Geld-Welten Kurzmeldung

Immer weniger netto + Warnung vor unseriösen Geldanlagen + Spareinlagen gesetzlich ungeschützt + Bundesbank warnt vor Bitcoin

 

Immer weniger netto

Das statistische Bundesamt teilt mit, dass die Bundesbürger im dritten Quartal 2013 0,3 Prozent real weniger verdienen als ein Jahr zuvor. Zwar stiegen die Löhne um durschnittlich 1,3 Prozent, dem stand aber eine Inflationsrate von 1,6 Prozent gegenüber.
Ein Arbeitnehmer, der im Jahre 2000 ebensoviele Euros pro Monat verdient hat, kann sich heute über durchschnittlich 2.500 Euro freuen. 500 Euro mehr in 14 Jahren - nicht schlecht, möchte man meinen. Real sind diese zu Preisen der Jahrtausendwende allerdings nur noch 1980 Euro wert (Quelle: abendzeitung-muenchen.de), bleibt also ein Reallohnverlust von 20 Euro. Hinzu kommt der tückische Nackenschlag der kalten Progression: Auf die 2.500 Euro Brutto müssen natürlich deutlich mehr Steuern gezahlt werden (prozentual) als auf die 2.000 Euro - kein Wunder, dass viele subjektiv das Gefühl haben, der Geldbeutel wird immer enger.
Diese Zahlen sind übrigens ein gutes Argument bei Gehaltsverhandlungen, weitere Tipps finden sich hier zusammengestellt

Warnung vor unseriösen Geldanlagen

Die Zeiten für Geldanleger sind hart. Seriöse Anlageangebote über 2 Prozent sind kaum zu finden. Diesen Umstand wollen sich manche zunutze machen: Laut Süddeutscher Zeitung warnen Verbraucherschützer vor gehäuften Auftreten von sogenannten Anlageberatern, die über das Telefon vermeintlich sichere und hochprozentige Geldanlagen vertreiben. Eine beliebte Masche besteht darin, sich zunächst als Befrager zum Thema "Steuersparen" auszugeben.
Die Verbraucherzentralen weisen darauf hin, dass ein seriöser Berater immer auch die Risiken einer Anlage nennt. Anleger sollten immer mehrere Angebote vergleichen und sich im Zweifel an eine Verbraucherzentrale in der Nähe wenden.

Spareinlagen gesetzlich ungeschützt

Die Website deutsche-wirtschafts-nachrichten.de weist darauf hin, dass es auch in Deutschland bei einer Bankenpleite keinen gesetzlichen Anspruch auf Auszahlung von Giro- und Sparguthaben gibt. „Es gibt in Deutschland keinen gesetzlichen Anspruch auf die Auszahlung von Spareinlagen, auch nicht unter 100.000 Euro“, sagt der Grüne EU-Parlamentarier Sven Giegold. Zwar existiert der Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken, dieser müsse aber bei einer größeren Pleitewelle der angeschlossenen Banken schnell die Segel streichen. Eine Verpflichtung für den Gesetzgeber in diesem Falle einzuschreiten, existiert nicht.

Bundesbank warnt vor Bitcoin

Die Internetwährung Bitcoin hat einen rasanten Höhenflug hinter sich. Grund genug für den Bundesbankpräsidenten Jens Weidmann, vor den Risiken dieser Währung zu warnen. "Bitcoins sind doch überhaupt keine Alternative zu unserem Geld. Sie sind als Zahlungsmittel ein absolutes Nischenprodukt", sagte er der Wirtschaftswoche. Das Motiv hinter der Wertsteigerung sei die Gier nach Rendite. Dieses "Ich kaufe, weil es steigt"-Prinzip führt, wir erinnern uns an den Zusammenbruch des neuen Marktes, irgendwann unweigerlich zum Einbruch. Dumm, wenn man dann noch Bitcoins hat ...

 

Der Beitrag ist eingeordnet unter:

Vom gelassenen Umgang mit Sparen, Geldanlage, Versicherung und Vorsorge

pfeil runter

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