Frau mit GeldfaecherDer Wechsel von einer privaten Krankenversicherungsgesellschaft in eine andere ist immer noch mit Nachteilen verbunden. Bei der Kündigung einer privaten Krankenversicherung geht immer noch oft ein Großteil des für das Alter angesparten Finanzpolsters verloren . Ein Wechsel in einen günstigeren Tarif bei der gleichen Kasse ist oftmals sinnvoller. Der Rückweg in die gesetzliche Krankenkasse steht vielen Privatversicherten  ebenfalls nicht offen.

Trotzdem kann bei der privaten Krankenversicherung gespart werden. Lesen Sie hier, über welche Möglichkeiten Sie als PKK-Versicherter verfügen, um Ihren monatlichen Beitrag zu senken.

1. Im bestehenden Tarif sparen

Auch wenn Sie in Ihrem momentanen Tarif verbleiben, existieren bei vielen Versicherungen Einsparpotenziale, zum Beispiel:

  • Einbettzimmeranrecht im Krankenhaus auf Zweibettzimmer reduzieren
  • Erstattung von Zahnersatz um z.B. 10 Prozent herabsetzen
  • Selbstbehalt nutzen: Sie übernehmen die Krankenkosten bis zu einem bestimmten Betrag pro Jahr selbst. Achtung: Die Höhe gut überlegen, sie kann rückwirkend nicht geändert werden.

Fragen Sie bei Ihrer PKK nach, welche Möglichkeiten bei Ihnen vorliegen.

 
 

2. Wechsel in einen günstigeren Tarif

In aller Kürze

Aufgepasst!
Meiden Sie Selbstbehalte über 1.000 Euro - diese können später kaum mehr zurück genommmen werden

Wechsel in Unisex-Tarif
Dies führt dazu, dass Sie nicht mehr in einen Bisex-Tarif wechseln können. Auch die Flucht in den Standardtarif ist Ihnen dann im Alter verwehrt.

Beratung einfordern
Sie haben das Recht dazu, eine Beratung bei Ihrem Versicherer zum Tarifwechsel einzuholen. Fordern Sie diese schriftlich ein. Wenn sich Ihr Versicherer weigert oder der Wechsel nicht klappt, beschweren Sie sich bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht oder, wenn Ihre Versicherung Mitglied im entsprechenden Verband ist - beim Ombudsmann der privaten Krankenversicherung.

Private Krankenkassen bieten in der Regel mehrere Tarife an. Wenn Sie in einen günstigeren wechseln, muss Ihnen die Krankenkasse Ihre bisherigen Altersrückstellungen auf den neuen Tarif anrechnen. Sie haben auch das Recht, zu dem Gesundheitszustand eingestuft zu werden, den Sie bei Vertragsabschluss Ihres Ursprungstarifes hatten. Wenn allerdings die Leistungen im neuen Tarif höher sind, besteht seitens Ihrer Krankenversicherung das Recht auf Leistungsausschluss oder Risikozuschlag.

Zurück in die Gesetzliche

Wer als privat Versicherter jünger als 55 ist und ein Jahr lang unter die Jahresarbeitsentgeltgrenze rutscht, darf in die gesetzliche Kasse zurückkehren.

 

3. Standdardtarif wählen

Ähnlich wie der Basistarif, bietet der Standardtarif dem Versicherten ungefähr die Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. 

Liegen bei Ihnen die folgenden Bedingungen vor?

  • Vertrag vor 2009 abgeschlossen
  • Mindestens 10 Jahre privat versichert
  • Sind Sie mindestens 65 Jahre alt oder älter als 55 und verdienen nicht mehr als 53.100 Euro (Stand: 2018) pro Jahr?

Dann können Sie in den sogenannten Standardtarif wechseln. Ärzte können bei Patienten mit Standardtarif die Behandlungen nur zu geringeren Sätzen berechnen. Sie sind aber verpflichtet, diese Behandlungen durchzuführen. Ihr Vorteil: Der Standardtarif ist auf monatlich den maximalen GKV-Beitrag begrenzt, besondere Vorteile genießen Ehepaare, deren gemeinsamer Beitrag ist auf den 1,5-fachen GKV-Beitrag begrenzt.

Doku: Den Tarif meiner Privaten Krankenversicherung optimieren

 

4. Der Basistarif

Not am Mann

Es gibt auch noch einen Notlagentarif für ca. 100 Euro im Monat mit sehr eingeschränkten Leistungen. Den können Sie aber nicht von sich aus wählen, Ihr Versicherer stuft Sie um, wenn Sie mit den Beiträgen längere Zeit in Verzug sind. Hierbei entnimmt Ihr Versicherer auch einen Teil Ihrer Alterungsrückstellungen.

Der Basistarif, dessen Leistungen ebenfalls mit denen der gesetzlichen Krankenkasse vergleichbar sind, steht hingegen seit 2009 jedem Privatversicherten offen. Dessen Beitragssatz darf auch maximal so hoch sein wie der Höchstsatz der gesetzlichen Krankenversicherung. Ärzte bekommen noch einmal einen geringeren Vergütungssatz als beim Standardtarif, sind aber ebenso zur Behandlung verpflichtet. 

Gut zu wissen: Empfänger von ALG II, Sozialhilfe oder Grundsicherung müssen nur die Hälfte zahlen. Auch dieser reduzierte Satz lässt sich bei Vorliegen von besonderen Härtefällen noch weiter reduzieren - fragen Sie Ihren Versicherer.

Vorteil des Basistarifs gegenüber dem Standardtarif: Dieser kann mit Zusatzversicherungen hochgetunt werden, um sich zumindest in Teilbereichen die Vorteile der Privatversicherung zu erhalten. In den sonstigen Leistungen unterscheiden sich Basistarif und Standardtarif nur geringfügig, Differenzen finden sich z.B. bei der freien Arztwahl, der ambulanten Psychotherapie oder Kuren. Details erfragen Sie bitte bei Ihrem Versicherer.

Wenn Sie mögen, lassen Sie sich hier einen Vergleich privater Krankenversicherer erstellen - eventuell finden Sie hier den günstigsten Tarif Ihrer Versicherung:

Krankenvollversicherung-Vergleich für Otto-Normalbürger

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