bitcoin schaltkreis a 564

Aufgrund nahezu täglich erscheinender Pressemitteilungen ist der Bitcoin in den letzten Jahren zur bekanntesten Kryptowährung aufgestiegen. Jedoch machen andere Digitalwährungen dem Zahlungsmittel die Vormachtstellung streitig. Doch trotz des Wachstums von Litecoin, Dash, Ripple und Co ist das Geld mit dem markanten „B“ auf der Münzoberseite nach wie vor die Nummer Eins auf dem Markt der Kryptos.

 
 

Machtverhältnisse am Krypto-Markt haben sich verschoben

Quelle: smava GmbH

Wie in der Infografik „Bitcoin und Co.“ der smava GmbH unter dem Punkt „Marktanteil“ zu erkennen ist, etablieren sich neben dem Bitcoin immer mehr andere Kryptos am digitalen Währungsmarkt. Während der Marktanteil der ältesten Kryptowährung im Jahr 2013 noch bei 93 Prozent lag, hat sich dieser bis zum 2017 auf 47 Prozent fast halbiert. 

Etherum, im Jahr 2015 erstmals in der Statistik erfasst, hat sich innerhalb von nur zwei Jahren von einem Marktanteil von 2 Prozent auf 19 Prozent hervorgearbeitet. Damit ist der Bitcoin-Konkurrent zur zweitwichtigsten virtuellen Währung geworden. Neben den bekannten Marktgrößen wie Litecoin, Ripple und Dash buhlen auch immer mehr neue, kleinere Kryptos um die Gunst der Nutzer. Sie machten im Jahr 2017 zusammen bereits einen Marktanteil von 23 Prozent aus.

Noch geringere Guthaben auf Bitcoin-Konten

Die Statistik unter dem Punkt „Bitcoin-Besitzer“ zeigt die Anzahl der vorhandenen Bitcoin-Konten und das darauf jeweils enthaltene Guthaben. Während zum Zeitpunkt der Erhebung mehr als 21,8 Mio. Krypto-Wallets weltweit existierten, befanden sich auf knapp 21,2 Mio. dieser Konten nur Kleinstbeträge zwischen 0 und 1 Bitcoin. Nutzbare Guthaben zwischen 1 und 1.000 Bitcoins, die von den Eigentümern vermutlich tatsächlich zu Zahlungszwecken eingesetzt wurden, lagen auf etwa 700.000 Konten. Höhere Sparbeträge ab 1.000 Bitcoins wurden auf nur 1.638 Konten gelagert. Kritisch gesehen wird die Geldanlage in Bitcoins nach dem Ergebnis der Erhebung scheinbar noch von den Reichen. Auf lediglich drei Konten befanden sich Guthaben zwischen 100.000 und 1 Mio. Bitcoins.

Für die Zukunft ist - wenn sich der Trend fortsetzt - mit einer deutlich zunehmenden Akzeptanz der virtuellen Währungen zu rechnen. So äußerten sich im Rahmen einer repräsentativen Umfrage unter 10.000 Deutschen knapp 45 Prozent aller Befragten, dass sie Kryptowährungen zukünftig für Zahlungszwecke nutzen wollen. Gerade im Bereich der über 40-Jährigen scheint die Akzeptanz des digitalen Geldes zuzunehmen. Deutlich weniger als 10 Prozent der Befragten in dieser Altersklasse lehnten eine Nutzung von Bitcoins und Co weiterhin ab. 

Vorsicht!

Dieser Trend zur zunehmenden Akzeptanz von Kryptowährungen dürfte einen deutlichen Knick erfahren, wenn es zu einem größeren gelungenen Betrug oder zu einem starken Wertverfall der Kryptowährung kommen sollte. Bill Gates: "Bitcoin ist eine Geldanlage für Narren".

Wann kommen die Kryptoautomaten? 

In Ländern wie den Vereinigten Staaten, Kanada oder Großbritannien gehören sie bereits seit Jahren zum Stadtbild und auch bei unseren Nachbarn in Österreich sind sie immer mehr vertreten: Kryptoautomaten. Wesentlicher Grund, warum die praktischen Geldwechsler bis heute in keiner einzigen deutschen Stadt aufgestellt wurden, sind weiterhin fehlende Genehmigungen. Und derzeit ist nicht absehbar, wann die ersten Automaten in Deutschland zum Einsatz kommen.

Laut Albert Sperl, Marketingleiter des österreichischen Bitocin-Geldautomatenbetreibers Cointed, gestalte es sich nach wie vor schwierig, eine Erlaubnis zum Aufstellen der Automaten in Deutschland zu erhalten. „Wir versuchen es derzeit schon rund 19 Monate lang“, erläuterte er jüngst gegenüber der Website „Cash“. Nachdem Kryptowährungen hierzulande vor sieben Jahren lediglich als Rechnungseinheit klassifiziert wurden, unterliegen sie den regulatorischen Bestimmungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Teilen macht Freude:

Der Beitrag ist eingeordnet unter: