro. „Damit befeuerte die Regierung Ende des vergangenen Jahres aber erst die ohnehin schon hohe Nachfrage. Regelrechte Kaufpanik brach aus“, so Seiz für den der Kaufrausch ein Beleg dafür ist, wie sehr die Deutschen ihrem Staat und dem Euro misstrauen. Denn der Zustand der Gemeinschaftswährung habe sich keineswegs gebessert. Mehr noch: „Corona erneuert die fatalen Abhängigkeitsverhältnisse, in denen sich die so verschiedenen Euro-Volkswirtschaften befinden. Mentalitäten und Ausgabedisziplin sind einfach zu unterschiedlich für eine einzige Währung. Kein Wunder, dass viele die Flucht aus dem Euro suchen, bevor es kracht.“

Hier mag ein gewisses Maß an Massenpsychologie und Emotion mit hineinspielen, doch haben die Käufer mit ihrem Goldkauf aufs richtige Pferd gesetzt: „Vermutlich dachte ein Großteil der Käufer allgemein an einen Währungscrash – und wollte mit seinen Goldkäufen nicht beim Staat registriert sein; für den Fall, dass man auf ihre Goldreserven zurückgreift. Soweit ist der Glaube in unsere Regierung zumindest bei ihnen schon gesunken.“ Gleichzeitig haben sie sich unfreiwillig und ohne es zu wissen auf Corona vorbereitet. „Je mehr das Vertrauen in den Staat gesunken ist, desto stärker stieg es in puncto Gold. Die Leute haben sich daran erinnert, dass sich Gold seit Jahrhunderten als Stabilitätsanker bewährt hat – und dies gerade unabhängig von Regierungen. In der Krise jedenfalls steht Gold wieder glänzend da“, so das Fazit von Karatbars-Chef Harald Seiz.

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