Die ECOreporter.de AG, gegründet 2001, angetreten mit dem Ziel, unabhängigen Journalismus zum Thema nachhaltige Geldanlage zu liefern, hat nun die ersten Institute mit ihrem Nachhaltigkeitssiegel ausgezeichnet. Mit dem Siegel wollen die Journalisten zu mehr Transparenz auf dem Markt für nachhaltige Geldanlage beitragen.

Die Anforderungen an das Siegel sind die für ethische Geldanlage üblichen Kriterien:

  • keine Rüstungsindustrie
  • keine Atomenergiefirmen
  • keine Kinderarbeit
  • nicht in Länder mit Todesstrafe investieren
  • nicht in Länder mit gravierenden Menschenrechtsverletzungen investieren
  • keine Gentechnik
  • keine Spekulation auf Lebensmittel
  • keine Tierversuche
  • keine Glücksspiele
  • keine Suchtmittel

"Es gelten strenge Kriterien", versicherte Jörg Weber aus dem Vorstand von Ecoreporter. "Die Besonderheit des Siegels ist die Konzentration auf das Kerngeschäft des Anbieters." Bei Banken bewerte man Kredite und Geldanlagen und Anlageprodukte, Finanzprodukte werden im Rahmen des Gesamtangebotes bewertet. "Ziel ist ernsthaft nachhaltige Geldanlagen von den Produkten zu unterscheiden, die nur von einem Trend profitieren wollen", sagte Weber. Eine einziges Waldinvestment unter einer Vielzahl konventioneller Geldanlageprodukte führe nicht zum Siegel.

Drei Banken, eine Anleihe und ein Finanzberater haben die Prüfung für das Siegel bisher bestanden: die GLS-Bank, die Bank für Kirche und Caritas, die Steyler-Bank, der Finanzberater Mehrwert und die Stufenzins-Anleihe V des Bremer Energiekontors (finanziert Windkraft- und Solaranlagen). Alle Siegelträger haben sich schon lange und ausschließlich der nachhaltigen Geldanlage verschrieben.

Die Angebote würden zwar auch daraufhin geprüft, ob die im Prospekt genannten Renditeversprechen realistisch seien, aber das Siegel will keine Garantie auf Sicherung des Verbraucherschutzes sein. So könnten das Siegel auch geschlossene Fonds tragen, obwohl es bei diesen zu Nachschusspflichten seitens des Anlegers kommen könne.

"Es ist gut, dass es jetzt ein solches privates Siegel gibt", meint Gerhard Schick, Bundestagsabgeordneter und finanzpolitischer Sprecher der grünen Fraktion. "Aber es fehlt ein staatliches Siegel ähnlich wie bei Bioprodukten".

 Umfrage zu den Möglichkeiten nachhaltiger Geldanlagen 2012
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Der Beitrag ist eingeordnet unter:

Vom gelassenen Umgang mit Sparen, Geldanlage, Versicherung und Vorsorge

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