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Oft sinnvoll: Die Betriebliche Altersvorsorge

Die betriebliche Altersvorsorge ist ebenfalls ein empfehlenswerter Baustein der Altersvorsorge. Bis zu 4 Prozent des Bruttogehaltes können über die Betriebsrente (auch Firmenrente genannt) steuer- und sozialabgabenfrei angespart werden. Die späteren Leistungen aus der betrieblichen Altersvorsorge sind steuerpflichtig; da die Einnahmen im Alter aber geringer sind als in der normalen Berufsphase, profitiert der Rentner einer betrieblichen Altersversorgung vom geringeren Steuersatz im Alter. Die Ansparungen sind vor dem Zugriff der Agentur für Arbeit geschützt und können bei einem Jobwechsel meist mit zum neuen Arbeitgeber übernommen werden (wenn Sie mind. 30 Jahre alt sind oder 5 Jahre eingezahlt haben).

Es existieren mehrere Wege der betrieblichen Altersvorsorge:

Direktversicherung (wie eine private Lebensversicherung)

Der Arbeitgeber zahlt einen Teil ihres Gehaltes bei der Versicherung ein, Auszahlung wird nachgelagert besteuert.  Insbesondere für Gutverdiener sehr lukrativ. Der Arbeitgeber schließt also eine Fremdversicherung ab.

Direktzusage oder Pensionszusage

Der Arbeitgeber bildet Rückstellungen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und garantiert dem Arbeitgeber eine Auszahlung im Alter. Die Rente bemisst sich in der Regel nach Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit und der Höhe des früheren Einkommens.

Pensionskassen

Diese werden vom Arbeitgeber (mit-)getragen) und bilden die am weitesten verbreitete Form der betrieblichen Altersvorsorge. Die Pensionskassen sind rechtlich selbständig und garantieren die Firmenrente.

Unterstützungskasse

Hierbei organisiert eine Gruppe von Arbeitgebern eine rechtlich unabhängige Versorgungseinrichtung.

Pensionsfonds

Hierbei handelt es sich um unabhängige Gesellschaften, die der Versicherungsaufsicht unterstehen.

 

Aus Finantest 7/2017: "Eine Betriebsrente lohnt sich für Arbeitnehmer immer dann, wenn der Chef sich kräftig an den Einzahlungen beteiligt."

 

Auf diese Kriterien sollten Sie achten – eine Wunschliste

Beitrag

Großzügige Arbeitgeber übernehmen den Beitrag zur betrieblichen Altersvorsorge. Zumindest die eingesparten Sozialversicherungsbeiträge sollten von der Firma für den Arbeitnehmer eingebracht werden.

Gruppenrabatt

Ihre Firma sollte einen kostengünstigen Gruppenrabatt ausgehandelt haben. Abschlusskosten sollten entfallen oder sehr gering sein.

 

Bedenke ...

Bei der Auszahlung der Betriebsrente werden Steuern und Sozialabgaben fällig. Zudem fällt durch die Gehaltsumwandlung in Betriebsrente die Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung geringer aus, so dass deren Zahlungen bei Renteneintritt ebenfalls (geringfügig) kleiner ausfallen.

 

Garantierente

Viele Anbieter von Betriebsrenten bieten eine höhere garantierte Rente gegenüber vergleichbaren privaten Angeboten.

Übernahmemöglichkeit

Sie als Arbeitnehmer sollten den Vertrag ohne zusätzliche Kosten bei einem anderen Unternehmen weiterführen können, so Sie den Job wechseln.

 

Achtung Gutverdiener: Die betriebliche Altersvorsorge rechnet sich vor allem für "Normalverdiener". Wenn Sie nämlich ohnehin den Höchstbetrag für die Sozialversicherungen zahlen, sparen Sie nichts mehr bei diesen Abgaben. Sie verlieren auf der anderen Seite Rentenpunkte. 

Faustregel: Die Firma sollte bei Gutverdiener mindestens 25 Prozent der Einzahlung in die betriebliche Altersvorsorge dazugeben, damit sich diese Vorsorge weiterhin lohnt.

 

Stornoabschläge

... sollten nicht berechnet werden.

Hinterbliebenenschutz

… sollte optional sein. Dies ermöglicht eine höhere Altersrente.

 

Fazit: Ist Betriebliche Altersvorsorge sinnvoll?

Erkundigen sie sich auch beim Arbeitgeber nach ihren Ansprüchen aus der betrieblichen Altersvorsorge. Jeder, der die Möglichkeit hat, sollte sie nutzen, wenn sein Arbeitgeber ordentlich mit einzahlt. Sie ist ein wichtiger Baustein in der privaten Altersvorsorge, reicht aber als einziger Baustein nicht zu einer Deckung der Versorgungslücke aus.

Siehe auch:

betriebliche krankenversicherung e4 564

Fürsorge von der Firma: Warum die betriebliche Krankenversicherung von vielen Arbeitnehmer so geschätzt wird

Eine betriebliche Krankenversicherung (bKV) ist eine Krankenzusatzversicherung, die von der Firma ausgehandelt, gefördert und/oder sogar ganz bezahlt wird. Über die Kostenvorteile einer Gruppenversicherung können Zusatzleistungen deutlich günstiger bezogen werden als im Falle einer individuellen Absicherung der Zusatzleistung. Doch es gibt noch mehr Gründe, warum betriebliche Krankenversicherung sich großer Beliebtheit erfreut.

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Der Beitrag ist eingeordnet unter:

Vom gelassenen Umgang mit Sparen, Geldanlage, Versicherung und Vorsorge

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