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Generell gilt: Die Geldanlage in Immobilien ist ein kluger Baustein im Gesamtportfolio der Vermögensanlage und damit auch der Altersvorsorge. Doch sollte ich wirklich ein Haus kaufen und dann vermieten, um später eine zweite "Betonrente" zu erhalten? Stimmt es, dass ich bei einer selbstgenutzten und abgezahlten Immobilie praktisch mietfrei wohne? Ganz so einfach ist es nicht, am Ende überwiegt aber ein Argument, welches auf eine entscheidende menschliche Schwäche abzielt.

Selbstgenutzte Immobilie: mietfrei Wohnen im Alter?

In der Regel schaffen es alle Hausbesitzer, bis Renteneintritt den Hypothekenkredit abzuzahlen. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Zu diesem Zeitpunkt ist nämlich das Haus auch schon in einem Alter, wo die ersten größeren Reparaturen anfallen. Zudem weiß jeder Hausbesitzer, dass ein Haus oder der Garen immer danach "rufen", irgendwo etwas zu erneuern, zu verschönern oder auszubauen. Rentner Franz Strube schrieb Geld-Welten: "Ich habe mein Haus bei Renteneintritt verkauft. Das Dach wäre in einigen Jahren fällig geworden. Ich habe nicht gewusst, wie ich das bezahlen sollte."

In einer Mietwohnung müssen Sie sich über Reparaturen keine Gedanken machen. Sie können genau kalkulieren, was jeden Monat auf Sie zukommt.

Zudem darf ein Effekt nicht vergessen werden: Wenn Sie die Ansparungen für die Immobilie alternativ angelegt hätten, würden Sie ja über ein stattliches Vermögen verfügen. Dessen Zinsertrag können Sie mit der Miete verrechnen. Und dennoch ...

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Die vermietete Immobilie: Zusatzrente aus Beton?

Wie sieht es mit dem Immobilienkauf als Kapitalanlage aus? Dieser kann sich rechnen, vor allem, wenn über Abschreibungen Steuerersparnisse die Rendite anheben. Eine Einzelimmobilie birgt aber viele Risiken. Von Mietnomaden bis möglicher Totalverlust in ländlichen Gebieten reicht das Risikospektrum. Wer also auf Immobilien als Kapitalanlagen setzen möchte, sollte mehrere Wohnungen kaufen können (Sie Glückspilz, wenn Ihr Geld dafür reicht),um das Risiko zu streuen, oder sich an einem Immobilienfonds beteiligen. Dies aber auch immer nur als Geldanlage-Portfolio-Ergänzung.

Immobilien-Anlagetipps

Man muss nicht immer an eine Mietwohnung denken, wenn man in Immobilien investieren möchte. Wie wäre es zum Beispiel mit:

Die Bilanz: durchmischt. Aber ...

Man kann rechnen, wie man will: Vergleicht man die Rendite einer Immobilie mit anderen Anlageformen, gewinnt erstere meist nur dann, wenn Wohnung oder Haus erhebliche Wertsteigerungen aufweisen. Dies liegt vor allem an Reparaturen und Verschönerungen, die ein Immobilienbesitzer in weit höherem Maße tätigt als ein Mietbewohner. Und letzterer hat das Kapital für alternative Geldanlagen zur Verfügung.

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Doch das sind nur Zahlen auf dem Papier, die einen entscheidenden Effekt unberücksichtigt lassen: Die eigene Immobilie führt zum Zwangssparen. Während Fondssparpläne oder Festgeldanlagen jederzeit abgebrochen oder sogar liquidiert werden können, ist dies bei einer Immobilie mit immensem Aufwand verbunden. Da opfert man nicht so schnell das Ersparte für den ersehnten Sportwagen. Unseres Erachtens nach ist dies einer der Hauptgründe, warum Immobilienbesitzer bei Renteneintritt im Schnitt signifikant vermögender dastehen als Mieter. Lesen Sie hier weitere Pro- und Kontra Argumente für die Geldanlage in Immobilien.

Ähnliche Argumente finden sich in diesem ZDF-Interview zum Thema Geldanlage:

Fazit

Es ist nicht eindeutig, ob eine Immobilie eine sinnvolle Altersvorsorge darstellt. Das gilt für selbstgenutzte Immobilien wie auch für vermietete Objekte. Dennoch raten wir zum Kauf einer Immobilie für die Altersvorsorge, wenn diese - soweit absehbar - in der Zukunft weiterhin in einer attraktiven Lage liegt. Nicht als Einzelanlage, sondern in einem vernünftigen Portfoliomix. Der Hauptgrund für unser Fazit liegt im erläuterten Zwangssparen, zu dem Immobilienbesitzer durch den Kreditvertrag verpflichtet sind. Manchmal müssen wir zu unserem Glück halt ein wenig gezwungen werden.

Der Beitrag ist eingeordnet unter:

Vom gelassenen Umgang mit Sparen, Geldanlage, Versicherung und Vorsorge

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