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Reich werden an der Börse: Mit dieser Strategie besteht eine Chance!

Wir alle träumen doch davon: im Alter den Ruhestand genießen – im eigenen Garten oder am Strand sitzen, mit einem Cocktail in der Hand. Die Wahrheit sieht jedoch völlig anders aus: Viele Rentner müssen auch mit über 70 Jahren neben der Rente noch arbeiten, um sich auch nur das Nötigste leisten zu können. Bisher kommen diejenigen, die wenigstens privat noch etwas angespart haben, zumindest halbwegs sorgenfrei über die Runden. Doch selbst dieses Vorgehen ist immer seltener von ausreichendem Erfolg gekrönt. Schuld daran ist den meisten Fällen die fehlende Anlagestrategie.

Da das Thema Finanzen und Geldanlage bis heute nicht in der Schule gelehrt wird, trauen sich deutsche Anleger nicht, ein Risiko einzugehen und setzen lieber auf kaum verzinste Spareinlagen. Schauen wir einmal, wie es erfolgversprechender vonstattengehen könnte. Am Ende kommen 6 Regeln zum Reich werden an der Börse heraus.

Inhalt: Reich werden an der Börse?

Punkt 1

1. Wo genau liegt das Problem? Und ist ein Depot wirklich die bessere Wahl?

Sie werden sich vielleicht fragen, ob Sie sich nun wirklich ein Wertpapierdepot anschaffen müssen oder was genau gegen ein Sparbuch spricht. Die Antwort lautet: gar nichts. Sparbücher sind prima für kurzfristige Engpässe oder für fest geplante größere Anschaffungen.

Für die Altersvorsorge jedoch sind sie gänzlich ungeeignet. Dass es zurzeit nicht viele Zinsen darauf gibt, ist jedermann hinreichend bekannt. Doch dass dies im Prinzip immer schon so war, leider nicht. Zwar lag der Zinssatz für Sparbücher im Jahre 1992 im Schnitt noch bei 2,8 %, dafür war allerdings die Inflationsrate mit 5 % extrem hoch.

Zur Erklärung: Erspartes auf dem Sparbuch wuchs in jenem Jahr durch die Zinsgutschrift um 2,80 DM je 100,- DM. Die eigentliche Kaufkraft jedoch schrumpfte um 5,- DM je 100,- DM. Für ein Gut, das Anfang des Jahres noch genau 100,- Euro gekostet hat, hätten Anfang 1993 dann bereits 105,- Euro hingeblättert werden müssen (während auf dem Sparbuch aber nur 102,80 Euro waren).

Solche Spareinlagen haben also noch nie jemanden wirklich reich gemacht.

Beispiel Rentenberechnung

Angenommen, jemand möchte in 26 Jahren gern mit 70 Jahren in Rente gehen und dann noch 15 Jahre leben – was keine anspruchsvollen Wünsche sind. Eine realistisch notwendige Zusatzrente von 800,- Euro (jetziger Wert) entspräche einer in 26 Jahren notwendigen Rente (bei realistischer Inflationsrate von 1,8 % p. a.) von 1.272,13 Euro.

Die weitere Inflation und Verzinsungen in der Auszahlungsphase mal außen vor gelassen, müsste dafür bis zum Rentenbeginn ein Kapital von 228.960 Euro angespart werden.

Dafür wären monatlich ca. 417,- Euro als Sparrate notwendig; für die nächsten 26 Jahre, wenn wir eine Verzinsung des Angesparten von 4 % annehmen.

Die Zahlen in Kürze

  • Wert 2019: 800 €
  • Inflationsrate: 1,8 %
  • Äquivalenter Wert 2045: 1.272 €
  • Notwendiges Kapital für monatliche Auszahlung  von 1.272 € über 15 Jahre: 228.960 €
  • Dafür notwendige monatliche Sparrate bei angenommener 4 % - Verzinsung über 26 Jahre: 417 €

Zugegeben, das ist ein sehr einfaches Beispiel, das viele Feinheiten außer Acht lässt. Doch der Kern wird deutlich:

Eine Geldanlage mit Renditen unterhalb der Inflationsrate ergibt einfach überhaupt keinen Sinn.

 

1.1. Beispielrechnung: Früher Sparbeginn

  • Spardauer: 40 Jahre
  • Angenomme Wertsteigerung pro Jahr: 6 %
  • Monatliche Sparrate: 250 €
  • Einmalanlage am Anfang: 10.000 €

Obige Werte sind für einen heute 25-jährigen mit einem kleinen Startvermögen durchaus realistisch, wenn er in breit streuende ETF investiert. Schätzen Sie einmal, mit was für einem Vermögen im Alter von 65 gerechnet werden kann, bevor Sie das "+" zur Lösung anklicken:

Endvermögen (nach 40 Jahren Ansparzeit)

603.219,23 €

Der Zinseszins lässt grüßen!

Rechnen Sie Ihr eigenes Beispiel mit unserem Ansparrechner:

Ansparrechner
Einmalanlage am Anfang
Sie können wahlweise eine Einmalanlage und / oder eine monatliche Sparrate angeben.
Monatlicher Sparbetrag
Angenommene Verzinsung pro Jahr* %
Laufzeit in Jahren* Jahre
 
* = notwendig zur Berechnung

Punkt 2

2. Aber sind Wertpapiere für die Rentenvorsorge nicht riskant?

Diese Frage stellen sich sicher viele von Ihnen. Die Antwort ist einfach: Nicht, wenn Sie es richtig machen.

Wenn Sie Ihr Geld in einem Mix auf ETF (Indexfonds) und Rentenpapieren/Festgeld anlegen, sind langjährige Renditen vom im Mittel 6 % durchaus realistisch. Vorausgesetzt, die Entwicklung in der Zukunft wird ungefähr so ablaufen wie in der Vergangenheit, was natürlich niemand garantieren kann.

2.1. Wie gehe ich vor?

Zunächst einmal müssen Sie sich darüber im Klaren sein, wie viel Zeit Ihnen noch bleibt. Bei weniger als zehn Jahren bis zur Rente sollten Sie, wenn überhaupt, nur noch in wirklich sichere Papiere investieren, wie zum Beispiel Bundesanleihen oder Pfandbriefe. Besser wäre es, gleich ganz darauf zu verzichten. Eine Rentenversicherung mit Garantieverzinsung wird in den letzten Jahren ebenfalls zu einer guten Wahl. Die Inflation schlagen Sie so wahrscheinlich nicht mehr, aber eine fondsgebundene Rentenversicherung kann bei guter Wirtschaftslage durch Überschüsse immer noch den Kaufkraftverlust annähernd ausgleichen. Da es sich um Ihre Altersvorsorge handelt, sollten Sie keine unnötigen Risiken eingehen.

Das A und O für ein risikoarmes Wertpapierdepot sind ausreichend Zeit und eine breite Streuung.

Streuen bedeutet im Zusammenhang mit Wertpapieren, dass viele unterschiedliche Anlageklassen, Regionen, Währungen und so weiter bei der Auswahl für das Depot berücksichtigt werden. Am einfachsten geht dies mit unterschiedlichen Fonds.

Einen Fonds können Sie sich als einen großen Topf vorstellen. Eine Kapitalanlagegesellschaft stellt darin eine Mischung aus unterschiedlichen Wertpapieren zusammen und verkauft dann Anteile davon an ihre Kunden.

Die Fondsgesellschaft stellt außerdem sehr übersichtliche Auswertungen des Fonds zur Verfügung, in denen sehr deutlich dargestellt ist, welche Länder, Währungen und dergleichen im Fonds mit welcher Gewichtung vertreten sind. Die Zusammenstellung eines eigenen Portfolios mit diversen Fonds ist somit ein Leichtes.

Wie lange halten Sie Ihre Aktien im Durchschnitt?

 

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Die bisherigen Stimmen:

Unter 1 Jahr 21 Stimmen
1-3 Jahre 21 Stimmen
5-10 Jahre 18 Stimmen
Über 10 Jahre 18 Stimmen
3-5 Jahre 15 Stimmen

Beurteilung der aktuellen Lage an den Börsen

Kursdaten von GOYAX.de

 

DAX steigen gestärkt in das neue Jahr ein. Momentan nähert er sich pendelnd der 19.000er-Marke. Viele Börsen, auch der japanische Nikkei, befinden sich auf oder  in der Nähe vom All-Time-High.

Wie werden sich die Aktienkurse in den nächsten Monaten entwickeln? Das kann man nicht wissen, aber wir können schauen, wie der aktuelle Stand im langjährigen Vergleich zu bewerten ist.

Ich orientiere mich bei der Einschätzung gerne am KGV, dem Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktien eines Indexes. Beispiel S&P500. Dessen langjähriger Durchschnitt des KGV liegt bei um die 22,5. Kurz nach der Finanzkrise 2008 fiel der Kurs des S&P500 so tief, dass wir kurzfristig ein KGV von unter 10 beobachten konnten. In 2021 hingegen war der Wert auf deutlich über 30 geklettert.

Die Faustregel zur Börse besagt, dass die Kurse umso attraktiver zum Einstieg sind ...

... je kleiner das KGV der Aktie/des Index im historischen Vergleich.
... und, vice versa, je höher die Dividendenrendite im historischen Vergleich.

Das Dax-KGV (seit vielen Jahren deutlich unter dem des S&P500) beträgt zur Zeit gut 14 (bei einem Dax-Stand von rund 18.000), das historische Mittel vom DAX-KGV liegt bei 15.

Beim MSCI-World-Index hat Stiftung Warentest für Anfang April 2024 bei einem Stand des MSCI-World von rund 3.400 Punkten ein KGV von 22 errechnet. Der mittlere Wert im 21. Jahrhundert beträgt ungefähr 19. Das KGV ist also schon etwas drüber. Hier sind positive Erwartungen im Spiel. Für den MSCI-World SRI konnte ich diese Berechnungen nicht finden. Ich vermute aber, dass die Zahlen recht ähnlich ausfallen.

Fazit: Es kann weiter nach unten gehen (wenn sich die aktuellen Krisen verschärfen und der Ölpreis stark steigt), die jetzigen Kurse sind aber auch nicht völlig überhöht.

  • ETF- und Aktienanleger
    Breit streuende ETF im Depot? Dann besteht kein Handlungsbedarf. Sitzen Sie die Turbulenzen einfach aus. Sparpläne würde ich weiterlaufen lassen. Bei speziellen Fonds, die auf nicht mehr funktionierende Geschäftsideen setzen, könnte ein konsequenter Verkauf sinnvoll sein.
  • Größere Neuinvestitionen geplant? Laut einer aktuellen Untersuchung von Finanztest ist der beste Zeitpunkt immer: jetzt! Wer einen Anlagehorizont von 15 Jahren im Blick hat, ist stets mit Gewinn aus der Börse ausgestiegen. Das galt jedenfalls bisher. Vorausgesetzt, man investiert breit gestreut, z. B. in den MSCI (bzw. dessen ökologischer Variante). Denn auf lange Sicht stiegen die Börsen bisher immer an.
    Ich würde ergänzen, diesem Rat nicht zu folgen, wenn die Börse gerade überhitzt ist. Aber das scheint momentan nicht der Fall, die Kurse sind hoch, Korrekturen sind möglich, aber überhitzt scheint mir die Börse nicht.
  • ETF-Investoren raten wir stets, fünf Jahre vor dem Zeitpunkt, wenn das Geld benötigt wird, die Börsenlage anzuschauen. Ist die Börse zu diesem Zeitpunkt hoch, sollte man verkaufen und das freigewordene Geld für die Restzeit in festverzinsliche Anlagen umschichten.
  • Gold
    Die Ukraine-Krise schob den Goldkurs nach oben. Auch in 2024 geht es weiter nach oben. Ein Allzeithoch folgte auf das nächste, momentan sind wir dicht am All-Time-High. Aber: Wenn die Festgeldzinsen weiter steigen, sich die Krisen auslaufen und gleichzeitig die Inflation zurückgeht, könnte der Goldpreis darunter leiden, da dann umgeschichtet wird. Allerdings sieht es danach nicht aus.
  • Wer jetzt in Gold anlegen möchte, beachte diesen Ratgeber.

10 Jahres-Entwicklung des Goldpreises je Feinunze in Euro

Historischer Goldkurs in Dollar USD

1 Monat in Euro je Feinunze
Goldkurs in Euro EUR, 1 Monat

23. Mai 2024, Peter Bödeker, Dipl. Volkswirt

Punkt 3

3. Große Streuung mit wenigen Depotpositionen

Empfiehlt ein Anlageberater einen Basiswert für ein Depot, ist es meistens ein ETF auf den MSCI World oder den S & P 500. Ein solcher ETF-Fonds versucht, den zugrunde liegenden Index abzubilden. Die beiden genannten Indizes sind tatsächlich eine gute Wahl, wenn es um eine sehr breit diversifizierte Basis geht, denn sie enthalten sehr viele unterschiedliche Einzelpapiere. Allerdings sind beide ziemlich US-lastig, was ein erhöhtes Risiko darstellt. Außerdem werden vor allem die Schwellenländer kaum berücksichtigt. Gerade diese Länder haben jedoch das Potenzial, in kurzer Zeit enorm zu wachsen und somit dem Depot einen zusätzlichen Schub zu verpassen. Wer also mit wenigen Depotpositionen möglichst viel abdecken möchte, sollte zu einer großen Basis einen kleinen Teil ankaufen, der auch die Schwellenländer berücksichtigt.

Wie wichtig der Anlagehorizont ist, wird am Beispiel des MSCI World ebenfalls ganz besonders deutlich. Schaut man sich die Entwicklung des Index einmal genau an, sieht man, dass selbst die Ölkrise und diverse Börsencrashs nur vergleichsweise kurze Einbrüche zur Folge hatten.

Wer genug Zeit mitbringt, muss also auch in schlechten Zeiten nicht panisch reagieren, sondern kann sich beruhigt zurücklehnen.

Punkt 4

4. Geld-Welten-Fondsempfehlungen

Wir analysieren regelmäßig die Fondsempfehlungen vertrauenswürdiger Finanzexperten und stellen Ihnen hieraus ein Zusammenfassung:

Punkt 5

5. Zusammenfassung: 6 Regeln zum Reich werden an der Börse

  1. Fangen Sie früh mit dem Investieren an
    Nur so kommt der Zinseszins so richtig zum Tragen!
  2. Sparen Sie regelmäßig
    Am zuverlässigsten automatisiert per monatlichem Sparplan.
  3. Vermeiden Sie Kosten der Geldanlage
    Rein und raus macht nur Ihren Depotverwalter reich. Wählen Sie stattdessen kostengünstige ETF und lassen Sie diese viele Jahre einfach liegen.
  4. Streuen Sie breit
    Aktuelle Empfehlung: ETF auf den MSCI World.
  5. Bleiben Sie lange investiert
    Nur bei einer langen Anlagedauer überwinden Sie Krisen und Crashs fast immer schadlos und können von der hohen Durchschnittsrendite der Börse profitieren.
  6. Prüfen Sie rechtzeitig den Ausstieg
    Schauen Sie einige Jahre, bevor Sie das Geld brauchen, auf die Börse. Ist diese hoch, schichten Sie um auf Festverzinsliches. So sichern Sie die Rendite eines langen Anlagelebens.

Punkt 6

6. Bücher zum Thema



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 Punkt 6

7. Aktienstrategien

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7.1. Aktien lange halten: Warum das meist gilt und wann Sie verkaufen sollten

Der Aktienkauf will gut überlegt und wohl recherchiert sein. Wenn man von dem Geschäftsmodell des zugrundeliegenden Unternehmens überzeugt ist, der Kurs im Verhältnis zu Gewinn und Eigenkapital nicht allzu hoch liegt und ich das Geld für meinen Investitionseinsatz lange Zeit nicht benötige, steht einem Aktienkauf nichts im Wege.

Danach stellt sich die Frage nach dem optimalen Verkaufstermin. Generell raten wir, stets mit Stop-Loss zu arbeiten, um Verluste zu begrenzen und Gewinne abzusichern. Doch dieser gewährt nur in manchen Fällen die Sicherheit, die von ihm auszugehen scheint. Warum heißt es stattdessen eigentlich überall, dass man Aktien lange halten sollte?

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7.2. Top 5 Fehler bei Aktien – So umgehen Sie die größten Renditekiller

Wer sich über die Geldanlage an der Börse satter Renditen erfreuen will, findet dazu seit Jahren ein hervorragendes Umfeld. Dennoch hat Finanztest im Jahre 2017 bei der Untersuchung von annähernd 40.000 Privatdepots einige – völlig unnötige – grundlegende Fehler erkannt, durch welche Privatanleger im Schnitt über fünf Prozent Rendite pro Jahr verloren.

Lesen Sie unseren Artikel und legen Sie in Zukunft so an, dass Sie an der Entwicklung des Marktes in Zukunft ohne unnötige Renditekiller partizipieren.

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Das Auf und Ab an der Börse erscheint für viele Menschen unkalkulierbar. Dennoch haben Wissenschaftler Strategien entwickelt, welche die Erfolgswahrscheinlichkeit bei der Aktienanlage deutlich erhöhen.

In diesen Artikel listen wir die sieben renommiertesten Strategien der Aktienanlage und erläutern diese so, dass jeder sie anwenden kann. Plus grundlegende Investmentregeln und Tipps für den Einstieg als Daytrader.

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Geschrieben von

Peter Bödeker
Peter Bödeker

Peter Bödeker hat Volkswirtschaftslehre studiert und arbeitet seit seinem Berufseinstieg im Bereich Internet und Publizistik. Nach seiner Tätigkeit im Agenturbereich und bei einem Kapitalanlageunternehmen (für geschlossene Fonds) ist er seit 2002 selbständig als Autor und Betreiber von Internetseiten.

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