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Fürsorge von der Firma: Warum die betriebliche Krankenversicherung von vielen Arbeitnehmer so geschätzt wird

Eine betriebliche Krankenversicherung (bKV) ist eine Krankenzusatzversicherung, die von der Firma ausgehandelt, gefördert und/oder sogar ganz bezahlt wird. Über die Kostenvorteile einer Gruppenversicherung können Zusatzleistungen deutlich günstiger bezogen werden als im Falle einer individuellen Absicherung der Zusatzleistung. Doch es gibt noch mehr Gründe, warum betriebliche Krankenversicherung sich großer Beliebtheit erfreut.

 
 

Inhalt: Warum betriebliche Krankenversicherung?

Punkt 1

Was ist eine betriebliche Krankenversicherung?

Hierbei handelt es sich nicht um die normale gesetzliche oder private Krankenversicherung. Diese erläutern wir im folgenden Beitrag:

Welche Krankenversicherung soll ich wählen? Unterschiede und Wechselmöglichkeiten

Überlegen Sie zweimal, bevor Sie Ihre Krankenversicherung wählenIn Deutschland existieren zwei Versicherungsmöglichkeiten parallel nebeneinander:

  • Die gesetzliche Krankenversicherung
  • Die private Krankenversicherung

Welche Krankenversicherung soll ich wählen – wo liegen Vor- und Nachteile? Und was ist mit den Kosten? Dieser Artikel erläutert die wichtigsten Unterschiede und weist auf Konsequenzen hin, die in der allgemeinen Diskussion oft verschwiegen werden.

Stattdessen können Mitarbeiter eines Unternehmens im Rahmen einer betrieblichen Krankenversicherung (bKV) Krankenleistungen versichern, die von einer normalen Krankenkasse nicht oder nur eingeschränkt übernommen werden. Kurz: Bei betrieblichen Krankenversicherungen handelt es sich stets um Kranken-Zusatzversicherungen.

19 Prozent der deutschen Arbeitnehmer sind mittlerweile über eine betriebliche Krankenversicherung zusatzversorgt.

In aller Regel handelt das jeweilige Unternehmen mit einem Versicherer einen Vertrag für eine Gruppenversicherung aus. Die Leistungen der jeweiligen Zusatzversicherung hängen vom Angebot des Versicherers ab. Ein Beispiel findet sich auf der AXA-Seite zur betrieblichen Krankenversicherung.

Die in der bKV angebotenen Tarife sind in der Regel deutlich attraktiver als dies bei einem Einzelabschluss der Zusatzleistung der Fall wäre. Darum gelten betriebliche Krankenversicherungen auch als Zugpferd bei der Mitarbeitergewinnung bzw. der Bindung von gutem Personal.

Punkt 2

Was kann versichert werden?

Vom Arbeitgeber bzw. Arbeitnehmer können bei der bKV verschiedene Module an Versicherungsleistungen angeboten, gewählt und kombiniert werden. Dazu gehören:

  • Zahnzusatzversicherung (dieses Modul ist sehr gefragt)
  • Zusatzleistungen für ambulante oder stationäre Behandlungen (z. B. Einbettzimmer, Chefarztbehandlung – eher selten gewünscht)
  • Erhöhung des Krankentagegeldes
  • Kostenübernahme für zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen
  • Übernahme von Heilpraktikerleistungen wie Homöopathie oder Akupunktur
  • Gesundheitsprävention und -management im Unternehmen
  • Kostenübernahme für Sehhilfen (z. B. Kontaktlinsen)
  • Auslandskrankenversicherung
  • Erhöhte Zahnersatz-Erstattungen
  • Psychologische Beratung

Oft können EhepartnerInnen und Kinder bis 27 mitversichert werden.

Siehe dazu:

Zusatzversicherung - Ratgeber Zahnzusatzversicherung, Krankentagegeld und Co.

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Wer nicht in einer privaten Krankenversicherung ist, kann seinen Versicherungsschutz hochtunen. Doch nicht alle Angebote für eine Zusatzversicherung sind sinnvoll. Der Markt ist riesig.  Lesen Sie hier, worauf Sie bei der Auswahl von:

  • Zahnzusatzversicherung
  • Auslandskrankenversicherung
  • Stationäre Zusatzversicherung
  • Krankentagegeld-Versicherung
  • sonstige Zusatzversicherungen

achten sollten.

Punkt 3

Wie funktioniert die betriebliche Krankenversicherung?

Die Kosten für die betriebliche Krankenversicherung werden häufig vom Arbeitgeber komplett übernommen. Weniger verbreitet sind Modelle, in denen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich die Kosten teilen. Auch Mischmodelle sind möglich, z. B. dass der Arbeitgeber ein Jahr lang die bKV bezahlt und der Arbeitnehmer danach entscheidet, ob er die Versicherung als Selbstzahler fortführen will.

Vertragspartner für die Versicherung der bKV ist stets der Arbeitgeber.

Je nachdem, ob die bKV arbeitgeberfinanziert ist oder arbeitnehmerfinanziert ist, spricht man von einer obligatorischen oder einer fakultativen betrieblichen Krankenversicherung. Wenn der Arbeitgeber die Zahlung der Beiträge übernimmt handelt es sich um eine Versicherung für fremde Rechnung nach §§ 43ff. des Versicherungsvertragsgesetzes.

Gegenüber der Einzel-Versicherung ist die Gesundheitsprüfung in den bKV-Modulen oftmals verkürzt oder entfällt ganz.

Punkt 4

Muss die betriebliche Krankenversicherung versteuert werden?

Bei Verträgen, die bis 2013 abgeschlossen wurden, galt die bKV vom Arbeitgeber als Sachlohnzuwendung und konnte bis 44 Euro Beitrag steuerfrei erfolgen. Seit 2014 gelten Versicherungsbeiträge zur betrieblichen Krankenversicherung als Barlohn und müssen versteuert werden.

Der Arbeitgeber kann die Aufwendungen für die bKV als Unkosten steuerlich gelten machen.

Punkt 5

Fazit: Warum betriebliche Krankenversicherung?

Wenn Ihre Firma eine bKV anbietet und Sie an den dortigen Leistungen interessiert sind, ist die bKV eine günstige Möglichkeit, den eigenen Versicherungsschutz zu erhöhen. Versicherungsmodule wie Zahnzusatzversicherung und Heilpraktikerbehandlung sind bei vielen Arbeitnehmern beliebt.

Ist die Betriebliche Altersvorsorge sinnvoll?

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Oft sinnvoll: Die Betriebliche Altersvorsorge

Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist ebenfalls ein (zumeist) empfehlenswerter Baustein der Altersvorsorge. Der Arbeitnehmer spart durch die direkte Umwandlung des Gehaltes in einen Rentenvertrag (bis zu einer bestimmten Grenze) Steuern und Sozialabgaben. Zudem zahlen viele Arbeitgeber einen zusätzlichen Beitrag dazu, welcher die bAV noch lohnender macht.

Allerdings gibt es auch Nachteile der bAV. Ob eine Betriebliche Altersvorsorge sinnvoll ist oder nicht hängt von den individuellen Bedingungen ab. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei der Bewertung der Verträge achten sollten.

Der Beitrag ist eingeordnet unter:

Vom gelassenen Umgang mit Sparen, Geldanlage, Versicherung und Vorsorge

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