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Ein ETF bzw. börsennotierter Indexfonds will in seiner Zusammensetzung die Wertentwicklung eines Börsenindexes nachbilden. Die Managementleistung der Fondsmanager ist damit in der Regel nicht sonderlich aufwendig, was sich in günstigeren Konditionen widerspiegelt. Die jährlichen Gebühren liegen zwischen 0,2 und 0,5 % der Anlagesumme, meist wird kein Ausgabeaufschlag erhoben.

Ein kleiner Nachteil von Indexfonds liegt darin, dass keine Wertsteigerung wie bei manchen (wenigen) Einzelwerten potentiell möglich wäre. Es gibt die Fondsart seit dem Jahr 2000.

In diesem Artikel finden Sie Indexfonds grundsätzlich erläutert, sicherheitsrelevante Auswahlkriterien, Aufteilungsstrategien, Fondsempfehlungen und kostengünstige Anlagemöglichkeiten.

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Mach es wie Finanztest

Interessant: Das "Pantoffel-Portfolio" von Finanztest (gehört zu Stiftung Warentest) besteht nur aus Aktien- und Renten-Indexfonds (ETFs) - Stand November 2017. Dennoch sagen die Tester: Wer mit ansteigenden Zinsen rechnet und (kurz- bis mittelfristige) Verluste bei den Rentenfonds vermeiden möchte, sollte für den Sicherheitsbaustein des Portfolios auf einen Mix aus Tages-, Festgeld und ETF-Rentenfonds setzen.

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Tipps zur Auswahl der Indexfonds (Test, Vergleich, Empfehlungen)

  • 1) Die Basis: Breit streuender Aktien-ETF
    Wie auf der Fonds-Übersicht dargestellt, halten wir die Beschränkung eines Aktien-Indexfonds (ETF) auf Spezialmärkte für ungünstig, wenn dieser einen Großteil der eigenen Geldanlage ausmachen soll. Wir empfehlen breit streuende Fonds, möglichst weltweit, z.B. auf den MSCI. Dieser bildet die Entwicklung von über 1.600 Aktiengesellschaften nach - eine schöne Streuung, viele Chancen.

Gelassenheits-Tipp

Bei "marktbreit" aufgestellten Indexfonds ersparen Sie sich gegenüber aktiv gemanagten Fonds und Spezialfonds viel Kontrollarbeit. Sie müssen nicht ständig in Vergleichstabellen schauen, ob ihr Fonds noch "gut" ist.

  • 2) Ausgleich mit Rentenfonds, Tages- oder Festgeld
    Dennoch bleiben Aktien-ETF immer volatil und gelten als chancenreiche, aber auch risikobehaftete Anlageform. Einen Ausgleich können Sie mit
    Renten-Indexfonds schaffen. Hier tendieren wir zu einer Empfehlung ohne Währungsrisiko, also als Ergänzung zum MSCI-ETF kaufen Sie einen ETF für Staatsanleihen im Euroraum. Gerne darf dieser unserer Meinung nach einen Unternehmensanleiheanteil im Fondsportfolio aufweisen, siehe Fondsempfehlungen unten.

Unsere aktuelle Einschätzung zu Rentenfonds

Wichtig zu wissen: Wenn bei den derzeitig niedrigen Zinsen morgen ein langer und steiler Zinsanstieg erfolgen würde, so würde das für Rentenfonds hohe Kursverluste bedeuten. Von daher würden wir zurzeit eher auf Festgeld als auf Rentenfonds beim Sicherheitsbaustein eines ETF/Festverzinsliches-Depot setzen.

Doch wann kommt die Zinswende? Schon lange vorhergesagt, doch stattdessen sind die Zinsen auf ein Rekordtief gefallen und bleiben niedrig. Wenn Frau Lagarde die Zinspolitik Ihres Vorgängers fortsetzt, können wir weitere Jahre mit diesem niedrigen Zinsniveau erleben. Aber sicher ist das nicht.

Tipp: Dennoch würden wir Gewinne aus Rentenfonds jetzt absichern und stattdessen und dieses z. B. in Festgeld umschichten.

Wie halten Sie es momentan: Festgeld/Tagesgeld oder Rentenfonds?

Investieren Sie trotz Niedrigzinsen in Rentenfonds?

 

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Momentan raten die Experten von Finanztip.de eher zu Festgeld denn zu Rentenfonds. Finanztest (von Stiftung Warentest) setzt jetzt zur Zeit (Ausgabe Januar 2020) eher auf Tages- oder Festgeld als Sicherheitsbaustein als ausgleichendem Bestandteil im Depot, verweist bei Rentenfonds darauf, dass diese dann

mindestens 7 Jahre gehalten werden müssen,

um eventuelle Kursverluste bei einem Zinsanstieg am Markt aussitzen zu können. Doch das gilt bei Fonds ohnehin als Anlageempfehlung.

Mit eigenem Risiko

Mischen Sie Aktien-ETF und Renten-ETF nach eigenem Risikotyp.

  • Risikoaverse Menschen teilen in 25% Aktien-ETF und 75% Renten-ETF auf,
  • chancenorientierte Typen wählen vielleicht das umgekehrte Verhältnis.
  • Den meisten Menschen wird eine fifty-fifty - Aufteilung nahegelegt.

Welches Sicherheitsverhältnis bevorzugen Sie?

Sind Sie eher ein risikofreudig eingestellt und bevorzugen die volle Renditechance? Oder sagen Sie sich: Mit meinem Ersparten will ich so wenig wie möglich spekulieren? Bitte wählen Sie, wo Sie sich am ehesten einordnen würden:

 

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Depotpflege

Hin und wieder sollten Sie überprüfen, ob das Mischungsverhältnis Ihres Depots (das Verhältnis von Aktien- zu Rentenfonds, s.o.) noch Ihrem gewünschten Risikomix entspricht. Durch Kursgewinne /-verluste kommt es im Laufe der Zeit zu Anteilsverschiebungen.

Tipp zur Gelassenheit: Greifen Sie nur ein, wenn die Verschiebungen signifikant sind.

Tipp für eine höhere Rendite: Setzen Sie unmittelbar nach Kauf ihres Indexfonds einen Stop-Loss von 10 Prozent unter Index-Kurs. Wenn Sie ausgestoppt werden, kaufen Sie zu Beginn des Folgejahres neu, ebenfalls mit diesem Stop-Loss. Ansonsten ziehen Sie alle 12 Monate den Stop-Loss nach. Laut Finanzen.net performt diese Strategie den Markt (überprüft am DAX) um über zwei Prozent aus (ohne Gebühren). Zudem sind Sie vor den schlimmsten Börsencrashs geschützt.

 

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Indexfonds kaufen - Depotkosten berücksichtigen

Siehe auch: Rageber Fonds ohne Ausgabeaufschlag kaufen

Der Beitrag ist eingeordnet unter:

Vom gelassenen Umgang mit Sparen, Geldanlage, Versicherung und Vorsorge

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