Finanztest schreibt in seiner aktuellen Ausgabe: "In Euroland bleiben die Zinsen wohl weiter niedrig". Besonders empfindlich würde eine Zinserhöhung diejenigen treffen, die eine Kreditaufnahme planen, deren Kreditvertrag in den nächsten Jahren verlängert werden muss und Besitzer von Rentenfonds.

Signale der EZB

Die Europäische Zentralbank belässt momentan den Leitzins bei 0,05 Prozent. Sie hat sogar angekündigt, das Anleihekaufprogramm fortzuführen. Ziel ist es, durch niedrige Zinsen die Investitionsfreudigkeit in den europäischen Ländern anzukurbeln. Vermutlich wird nur ein deutlicher Anstieg der Inflationsrate oder der Geldmenge sie von diesem Kurs abbringen.

In Amerika stehen die Zeichen allerdings auf Zinserhöhung. Viele vermuten, dass die FED die Leitzinsen im Herbst erhöht. Dies schlägt sich u.a. in den nervösen Aktienmärkten und in den höheren Zinsen für US-Staatsanleihen wieder. Eventuell wird die EZB in der Folgezeit diese Entwicklung mitgehen.

Keine eindeutige Empfehlung für Kreditnehmer

Sie können sich schon heute in Form eines Forward-Darlehens bis zu drei Jahre im Voraus den momentanen Zinsstand mit einem (je nach Laufzeit leichten oder deutlichen) Aufschlag sichern. Wenn die Zinsen niedrig bleiben, haben Sie unnötig Ihre Kreditkosten erhöht. Steigen die Zinsen (signifikant), dürfen Sie sich über Ihre Vorsicht freuen.

Rentenfonds: lieber halten

Auch wenn Rentenfonds bei anziehenden Zinsen Kursverluste erleiden, sollten Sie bei einer langfristig orientierten Geldanlage (fünf Jahre plus) lieber eine Haltestrategie verfolgen. Die Kursverluste haben sich in der Vergangenheit bei den meisten Fonds in Grenzen gehalten und wurden langfristig durch höhere Erträge wieder wettgemacht.

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Vom gelassenen Umgang mit Sparen, Geldanlage, Versicherung und Vorsorge

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