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Wer seine ersten Schritte auf das rutschige Parkett der Börse wagt, sollte in seiner Tasche eine erprobte Strategie mit sich führen. Es gibt sie, die bewährten Aktienstrategien, welche die gröbsten Stolperfallen am Aktienmarkt umgehen helfen.

Wir erläutern in diesen Artikel die renommiertesten Strategien zur Wertpapieranlage. Jeder kann diese mit einem Minimum an Rechercheaufwand umsetzen und so sein Risiko minimieren, Verluste begrenzen und die Chance auf eine attraktive Rendite im Depot erhöhen.

Inhalt: Aktienstrategien für Anfänger

Punkt 1

Grundlegende Strategie Nummer 1: Streuen Sie die Aktienanlage

Es wurde im Rahmen wirtschaftswissenschaftlicher Arbeiten immer wieder nachgewisen, dass eine kluge Streuung des Depots dessen Rendite erhöht und gleichzeitig das Verlustrisiko senkt. Die Diversifizierung kann sich auf Länder oder Märkte beziehen.

Wer sich die Arbeit sparen möchte, selbstständig ein Portfolio aus Aktien zusammenzustellen, kann dies alternativ in Form von Fonds, insbesondere ETF, einem Fondsmanager gegen mehr oder weniger hohe Gebühr durchführen lassen.

Für gemütliche Aktienanleger: Der ETF

Wer nicht unbedingt auf die Anlage in einzelne Aktien besteht und wer sich möglichst wenig um seine Geldanlage kümmern möchte, der findet Strategie 1 und 3 in der Geldanlage in ETF umgesetzt.

Noch erfolgversprechender ist ein Sparplan auf Fonds.

Gesammelte Fondsempfehlungen:

Fonds-Highlights (Stand: 3. Mai 2021)

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An dieser Stelle listen wir Fonds auf, die von seriöser Stelle positiv besprochen wurden und/oder aktuell gute Bewertungen erhalten. Sie können sich diese Auflistung stets aktualisiert in unserem kostenlosen Newsletter-Geldmagazin zusenden lassen. Natürlich ist dies keine Anlageberatung oder gar eine Aufforderung zum Kauf dieser Fonds, sondern dient lediglich Ihrer Information. Auch die besten Finanzredakteure können irren ...

Tendenziell gilt: Je größer der Basis-Index, umso geringer die Ausschläge der Fonds.

Nachhaltige/ökologische Fonds

Ethisch-ökologische Aktienfonds als ETF

Weltweit streuende Fonds: Hier finden Sie eine Auswahl renommierter Empfehlungen für nachhaltige und ethisch-ökologische ETF, die auf dem MSCI World Social Responsible basieren. Derart breit streuende ETF können ebenfalls als Basis einer erfolgsversprechenden Geldanlage, wie sie z. B. von Finanztest (von Stiftung Warentest), Finanztip und auch von Geld-Welten.de empfohlen wird, genutzt werden. Empfehlungen zu breit streuenden ETF ohne diese Ambitionen finden Sie weiter oben.

Geld-Welten-Top-Tipp

  • UBS MSCI World Socially Responsible
    ISIN:
    LU0629459743, zum Fondsprospekt
    Anlage: ETF auf den MSCI World Socially Responsible, weltweit. Ausschüttender Fonds. Fondswährung: USD (= zusätzliches Währungsrisiko)
    Argumente: Finanztest April 2021: 5 von 5 Punkten, gute bis sehr gute Nachhaltigkeitsbewertung; sehr gute Morningstar-Bewertung.
    Positiv besprochen in Finanztipp-Newsletter Nr. 26 / 2018 und in Finanztest Januar 2021.
    Kursentwicklung (ca.-Werte): 2015: 9,4 %; 2016: 10,8 %; 2017: 8,3 %; 2018: -3 %; 2019: +31 %; 2020: +8,9%;
    Zum Kurschart und weiteren Informationen
    Laufende Kosten pro Jahr: 0,25 %

     
  • iShares MSCI World SRI
    Zum Fondsprospekt.
    ISIN: IE 00B YX2 JD6 9
    Laufende Kosten pro Jahr: 0,20 %
    Argumente: Sehr gute Morningstar-Bewertung. Positiv besprochen  in Finanztest Januar 2021.
    Kursentwicklung (ca.-Werte): 2020: +11 %;

Alle Angaben ohne Gewähr. Dies sind keine Anlageempfehlungen, sondern nur Informationen als Baustein eigener Anlageerwägungen. Vergangene Kursentwicklungen müssen sich nicht in der Zukunft fortsetzen.

Ethisch-ökologische Aktienfonds Welt Gemanagte Fonds

Aktiv gemanagte Fonds haben leider nicht die günstige Kostenstruktur eines ETFs, können aber dennoch eine Überlegung (z. B. als Beimischung) wert sein. Schon länger auf dem Markt sind:

  • Universal GLS Bank Aktienfonds
    ISIN: DE000A1W2CK8, zum Fondsprospekt
    Anlage: Der Fonds investiert in Aktiengesellschaften, die soziale und ökologische Gesichtspunkte in ihrer Unternehmenskultur und in ihren Produkten oder Dienstleistungen verankert haben.
    Argumente: Finanztest April 2021: 5 von 5 Punkten, gute Morningstar-Bewertung.
    Kursentwicklung (ca.-Werte): 2017: 9,4 %; 2018: -7,4 %; 2019: +31 %; 2020: +17 %;
  • Laufende Kosten pro Jahr: 1,48 %

Alle Angaben ohne Gewähr. Dies sind keine Anlageempfehlungen, sondern nur Informationen als Baustein eigener Anlageerwägungen. Vergangene Kursentwicklungen müssen sich nicht in der Zukunft fortsetzen.

Siehe auch den Beitrag: Ethisch korrekt Geld anlegen


Konventionell anlegende Fonds

Weltweite Aktienfonds (ETF)

Hier finden Sie eine Auswahl renommierter Empfehlungen für ETF, die auf dem MSCI World basieren. Derart breit streuende ETF sind aktuell die Basis einer erfolgsversprechenden Geldanlage, wie sie z. B. von Finanztest (von Stiftung Warentest), Finanztip und auch von Geld-Welten.de empfohlen wird. Empfehlungen zu breit streuenden und gleichzeitig nachhaltigen sowie ethischen ETF finden Sie weiter unten.

Auf den MSCI ACWI (ähnlicher Index wie der MSCI World, aber mit Schwellenländer-Anteil)

  • iShares MSCI ACWI UCITS ETF (Acc)
    ISIN:
     IE00B6R52259; zum Fondsprospekt;
    Anlage:  Möglichst genaue Nachbildung der Aktiengewichtung im MSCI ACWI. Der ETF investiert direkt in die im Index enthaltenen Wertpapiere. Thesaurierender Fonds; Fondswährung: USD (= zusätzliches Währungsrisiko);
    Argumente für den Fonds:  Finanztest-Bewertung April 2021: 1. Wahl; gute Morningstar-Bewertung
    Kursentwicklung (ca.-Werte): 2015: 8,1 %; 2016: 11,4 %; 2017: 8,9 %; 2018: -5,2 %; 2019: +29 %; 2020 ca. +4,9%;
    Laufende Kosten pro Jahr: ca. 0,6 % pro Jahr
    Günstig erhältlich bei: kostenlos bei ING und Trade Republic, günstig bei Smarbroker und Postbank.

Auf den MSCI (rund 1.600 Aktien aus aller Welt)

  • Lyxor MSCI World UCITS ETF D-EUR - ETF auf MSCI, ca. 1.700 Aktien weltweit
    ISIN: FR0010315770
    Anlage: Wertentwicklung des MSCI  mit Hilfe einer synthetischen Replikationsmethode so getreu wie möglich nachzubilden; Halbjährlich ausschüttender Fonds; Zum Fondsprospekt
    Argumente für den Fonds: Finanztest-Bewertung April 2021 1. Wahl; sehr gute Morningstar-Wertung;
    Kursentwicklung (ca.-Werte): 2015: 10,5 %; 2016: 10,75 %; 2017: 7,54 %; 2018: -4,2 %; 2019: +30 %; 2020: +5,5%;
    Laufende Kosten pro Jahr: 0,30%
     
  • iShares Core MSCI World Ucits ETF 
    ISIN: IE00B4L5Y983
    Anlage: Der ETF investiert direkt in die im MSCI-Index enthaltenen Wertpapiere. Thesaurierender Fonds; Zum Fondsprospekt
    Argumente für den Fonds:  Finanztest-Bewertung April 2021: 1. Wahl; sehr gute Morningstar-BewertungEmpfohlen auf Finanztip; aber: notiert in USD, keine Währungssicherung;
    Kursentwicklung (ca.-Werte): 2015: 10,7 %; 2016: 11,3 %; 2017: 7,6 %; 2018: -4,3 %; 2019: +30 %; 2020:+5,5%;
    Laufende Kosten pro Jahr: ca. 0,2 % pro Jahr

Alle Angaben ohne Gewähr. Dies sind keine Anlageempfehlungen, sondern nur Informationen als Baustein eigener Anlageerwägungen. Vergangene Kursentwicklungen müssen sich nicht in der Zukunft fortsetzen.

Rentenfonds (Anleihen)  Euroraum (ETF)

Als Ausgleich zum breit streuenden ETF-Baustein ergänzt Festgeld oder Anleihen das Portfolio. Die folgenden Rentenfonds werden aktuell gut bewertet:

  • Gemischte Anleihen: SPDR Barclays Euro Aggregate Bond Ucits ETF 
    ISIN: IE00B41RYL63
    Anlage: Der Fonds will die Wertentwicklung des Barclays Capital Euro Aggregate Bond Index nachbilden. Dieser Index beinhaltet festverzinsliche, auf Euro lautende Anleihen, darunter Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Anleihen staatlicher Stellen und besicherte Anleihen. Um sein Anlageziel zu erreichen, investiert der Fonds vornehmlich in Wertpapiere des Index.
    Argumente für den Fonds: Finanztest April 2021: 1. Wahl; gute Morningstar-Bewertung;
    Kursentwicklung (ca.-Werte): 2015: 0,9 %; 2016: 3,1 %; 2017: 0,5 %; 2018: 0,3 %; 2019: +5,8 %;2020: +3,8%;
    Laufende Kosten pro Jahr: ca. 0,17 % pro Jahr

Alle Angaben ohne Gewähr. Dies sind keine Anlageempfehlungen, sondern nur Informationen als Baustein eigener Anlageerwägungen. Vergangene Kursentwicklungen müssen sich nicht in der Zukunft fortsetzen.

Hinweis: Aufgrund der aktuellen Niedrigzinsen - und der damit verbundenen Kursrisiken der Fonds bei einem Zinsanstieg - erscheinen Rentenfonds manchen Experten als unattraktiv, zumindest bei Anlagehorizonten unter 7 Jahren. Festgeld bzw. ein höherer Aktien-ETF-Anteil sei laut diesen Stimmen bei kürzeren Laufzeiten momentan die bessere Alternative. Mehr dazu


Siehe zu allen Fondsempfehlungen:
Anlagestrategie in Fonds mit minimalem Aufwand und bei geringen Kosten.

Punkt 2

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Grundlegende Strategie Nummer 2: Sell in May and go away

Eigentlich sollten Anleger bei jedem Einzel-Aktieninvestment einen klaren Stopp-Loss setzen, um die Verluste zu begrenzen. Gewinne hingegen sollte man laufen lassen und lieber den Stopp-Loss nachziehen.

Aber ebenso gilt:

„Hin und her macht (an der Börse) Taschen leer“.

Wer also ständig ein- und aussteigt zahlt viel Tradergebühr und macht höchsten seinen Broker reich. Darum raten viele Experten – insbesondere in Kombination mit Strategie Nummer 3 – sich einmal richtig zu informieren, dann zu kaufen und dann die Aktien einige Jahre im Depot ruhen zu lassen.

Punkt 3

Grundlegende Strategie Nummer 3: Qualitätsaktien bevorzugen

Unzweifelhaft sind kleine Nebenwerte in aufstrebenden Märkten hochinteressante Investments, die hin und wieder ihren Anlegern respektable Renditen einbringen.

Meist geht die Sache aber schief ...

Neben den wenigen 1000-Prozentern in der Börsengeschichte, deren Storys von Anleger zu Anleger weitergetragen werden, gibt es unzählige Pleitestorys, die kein Mensch mehr erzählt.

Darum raten Profis dem Privatanleger zu Aktien, die auf ein solides und bewährtes Geschäftsmodell fußen. Ein Beispiel wäre die Allianz-Aktie, aber im Grunde genommen kommen hierfür alle Aktien der großen Indizes in Frage. Von denen fällt auch mal eine in eine langanhaltende Verlustzone, aber das ist wesentlich unwahrscheinlicher, als dies für einen Nebenwert eintreffen kann.

Zudem sind die großen Aktien weniger volatil, so dass man als Anleger nicht unnötig oft „ausgestoppt“ wird.


Was darf ich erhoffen?

Die Geldanlage in Aktien brachte in der Vergangenheit über sechs Prozent Gewinn pro Jahr, wenn man die Entwicklung im MSCI-Index zugrunde legt. Diese Gewinne entstehen aber nicht entlang einer kontinuierlichen Linie nach oben. Die Entwicklung der Aktien-Kurse gleicht eher einer Berg- und Talfahrt mit einer stetigen Tendenz nach oben. Dabei gilt: Wer auf einem Berg einsteigt muss manchmal lange klettern, bis er wieder die Sonne sieht.

Nun kommen wir zu den Aktien-Anlagestrategien, die etwas Fachkenntnis und Recherchearbeit erfordern. Aber keine Angst, niemand muss ein Wirtschaftsstudium absolviert haben, um diese Strategie verstehen und anwenden zu können. Motiviertes Interesse und Fleiß bei der Recherche genügen vollkommen.

Punkt 4

Aktienstrategie Value-Investing

Aktien werden gerne anhand bestimmter Kennzahlen miteinander verglichen. Dazu gehören:

  • Kurs-Buchwert-Verhältnis,
  • Dividendenrendite und
  • Kurs-Gewinn-Verhältnis.

Die Strategie: Man kaufe Aktien, die ein niedriges Kurs-Gewinn-Verhältnis, eine hohe Dividendenrendite oder ein niedriges Kurs-Buchwert-Verhältnis aufweisen.

Waren Buffett, weltberühmter und langjähriger Börsenguru sowie einer der reichsten Männer des Erdballs, kaufte jahrelang unterbewertete Aktien, deren Geschäftsmodell er aber dennoch für erfolgversprechend ansah. Sein Erfolg gab ihm steht Recht. In Ihrem Buch „Der entspannte Weg zum Reichtum“ stellt Susan Levermann die Strategie anschaulich vor und liefert gleichzeitig hilfreiche Checklisten für den Aktien-Anlage-Anfänger.

 Punkt 5

Dividendenstrategie

Im Prinzip handelt es sich um eine Variante des Value-Investing: Sie investieren mit der Dividendenstrategie in Aktien, die eine im Vergleich zum Markt hohe Dividendenrendite (Dividende im Verhältnis zum Kurs) besitzen.

Beispiel Berechnung der Dividendenrendite:

  • Dividende pro Aktie 10 Euro
  • Kurs der Aktie: 100 Euro
  • Dividendenrendite = 10/100 = 0,1 = 10 %

Noch cleverere Anleger gehen einen Schritt weiter. Sie bemühen sich, Firmen zu identifizieren, die ein hohes Wachstum der Dividendenrendite aufweisen. Damit würde früher in Firmen mit einer später hohen Dividendenrendite investiert.

Warum das sinnvoll sein kann: Firmen mit einer hohen Dividendenrendite schütten im Verhältnis zum Aktienkurs viel Gewinn aus. Dies zeigt tendenziell, dass die Entscheider von der Zukunft ihrer Firma überzeugt sind (Insiderwissen). Studien zur Dividendenrendite haben eine Outperformance des übrigen Aktienmarktes von rund fünf Prozent ergeben.

Zudem hat man ja allein durch die Dividende eine Rendite auf sein eingesetztes Kapital, Kurssteigerungen kämen noch hinzu.

Wichtig: Die aktuelle Dividende sollte schon aus dem laufenden Gewinn gezahlt worden sein, nicht aus den Cash-Reserven eines Unternehmens.

Nachteil der Dividendenstrategie: Eine momentan hohe Dividendenrate ist keine Garantie dafür, dass diese im nächsten Jahr ebenfalls noch hoch ist. Streuung ist weiterhin notwendig, ein Beachten anderer Kennzahlen des Unternehmens ebenfalls.

Dividend Low 5 Strategie

Eine vereinfachte Variante der Dividendenstrategie. Der Anleger sucht aus der Gesamtzahl der Aktien, in die er investieren könnte (z. B. die Aktien eines bestimmten Indexes wie den DAX oder den MSCI World), die zehn Aktien mit der höchsten Dividende heraus. Aus diesen zehn Werten kauft er dann die fünf Aktien mit den niedrigsten Aktienkursen.

Daraus ergibt sich ein doppelter Vorteil, wenn die Dividende so bleibt: Eine gute Dividendenrendite und ein optisch geringer Kurs, dem es ein wenig leichter fällt, sich nach oben zu schwingen.

Punkt 6

Relative-Stärke-Strategie

Auch Momentum-Strategie oder Trendfolgestrategie genannt.

Grundgedanke: Aktien, die in der Vergangenheit stark gestiegen sind, werden auch in Zukunft stark steigen.

Prinzip: Man vertraut auf den Trend der Kursentwicklung einer Aktie. Entscheidungskriterium zum Kauf einer Aktie könnte das Momentum sein, es zeigt die Stärke einer Kursbewegung.

Warum das sinnvoll sein kann: In oben erwähnten Buch von Susanne Levermann wird eine Outperformance von neun bis zwölf Prozent gegenüber dem Markt für eine Strategie gezeigt, bei welcher der Investor alle halbe Jahr:

  • Diejenigen Aktien kaufte, welche im letzten halben Jahr am besten performt haben und
  • jene Aktien über Leerverkäufe verkaufte, die im letzten halben Jahr am schlechtesten gelaufen sind.

Wenn nur auf den Kauf von Top-Performern gesetzt wird, ist die Outperformance des Marktes jedoch deutlich geringer ausgefallen.

Indikator: Relative Stärke einer Aktie.

Berechnung: Kursentwicklung der Aktie zur Kursentwicklung des Vergleichsindexes

Vereinfachtes Beispiel

  • Wertsteigerung einer Aktie im Vergleichszeitraum: 10 %
  • Steigerung des Indexes in dieser Zeit: 5 %
  • Relative Stärke: 10 / 5 = 2

Wer das sogenannte Momentum einer Aktien genauer berechnen möchte, der schaue hier.

Vorgehen: Man berechne nun die Relative Stärke für alle Werte des Indexes. Dann hole man weitere geschäftsrelevante Werte der Top-Aktien ein: Umsatz, KGV, Buchwert, Gewinn und Cash-Flow. Wenn die Aktien mit hoher relativer Stärke auch bei Berücksichtigung dieser Kennzahlen attraktiv sind (z. B. keinen Verlust machen, nicht überbewertet sind, kein unverhältnismäßiges KGV aufweisen ...), kaufe man anschließend die Aktien mit der höchsten Relativen Stärke.

Aber Achtung: Es kommt oft vor, dass Aktien mit hoher Relativer Stärke bereits verhältnismäßig hoch stehen (z. B. im Verhältnis zum Gewinn). Dann müssen die Marktteilnehmer die Zukunft dieses Unternehmens schon sehr positiv sehen, um auf weitere Kurssteigerung zu setzen.

Nachteil dieser Strategie: Sie müssen ihr Depot häufig umschichten. Leerverkäufe können leicht im Totalverlust oder gar in einer Nachschusspflicht enden.

Punkt 7

Schwergewichtsstrategie

Hier kauft der Aktienanfänger die Firmen, die eine hohe Marktkapitalisierung (Gesamtbörsenwert der Aktien) aufweisen. Sie ähnelt der obigen Strategie, auf Qualitätsaktien zu setzen.

Vorteile der Schwergewichtsstrategie

  • Höhere Sicherheit vor Kursstürzen
  • Hohes Renommee der Firmen
  • Relativ sichere Umsätze
  • Der Anleger muss die Aktie nicht ständig beobachten

Nachteil: Die Kursentwicklung wird nicht mit der von erfolgreichen kleinen Firmen mithalten können. Zudem ist die Kursentwicklung der Schwergewichte stark von der allgemeinen Entwicklung des Aktienmarktes abhängig.

Punkt 8

Die 200-Tage-Strategie

Prinzip: Der Anleger investiert immer dann in einen Index, wenn die 200-Tage-Linie den Indexwert nach oben durchbrach. Ebenso verkaufe er, wenn die 200-Tage Linie unter den Index-Wert fällt.

Optimierte 200-Tage-Strategie: Man kaufe nur, wenn der Indexwert die 200-Tage-Linie durchbricht UND diese ansteigt. Umkehrt verkaufe man nur dann, wenn Indexwert unter die Linie fällt und diese auch abfällt. Das spart viel rein und raus und hat sich in der Vergangenheit bewährt.

Warum das sinnvoll sein kann: Es ist eine einfach anzuwendende Strategie. Studien ergaben eine leichte Outperformance des Marktes, allerdings ohne Einberechnung der Kosten für Kauf- und Verkauf. Zudem wären man mit dieser Strategie allen großen Börsencrashs entgangen. Wir sprechen also von einem potentiellen Stop-Loss für EFT.

Nachteil dieser Strategie: In Seitwärtsbewegungen des Indexes kommt es zur teuren Häufung von Käufen und Verkäufen. Die anfallenden Gebühren können die Rendite stark drücken oder gar zu Verlusten führen.

Punkt 9

Bücher zum Thema



 

Damit hätten wir die bekanntesten Aktienstrategien für Anfänger vorgestellt. Neben den hier vorgestellten Aktienstrategien für Anfänger gibt es weitere bewährte Vorgehensweisen bei der Aktienanlage, die aber ein wenig mehr Erfahrung erfordern. Wir stellen weitere erfolgreiche Strategien im Artikel „Mit Aktien Geld verdienen“ vor.

Der Beitrag ist eingeordnet unter:

Vom gelassenen Umgang mit Sparen, Geldanlage, Versicherung und Vorsorge

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