Gute(!) offene Immobilienfonds sind nach wie vor eine empfehlenswerte Beimischung für Ihr Privatdepot, obwohl in letzter Zeit viel von Auflösung solcher Fonds die Rede war. Sind Sie ebenfalls davon betroffen oder überlegen Sie die Anlage in solche Fonds? Lesen Sie hier, wie die aktuelle Lage dieser Fonds momentan aussieht und was Sie bei Kauf und Verkauf Ihrer Anteile an einem offenen Immobilienfonds beachten sollten.

Zu Anfang dieses Jahres mussten mehrere Schwergewichte im Immobilienfondssektor Ihre Pforten schließen, nachdem Großanleger ihr dort geparktes Geld abgezogen hatten. Trotzdem stehen dem Privatanleger in Deutschland nach wie vor ein knappes Dutzend offener Immobilienfonds als Kapitalanlage zur Verfügung. Diese haben laut Finanztest in den letzten Jahren Renditen im Rahmen von 2 bis 3,6 Prozent pro Jahr erwirtschaftet, mehrere davon sind schon seit Jahrzehnten am Markt.

Die niedrigen Zinsen am Geldmarkt und Prognosen, die eine stabile Entwicklung der Immobilienmärkte in den europäischen Metropolen voraussagen, treiben gegenwärtig viel Geld in die offenen Immobilienfonds. Insbesondere die Zentrumslagen großer Städte stellen für die Fondsmanager eine aussichtsreiche Anlage dar. Trotzdem müssen aus erwähnten Gründen mehrere der großen Fonds abgewickelt werden.

Neue Regeln für die Rückgabe der Fondsanteile

Seit Anfang des Jahres dürfen Anleger nur noch Fondsanteile im Wert von 30.000 Euro pro Halbjahr ohne weitere Fristen liquidieren. Darüber hinausgehende Beträge müssen 12 Monate vorher gekündigt werden. Fondsanteile, die in diesem Jahr gekauft wurden, müssen 2 Jahre im Depot gehalten werden, so sie den gesetzlichen Freibetrag übersteigen. Zu Ende Juli 2013 soll es zu weiteren Regulierungen seitens des Gesetzgebers kommen.

Achtung bei Abwicklung

Wenn ein offener Immobilienfonds aufgelöst wird, verkauft das Fondsmanagement nach und nach die Immobilien des Fondsvermögens und schüttet jeweils entsprechend ihrer Anteile das Geld an die Anleger aus. Es mag dabei zu Verzögerungen bei der Ausschüttung kommen, obwohl ein Teil der Immobilien bereits veräußert wurden. Dies kann an einer Rückzahlungspflicht von Krediten liegen oder an Übergabefristen in den Verkaufsverträgen.

Offene Immobilienfonds haben unterschiedlich Kündigungsfristen, die sie für den Verkauf des Fondsvermögens einhalten müssen. Überschreiten Sie diese Fristen geht die Verwaltung des Fondsbestandes an die Depotbank über. Diese erhält dann den Auftrag, die Vermögenswerte zum bestmöglichen Verkaufspreis zu veräußern.

Geben Sie acht, falls eine Firma Ihnen anbietet, Ihre Fondsanteile zu übernehmen. Sie erhalten diese Angebote von Ihrer Depotbank weitergeleitet, obwohl keinerlei Verpflichtung besteht, die Seriosität einer solchen Firma zu prüfen.

Alternative Wohnungskauf?

Wenn Sie Ihr Geld direkt in eine Immobilie anlegen, sparen Sie die Kosten des Fondsmanagements. Dafür machen Sie alle Verwaltungsarbeit selbst. Zum Glück wird die Recherche nach günstigen Wohnungen heute deutlich durch Immobilienportale wie zum Beispiel Nestoria erleichtert. Allerdings ist viel Wissen (Rechte und Pflichten eines Vermieters) erforderlich, um verantwortungsvoll eine fremdgenutzte Immobilie als einträgliche Kapitalanlage in Betracht zu ziehen.

Der Beitrag ist eingeordnet unter:

Vom gelassenen Umgang mit Sparen, Geldanlage, Versicherung und Vorsorge

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