roboter blau zukunft u5 564Moderne Geldanlage: Vermögen aufbauen mit einem Robo-Advisor

Robo Advisor oder selbst anlegen? Wir nennen Vorteile und Nachteile

Wer ein Vermögen aufbauen möchte, kann dies auf verschiedene Art und Weise tun. Doch gerade in Zeiten niedriger Zinsen sind nicht alle vermeintlich sicheren Anlageprodukte wie Tages- und Festgeld für den renditestarken Vermögensaufbau empfehlenswert. Deswegen fällt es Anlegern umso schwerer lohnende, das heißt, renditestarke Anlageprodukte zu finden. Kommt zudem ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis bei der Geldanlage zum Tragen, wird es nochmals schwieriger, passende Kapitalanlage-Angebote zu finden.

Mögliche Lösungen, welche beide Bedürfnisse eines Anlegers bei der Kapitalanlage bedienen kann, sind das Anlegen in ETF und die automatische Geldanlage in Robo-Advisor Angebote. Doch was ist am Ende besser: Robo Advisor oder selber anlegen? Worauf es ankommt und worauf es zu achten gilt, wird im Folgenden erwähnt.

 
 

Inhalt: Robo Advisor oder selbst anlegen?

Punkt 1

Aufbau von Vermögen: Geldaufteilung und Risikominimierung

Wie bereits erwähnt ist der der Großteil der Anleger auf Sicherheit bedacht. Bei der Investition in eine Kapitalanlage soll das Risiko also so gering wie möglich sein. Dieser Anspruch kann allerdings bei einem Investment in einzelne Aktien nur schwer bedient werden. Denn die Börsen unterliegen ständigen Bewegungen, woraus resultiert, dass des dementsprechend auch immer entsprechende Risiken hinsichtlich der Wertentwicklung einzelner Aktien gibt.

Das Gleiche gilt hierbei auch bei einer Investition in Investmentfonds und / oder Indexfonds (ETF). Wer von der Entwicklung von Börse, Aktienfonds oder ETFs profitieren möchte, muss als auch hier ein gewisses Anlage-Risiko eingehen. Dennoch gibt es mehrere Möglichkeiten dieses Risiko in Relation zur eigenen Risikobereitschaft zu verringern. Das Aufteilen des Kapitals, der sogenannten Diversifizierung, ist eine Maßnahme.

Punkt 2

Geld auf unterschiedliche Anlageklassen verteilen

Egal ob Finanztest (von Stiftung Warentes), Finanztip oder Geld-Welten.de - alle empfehlen eine Aufteilung der Geldanlage in breit streuende ETF in Verbund mit einem Sicherheitsbaustein (meist Festgeld oder Anleihe-ETF). Diese Aufteilung der Geldanlage kann in Eigenregie erfolgen - was nicht allzuviel Arbeit ist, aber ein wenig Arbeit ist es - oder halt durch einen Robo.

Die Nutzung eines Robo-Advisor kann das Risiko aufgrund verschiedener, zur Verfügung stehenden Anlage-Strategien, auf ähnliche Weise minimieren. Dennn in der Praxis ist es so: Manche Kleinanleger setzen immer noch nur auf ein Pferd, welches nur in den seltensten Fällen zum Erfolg führt.

Beide Strategien, ETF-Fonds plus Sicherheitsbaustein oder ein Robo-Advisor, verteilen innerhalb einer gewählten Anlagestrategie, das Kapital eines Anlegers auf verschiedene Assetklassen und sorgt für die notwendige Diversifizierung und einer daraus resultierenden, bedingten Kapitalabsicherung. Jedoch bleibt auch im Rahmen einer Kapitalverteilung auf verschiedene Assetklassen natürlich stets ein Restrisiko in Form eines Verlustrisikos erhalten.

Punkt 3

Mithilfe zeitlicher Verteilung ein Vermögen aufbauen

Ein weiterer wichtiger Punkt, um einen nachhaltigen und erfolgreichen Vermögensaufbau zu erreichen, ist der ins Auge zu fassende Anlagehorizont. Um das Risiko einer Geldanlage zu minimieren und den Gewinn zu erhöhen, muss man sich früher oder später mit der zeitlichen Verteilung seiner Investition auseinandersetzen.

Im Rahmen der persönlichen Anlagestrategie macht neben der Investition eines Einmalbetrages auch eine regelmäßige, zu entrichtende monatliche Sparrate durchaus Sinn. Ein Grund ist die Verringerung der Anlagerisiken. Es gibt zwar nach wie vor Kurs- und Schwankungsrisiken, allerdings halten sich diese in Grenzen.

Etwas sparen und weniger größere Beträge zu investieren ist langfristig gesehen fast immer besser. Weiterhin wird der Kostendurchschnittseffekt besser genutzt. Vor allem in Krisenzeiten lässt sich weiterhin kontinuierlich sparen. Im Großen und Ganzen sprechen mehrere Gründe für das zeitliche Verteilen des zur Verfügung stehenden Kapitals.

Wer in Eigenregie anlegt, muss diesen Vorgang selber steuern. Digitale Anlageberater können diesen Vorgang automatisiert erledigen.

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Punkt 4

Vorteile eines Robo-Advisor nutzen

Unter den vorgenannten Aspekten der Risikoverteilung, des Anlagehorizontes und der Nutzung ausgewählter Anlagestrategien eigenen sich Robo-Advisor, gerade für diejenigen Anleger, welche in Zeiten von Niedrigzinsen auf der Suche nach alternativen Kapitalanlage-Angeboten sind, sich aber möglichst wenig in die Materie der ETF einarbeiten wollen.

Drei Arten von Robots

Grob lässt sich der mittlerweile recht große gewordene Markt der Robo Advisor in drei Kategorien unterteilen:

  • Self-Service-Robots
    Dies sind rein empfehlende Robots wie JustETF, Diversifikator oder Moneyfilter.
  • Half-Service-Robots
    Hier muss der Anleger zustimmen, wenn der Roboter eine Kapitalumschichtung vornehmen will. Beispiele: Easyfolio, Growney oder United Signals
  • Full-Service-Robots
    Diese Anlageroboter sind eine vollständige digitale Finanzportfolioverwaltung und werden sogar von der Bafin (Bundes-Finanzaufsicht) überwacht.

Auch "kleine" Robots können eine große Hilfe sein

Wer sich beispielsweise einmal bei JustETF ein wenig umsieht wird schnell feststellen, wie viele wertvolle Informationen und Hilfen das Portal rund um die Anlage in ETF zur Verfügung stellt. Und das schon in der Free-Version. Wer selber anlegen will, sollte sich den dortigen Service anschauen. Schon die Informationen, wo welcher Fonds besonders günstig zu haben sind, können viel Geld sparen helfen.

Doch wer den vollen Robo-Advisor-Vorteil nutzen will, lässt den Robo die ganze Arbeit erledigen. Der Robo entscheidet, der Robo legt das Geld an, der Robo schichtet das Geld um.

Solch ein Robo-Advisor ist zudem sehr einfach in der Handhabung: Er bewertet anhand einer Risikoqualifizierung die Risikobereitschaft des Anlegers, schlägt bestimmte Anlageprodukte beziehungsweise passende Anlagestrategie vor, übernimmt die Aufteilung des Sparvermögens und nimmt gegebenenfalls notwendige Anpassungen im Portfolio des Anlegers vor. Das Ganze verläuft im Idealfall - von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich - transparent und nachvollziehbar.

Robo Advisor im Test

Im Heft August 2018 hat Stiftung Warentest erneut Robo Advisor getestet, diesmal beschränkt auf die Full-Service-Robots. Der Testsieger der digitalen Berater - Quirion - konnte mit geringen Kosten (Portfoliokosten 0.25% plus Robo-Advisor-Kosten 0,39% des Anlagebetrages) und einer schlüssigen Anlagestruktur überzeugen. Sein Qualitätsurteil: Gut.

Insgesamt wurden 14 Full-Service-Advisor getestet. Nur zwei erhielten als Note eine Zwei. Drei Robos wurden sogar mit "mangelhaft" bewertet. Hier geht es zum Testbericht.

Punkt 5

Die Vorteile eines Robo-Advisor Angebotes zusammengefasst

  • Robo-Advisor bieten verschiedene Anlagestrategien nach Risikobereitschaft
  • Anleger muss nicht selbst auf die Suche nach passenden Anlageprodukten gehen
  • Robo-Advisor überwacht die gesamte Zeit das eigene Portfolio
  • Robo-Advisor empfiehlt sich manmchmal sogar aus Kostengründen (Informationen zum Bezug von kostengünstigen ETF etc.)

Punkt 6

Fazit - Robo Advisor oder selbst anlegen?

Wer sich auch in Zeiten von Niedrigzinsen mit kleineren Beträgen ein Vermögen aufbauen möchte, dem bietet sich mit der Nutzung eines Robo-Advisor Angebotes eine interessante Kapitalanlage-Möglichkeit als Alternative gegenüber dem selber anlegen. Das System der digitalen Geldanlage ist transparent, einfach in der Handhabung und - je nach Anbieter - kostengünstig.

Das automatisierte Bedienen individueller Risikobereitschaft durch entsprechend ausgerichtete Anlagestrategien und einer gegebenenfalls erforderlichen, automatischen Anpassung des Portfolios an Marktgeschehnisse sind weitere Argumente für die Nutzung eines Full-Service-Robo-Advisors. Zudem sind die Einstiegshürden hinsichtlich Ersteinlage und monatlich zu entrichtenden Sparraten im Vergleich zu klassischen Vermögensverwaltungen niedrig angesetzt und darum auch für Kleinanleger interessant.

Auch ein Robo-Advisor-Nutzer sollte allerdings mit der Welt der ETF vertraut sein. Robo-Anleger haben tendenziell einfach weniger Lust, die regelmäßige Kontrolle und Umschichterei selber in die Hand zu nehmen. Darum verzichten Sie gerne auf einen (im Idealfall kleinen) Anteil der möglichen Rendite. Meist liegt dieser Renditeverlust gegenüber einem (genauso guten!) selber anlegen je nach Angebot zwischen 0,30 und 1 Prozent an Gebühren pro Jahr.

Man muss als Robo-Anleger darauf achten, sich einem günstigen aber guten Robo Advisor anzuvertrauen. Ansonsten, bei teuren und/oder schlecht beratenden/anlegenden Robo Advisor, geht die Arbeitsersparnis gegenüber dem selber anlegen schnell auf Kosten der Anlagerendite.

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