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KI bei der Geldanlage: Das ist der aktuelle Stand

Es sind lernende Algorithmen, die die Fondsmanager immer stärker in Bedrängnis bringen – am Ende ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis sie den Finanzmarkt endgültig erobert haben. Doch welche Auswirkungen hat der bereits an der Börse stattfindende Machtwechsel für den Privatanleger?

 
 

Punkt 1

Mensch gegen Maschine - nun folgt die Fortsetzung am Finanzmarkt

Die Künstliche Intelligenz (kurz: KI) befindet sich schon seit Jahren auf der Überholspur. Aus zahlreichen Bereichen sind Rechner, die eigenständig nach Problemlösungen suchen, nicht mehr wegzudenken - auch im Bereich der Geldanlage scheint diese Entwicklung immer stärker zu werden. Dabei steht die KI aber noch am Anfang – befindet sich sozusagen gerade erst in den Kinderschuhen.

Man kann die aktuelle Situation ganz gut mit dem Verlieren des Schachgroßmeisters gegen die KI vergleichen, denn auch am Rohstoffmarkt verliert der Mensch gegen den Computer – die großen Handelshäuser wie Louis Dreyfus, Trafigura und Cargill, die Jahr für Jahr damit punkteten, einen überaus großen Informationsvorsprung zu haben, wurden bereits abgehängt.

Die Mitarbeiter von Trafigura, ein Öl- wie Metallhändler, der einen jährliche Umsatz im Bereich der 136 Milliarden US Dollar macht, schickten beispielsweise Frachter wie Tanker um den Globus, um zu wissen, wo das Überangebot die Preise drückt – kein Wunder also, dass Galena Metals, der hauseigene Hedgefonds, nie zu schlagen war. Bis zum Jahr 2013 erzielte man hier um die 9,4 Prozent Rendite/Jahr. 2015 wurde die Sparte von Trafigura geschlossen.

Heute werden die Investments nur noch von immer klüger werdenden - weil selbstlernenden - Computern gesteuert, die wissen, wie es um die Warenströme auf den Meeren bestellt ist, wobei nie ein Barrel Öl aus Südamerika oder eine Ladung Platin aus Südafrika bewegt wurden. Chef eines derartigen Computernetzwerkes ist Tammer Kamel, der Gründer des kanadischen Researchanbieters Quandl. Kamel, ein ehemaliger Investmentbanker, sprach schon im Jahr 2012 davon, mit „Bloomberg das zu machen, was Wikipedia mit der Enzyklopädie Britannica gemacht hat“.

Punkt 2

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Immer auf der Suche nach Informationen

Der junge Kamel lernte in Hongkong, wie wichtig ein Informationsvorsprung an der Börse sein kann. Damals wurde er von seinem Vorgesetzten auf das chinesische Festland geschickt - er sollte die Bauern für das Zählen von aus den Fabriken kommenden LKWs bezahlen. Heute sind es Satellitenbilder von den Rohstoffverladehäfen, die für den Überblick sorgen.

Auf die Aufnahmen werden dann Programme losgelassen, die ein selbständiges Muster wahrnehmen und wissen, um welche Tanker wie Stückgutfrachter es sich handelt.

Heute kann der Quandl-Chef jederzeit sagen, wie viel Eisenerz aus den australischen Minen nach China transportiert wird.

Schon jetzt können die intelligenten Programme auch anhand zahlreicher Bilder wie auch Datenquellen sagen, wie es um die Geschäftsentwicklung bestellt ist – somit weiß man, ob man auf einen fallenden oder steigenden Aktienkurs setzen soll. So gingen die Hedgefonds im Sommer bei Under Armour, einem Sportartikelhersteller, short, nachdem man festgestellt hat, es würden immer weniger Stellenanzeigen auf den diversen Internetseiten gefunden werden – der Quartalsbericht hat die Vermutung dann bestätigt, sodass die Aktie in weiterer Folge um 9 Prozent einbrach.

Zwischenfazit

All jene, die in naher Zukunft Top-Renditen einfahren wollen, kommen in Wahrheit nicht mehr an der KI vorbei – nun geht es um die Integration in die Investmentstrategie.

Punkt 3

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Die Entwicklung ist nicht ungefährlich

Aufgrund der Tatsache, dass die Finanzbranche durch neue Technologien getrieben wird, befindet sie sich in einem fundamentalen Wandel. Natürlich befasst sich auch die Finanzmarktaufsicht mit dem Thema der modernen Technologie und weiß, dass es durchaus gefährlich werden kann, wenn man sich zu 100 Prozent auf scheinbar immer klüger werdende Algorithmen, auf KI sowie auch auf Big Data-Analysen verlässt. Besonders intensiv hat sich die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (kurz: BaFin) mit dem Thema in der Studie „Big Data trifft Künstliche Intelligenz“ befasst.

Die Grundlage, die es der KI am Ende erlaubt, Musteranalysen wie auch Mustererkennungen durchführen zu können, bilden gewaltige Datenmengen. Die heutigen Systeme sind tatsächlich schon in der Lage, dass riesige Mengen analysiert, verarbeitet und sodann ausgewertet werden können. Das Zeitalter der KI bei der Geldanlage hat begonnen.

Punkt 4

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Punkt 5

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Vom gelassenen Umgang mit Sparen, Geldanlage, Versicherung und Vorsorge

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