Warum ETF? Vorteile, Nachteile und Risiken verständlich erklärt

ETFs können eine einfache und kostengünstige Möglichkeit sein, langfristig an Kapitalmärkten anzulegen. Der entscheidende Punkt ist aber nicht das Kürzel ETF, sondern was im Fonds steckt: Ein breit gestreuter Aktien-ETF ist etwas völlig anderes als ein Branchen-, Länder-, Hebel- oder Short-ETF. Wer die Vorteile nutzen will, sollte deshalb zuerst Ziel, Anlagehorizont und Risiko klären – und erst danach den konkreten ETF auswählen.

Warum in ETF anlegen? Symbolbild

Inhalt: Warum ETF? Vorteile, Chancen, Nachteile, Risiken, wann nicht

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Breit aufgestellte ETFs können das Geld mit einem einzigen Kauf auf viele Unternehmen oder andere Wertpapiere verteilen.
  • Passive ETFs sind meist kostengünstiger als aktiv gemanagte Fonds, weil keine laufende Titelauswahl durch ein Fondsmanagement bezahlt werden muss.
  • Ein ETF ist nicht automatisch sicher. Sein Risiko hängt vor allem von der Anlageklasse, dem Index und seiner Zusammensetzung ab.
  • Aktien-ETFs können zeitweise stark fallen. Geld, das absehbar benötigt wird, gehört deshalb in der Regel nicht in einen Aktien-ETF.
  • Kosten, Streuung, Indexaufbau, Ertragsverwendung und Produktkonstruktion sollten vor dem Kauf geprüft werden.

Was ist ein ETF – und worum geht es hier?

ETF steht für Exchange Traded Fund, also für einen Fonds, dessen Anteile an der Börse gehandelt werden. Im deutschen Privatanleger-Alltag sind damit meist passive Fonds gemeint, die einen Index nachbilden. Technisch ist „ETF“ jedoch zunächst eine Handels- und Fondsstruktur; es gibt inzwischen auch aktiv gemanagte ETFs. Dieser Artikel konzentriert sich auf die verbreiteten, passiven Index-ETFs.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen ETF und Index. Der ETF ist das Anlageprodukt. Der Index legt fest, welchen Markt oder welche Auswahl von Wertpapieren der Fonds nachbilden soll. Damit bestimmt der Index einen großen Teil der Chancen und Risiken.

Kurz gesagt

Ein guter ETF kann ein sehr nützliches Werkzeug sein. Ob er zu Ihnen passt, entscheidet aber nicht das Etikett „ETF“, sondern die Kombination aus Anlageziel, Zeit, Risiko und Fondsinhalt.

Vorteile von ETF - Sykline Großstadt

Warum ETFs für langfristige Anleger interessant sein können

1. Breite Streuung ist mit wenig Aufwand möglich

„Mit einem Kauf in einen ganzen Markt investieren“ – darin liegt einer der größten praktischen Vorteile breit gestreuter ETFs. Ein Index kann Hunderte oder Tausende Wertpapiere enthalten. Dadurch hängt das Ergebnis weniger von der Entwicklung eines einzelnen Unternehmens ab als bei einem konzentrierten Depot aus wenigen Aktien.

Aber: Nicht jeder ETF streut breit. Ein ETF auf eine einzelne Branche, ein bestimmtes Land oder wenige große Unternehmen kann erhebliche Konzentrationsrisiken enthalten. Entscheidend ist deshalb nicht die Zahl der ETFs im Depot, sondern welche Märkte und Unternehmen dahinterstehen.

2. Niedrige Kosten lassen mehr vom Marktertrag übrig

Bei einem passiven ETF muss kein Fondsmanagement laufend entscheiden, welche Aktie gekauft oder verkauft wird. Der Fonds folgt nach festgelegten Regeln einem Index. Das senkt den Verwaltungsaufwand und führt bei vielen Standard-ETFs zu niedrigen laufenden Kosten.

Kosten sind keine Nebensache. Sie werden aus dem Fondsvermögen bezahlt und mindern die Rendite. Über viele Jahre kann schon ein kleiner jährlicher Kostenunterschied einen merklichen Effekt haben.

Zur Kostenprüfung gehören mehr als nur die TER

 TER steht für Total Exprense Ratio, die laufenden Produktkosten des ETF. Hinzu kommen Transaktionskosten im Fonds, mögliche Ordergebühren, der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufskurs (Spread) und gegebenenfalls Depotkosten. Diese wirken zusammen. Ein „kostenloser“ Sparplan macht einen ungeeigneten ETF nicht zu einer guten Anlage.

3. Die Anlagestrategie ist meist gut nachvollziehbar

Bei einem Index-ETF können Sie nachlesen, welchen Index er nachbildet, wie dieser zusammengesetzt ist und nach welchen Regeln Werte aufgenommen oder gewichtet werden. Anbieter veröffentlichen außerdem Fondsunterlagen und regelmäßige Berichte. Für Privatanleger steht vor dem Kauf insbesondere das Basisinformationsblatt zur Verfügung; es fasst unter anderem Risiken, Kosten und mögliche Verluste zusammen.

Transparenz bedeutet jedoch nicht automatisch Einfachheit. Bei komplexen Indizes, Faktorstrategien, Rohstoffkonstruktionen, gehebelten Produkten oder synthetischer Replikation kann es deutlich schwieriger werden zu verstehen, was im Hintergrund passiert.

4. ETFs lassen sich flexibel kaufen, verkaufen und besparen

ETF-Anteile werden während der Handelszeiten an Börsen und anderen Handelsplätzen gekauft und verkauft. Viele Produkte sind außerdem sparplanfähig. Dadurch kann eine regelmäßige Anlage mit relativ wenig organisatorischem Aufwand umgesetzt werden.

Diese Handelbarkeit ist praktisch, aber kein Sicherheitsversprechen. In unruhigen Märkten oder bei wenig gehandelten Produkten können Spreads größer werden. Ein ETF kann also grundsätzlich verkäuflich sein und trotzdem gerade zu einem ungünstigen Preis notieren.

5. Fondsvermögen ist rechtlich vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt

Bei in Deutschland aufgelegten Sondervermögen ist das Fondsvermögen vom eigenen Vermögen der Kapitalverwaltungsgesellschaft getrennt. Eine Insolvenz der Verwaltungsgesellschaft führt daher nicht dazu, dass das Fondsvermögen einfach in deren Insolvenzmasse fällt. Auch Wertpapiere in einem Kundendepot sind keine Bankeinlagen; sie werden für den Kunden verwahrt.

Das schützt allerdings nicht vor Kursverlusten. Wenn die im ETF enthaltenen Wertpapiere an Wert verlieren, fällt auch der Wert des ETF. Der rechtliche Schutz vor einer Insolvenz des Anbieters ist etwas anderes als Schutz vor Marktrisiken.

6. Eine einfache Strategie kann Fehlentscheidungen reduzieren

Ein breit gestreuter ETF kann eine Anlagestrategie vereinfachen: Statt ständig nach vermeintlichen Gewinner-Aktien zu suchen, wird nach einer festen Regel in einen Markt investiert. Das kann helfen, hektisches Umschichten, kurzfristiges Hinterherlaufen hinter Trends und unnötig viele Einzelentscheidungen zu vermeiden.

Dieser Vorteil entsteht aber nur, wenn Sie die Strategie auch aushalten.

Wer bei starken Kursrückgängen panisch verkauft oder ständig den ETF wechselt, macht aus einem einfachen Produkt wieder eine unruhige Anlagestrategie.

Die Nachteile und Risiken von ETFs

Marktrisiko: Auch ein breit gestreuter Aktien-ETF kann stark fallen

Diversifikation verteilt Risiken, sie beseitigt sie nicht. Wenn große Teile des Aktienmarktes fallen, fällt auch ein breit gestreuter Aktien-ETF. Solche Rückgänge können deutlich sein und sich über längere Zeit hinziehen. Eine positive Rendite ist deshalb weder für ein einzelnes Jahr noch für einen festen längeren Zeitraum garantiert.

Die wichtigste Frage lautet daher nicht:

  • „Welcher ETF bringt die höchste Rendite?“

Sondern:

  • „Kann ich die möglichen Verluste finanziell und emotional aushalten, ohne zu einem schlechten Zeitpunkt verkaufen zu müssen?“

Was ist dabei möglich? Schauen wir uns ein Beispiel an:

Renditen und Einbrüche vom MSCI-World

Vergangene Renditen und Verluste vom MSCI

Der MSCI World ist ein internationaler Aktienindex, der die Wertentwicklung von über 1.000 Aktien aus 23 wirtschaftlich großen Ländern abbildet. Einer der wichtigsten Börsenindizes weltweit. Er wird seit 1970 von Morgan Stanley Capital International (MSCI) berechnet.

Das Internetportal Finanztip hat sich die Mühe gemacht, die Rendite vom MSCI auszurechnen. Folgende Zahlen kamen dabei heraus:

Renditen

  • Auf Euro-Basis hatte der MSCI von 1975 bis Ende 2019 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 9 Prozent erzielt.
  • Die besten untersuchten ETFs schafften es, diese Wertentwicklung abzüglich der Kosten von 0,2 % pro Jahr nachzubilden.
  • Betrachtet man einen 15-Jahres-Anlagezeitraum, so hätte niemand innerhalb des ausgewerteten Zeitraumes mit einem ETF Verlust machen können.
  • Die Rendite hängt also vom Einstiegszeitpunkt in den MSCI-ETF ab. Im Durchschnitt lag die Jahresrendite bei 7,9 Prozent. Beim „optimalen“ 15-Jahres-Anlagezeitraum betrug die Rendite über 14 Prozent, im schlechtesten möglichen (also hohen) Einstiegszeitpunkt betrug die Rendite 1,3 Prozent.
EreignisMSCI WorldMSCI World SRI
Erstnotierung 31.03.1986 * 28.06.2011 **
Überschreitung 1.000 Punkte 10.02.1998 ca. 1998/1999
Überschreitung 2.000 Punkte 29.09.2017 September 2019
Überschreitung 3.000 Punkte 07.06.2021 August 2021
Überschreitung 4.000 Punkte 27.06.2025 Januar 2026

* Kurs: 100 Punkte, normierter Wert, festgesetzt
** Der MSCI World SRI Index wurde offiziell am 28. Juni 2011 aufgelegt. Sein Basiswert wurde jedoch historisch auf 100 Punkte zum 30. September 1990 festgesetzt (Rückrechnung).
MSCI World-Daten nach ersten Schlusskurs-Überschreitungen bei Level-Marken laut historischer MSCI-World-Zeitreihe. Für MSCI World SRI sind vergleichbare historische Meilenstein-Zeitpunkte öffentlich kaum dokumentiert verfügbar. Alle Angaben ohne Gewähr.

Verlustphasen

Doch auch die folgenden Zahlen sollte man kennen:

  • Der maximale Verlust des MSCI betrug einmal –56 Prozent.
  • Die längste Verlustphase: gut 13 Jahre.

Also: Aktien aus dem MSCI im Portfolio brachten in der Vergangenheit eine hohe Rendite – über längere Laufzeiten gesehen. Bei einem Crash stürzen ETFs aber auch heftig ab. Garantien auf eine Rendite gibt es also auch beim breit streuenden MSCI nicht. Zudem lassen sich vergangene Entwicklungen nicht zwangsläufig auf die Zukunft übertragen.

Man kann aber sagen: Wer in der Vergangenheit mit einem ETF-Anlagezeitraum von 10+ Jahren kalkuliert, wäre in den meisten Zeiträumen auf der Gewinner-Seite gewesen.

Indexrisiko: Der Index entscheidet, wie gut wirklich gestreut wird

Ein ETF übernimmt die Stärken und Schwächen seines Index. Ein marktbreiter Weltindex verteilt das Kapital anders als ein Technologie-, Wasser-, Dividenden- oder Länderindex. Auch ein großer Index kann Schwerpunkte haben, wenn sehr große Unternehmen oder einzelne Länder besonders stark gewichtet sind.

Darum lohnt sich vor dem Kauf ein Blick auf:

  • Anzahl und Gewichtung der größten Positionen
  • Länder- und Branchenverteilung
  • Anlageklasse und Indexregeln
  • Ausschluss- oder Nachhaltigkeitskriterien
  • besondere Mechanismen wie Hebel, Short-Strategien oder Faktoren

Währungsrisiko: Entscheidend sind die Anlagen im Fonds

Bei internationalen Aktien-ETFs wirken Wechselkurse auf die Rendite in Euro. Dabei ist die auf dem Factsheet angegebene Fondswährung oder die Handelswährung nicht das Entscheidende. Maßgeblich ist, in welchen Währungen die zugrunde liegenden Vermögenswerte wirtschaftlich verankert sind und ob der ETF Währungsrisiken absichert.

Ein in Euro gehandelter Welt-ETF ist deshalb nicht automatisch „währungsrisikofrei“. Umgekehrt ist ein in US-Dollar ausgewiesener Fonds nicht allein wegen dieser Angabe riskanter. Währungsabsicherung kann Schwankungen reduzieren, verursacht aber zusätzliche Kosten und verändert die Strategie.

Konstruktionsrisiken: physisch, synthetisch, Wertpapierleihe

Ein Index lässt sich auf unterschiedliche Weise nachbilden. Physische ETFs halten die Indexwerte vollständig oder als Auswahl. Synthetische ETFs nutzen zusätzlich Tauschgeschäfte (Swaps), um die Indexentwicklung abzubilden. Auch Wertpapierleihe kann eine Rolle spielen. Diese Verfahren unterliegen Regeln und Sicherungsmechanismen, sind aber nicht völlig risikolos.

Für viele Anleger ist die Replikationsmethode nicht das wichtigste Auswahlkriterium. Sie sollte aber verstanden werden – insbesondere bei Produkten, deren Konstruktion vom einfachen breit gestreuten Aktien-ETF abweicht.

Liquiditäts- und Handelsrisiko: verkaufbar heißt nicht immer günstig verkaufbar

Bei großen, häufig gehandelten ETFs sind Kauf und Verkauf meist unkompliziert. Bei kleinen, spezialisierten oder in angespannten Märkten gehandelten Produkten können die Spreads breiter werden. Dann kann der tatsächliche Handelspreis ungünstiger sein als erwartet.

Nachhaltigkeitsrisiko: „ESG“ oder „SRI“ ist keine einheitliche Qualitätsaussage

Nachhaltige ETFs können bestimmte Branchen oder Unternehmen ausschließen oder nach eigenen Kriterien gewichten. Welche Maßstäbe gelten, unterscheidet sich jedoch deutlich von Index zu Index. Wer Werte mit der Geldanlage verbinden möchte, sollte deshalb die konkreten Regeln prüfen statt sich allein auf Begriffe wie ESG, SRI oder „nachhaltig“ zu verlassen.

Umfrage

Was ist für Sie derzeit bei ETFs eine offene Frage?

Bitte auswählen (Mehrfachauswahl möglich):

Die Umfrage wird vorbereitet …

Wann ein Aktien-ETF eher nicht passt

Wer sein Geld in nächster Zeit benötigt, sollte es nicht allein deshalb in einen Aktien-ETF stecken, weil ETFs als einfach und günstig gelten. Der Verkauf ist zwar möglich, kann aber gerade in einer Börsenkrise einen Verlust festschreiben.

Ein Aktien-ETF ist insbesondere kritisch, wenn …

  • das Geld für eine absehbare größere Ausgabe oder als Notreserve gebraucht wird,
  • Sie starke zwischenzeitliche Verluste nicht tragen können oder bei Kursrückgängen wahrscheinlich verkaufen müssten,
  • teure Schulden oder fehlende Rücklagen zunächst wichtiger sind,
  • Sie eine Kapitalgarantie oder einen festen Rückzahlungstermin benötigen,
  • Sie den zugrunde liegenden Index oder die Produktkonstruktion nicht verstehen,
  • der ETF sehr eng, komplex, gehebelt oder auf kurzfristige Spekulation ausgerichtet ist.

Einen allgemeingültigen Mindestanlagezeitraum gibt es nicht. Für Aktienanlagen spricht vieles für einen langen Horizont, weil kurzfristige Schwankungen erheblich sein können. Auch ein sehr langer Zeitraum beseitigt das Risiko jedoch nicht vollständig. Je näher ein festes Ausgabenziel rückt, desto wichtiger wird die Frage, ob ein Teil des Geldes rechtzeitig in weniger schwankungsanfällige Anlagen umgeschichtet werden sollte.

Geld-Welten-Prüfung: Passt ein ETF grundsätzlich zu Ihrem Vorhaben?

ETF-Orientierungscheck: Sind die wichtigsten Punkte geklärt?

Ein ETF kann eine einfache Möglichkeit sein, breit gestreut zu investieren. Ob er zu Ihrem Vorhaben passt, hängt jedoch nicht allein vom Produkt ab, sondern auch von Ziel, Zeithorizont, Rücklagen und Ihrem Umgang mit Kursschwankungen.

Beantworten Sie sieben kurze Fragen. Anschließend sehen Sie, welche Punkte bereits geklärt sind und wo Sie vor der Auswahl eines konkreten ETFs noch genauer hinschauen sollten.

Wichtig: Der Check bezieht sich vor allem auf breit gestreute Aktien-ETFs als langfristige Geldanlage. Er gibt keine individuelle Anlageempfehlung und ersetzt keine persönliche Beratung.
1. Wann benötigen Sie das angelegte Geld voraussichtlich?
2. Haben Sie Geld für unerwartete Ausgaben separat zurückgelegt?
3. Könnten Sie deutliche zwischenzeitliche Kursverluste finanziell tragen?
4. Wissen Sie, was der ETF abbildet und wie er grundsätzlich funktioniert?
5. Haben Sie geprüft, wie breit der ETF tatsächlich streut?
6. Haben Sie die Kosten Ihrer Anlage geprüft?
7. Wie würden Sie vermutlich auf eine längere schwache Börsenphase reagieren?

Ihre Angaben werden nur in Ihrem Browser ausgewertet. Das Tool überträgt oder speichert keine Eingaben.

ETF oder aktiv gemanagter Fonds? Der wichtigste Unterschied sind nicht die Versprechen, sondern die Regeln und Kosten

Ein passiver Index-ETF versucht nicht, den Markt zu schlagen. Er soll die Wertentwicklung seines Index möglichst genau nachbilden – abzüglich Kosten und kleiner Abweichungen. Ein aktiver Fonds versucht dagegen, durch Auswahl und Gewichtung von Wertpapieren besser als ein Vergleichsmaßstab abzuschneiden oder ein anderes Anlageziel zu verfolgen.

Der klare strukturelle Vorteil passiver ETFs sind häufig die niedrigeren Kosten. Ob ein bestimmter aktiver Fonds künftig besser oder schlechter abschneidet, lässt sich dagegen nicht zuverlässig vorhersagen. Deshalb sollte ein Vergleich nicht mit Renditeversprechen beginnen, sondern mit Anlageziel, Risiko, Kosten, Strategie und Transparenz.

Ausschüttend oder thesaurierend? Physisch oder synthetisch?

Diese Eigenschaften sind keine pauschalen Qualitätsurteile, sondern Gestaltungsmerkmale:

Merkmal

Variante

Worauf es ankommt

Ertragsverwendung

thesaurierend

Erträge bleiben im Fonds und werden automatisch wiederangelegt. Praktisch für langfristigen Vermögensaufbau.

Ertragsverwendung

ausschüttend

Erträge werden ausgezahlt. Kann sinnvoll sein, wenn laufende Auszahlungen gewünscht sind.

Indexnachbildung

physisch

Der ETF hält alle oder eine Auswahl der Wertpapiere des Index.

Indexnachbildung

synthetisch

Die Indexentwicklung wird unter anderem über ein Tauschgeschäft mit einem Vertragspartner abgebildet. Die Konstruktion ist komplexer.

 

Umfrage

Welche Art der Wiederanlage von Dividenden bevorzugen Sie bei ETF?

Bitte eine Antwort auswählen:

Die Umfrage wird vorbereitet …

Umfrage

Welche ETF-Art bevorzugen Sie?

Bitte eine Antwort auswählen:

Die Umfrage wird vorbereitet …

Umfrage

Warum in ETF anlegen – Können Sie etwas ergänzen? Ist Ihnen etwas unklar geblieben?

Kennen Sie einen weiteren Vor- oder Nachteil? Wo bestehen noch Fragen?

Die Umfrage wird vorbereitet …

Anhang: Grundlegende ETF-Artikel

ETF

ETF auswählen Anleitung

Mit ETFs Chancen nutzen, Risiken und Kosten begrenzen

Wie wähle ich einen passenden ETF aus? Anleitung mit Auswahlkriterien

Wer in sichere Anlagen wie Tages- und Festgeld investiert, hat heutzutage grundsätzlich keinen Grund zum Jubeln. Die Zinssätze bleiben deutlich hinter der Inflationsrate zurück, sodass das Vermögen schließlich an realer Kaufkraft verliert. Höhere Renditen lassen sich nur erzielen, wenn der Anleger bereit ist, Risiken einzugehen.

Eine geschickte Anlagestrategie mithilfe von ETFs (Exchange Traded Funds) macht solche Risiken kalkulierbar und spart Kosten. Wir erläutern, welche Kriterien bei der Auswahl eines ETF beachtet werden sollten.

Hier weiterlesen: ETF auswählen Anleitung

ETF

Geldanlage in ETF: Chancen, Risiken und eine einfache Strategie

Geldanlage in ETF: So funktionieren Indexfonds – Chancen, Risiken und eine einfache Strategie

Ein ETF (Exchange-Traded Funds) kann eine erstaunlich unspektakuläre Geldanlage sein: Sie kaufen einen Fonds, der einen Markt nach festen Regeln abbildet, und lassen ihm Zeit. Gerade diese „Langeweile“ ist für viele Anlegerinnen und Anleger ein Vorteil. Ein breit gestreuter Aktien-ETF kann langfristig ein einfacher und kostengünstiger Baustein für den Vermögensaufbau sein. Er ist aber weder ein Sparbuch mit höherer Rendite noch automatisch „sicher“.

Die wichtigste Frage lautet deshalb nicht: Welcher ETF steigt am meisten? Sondern: Passt ein Aktien-ETF zu Ihrem Ziel, zu Ihrem Zeithorizont und zu den zwischenzeitlichen Verlusten, die Sie finanziell und persönlich tragen können?

Hier weiterlesen: Geldanlage in ETF: Chancen, Risiken und eine einfache Strategie

ETF

Ethisch-ökologische ETFs

Ethisch-ökologische ETFs – Überblick und Kriterien einer klugen Wahl

Ethisch-ökologische ETFs bieten Ihnen die Möglichkeit, Ihre Finanzen mit Ihren Werten in Einklang zu bringen. Sie sind nicht nur ein Zeichen von Verantwortung, sondern auch ein klares Statement für die Zukunft – für Ihre und die unseres Planeten. Die Rendite fällt sogar oft höher aus als bei ihren konventionellen Pendants.

Aber die Realität ist komplex. Wo manche ein Investment mit gutem Gewissen sehen, warnen andere vor Greenwashing und fragwürdigen Kriterien.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie ethisch-ökologische ETF klug auswählen, worauf es wirklich ankommt und warum sie vielleicht genau das Richtige für Sie sein könnten. Tauchen wir gemeinsam ein in die faszinierende Welt der grünen Investments!

Hier weiterlesen: Ethisch-ökologische ETFs

ETF Themenblock

etf thema 250

➔ Zur Kategorie ETF

Zur Kategorie ETF

Geschrieben von

Peter Bödeker

Peter Bödeker

Studium

Peter hat Volkswirtschaftslehre an der Universität Hamburg studiert und arbeitet seit seinem Berufseinstieg im Bereich Internet und Publizistik.

Berufsleben

Nach seiner Tätigkeit im Agenturbereich und im Finanzsektor ist er seit 2002 selbständig als Autor und Betreiber von Internetseiten.

Freizeit

Als Vater von drei Kindern treibt er in seiner Freizeit gerne Sport, meditiert und geht seiner Leidenschaft für spannende Bücher und ebensolche Filme nach.

Schlagworte zum Artikel

Anbieterlinks / Sternchen

* Was das Sternchen neben einigen Verlinkungen bedeutet:

Die Inhalte auf dieser Website sind kostenlos im Internet verfügbar und das soll auch so bleiben. Unsere redaktionelle Arbeit finanzieren wir über Werbung. Links, die mit einem * gekennzeichnet sind, können bei Kauf/Abschluss auf der jeweiligen Website hinter dem Link zu einer Provision an uns führen, weil wir für den Link ein sogenanntes Affiliate-Programm nutzen. Dies beeinflusst aber die Redaktionsarbeit nicht, der Hinweis wäre stets auch ohne den Affiliate-Link erfolgt. Für den Kauf/Abschluss über den Link sind wir natürlich dankbar.