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Wie wird man ein erfolgreicher Devisenhändler?

Der Devisenmarkt (Forex-Markt, kurz für Foreign-Exchange-Markt) ist eine wichtige Ergänzung für das Portfolio eines jeden Anlegers. Das liegt daran, dass er volatil ist und somit die Möglichkeit für hohe Gewinne bietet. Der Handel findet über Währungspaare statt und wird von fundamentalen Faktoren beeinflusst, etwa durch Zinssätze, Handel und geopolitische Ereignisse.

Tatsächlich ist der Devisenmarkt der größte und liquideste Finanzmarkt der Welt, weswegen er für Anleger äußerst attraktiv ist.

Wie jede Investition ist auch der Forex-Handel mit Risiken verbunden. Deswegen werden wir Ihnen in diesem Artikel aufzeigen, wie Sie auf dem Devisenmarkt handeln und Anfängerfehler umschiffen. ► Grundlagen des Devisenmarktes ► Währungspaare lesen ► Strategie entwickeln ► Fachvokabular ► Grundlegende Tipps

Punkt 1 

1. Den Devisenmarkt verstehen

Bevor Sie eine Entscheidung über Ihre Position im Devisenmarkt treffen, sollten Sie zunächst gänzlich folgende Fragen verstehen: Was ist Forex-Trading, wie funktioniert es und welche Faktoren können seine Entwicklung beeinflussen?

Die Forex-Instrumente an sich können hauptsächlich am Over-the-Counter-Markt (OCT-Markt), auch Freiverkehrsmarkt genannt, mit Terminkontrakten oder Differenzkontrakten (CFDs) gehandelt werden. Beim Handel wird eine Währung gegen eine andere gekauft, wobei die Währungen jeweils als Basis- bzw. Kurswährung bezeichnet werden. Gemeinsam bilden sie ein Währungspaar.

Video: Der Devisenmarkt am Grundmodell erläutert

Länge:  10 Minuten

Diese Währungen spiegeln die Wirtschaften wider, die sie repräsentieren, aber auch die Beziehung zwischen den beiden entsprechenden Ländern. Aus diesem Grund ist es sehr empfehlenswert, die unterschiedlichen technischen, politischen und wirtschaftlichen Ereignisse zu verstehen, die einen signifikanten Einfluss auf jede der Währungen haben können.

Punkt 2

2. Lernen Sie, wie man Währungspaare liest

Beim Forex-Handel ist einer der ersten Schritte, den Sie tätigen sollten, die Währungspaare richtig lesen zu lernen.

Die Basiswährung ist die erste Währung im Paar, und das ist der Vermögenswert, in dem Sie einen Kauf tätigen werden. Bei der zweiten Währung des Paares handelt es sich um die Kurswährung, die den Kurs widerspiegelt, zu dem Sie den Handel tätigen. Wenn die Basiswährung gegenüber der Notierung stärker wird, dann können Sie mit einem Gewinn rechnen. Sollte das Gegenteil eintreffen, dann werden Sie wahrscheinlich einen Verlust verzeichnen.

Video: So entstehen Wechselkurse

Länge: 10 Minuten

Für die besten Erfolgschancen sollten Sie mit dem Handel in der Währung Ihres eigenen Landes beginnen und diese dem US-Dollar (USD) gegenüberstellen. Der USD wird als die Basiswährung der Welt angesehen, während Sie die Schwankungen des Wertes in Ihrem Land vermutlich kennen und verstehen. Aus diesem Grund ist dies eine gute Strategie, mit der Sie sich bessere Erfolgschancen verschaffen können.

Zunächst sollten Sie mit dem Handel mit kleinen Beträgen beginnen, um langsam in den Devisenhandel einzusteigen. Von diesem Punkt aus können Sie die Entwicklung des Marktes mit Bedacht nachverfolgen und im Laufe der Zeit Ihr Kapital entsprechend erhöhen.

Punkt 3

3. Entwickeln Sie Ihre Forex-Handelsstrategie

Ein erfolgreicher Forex-Händler wird eine Handelsstrategie haben, die zum eigenen Stil und Anlageprofil passt.

Video: Forex – was ist das eigentlich?

Länge: 7 Minuten

Es gibt zwei Arten der Analyse, die in einer Forex-Handelsstrategie zum Einsatz kommen können. Dabei handelt es sich um die fundamentale und technische Analyse. Da der Markt von den Ereignissen auf der ganzen Welt beeinflusst wird, ist die Fundamentalanalyse von entscheidender Bedeutung bei der Investition in Devisen.

Bei dieser Analyse werden unterschiedliche Faktoren beleuchtet, die einen Einfluss auf die Wirtschaft und folglich auch auf die entsprechende Währung haben. Die Fundamentaltrader verwenden üblicherweise einen Wirtschaftskalender, um die Marktreaktion auf bestimmte wichtige Ereignisse zu analysieren und dementsprechend zu handeln.

Der Devisenmarkt hat sehr viele historische Daten, weswegen er für die technische Analyse sehr gut geeignet ist. Hierzu zählt die Auswertung der Charts und Diagramme, um potenzielle Trends und Muster zu identifizieren. Nachdem die technischen Händler dies getan haben, können sie die Kursbewegung der Währungspaare mit einer höheren Wahrscheinlichkeit voraussagen und entsprechend in den Markt einsteigen oder aus ihm aussteigen.

Video: Vom Chart zur Strategie

Länge: 11 Minuten

Sobald Sie eine Strategie aufgestellt haben, sollten Sie deren Umsetzung auf einem Demokonto testen. Damit stellen Sie den Erfolg Ihrer Techniken sicher. Und wenn Sie dann mit dem Handel auf dem Devisenmarkt mit echtem Geld beginnen, dann werden Sie sich selbstsicher fühlen und eher auf Ihre Strategie verlassen können.

Punkt 5

4. Nutzen Sie Risikomanagement-Tools

Je nachdem, auf welcher Forex-Handelsplattform Sie sind, werden Sie unterschiedliche Tools zum Risikomanagement zur Verfügung gestellt bekommen. Diese können Ihnen helfen, Ihre Gewinne zu maximieren und Ihre Verluste zu minimieren.

Solche Tools sind zum Beispiel Optionen wie ein Limit für den Abschluss eines Gewinns. Das bedeutet, dass der Handel geschlossen wird, wenn eine bestimmte Gewinnhöhe erreicht wird – oder ein Abschluss bei Verlust, bei welchem das Risiko auf einen angegebenen Wert minimiert wird. Damit können Sie Ihr Kapital beim Devisenhandel besser verwalten und erhalten, da Sie niemals mit mehr Geld handeln sollten, als Sie sich zu verlieren leisten können.

Punkt 6

5. Fachvokabular Devisenhandel

Einige Fachbegriffe, die Sie kennen sollten:

  • Währungspaar
    Man handelt im Forex immer ein Währungspaar, z. B. EUR/Pfund.
  • Lots
    Diese Währungspaare werden in Lots gehandelt. Ein Lot meint bei normalen Kontrakten 100.000 Einheiten der vorderen Währung, der Basis. Beim Währungspaar EUR/Pfund steht 1 Lot für 100.000 Euro.
    Keine Angst: Bei vielen Brokern müssen nur Bruchteile dieser Summe gehandelt werden. Es gibt Mini-Lots zu 10.000 Einheiten oder Micro-Lots zu 1.000 Einheiten.
  • Major
    Es geht beim Forex ja um Devisen. Sogenannte Major-Währungspaare sind die am stärksten gehandelten Währungspaare der Welt, vorneweg Euro/US-Dollar.
  • Minor
    Es liegt nahe: Minor meint geringfügig gehandelte Währungspaare. Noch nicht ganz „Exoten“, aber durchaus Märkte mit potentiellen Liquiditätsrisiken.
  • Margin
    Margin ist diee Sicherheitsleistung, die ein Anleger zum Start des Trades einbringen muss, um die entsprechende Lot(-Stückelung) zu handeln. Eine übliche Höhe ist 1 Prozent des zum Trade eingesetzten Devisenkapitals.
  • Margin Call
    Broker können in schwierigen Phasen per Margin-Call den Margin verändern. Ein Margin Call ist beim kreditfinanzierten Devisengeschäft die Aufforderung des Brokers, weiteres Kapital nachzuschießen. Ein Margin-Call folgt meist einer für den Trader negativen Kursentwicklung, wodurch die zuvor hinterlegte Sicherheitsleistung überschritten hat oder dieses Ereignis kurz bevor steht. Hieraus kann ein Zwangsverkauf resultieren.
  • Pips
    Ein Pip (Percentage in Point) bezeichnet im Forex die Veränderung des Wechselkurses eines Währungspaares. Das Pip bezieht sich auf die letzte Stelle, in welcher der Währungskurs notiert wird, meist die vierte Stelle hinter dem Komma. Umgerechnet in Lot-Einheiten kann eine die Veränderung um einen Pip leicht 50.- Euro Verlust oder Gewinn ausmachen.
  • Spread
    Der Spread gibt die Differenz aus Kaufkurs eines Währungspaares und dessen Verkaufskurs an. Manchmal wird diese in Pip angegeben.
  • Handelszeiten
    Kein wirklicher Fachbegriff, aber die Zeiten des Handels muss jeder Forex-Trader vor Augen haben. Zu Uhrzeiten, wenn beide Landesmärkte eines Währungspaares zeitgleich geöffnet sind, kommt es zu erhöhter Volatilität. Dies kann sich positiv oder negativ auswirken.
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    In Europa sind die Märkte zwischen 8 Uhr und 18 Uhr MEZ geöffnet, in den USA von 14 Uhr bis 21 Uhr MEZ und in Tokio, Singapur und Hongkong von 1 Uhr nachts bis 9 Uhr morgens MEZ.

Punkt 7

6. Grundlegende Tipps für den Devisenhandel

  1. Mit kleinen Summen und "großen" ’Währungen beginnen
    Dollar, Euro und Pfund sind die beliebte "Einstiegswährungen". Die Schwankungen fallen viel geringer aus als jene von Exotenwährungen. Viele Marktteilnehmer garantieren kontinuierlichen Handel, was wichtig ist, wenn man schnell aussteigen muss. Ihr Einstiegskapital sollte gering sein.
  2. Streuen: Das Risiko verteilen
    Wie bei allen Geldanlagen sollten auch Devisentrades gestreut werden. Beim Demokonto können Sie noch alles auf eine Karte setzen. Später sollten nicht mehr als 15 bis 20 Prozent auf eine Position gesetzt werden.
  3. Achten Sie auf ausreichend Margin
    Um nicht bei jedem Kurszucken ausgestoppt zu werden, sollte das Margin einen gewissen Spielraum ermöglichen. Hier hilft das Demokonto bei der Ermittlung des richtigen Maßes für die eigenen Handelswährungen.
  4. Allgemeiner Anlagetipp:

Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen, Stop-Loss nachziehen.

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Punkt 8

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