Wie sich ETF unterscheiden und im Hintergrund funktionieren

Wir haben an anderer Stelle auf unserem Portal bereits auf ETFs als Geldanlage hingewiesen. Dabei nennen wir Vorteile und listen Empfehlungen auf. Doch, wie funktioniert ein ETF eigentlich wirklich? Wie unterscheiden sich ETF von den übrigen Fonds? Wie unterscheiden sich ETF untereinander? Wie ist ein ETF zusammengesetzt? Auf diese Punkte möchten wir in diesem Artikel näher eingehen.

Diese Fragen sind wichtig, denn nach Schätzungen ist inzwischen je nach Börse und Region etwa die Hälfte des Kapitals in diese Anlageform investiert. Befeuert ist diese Kapitalkonzentration durch sehr niedrige Gebühren und nicht zuletzt kostenlose Sparpläne. Auf diese Weise können selbst Einsteiger am Kapitalmarkt günstig Anteile kaufen und schnelle Erfolge erzielen. Doch das sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele gar nicht wissen, in was genau sie investieren...

ETF Anlageform Pilze im Korb

Inhalt: Wie unterscheiden sich ETF und wie funktionieren ETF im Hintergrund?

Kurz zusammengefasst

  •  EFT unterscheiden sich vor allem darin, welchen Index sie nachbilden wollen. Wir empfehlen als Basis der Vermögensanlage einen ETF auf den (gerne nachhaltigen) MSCI-World.
  • Die Fondskosten bei ETF auf »gängige« Indexe sollten nicht über 0.25 Prozent liegen.
  • Für Fondssparer: Man bevorzuge einen ETF, der sparplanfähig ist und dessen Anlagekosten beim Wunschbroker null oder sehr gering sind.
  • Weiterer bei ETF ist die Art, in welcher der zugrundeliegende Index nachgebildet wird. Leicht zu bevorzugen ist die physische Nachbildung.
  • Thesaurierende ETF legen die jährlichen Dividenden und Zinsen direkt wieder an und sind von langfristigen Sparern gegenüber ausschüttenden ETF zu bevorzugen.
  • Ein ETF sollte über 100 Millionen Euro Fondsvolumen liegen.
  • Die Fondswährung bedeutet kein Währungsrisiko und ist für die Auswahl unerheblich. Ein (normales) Währungsrisiko ergibt sich aus den Titeln im Index, den der ETF nachbildet.

Details und Erläuterungen zu allen Punkten im weiteren Artikel.

1. Unterschied »normale« Fonds und ETF

Ein »normaler« Fonds ist ein sogenannter gemanagter Fonds. Bei diesen treffen (teuer bezahlte) Fondsmanager Tag für Tag die Entscheidung, in welche Werte der jeweilige Fonds investiert.

Anders bei ETF. Dies sind sogenannte börsengehandelte Indexfonds. ETF ist eine Abkürzung. Diese steht für Exchange Traded Funds oder börsengehandelter Fonds. Soweit ist der Begriff unspektakulär. Bei diesen Fonds gibt es jedoch eine Besonderheit. Denn es handelt sich um sogenannte passive Fonds. Während bei den aktiven Fonds ein Management immer wieder Wertpapiere zukauft, neu gewichtet und durch weitere Maßnahmen den Kursverlauf aktiv beeinflusst, fehlt dieses Management bei einem passiven Fonds. Dieser bildet einfach nur einen Index wie den DAX, Dow Jones, MSCI World Index oder einen Branchenindex ab.  Einfach Indexfonds, die sich an einem bestimmten Aktienindex orientieren.

Darum lautet der erste Unterschied von ETF:

ETF sind passive Fonds, welche (lediglich) die Werteentwicklung eines Indexes nachbilden.

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2. Hauptunterschied: Verschiedene Indexe

Das Hauptmerkmal eines ETF besteht darin, welchen Index dieser nachbilden will.

Der geläufigste Index ist der sogenannte MSCI World: ein globaler Index mit den großen Aktien aus 23 Industrieländern, ausgewählt von MSCI Inc. aus den USA. Dessen nachhaltiges und umweltfreundliches Pendant lautet MSCI World Socially Responsible. ETF auf diesen Index empfehlen wir hier auf Geld-Welten.de als Basis-Geldanlage.

Daneben gibt es unzählige weitere Indexe und entsprechend anlegende ETF: Von Dax bis China-Aktien, von Schwellenländern bis Gold-ETF.

So lautet Unterschied Numero zwei: 

EFT unterscheiden sich vor allem darin, welchen Index sie nachbilden wollen. Wir empfehlen als Basis der Vermögensanlage einen ETF auf den (gerne nachhaltigen) MSCI-World.

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3. Laufende Kosten des ETF

Die Gesamtkostenquote (TER) ist ein anschaulicher Wert, nach dem sich ETFs in ihren jährlichen, laufenden Kosten untereinander vergleichen lassen.

Generell gilt: Je exotischer und ausgefallener der Index ist, den ein ETF abbildet, desto höher sind die Verwaltungskosten des ETF.

Aber Kosten sind im Allgemeinen kein großes Thema bei ETF, diese liegen meist zwischen 0,2 % und 0,3 % der Anlagesumme. Oft unterscheiden sich die Kosten der ETF auf denselben Index nur gering.

Unsere Empfehlung: Die Fondskosten bei ETF auf »gängige« Indexe sollten nicht über 0.25 Prozent liegen.

Nicht in den TER (Gesamtkosten) des ETF sind die Ankaufkosten enthalten. Aber diese Kosten sind ja auch nicht allein vom ETF abhängig, sondern werden auch von deinem Broker festgelegt.

3.1. Kostenrechner ETF

Mit dem folgenden Rechner können Sie sich die Gesamtkosten eines ETF über die Laufzeit errechnen lassen und eventuell zwei Broker oder ETF miteinander vergleichen:

ETF-Kostenrechner
Rechner zur Ermittlung der Gesamtkosten eines thesaurierenden ETF über einen Anlagezeitraum.
Eventuelle Einmalanlage am Anfang*
Sie können wahlweise eine Einmalanlage und / oder eine monatliche Sparrate angeben.
Eventueller monatlicher Sparbetrag*
Bitte in vollen Euro pro Monat angeben. Kann auch 0 sein.
Angenommene Verzinsung pro Jahr*
Die angenommene Verzinsung vom ETF pro Jahr. Bitte geben Sie auch hier Prozentwerte ein, also z.B. 5 und nicht 0,05.
%
Laufzeit in Jahren*
Bitte hier nur ganze Jahre eingeben.
Jahre
Eventuelle Gebühr pro Order*
Bei vielen Brokern gratis, ansonsten bitte in Prozent der Geldanlage angeben.
%
Kosten (Verwaltungsgebühr oder TER) des ETF pro Jahr*
TER steht für Total Expense Ratio (Gesamtkostenquote). Das Geld wird aus dem Fondsvermögen entnommen.
%
 
* = notwendig zur Berechnung

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4. Was bedeutet „Index abbilden“? Unterscheidungsmerkmal ETF-Zusammenetzung

Der Knackpunkt bei diesen Fonds ist die Zusammenstellung. In der Theorie funktioniert das wie folgt: Ein Computerprogramm setzt das in dem ETF investierte Geld automatisiert ein, um Wertpapiere des korrespondierenden Aktienindexes zu kaufen oder zu verkaufen. Dabei gilt die Maßgabe: Die vom Index gehaltenen Aktien (oder anderen Wertpapierarten) sollten so im Verhältnis zueinanderstehen, dass der Kurs des ETFs den Kursverlauf des Index 1:1 entspricht.

Beispielhaft erklärt

Wir gehen von einem Branchenindex mit drei Aktien A, B und C aus. Diese haben eine Gewichtung im Index von 1:2:3. Der ETF muss nun zur Nachbildung des Kursverlaufs 1 Aktie A, 2 Aktien B und 3 Aktien C kaufen. Dann kann er den Indexverlauf abbilden bzw. nachbilden.

Das klingt einfach. Komplizierter wird es, wenn das verfügbare Kapital nur Stückelungen erlaubt oder der Index so groß ist, dass ein Nachbau nur mühsam möglich ist.

Der MSCI World Index besteht zum Beispiel aus 1.600 Einzelaktienwerten. Allein durch die Masse ist es schwer, das Verhältnis in der Gewichtung der Einzelwerte exakt abzubilden. Denn jeder Einzelwert hat zusätzlich eine bestimmte Gewichtung in einem Index, der sich an der eigenen Marktkapitalisierung bemisst.

 Anders gesagt: Gibt es von einem Unternehmen viele teure Aktien, hat dieses im Index ein größeres Gewicht als eine Aktie, von der es wenige günstige Stückzahlen gibt. Das erschwert das Nachahmen eines Indexes zusätzlich und treibt zugleich die Verwaltungskosten durch mehr erforderliche Transaktionen in die Höhe.

Darum kaufen einige ETF z. B. nicht alle Aktien aus dem MSCI World, sondern nur einen Teil. Diese Käufe sind so angelegt, dass der ETF dennoch nahezu identisch dem Kursverlauf vom MSCI World folgt. Man nennt dies auch »optimierte Nachbildung«.

Daher kommt es bei ETFs auf den gleichen Index, aber verschiedenen Anbietern teilweise zu sichtbaren Abweichungen vom Indexkurs und untereinander.

Die folgenden drei Arten der Index-Nachbildung gibt es am Markt:

4.1. Physische oder „volle Replikation“

Soweit die Theorie. In der Praxis nennt man das eben beschriebene Imitieren eines Indexes auch Sampling oder physische oder „volle Replikation“. Das meint: Im Fonds sind nur Aktien hinterlegt, die im Index vorkommen und die den Kursverlauf möglichst exakt nachbilden.

4.2. Synthetische Replikation per SWAP

Allerdings basieren nicht alle ETFs auf diesem Mechanismus. Einige basieren auf einer sogenannten „synthetischen Replikation“. Dabei muss der Fonds im Extremfall keine einzige Aktie aus dem Index halten. Wie kann das sein? Möglich wird dies durch einen Swap, also Tausch:

Das Swap-Geschäft (auch Total-Return-Swap genannt) ist ein Derivategeschäft oder Tauschgeschäft. Es funktioniert wie folgt:

Bei  dieser Art Swap-Geschäft wird vereinbart, dass der sogenannte Swap-Kontrahent dem ETF die Indexrendite inklusive aller Dividendenzahlungen für eine vereinbarte Summe (dem Anlagegeld des ETF) zahlt. In der Praxis ist der sogenannte Swap-Kontrahent des ETFs häufig der Mutterkonzern (z. B. Deutsche Bank, Commerzbank) des ETF-Anbieters.

Im Austausch für die »Zahlung der Indexentwicklung« erhält der Swap-Kontrahent eine Gebühr (Swap-Gebühr) und die Rendite der Wertpapiere im hinterlegten Sicherheiten-Portfolio. Der Fonds garantiert dem Swap-Kontrahent oder Gläubiger, meistens also der Mutterbank oder einem anderen Kreditinstitut, mit dem Sicherheiten-Portfolio den Wert des angelegten Geldes. In diesem Sicherheitsportfolio können durchaus auch Aktien von indexfremden Unternehmen oder andere Wertpapiere, Devisen oder Rohstoffzertifikate sein. Der Swap-Kontrahent/Gläubiger garantiert seinerseits der Fondsgesellschaft die Absicherung des für den Kursverlauf des Index erforderlichen Kapitals.

Wichtig wird dieser Tauschhandel unter anderem, wenn große Anteilseigner Fondsanteile verkaufen möchten. Zudem lassen sich bestimmte steuerliche Aspekte leichter händeln.

Ein Swap soll Kosten senken, darum gelten synthetisch replizierende ETF als (leicht) kostengünstiger gegenüber physisch replizierenden ETF. Allerdings sinkt die Transparenz und zugleich steigert sich das Risiko. Denn wird beispielsweise der Gläubiger insolvent, ist ein Teilverlust des im ETFs investierten Kapitals durch fehlende Deckung möglich. Diese Gefahr wird durch zu hinterlegende Deckungssummen begegnet, das Risiko dadurch wieder reduziert.

Somit ergibt sich:

Weiterer bei ETF ist die Art, in welcher der zugrundeliegende Index nachgebildet wird. Leicht zu bevorzugen ist die physische Nachbildung.

Welche ETF-Art bevorzugen Sie?

 

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Die bisherigen Stimmen:

Physische Replikation. 19 Stimmen
Ist mir beides gleich recht. 15 Stimmen
Synthetische Replikation. 0 Stimmen

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5. Sparplanfähigkeit des ETF

Anders sieht es aus, wenn man per Sparplan in ETF investieren möchte. Hier rentiert es sich, das Depot dort einzurichten, wo der Wunsch-ETF gratis oder vergleichsweise günstig im Sparplan zu beziehen ist. Mehr dazu und konkrete Empfehlungen hier:

Beitrag: Welcher Broker eignet sich besonders für einen ETF-Sparplan?

Welcher Broker eignet sich besonders für einen ETF-Sparplan?

Investieren kann verwirrend sein, insbesondere wenn es um so vielfältige Angebote wie ETF-Sparpläne geht. Dieser Artikel ist dein Leitfaden durch die Welt der Broker für ETF-Sparpläne. Wir decken alles ab, was du wissen musst – von der Auswahl des richtigen Brokers, über die Kosten und Gebühren, bis hin zu den Vorteilen und Sicherheitsaspekten. Ob du ein Neuling auf dem Gebiet der Finanzen bist oder einfach nur dein Wissen auffrischen möchtest, hier findest du wertvolle Informationen, die dir helfen, eine informierte Entscheidung zu treffen und deine Investitionen zu optimieren.

Bei welchen Broker kaufe ich am besten ETF? Wer bietet mir welchen Sparplan? Wir beleuchten die aktuellen Angebote.

Hier weiterlesen

Unsere Empfehlung: Man bevorzuge einen ETF, der sparplanfähig ist und dessen Anlagekosten beim Wunschbroker null oder sehr gering sind.

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6. Thesaurierende versus ausschüttende ETF

Ein nicht ganz so wichtiges Unterscheidungsmerkmal von ETF ist die Art und Weise, wie mit den regelmäßigen Ausschüttungen des ETF umgegangen wird. Aktien zahlen Dividende, Anleihen ebenso Zinsen – diese stehen Ihnen zu.

  • Ausschüttende ETF: Manche ETF überweisen diese Gewinne auf Ihr Depotkonto, andere ...
  • Thesaurierende ETF: legen das Geld direkt wieder in den ETF an.

Ausschüttende ETF sind praktisch für Menschen, die von den Ausschüttungen des Fonds leben wollen. Alle anderen, die das Geld längerfristig anlegen wollen, sollten thesaurierende ETF wählen und so doppelt profitieren: den Zinseszins »mitnehmen« und sich um keine Wiederanlage kümmern müssen.

Ausschüttende und thesaurierende ETFs können sich steuerlich unterscheiden. Hier muss individuell geschaut werden.

Thesaurierende ETF legen die jährlichen Dividenden und Zinsen direkt wieder an und sind von langfristigen Sparern gegenüber ausschüttenden ETF zu bevorzugen.

 

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7. Was ist mit der Fondswährung?

Kurz gesagt: Die Fondswährung spielt keine Rolle. Denn egal in welcher Währung der Fonds notiert, z. B. in Dollar, so wird der angelegte Euro zwar beim Kauf in Dollar umgewandelt, fließt aber sofort in die Aktien, die der ETF nachbildet. Beim Verkauf ist es andersherum.

Ein Währungsrisiko ergibt sich nur aus den Aktien im Index, den der Fonds nachbildet. Hier besteht das »normale« Währungsrisiko. Wer dieses Risiko scheut, für den steht oft eine Variante des Fonds mit Währungsabsicherung zur Verfügung. Man erkennt diese am Namenszusatz „Euro hedged“. Nur wenn der ETF ausschließlich Euro-Aktien nachbildet, besteht gar kein Währungsrisiko.

Die Fondswährung bedeutet kein Währungsrisiko und ist für die Auswahl unerheblich.

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8. Ein Blick auf das Fondsvolumen

Je kleiner das verwaltete Vermögen des ETF ist, desto größer ist das Risiko, dass dieser ETF irgendwann einmal mangels Nachfrage geschlossen wird. Hierdurch entstehen Kosten (durch die Wiederanlage) und Mühen. Man sagt: ab 100 Mio. Euro Fondsvolumen ist die Wirtschaftlichkeit eines börsengehandelten ETF relativ sicher.  

Ein weiterer Vorteil "großer" ETF findet sich bei der Liquidierung: Diese ETF werden deutlich häufiger gehandelt, dadurch kann meist schneller und günstiger ge- und verkauft werden. Zudem ist durch das hohe Handelsvolumen in der Regel auch der »Spread«, sprich die Differenz aus An- und Verkaufspreis des ETF geringer.

Zusammenfassend gilt: 

Ein ETF sollte über 100 Millionen Euro Fondsvolumen liegen.

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9. Weniger relevante Unterscheidungsmerkmale von ETF

  • Alter des ETF
    Generell gilt: Es sind ETF zu bevorzugen, die schon länger auf dem Markt sind. Zum einen verfügen diese meist über ein höheres Fondsvolumen, zum anderen können der Anlageerfolg durch langjährige Daten besser beurteilt werden. Wenn ein älterer Fonds über ein relativ kleines Fondsvolumen verfügt, kann das ein Hinweis auf mangelndes Anlegerinteresse und damit eine bevorstehende Schließung sein.
  • Tracking Differenz
    Kein ETF bildet den Index immer zu 100 % nach. Die sogenannte "Tracking Differenz" zeigt an, in welchem Maße die Wertentwicklung des ETFs und der des Index voneinander abweichen. So lassen sich auch unterschiedliche ETF miteinander vergleichen. Man sollte aber, wenn man denn schon so akribisch nachforscht, verschiedene Zeiträume der Tracking-Differenz miteinander vergleichen.
  • Steuerliche Behandlung
    Abhängig von der Aktienquote werden ETFs steuerlich unterschiedlich klassifiziert. Das ist aber nur für wenige Anleger relevant.
  • Anbieter des ETF
    Man sollte beim Anbieter des ETF, also dem Unternehmen, dass den ETF auflegt, auf eine gewisse Größe und natürlich Seriosität wert legen. Große ETF‑Anbieter in Deutschland sind iShares, Amundi, DWS (Xtrackers), UBS, Vanguard und Invesco.
  • Fondsdomizil

    Nicht alle auf der Welt verfügbaren ETF sind auch in Deutschland handelbar. Für deutsche und europäische Anleger sind meist nur Fonds handelbar, die ihr "Fondsdomizil" in Luxemburg oder Irland haben. Diese werden von den Fondsgesellschaften gerne gewählt, da in diesen Ländern die rechtlichen Bedingungen und steuerlichen Vorteile für Investmentfonds günstig sind. Manchmal haben europäische ETFs, ihr Fondsdomizil auch in Frankreich oder Deutschland. In Europa aufgelegte ETFs lassen sich leicht am Zusatz „UCITS“ im Namen erkennen.

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10. Ergänzung oder Frage von Ihnen?

Können Sie etwas zu obigem Beitrag ergänzen? Oder ist eine Frage bei Ihnen unbeantwortet geblieben? Haben Sie einen Fehler gefunden?

Gibt es eine Frage zum Beitrag, etwas zu ergänzen oder vielleicht sogar zu korrigieren?

Fehlt etwas im Beitrag? ... Jeder kleine Hinweis/Frage bringt uns weiter und wird in den Text eingearbeitet. Vielen Dank!

 

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11. Fazit: Bei der Fondsauswahl genau hinsehen

Sowohl die physischen als auch die synthetischen ETFs bieten Anlegern große Chancen. Sie sind günstig, flexibel nutzbar, erfordern wenig Einarbeitung und bieten die Chance, mit geringem Aufwand am Indexverlauf 1:1 zu partizipieren.

Die Zusammensetzung kann jedoch sehr unterschiedlich sein. Daher sollten Anleger prüfen, wie genau der Index aufgebaut ist. Dazu bieten alle Fondsgesellschaften die verpflichtenden Informationen für Investoren. Daraus oder aus Kurzporträts bei Brokern und Direktbanken lässt sich ableiten, ob ein ETF den Index exakt nachbaut, nur für den Kursverlauf relevante Aktien daraus nutzt oder in Wirklichkeit ganz andere Wertpapiere über einen Swap hinterlegt sind.

Die Fondswährung spielt keine Rolle. Wir bevorzugen thesaurierende Fonds für Sparpläne, da man sich dann keine Gedanken über die Wiederanlage der Ausschüttungen machen muss.

Welches Sicherheitsverhältnis bevorzugen Sie?

Sind Sie eher ein risikofreudig eingestellt und bevorzugen die volle Renditechance? Oder sagen Sie sich: Mit meinem Ersparten will ich so wenig wie möglich spekulieren? Bitte wählen Sie, wo Sie sich am ehesten einordnen würden:

 

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Die bisherigen Stimmen:

Risikofreudig: Ich setze zu 100 % auf ETF-Fonds 25 Stimmen
Chancenorientiert: Ich setze zu 75 % auf ETF und zu 25 % auf Festverzinsliches 23 Stimmen
Ausgeglichen: Ich setze zu 50 % auf ETF und zu 50 % auf Festverzinsliches 18 Stimmen
Oder: Erspartes fließt zu 100 % in ETF, ich verfüge aber auch über eine Immobilie & andere Anlagegüter 9 Stimmen
Risikoscheu: Ich setze zu 25 % auf ETF und zu 75 % auf Festverzinsliches 5 Stimmen
Keine Spekulation: Ich setze zu 100 % auf Festverzinsliches 5 Stimmen

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12. FAQ ETF

FAQ zu ETF

Was ist ein ETF? (Grundlagen)

Was bedeutet "ETF"?

Das Akronym ETF steht für Exchange Traded Fund und bedeutet nichts anderes als „börsennotierter Fond“. Während direkte Aktieninvestments den Verlauf eines bestimmten Börsenwertes nachzeichnen, bilden ETFs den Kursverlauf ganzer Börsen, Märkte oder Branchen ab. Doch wie funktioniert das eigentlich und was unterscheidet das Aktienkaufen vom ETF Kaufen?

Wenn Sie als Privatanleger an der Börse in eine Aktie investieren möchte, suchen Sie sich diese zunächst heraus und kaufen sie dann. Steigt der Wert der Aktie, kommen Sie in den Genuss von Renditen. Fällt die Aktie, können Sie viel Geld verlieren – vor allem dann, wenn Sie nur in diesen einen Wert investiert hatten. Im Gegensatz dazu investiert man beim ETF nicht unmittelbar in einen bestimmten Börsenwert. Vielmehr investiert man in einen Fond, der die Wertentwicklung vieler Börsenwerte  (meist aller Werte eines Indexes) nachbildet.

Auf welche Indexe gibt es ETF?

ETF gibt es von vielen Anbietern und auf viele Indixes. Die im Fond enthaltenen Aktien bilden einen Querschnitt durch den Markt, die Börse oder die Branche, in den oder die Sie als Anleger investieren möchten. Ein Beispiel für einen branchenbeschränkten Fond ist beispielsweise ein Wasser ETF. Die breite Streuung der einzelnen Anlagewerte macht ETFs zu einer weniger risikobehafteten Geldanlage als die Investition in einen Einzelwert.

ETF = Indexfonds?

Die Begriffe Indexfonds und ETF werden oft synonym benutzt. Das stimmt auch in aller Regel, beides sind Fonds, die einen Index nachbilden. Es gibt aber einen Unterschied: Indexfonds darf sich nur ETF nennen, wenn er auch an der Börse gehandelt wird. Es gibt auch Indexfonds, die nur direkt bei der Fondsgesellschaft erworben werden können.

Was sind die Vorteile von ETFs? ETFs bieten Diversifikation, niedrige Kosten, tägliche Liquidität und Transparenz in Bezug auf die gehaltenen Vermögenswerte.
Was sind die Risiken von ETFs? Die Risiken umfassen Marktrisiken, Liquiditätsrisiken, Währungsrisiken und, abhängig vom ETF-Typ, möglicherweise auch höhere Volatilität.

Unterschiede bei ETF (Wiederanlage, Zusammensetzung)

Unterschiede von ETF in der Wiederanlage

Die Unternehmen, an denen sich der ETF in Form von Aktien gemäß der zugrundeliegenden Indexzusammensetzung beteiligt, schütten hin und wieder Dividenden aus. Diese kommen natürlich den Anlegern des ETF zugute. ETF unterscheiden sich darin, wie mit diesen Dividenden umgegangen wird. Es gibt zwei Vorgehensweisen:

  • Wiederanlegende (thesaurierende) ETF
    Wenn die Dividenden direkt wieder in ETF-Anteile des Fonds investiert werden, spricht man von wiederanlegenden oder thesaurierenden ETF.
    Deren Vorteile sind:
    - Der Anleger muss sich um nichts kümmern, alles läuft automatisch,
    - die Dividenden erzielen ihrerseits Rendite (Zinseszinseffekt),
    - ideal für langfristig orientierte Anleger.
  • Ausschüttende ETF
    Die Dividenden werden dem Konto der Anlegerin bzw. des Anlegers gutgeschrieben. Diese(r) kann mit dem Guthaben machen, was sie/er will.
    Deren Vorteile sind:
    - regelmäßige Ausschüttungen zur freien Verfügung, ohne das Fondsvermögen antasten zu müssen,
    - eigene Kontrolle über die Verwendung der Dividenden,
    - ideal für alle, die von den Gewinnen ihrer Geldanlage (auch) leben wollen.

Welche Art der Wiederanlage von Dividenden bevorzugen Sie bei ETF?

 

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Unterschiede in der Art der Zusammensetzung des ETF – Bauweisen

Es gibt unterschiedliche Herangehensweise daran, wie ein ETF seinen Index nachbildet. Alle sollen aber zum selben Ziel führen und die Anlagesumme der Anleger im ETF (ungefähr) mit der Wertentwicklung des zugrundeliegenden Indexes steigen oder fallen lassen. Es gibt prinzipiell zwei Arten der Indexnachbildung:

  • ETF mit Physischer „Replikation“
    Dieser ETF kauft vom Geld der Anleger die Wertpapiere (meist Aktien) des Index, den er nachbilden will, direkt. Sie replizieren (nachbilden) den Index auf physische (in Form der Aktien) Weise. Diese ETF-Art ist sehr beliebt, weil Anleger unmissverständlich wissen, worein sie ihr Geld investieren.
  • ETF mit Synthetischer Replikation
    Hierbei lässt sich der Betreiber des ETF die gewünschte Wertentwicklung von einer Bank zusichern. Dafür erhält die Bank einen Korb bekannter Aktien vom ETF-Betreiber. Ein relativ komplexer Deal, der aber in der Regel zum selben Resultat (Indexnachbildung) führt und am Ende sogar kostengünstiger sein kann.

Wir erläutern dieses Thema im Detail im Artikel "Wie unterscheiden sich ETF?"

Welche ETF-Art bevorzugen Sie?

 

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Die bisherigen Stimmen:

Physische Replikation. 19 Stimmen
Ist mir beides gleich recht. 15 Stimmen
Synthetische Replikation. 0 Stimmen

Wie ETF auswählen?

Mit ETFs Chancen nutzen, Risiken und Kosten begrenzen

Wie wähle ich einen passenden ETF aus? Die Top-Auswahlkriterien

Wer in sichere Anlagen wie Tages- und Festgeld investiert, hat heutzutage grundsätzlich keinen Grund zum Jubeln. Die Zinssätze bleiben deutlich hinter der Inflationsrate zurück, sodass das Vermögen schließlich an realer Kaufkraft verliert. Höhere Renditen lassen sich nur erzielen, wenn der Anleger bereit ist, Risiken einzugehen.

Eine geschickte Anlagestrategie mithilfe von ETFs (Exchange Traded Funds) macht solche Risiken kalkulierbar und spart Kosten. Wir erläutern, welche Kriterien bei der Auswahl eines ETF beachtet werden sollten.

Hier weiterlesen

Welche(r) Broker/Bank für ETF-Sparplan?

Welcher Broker eignet sich besonders für einen ETF-Sparplan?

Investieren kann verwirrend sein, insbesondere wenn es um so vielfältige Angebote wie ETF-Sparpläne geht. Dieser Artikel ist dein Leitfaden durch die Welt der Broker für ETF-Sparpläne. Wir decken alles ab, was du wissen musst – von der Auswahl des richtigen Brokers, über die Kosten und Gebühren, bis hin zu den Vorteilen und Sicherheitsaspekten. Ob du ein Neuling auf dem Gebiet der Finanzen bist oder einfach nur dein Wissen auffrischen möchtest, hier findest du wertvolle Informationen, die dir helfen, eine informierte Entscheidung zu treffen und deine Investitionen zu optimieren.

Bei welchen Broker kaufe ich am besten ETF? Wer bietet mir welchen Sparplan? Wir beleuchten die aktuellen Angebote.

Hier weiterlesen

Wie in ETF ansparen? Wann größere Summe investieren?

Wie in ETF sparen?

Am besten monatlich zu festen Summen in einem Sparplan.

Größere Summe – wann investieren?

Unser Rat lautet: am besten auf einen Schlag. Und zwar genau jetzt, wenn die Börsen nicht gerade völlig überbewertet sind. Begründung: Tendenziell steigt der Aktienmarkt eher, als dass er fällt. Man tut sich oftmals schwer, den geeigneten Einstiegszeitpunkt zu finden. Niemand kennt ihn, er wäre erst im Nachhinein bekannt. Modellrechnungen haben gezeigt, dass die Investition auf einen Schlag in der Regel zu höheren Renditen gegenüber einem stückweise Investment führt.

Was ist der Unterschied zwischen einem Indexfonds und einem ETF?

Beide Fondsarten investieren passiv und beide bilden einen Index ab. Der Hauptunterschied liegt in der Handelbarkeit. ETF werden über die Börse gehandelt und können so laufend ge- und verkauft werden. Der Kauf und Verkauf von Indexfonds ist hingegen wie bei aktiven gemanagten Fonds nur einmal täglich über den jeweiligen Fondsanbieter möglich. Indexfonds sind auch oft teurer in den laufenden Kosten, auch wenn dieser Unterschied geringer wird.

Wie kann ich ein ETF-Portfolio diversifizieren? Ein ETF-Portfolio kann diversifiziert werden, indem man in ETFs investiert, die verschiedene Sektoren, Regionen, Vermögensklassen oder Anlagestile abdecken.

Ist eine Frage offen geblieben?

Ist bei Ihnen eine Frage zu ETF offen geblieben?

Vielen Dank für jeden Hinweis! Wir werden die Fragen dann an dieser Stelle beantworten.

 

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13. Aktuelle ETF Empfehlungen

Mögliche Rendite am Beispiel MSCI

Der MSCI World ist ein internationaler Aktienindex, der die Wertentwicklung von über als 1.600 Aktien aus 23 wirtschaftlich großen Ländern abbildet. Einer der wichtigsten Börsenindizes weltweit. Er wird seit 1970 von Morgan Stanley Capital International (MSCI) berechnet.

Das Internetportal Finanztip hat sich die Mühe gemacht, die Rendite der MSCI-ETF auszurechnen. Folgende Zahlen kamen dabei heraus:

  • Auf Euro-Basis hatte der MSCI von 1975 bis Ende 2019 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 9 Prozent erzielt.
  • Die besten untersuchten ETFs schafften es, diese Wertentwicklung abzüglich der Kosten von 0,2 % pro Jahr nachzubilden.
  • Betrachtet man einen 15-Jahres-Anlagezeitraum, so hätte niemand innerhalb des ausgewerteten Zeitraumes mit einem ETF Verlust machen können.
  • Die Rendite hängt also vom Einstiegszeitpunkt in den MSCI-ETF ab. Im Durchschnitt lag die Jahresrendite bei 7,9 Prozent. Beim „optimalen“ 15-Jahres-Anlagezeitraum betrug die Rendite über 14 Prozent, im schlechtesten möglichen (also hohen) Einstiegszeitpunkt betrug die Rendite 1,3 Prozent.

Doch auch die folgenden Zahlen sollte man kennen:

  • Der maximale Verlust des MSCI betrug einmal -56 Prozent.
  • Die längste Verlustphase gut 13 Jahre.

Also: Aktien im Portfolio waren in der Vergangenheit ein Garant für hohe Rendite - über längere Laufzeiten gesehen. Bei einem Crash stürzen ETF aber auch heftig ab. Garantien auf eine Rendite gibt es also auch beim breit streuenden MSCI nicht. Wer aber mit einem Anlagezeitraum von 10+ Jahren kalkuliert, wäre in der Vergangenheit zumeist auf der sicheren Seite gewesen.

Drei »Arten« von Depotanbietern

Drei Arten von Depotanbietern

Gratis Depotführung und Handel beim Smartphone-Broker

Ausgehend von den USA, wo sich schon seit Jahren der Broker „Robin Hood“ als sogenannter Smartphone-Broker durch geringe bis gar keine Kosten am Markt des etablierten Privatanleger-Depotgeschäfts von Erfolg zu Erfolg schwingt, etabliert sich das Geschäftsmodell der Handy- oder Neobroker immer mehr auch im konservativen Deutschland.

Meist gilt für diese Broker:

  • Keine Gebühren für die Depotführung
  • Keine oder sehr geringe Gebühren beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren
  • Fonds- und Aktienhandel über das Smartphone und/oder eine Desktop-App
  • Zielgruppe: junge Menschen
  • Sie beschränken den Handel auf eine oder nur wenige Börsenplätze

Anmerkung: Praxistest von Finanztest und Co. haben gezeigt, dass letzteres kein großes Manko (in Form von „zu teuer eingekauft“ oder „zu billig verkauft“) mit sich bringt, wenn man sich beim Wertpapierhandel auf marktgängige ETF, Aktien oder Anleihen beschränkt und zu normalen Handelszeiten (Werktags 9 bis 17.30 Uhr) handelt. Wer exotische Fonds oder -Aktien handeln möchte, dem sei ein Direktbankdepot oder ein Filialbankdepot empfohlen.

Direktbanken-Depot

Wählt man sich als Broker bzw. Depotverwalter eine Direktbank wie Comdirect oder Consorsbank aus, profitiert man oft von denselben Vorteilen (kostenlose Depotführung, Apps zur Depotführung, keine Handelsgebühren), aber nicht bei allen ETF und vielleicht ist die kostenlose Depotführung an Bedingungen geknüpft etc.

Dafür kann man in der Regel aus mehr Börsenplätzen wählen und dadurch die Preise des Fonds oder eines anderen gewünschten Wertpapiers vergleichen. Zudem ist oftmals die personelle Besetzung der Hotlines besser aufgestellt.

Persönliche Beratung bei Depots von Filialbanken

Wer ein Depot mit persönlichem Ansprechpartner bei seiner Filialbank nutzen möchte, wird um Gebühren für das Depot nicht umhinkommen. Aber auch hier können mittels Onlinezugang oftmals Kosten beim Kauf der Wertpapiere gespart werden, wenn hierfür keine Beratung in Anspruch genommen wird.

Welchen Broker bzw. Depotbank für meinen ETF-Sparplan auswählen?

Welcher Broker ist für meinen Wunsch-ETF am günstigsten? Das lässt sich pauschal nicht sagen. Aktuell zeichnet sich ab, dass viele jüngere Anleger den Handel über das Smartphone schätzen. Broker bzw. Banken, die diesen Service anbieten, werden auch Smartphone-Broker oder Neobroker genannt. Aber mittlerweile bieten auch viele Direktbanken Handel und Verwaltung vom Depot per App an - vom Smartphone und vom Desktop.

Gute Broker für meinen ETF-Sparplan
Broker Spar-
pläne
gesamt
Spar-
pläne
gratis
Jährliche
Depot-
gebühr1
Sparrate-
gebühr2
Mindest-
sparrate
Börsen-
plätze3
Scalable Capital* ca. 2.300 ca. 2.300 0 € 0 € 1 € G, X
flatex* ca. 1.600 ca. 1.600 0 € 0 € 25 € über 3
Trade Republic* ca. 2.100 ca. 2.100 0 € 0 € 1  € LS
ING* ca. 1.100 ca. 1.100 0 € 0 € 1 € über 3
Smartbroker* ca. 800 ca. 800 0 €5 0,2 % 25 € über 3
Comdirect* ca. 1.650 ca. 240 0 € 1,5 % 25 € über 3
Postbank ca. 150 8 0 € 0,90 € 25 € über 3
1822direkt* ca. 950 ca. 100 0 € 1,5 % 25 € über 3
Consorsbank* ca. 1.700 ca. 500 0 € 1,5 % 10 € über 3
Finanzen.net Zero ca. 1.350 ca. 1.350 0 € 0 € 1 € G
onvista (nimmt keine Neukunden mehr auf!)            
Deutsche Bank maxblue ca. 350 ca. 150 0 € 1,25 % 50 € über 3
Justtrade6 ca. 150 ca. 150 0 € 0 € 25 € LS, Q, TE
Sparkassen Broker* (S-Broker) ca. 1.500 ca. 425 0 € 2,5 % 20 € über 3
DKB ca. 1.700 ca. 450 0 € 1,5 €7 50 € über 3
Vanguard ca. 50 ca. 50 0 e 0 € 25 € X
Targobank ca. 100 0 0 e 0 € 2,5 %8 über 3

Anmerkungen
Stand: 2. April 2024
Ist ein Depotübertrag zum neuen Broker immer problemlos möglich? Jein. Einige Broker bieten diesen Service nicht an. Immer gilt: die bisher vorhandenen Wertpapiere müssen auch beim neuen Broker handelbar sein. Details zum Broker wechseln hier.
1) Die kostenlose Depotführung gilt bei manchen Anbietern nur für ETF, bei anderen nur, wenn einmal im Quartal gehandelt oder ein Mindestvolumen im Depot ist.
2) Diese Gebühr wird nur auf Sparpläne fällig, die nicht gratis angeboten werden.
3) Börsenplätze: X = Xetra; G = Gettex; LS = LS Exchange; Q = Quotrix; TE = Tradegatge Exchange; über 3= neben Xetra stehen mehrere weitere Börsenplätze zur Verfügung;
5) Ab einem Cash-Anteil von über 15 % am Depotwert, fallen hierauf 0,5 % Negativzins an.
6) Justtrade erhebt einen Negativzins von 0,5 % auf Guthaben über 5.000 €.
7) DKB bietet gut 100 ETF-Aktionssparpläne für 0,49 € pro Sparrate an.
8) Mindestgebühr bei der Targobank 1,5 €, maximal 3 € pro Sparrate.

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FAQ Depoteröffnung, Depotwechsel bzw. Brokerwechsel

Auf welche Punkte soll ich bei der Auswahl eines neuen Brokers bzw. Depotanbieters besonders achten?

Auf welche Punkte soll ich bei der Auswahl eines neuen Brokers bzw. Depotanbieters besonders achten?

  • Der Broker ermöglicht den Handel mit den Wertpapieren, die ich im Auge habe (ETF, Aktien ...)
  • Jährliche Depotgebühren
  • Gebühr für eine Einzelorder
  • Mindestvolumen einer Einzelorder
  • Gebühr für Fondssparpläne (für meinen Wunsch-Fonds)
  • Mindestsparrate pro Monat
  • Zugangsmöglichkeit zum Handel (App, Telefon, Desktop-Computer)
  • Das Guthaben beim Broker/Depotanbieter unterliegt der gesetzlichen Einlagensicherung
  • Depotwechsel kostenlos möglich
  • Versteuerung von Einnahmen und Gewinnen nach deutschem Recht

Kann mich mein Bank-Depot zu einem Smartphonebroker übertragen?

Kann mich mein Bank-Depot zu einem (Smartphone-)broker übertragen?

Wie für alle Broker gilt: Wenn der Smartphone-Broker dies anbietet (zurzeit tun das bei den sogenannten Smartphone-Brokern nur Trade Republic und Scalable Capital). Zudem müssen die Wertpapiere meines jetzigen Depots von dem neuen Broker gehandelt werden können.

Sind die Smartphone-Broker sicher?

Sind die Smartphone-Broker sicher?

Die größeren Broker wie Trade Republic, Scalable Capital etc. gelten als sehr siche, da sie der gesetzlichen Einlagensicherung unterliegen oder das Geld der Kunden bei ebensolchen Banken verwahren. Man achte bei der Auswahl auf diese Punkte.

Wie spare ich beim Depot?

Wie spare ich beim Depot?

Legen Sie Ihr Anlageverhalten zugrunde und vergleichen Sie die Preise der einzelnen Anbieter für diese Art des Wertpapierkaufs, -verkaufs und -verwahrung. Die Preisunterschiede können einige 100 Euro pro Monat ausmachen.

Vor allem die Wertpapierverwahrung kann richtig teuer werden. Achten Sie vor allem auf diesen Punkt! Die kostenlose Depotführung ist natürlich am günstigsten. Aber Achtung: diese ist manchmal an bestimmte Bedingungen geknüpft, z. B. von mindestens einem Handel pro Quartal oder einem Depot-Mindestvolumen.

In der Regel ist das Ermitteln der Gesamtkosten vom Depot ganz einfach. Vor allem dann, wenn man nur einige marktgängige ETF ansparen möchte. Hier sollte man darauf achten, was der Wunsch-ETF bei dem jeweiligen Broker/Depotanbieter kostet.

Kompliziert wird es, wenn man exotische Aktien an entlegenen Börsenplätzen, Termingeschäfte etc. handeln möchte. Dann muss einiges an Rechercheaufwand betrieben werden, da die Broker oftmals nicht gerade transparent in ihrer Preisdarlegung sind.

Grundsätzlich gilt: Wer wenig handelt, selten und wenige Positionen, spart viel eher als jemand, der ständig umschichtet.

Werden Verluste und Steuerpflichten mit übertragen?

Werden Verluste und Steuerpflichten mit übertragen?

Ja, hier sollte es zu keinen steuerlichen Auswirkungen durch den Depotwechsel kommen. Auch der steuerliche Bestandsschutz für Wertpapierkäufe vor 2009 bleibt erhalten. Wichtig ist hierfür, dass alle Einstandskurse korrekt mit übertragen werden. Dies sollte man unmittelbar nach dem Depotwechsel kontrollieren.

Was hat es mit den Handelsplätzen auf sich?

Was hat es mit den Handelsplätzen auf sich?

Mein Wunsch-Fonds kann auf unterschiedlichen Handelsplätzen zu unterschiedlichen Preisen gehandelt werden. Die Wertpapiere werden zudem in der Regel mit einem sogenannten Spread – einer Differenz von Verkaufs- und Kaufpreis – gehandelt. Dieser ist zu den Haupthandelszeiten und bei den gängigen Wertpapieren (marktbreite ETF, bekannte Aktien ...) deutlich geringer als bei „Exoten“.

Die sogenannten Smartphone-Broker bieten nur einen oder wenige Handelsplätze an. Mit diesem haben sie Verträge, hier verdienen sie ihr Geld.

Für Depotbesitzer*Innen, die nur marktgängige ETF oder Aktien zu den normalen Handelszeiten (Werktags 9 bis 17.30 Uhr) handeln möchten ist das in der Regel kein Problem. Wer jedoch Exoten-Aktien zu ungewöhnlichen Zeiten traden will, braucht mehr Auswahl an Handelsplätzen (wie sie in der Regel von Filialbanken und Direktbanken geboten werden).

Broker sind per Gesetz zur bestmöglichen Ausführung eines Wertpapiergeschäftes verpflichtet. Dies kann misslingen, wenn nur ein Börsenplatz zur Auswahl steht. Hierzu laufen prüfende Beobachtungen der Bafin.

Welcher Partnerbörsen bedienen sich Smartphone-Broker

Welcher Partnerbörsen bedienen sich Smartphone-Broker

In der Regel sind dies einer oder mehrere der folgenden Anbieter:

  • Gettex: das elektronische Handelssystem der Börse München
  • Qutrix: das elektronische Handelssystem der Börse Düsseldorf
  • LS Exchange: Kooperation zwischen der Börse Hamburg und dem Finanzdienstleister Lang und Schwarz

Wie können Broker kostenlosen Handel und Verwahrung anbieten?

Wie können Broker kostenlosen Handel und Verwahrung anbieten?

Die Partnerbörsen der (Smartphone-)Broker verdienen momentan vornehmlich ihr Geld bei jedem Wertpapierhandel durch die Spreads. Diese Verdienstspanne geben sie zum Teil an die Broker ab.

Was passiert, wenn mein Broker pleite geht?

Was passiert, wenn mein Broker pleite geht?

Es kann schon passieren, dass der eine oder andere Broker in den nächsten Jahren im harten Konkurrenzkampf Insolvenz anmelden muss. Aber das ist bei allen größeren in Deutschland zugelassenen Brokern kein Problem, weil diese die Wertpapiere der Kunden als Sondervermögen nicht in den Konkurs einfließen lassen dürfen.

Es kann dann aber sein, dass Sie für Wochen oder Monate nicht über ihre Wertpapiere verfügen können. Solange, bis der Insolvenzverwalter alles geregelt hat. Dann können Sie Ihre Wertpapiere zu einem neuen Broker übertragen und dort damit handeln.

Ist eine Frage offen geblieben?

Ist eine Frage zum Depotübertrag bzw. Broker(-wechsel) offen geblieben?

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Punkt 7

14. Weiterlesen

Mit ETFs Chancen nutzen, Risiken und Kosten begrenzen

Wie wähle ich einen passenden ETF aus? Die Top-Auswahlkriterien

Wer in sichere Anlagen wie Tages- und Festgeld investiert, hat heutzutage grundsätzlich keinen Grund zum Jubeln. Die Zinssätze bleiben deutlich hinter der Inflationsrate zurück, sodass das Vermögen schließlich an realer Kaufkraft verliert. Höhere Renditen lassen sich nur erzielen, wenn der Anleger bereit ist, Risiken einzugehen.

Eine geschickte Anlagestrategie mithilfe von ETFs (Exchange Traded Funds) macht solche Risiken kalkulierbar und spart Kosten. Wir erläutern, welche Kriterien bei der Auswahl eines ETF beachtet werden sollten.

Hier weiterlesen

Geldanlage in ETF (Indexfonds): Grundlegende Strategie, Tipps und Empfehlungen

In der facettenreichen Welt der Geldanlagen bieten Exchange-Traded Funds (ETFs) eine attraktive Mischung aus Einfachheit, Kosteneffizienz und Diversifikation. Dieser umfassende Artikel beleuchtet die Schlüsselaspekte von ETFs, darunter ihre Funktionsweise, die Vorteile und Risiken sowie die neuesten Trends und technologischen Entwicklungen, die den ETF-Markt prägen. Egal, ob Sie ein erfahrener Investor sind oder gerade erst Ihre Reise in die Welt der Finanzen beginnen, unser Leitfaden wird Ihnen tiefe Einblicke und wertvolle Informationen bieten, um Ihre Investitionsentscheidungen zu informieren und zu optimieren.

In diesem Artikel finden Sie ETF bzw. Indexfonds grundsätzlich erläutert, sicherheitsrelevante Auswahlkriterien, Aufteilungsstrategien, Fondsempfehlungen und kostengünstige Anlagemöglichkeiten.

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Ethisch-ökologische ETF – Überblick und Kriterien einer klugen Wahl

"Indexfonds werden grün" titelte vor einigen Jahren die Süddeutsche Zeitung. "Schon länger!", wollte man Autor Jan Willmroth damals zurufen. Der Trend zum umweltverträglichen und "guten" Investieren ist nämlich seit Jahren ungebrochen – auch wenn weiterhin der allergrößte Anteil der ETF-Anlagen konventionell erfolgt. Allerdings bemühen sich auch viele Firmen in den rein index-gesteuerten ETF um Nachhaltigkeit und ethisch korrektes Wirtschaften.

Wir geben einen Überblick über den aktuellen Öko-ETF-Markt und nennen Kriterien für eine kluge Auswahl unter den angebotenen Fonds.

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Geschrieben von

Peter Bödeker
Peter Bödeker

Peter Bödeker hat Volkswirtschaftslehre studiert und arbeitet seit seinem Berufseinstieg im Bereich Internet und Publizistik. Nach seiner Tätigkeit im Agenturbereich und bei einem Kapitalanlageunternehmen (für geschlossene Fonds) ist er seit 2002 selbständig als Autor und Betreiber von Internetseiten.

https://www.geld-welten.de

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