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Die deutsche Hauptstadt gibt in vielerlei Hinsicht den Ton in der Bundesrepublik an. Das liegt vor allem an den großen wirtschaftlichen Möglichkeiten durch bedeutende internationale Unternehmen sowie durch die Präsenz politischer Entscheidungsträger in Berlin. Ein ganz neues Projekt wurde nun mit der Siemensstadt 2.0 begonnen. Was steckt hinter diesem Konzept?

Was ist die Siemensstadt genau?

Der 22. März 2019 diente als feierlicher Auftakt der nächsten Etappe der Siemensstadt in Berlin. Es handelt sich um eine Kooperation der Siemens AG und der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR), die zudem vom Berliner Senat unterstützt wird.

Ganz grundsätzlich handelt es sich um einen Zukunfts-Campus, welcher neben der Unterstützung der Forschung auch Wohnungen, Geschäfte, Schulen und einen S-Bahn-Anschluss besitzt. Vor Ort zeigten sich Siemens-Vorstand Cedrik Neike, CEO von Siemens Real Estate Dr. Zsolt Sluitner, Bürgermeister Michael Müller und HWR-Präsident Prof. Dr. Andreas Zaby begeistert vom vermeintlich zukunftsträchtigen Schritt, der die Siemensstadt zum Schmelztiegel zwischen den Beteiligten werden lassen soll.

Neben wertvollen Kontakten und wichtigen Innovationen, die durch flexible Arbeitsbedingungen ermöglicht werden sollen, ist die eigene Wettbewerbsfähigkeit ein weiteres Ziel der kooperierenden Unternehmen und die Steigerung des Aktienkurses ein wichtiges Anliegen. 

Es kommt nicht von ungefähr, dass sich Großkonzerne in Richtung der Hochschulen orientieren, um sich selbst zukunftsfähig aufzustellen. Durch das schnelle Wachstum des Markts sind Unternehmensprognosen oftmals nur schwer zu fällen, sodass Firmen auf Innovationen und neue Ideen vom Führungspersonal der Zukunft setzen. Dies trifft auch auf die Siemens AG zu, welche laut Zaby „eine Netzwerkplattform zur Förderung unternehmerischen Denkens zur Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle und neuer Lösungsansätze für aktuelle wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen“ schuf.

Schon jetzt scheint der Ansatz zu fruchten und zu einer positiven Entwicklung des Aktienkurses beizutragen. Am Tag der Eröffnung der Siemensstadt lag der Kurs bei 95,28 €. Wer im CFD Handel Aktien von Siemens kaufte und diese bis zum 4. April hielt, profitierte von einer deutlichen Kurssteigerung auf über 101 €. Es handelte sich zugleich um den höchsten Kurswert seit Anfang Dezember 2018. Aufgrund des ambitionierten und erfolgreichen Projekts der Siemensstadt sowie der guten Kursprognose sorgte Siemens in der Öffentlichkeit und damit auch bei den Anliegern für erhöhte Aufmerksamkeit. Auf lange Sicht soll das Projekt und die Investition in die Zukunft weitere Gewinne abwerfen und den Aktienkurs damit noch weiter in die Höhe steigen lassen.

Elemente der Zusammenarbeit zwischen Siemens und HWR

kooperation hochschulenDie Beispiele für erfolgreiche Kooperationen mit deutschen Hochschulen sind zahlreich. - Quelle: IG

Der Erfolg von Kooperationen zwischen Hochschulen und internationalen Großunternehmen wird anhand der obigen Infografik deutlich. So arbeiten unter anderem Konzerne wie Rolls-Royce oder Google mit deutschen Universitäten in Cottbus und München zusammen.

Auf einen ähnlich erfolgreichen Effekt hofft zweifelsfrei auch Siemens durch die Zusammenarbeit mit der HWR. Derzeit sind 19 Gründungsteams im Startup Incubator Berlin aktiv; dieser wird von der HWR betrieben und durch Stipendien sowie Verbesserungen der Infrastruktur unterstützt. Schon frühzeitig setzt auch die HWR auf die Verzahnung von Startup-Förderung mit Entrepreneurship-Bildung. Somit soll auch das unternehmerische Denken der Studenten gefördert werden. Das führt dazu, dass nicht nur Siemens von der Partnerschaft profitiert, sondern ebenfalls die geförderten Studenten, sei es durch zukünftige Arbeitsstellen oder Erfahrungen für die nächste Bewerbung.

Neben einer Veranstaltungsfläche punktet das Gelände der Siemensstadt außerdem mit einem Labor und einer Werkstatt. Die angestrebte Community reicht weit über jene der Partnerschaft zwischen HWR und Siemens hinaus, da Startups der Siemens AG selbst, das BerLEAN Tech Center sowie einige weitere Organisationen vor Ort sind.

Neben den Entrepreneuraktivitäten sind für das Viertel noch diverse weitere wichtige Erneuerungen vorgesehen. Zu diesen gehören zum Beispiel Wohnflächen, von denen 30 % als Sozialwohnungen dienen sollen, um den großen Bedarf in der Hauptstadt abzudecken.

Nicht zuletzt deshalb erhoffen sich die Verantwortlichen ein besonders zukunftsträchtiges Konzept, in welchem die Innovation eine natürliche Folge der Umgebung und gegebenen Möglichkeiten ist. Nach der Eröffnung wird nun mit Spannung erwartet, wie sich die Siemensstadt mit ihrer Kooperation zwischen HWR, Stadt und Unternehmen entwickeln wird.

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Vom gelassenen Umgang mit Sparen, Geldanlage, Versicherung und Vorsorge

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