Kinderkonto - was beachten? Tipps, Vergleich & Alternativen

Wenn Eltern der Meinung sind, dass ihr Nachwuchs ins richtige Alter für ein eigenes Konto gekommen ist, stellen sich häufig einige Fragen: Wie genau funktioniert das Kinderkonto? Wo sollte ich das Konto eröffnen und was muss ich beim Eröffnen beachten? Welche Kosten fallen an? Und welche Kontrolle behalten die Erziehungsberechtigten?

Wir geben in diesem Artikel die Antworten zu diesen Fragen und zeigen Alternativen zum klassischen Kinderkonto auf. 

Kind Geld Weg
Welcher finanzielle Weg ist für mein Kind der Beste?

Inhalt: Kinderkonto was beachten?

Kurz zusammengefasst: Kinderkonto – Was beachten?

  • Ein Kindergeldkonto kann meist ab der Geburt oder ab dem 7. Lebensjahr eröffnet werden.
  • Girokonten eignen sich für den täglichen Zahlungsverkehr, für langfristiges Anlegen empfiehlt sich ein Sparkonto oder ein Depot.
  • Für Kinderkonten fallen keine Kontoführungsgebühren an. 
  • Das Eröffnen ist in der Regel unkompliziert, es werden jedoch einige Unterlagen benötigt. 
  • Die Vollmacht über das Konto liegt bei den Eltern, bis das Kind das 18. Lebensjahr erreicht. 

Eine erste Übersicht über die verschiedenen Konto-Möglichkeiten bietet die folgende Tabelle:

 Art des Kontos Girokonto Sparkonto (z. B. Festgeld) Wertpapierdepot
Zweck Umgang mit z. B. Taschengeld üben Geld sichern und sparen Vermögen anlegen und vermehren
Anlagehorizont kurzfristig mittel- bis langfristig langfristig
Zugriffsmöglichkeiten des Kindes ab 7 Jahren ab 18 Jahren ab 18 Jahren
Rendite/Zinsen pro Jahr <0,5 % (in seltenen Fällen bis zu 3 %) 1 bis über 3 % (Festgeld)   6–8 % (bei breit streuenden ETFs und langer Haltedauer)

Details und Erläuterungen zu allen Punkten im weiteren Artikel. Direkt zum FAQ.

Punkt 1

1. Das Girokonto für Kinder

Die typische Form des Minderjährigen- oder Kinderkontos ist das Girokonto. Über das dort geführte Geld darf das Kind laufend verfügen.

1.1. Ab wann ein Kinderkonto?

Ab wie viel Jahren darf man ein Bankkonto auf seinen Namen führen? Kinderkonten dürfen laut Bundesgesetzbuch ab dem 7. Lebensjahr von den Eltern beantragt werden, da ihre Sprösslinge ab diesem Zeitpunkt eingeschränkt geschäftsfähig sind. Viele Banken bieten ein Kinderkonto jedoch bereits ab der Geburt des Kindes an. 

Ein Kinderkonto kann sowohl ein Girokonto als auch ein Sparkonto sein. Beim Girokonto erhalten Eltern bei vielen Banken eine Bankkarte. Dennoch gehört das Konto immer nur dem Kind.

Kinderkonten unterliegen gesetzlichen Regeln. Diese Konten müssen immer im Guthaben geführt werden, Überziehungen sind nicht möglich, da Minderjährige sich nicht verschulden dürfen. Die Bank darf für das Kinderkonto keine Kontoführungsgebühren verlangen.

Extras wie eine Prepaid-Kreditkarte sind davon ausgenommen. Hierfür dürfen Gebühren verlangt werden. Auch das Geld abheben oder Überweisungen können etwas kosten.

1.2. Wer hat die Vollmacht?

Die Vollmacht liegt dabei nach wie vor bei den Erziehungsberechtigten, welche auch über die Befugnisse des Kindes bestimmen. Soll es zum Beispiel eine eigene Karte bekommen? Darf der Automat genutzt werden, um Geld nur einzuzahlen oder auch abzuheben? Als Kinderkonto angelegt, ist eine Überziehung wie gesagt nicht möglich, dennoch können Eltern unter anderem bestimmen, wie viel Geld maximal abgehoben werden darf.

Punkt 2

2. Welches Minderjährigenkonto ist das richtige?

Welche Bank für das Kinderkonto? Auch beim Konto für den Nachwuchs gibt es Unterschiede. Zwar erhebt die Bank keine Kontoführungsgebühren, dennoch sollte vorher geklärt werden, ob nicht doch versteckte Kosten etwa beim Abheben von Geld entstehen.

Online finden sich nicht alle Zinssätze Deutschlands. Ihre Filialbank vor Ort könnte einen außergewöhnlich hohen Zins für ein Kinderkonto bieten, den Sie online nicht finden. Darum sollten Sie, bevor Sie entscheiden, immer den Internetvergleich mit einem Vor-Ort-Check kombinieren.

Nach welchen Kriterien sollte ein Vergleich geschehen? Welches Kinderkonto ist das Beste? Wo eröffnen? Prüfen Sie dazu folgendes:

2.1. Kinderkonto - was beachten?

  • Wird eine Prepaid Kreditkarte angeboten und wenn ja, unter welchen Kosten?
  • Wie hoch sind die Zinsen auf dem angelegten Konto?
    Achtung: Viele Banken verzinsen Geld auf dem Konto nur bis zu einem Höchstbetrag, meist liegt die Grenze um die 1.000 Euro.
  • Welche Boni erhalten Kinder auf ihr Konto?
  • Inwiefern können die Eltern die Kontofunktionen einschränken?
    So macht es von Fall zu Fall Sinn, die Höhe möglicher Überweisungen, den Maximalbetrag für das Geldabheben oder die maximale monatliche Verfügbarkeit zu begrenzen.
  • Ist eine lokale Filiale der Bank im Ort vorhanden?
    Bei einer Filialbank kann zum Beispiel leicht der Inhalt vom Sparschwein eingezahlt werden.
  • Wie teuer ist die übrige Kontoführung?
    Sprich: Was kostet eine Überweisung, fällt beim Geldabheben eine Gebühr an usw.? Oder ist das Konto komplett gebührenfrei? Entscheiden Sie je nach Nutzung des Kontos.
  • Gibt es die Option fürs Online-Banking?
  • Mindestalter, Höchstalter
  • Preis für Buchung online/Abgabe in der Filiale
  • Preis für Onlinebanking
  • Kosten der Zusendung von TANs per SMS?
  • Preis für Dauerauftrag
  • Preis für Zusendung von Kontoauszügen (wenn eine Ziehung der Auszüge am Bankdrucker vergessen wurde)
  • Wie verläuft der Umstieg auf ein späteres Konto für Erwachsene?
  • Gibt es das Kinderkonto eventuell auch mit Depot?
    ETF eignen sich auch schon für die Kinder-Vermögensbildung.

2.2. Ganz wichtig: EC-Automat in der Nähe des Wohnortes!

Anzahl Geldautomaten ausgewählter Bankenzuammenschlüsse

2.3. Anzahl der Geldautomaten ausgewählter Bankenzusammenschlüsse

  • Cash-Group: Möglichkeit zur kostenlosen Bargeldabhebung an ca. 6.000 Geldautomaten und rund 1.300 Shell-Tankstellen, kostenlos zur Verfügung in Deutschland. Teilnehmer u.a. Commerzbank, comdirect, Deutschen Bank, Postbank und HypoVereinsbank. Liste der Geldautomaten zu finden unter: cashgroup.de.
  • Cash-Pool: Teilnehmer z. B. Targobank, Wüstenrot, PAX-Bank, Degussa, Bank für Sozialwirtschaft und manche Sparda-Bank. Kostenlos abheben an bundesweit ca. 2.800 Automaten, zu finden unter: cash-pool.de.
  • Sparkassen – Der Bankenverband mit dem besten Filialnetz, ca. 22.000 Geldautomaten.
  • BankCardServiceNetz (Volksbanken, Raiffeisenbanken, PSD Banken) – Ebenfalls viele Filialbanken, rund 14.700 Geldautomaten.
  • ING-DiBa – rund 1.000 Geldautomaten
  • Euronet – 2.000.
  • cardtroinis (cardpoint) – 1.800 (Zahl von 2022).
  • IC Cash – 1.000.
  • Reisebank – 335 (Zahl von 2022)
  • Für alle Girokonten gratis: Lebensmittelmärkte! Lidl, Aldi Süd, Edeka, Rewe, Netto, dm, Penny, Tegut, Famila oder Sky: Immer mehr Supermärkte bieten einen kostenlosen Cash-Back-Service. Sie können dort gebührenfrei Geld abheben, wenn Sie für eine Mindestsumme einkaufen (meist 10 oder 20 Euro, manchmal sogar nur 5 Euro wie bei Netto).

Hinweis: Momentan (Jahr 2024) werden immer noch Geldautomaten abgebaut, da die Kosten für deren Sicherheit aufgrund der vermehrten Automatensprengungen steigen. 

Stand: April 2024

Wie komme ich mit einem Konto bei einer Direktbank an größere Mengen Bargeld?

Manche Direktbanken arbeiten mit Filialbanken zusammen, z. B. comdirect (Commerzbank), 1822direkt (Frankfurter Sparkasse). In deren Filialen können dann größere Summen kostenfrei abgehoben werden. Andere arbeiten mit Banken zusammen, die dann aber ein Entgelt für die Abhebung größerer Summen verlangen. Hier muss sich individuell informiert werden.

Tipp: Wenn Sie absehen können, dass Sie viel Geld benötigen, heben Sie über einige Tage verteilt die gewünschte Summe in mehreren Chargen ab. Eventuell müssen Sie dafür vorab Ihr Abhebelimit anheben.

2.4. Tipps der Tester

Stiftung Warentest testet regelmäßig viele Konten für Kinder und Jugendliche, mit dabei sind die typischen Banken wie die Sparkasse, Deutsche Bank oder die Postbank. 

Davon können Sie ausgehen: Sehr viele der getesteten Konten waren bis zum Ende der Ausbildungsphase kostenlos und enthielten auch eine kostenlose Debitkarte (früher EC-Karte). Die Tester empfahlen vor allem darauf zu achten, dass eine Möglichkeit zum kostenlosen Bargeldabheben in Wohnortnähe besteht. Eine Filiale in der Nähe erleichtert das Nachfragen bei Unklarheiten. Reisende Jugendliche sollten zusätzlich darauf achten, dass das Abheben von Geld zumindest im europäischen Ausland ebenfalls kostenlos möglich ist.

Überweisungen sollten in der Regel online vorgenommen werden, da viele Banken für Papier-Überweisungen mittlerweile Geld verlangen.

Wenn das Kind die Grenze für die Vergünstigung erreicht (z. B. ein bestimmtes Alter), informieren die meisten Banken darüber rechtzeitig und nennen auch künftig anfallende Gebühren.

Was ist Ihnen beim Konto für Ihr Kind besonders wichtig?

 

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Punkt 3

3. Besondere Gesetzeslage bei Sparkonten und Depots

Eine Vielzahl an Eltern legen ihren Kindern bei der Geburt oder auch etwas später nicht nur ein klassisches Kinderkonto an, sondern darüber hinaus auch Sparkonten oder Depots. Zweck ist es, bereits frühe Geldgeschenke, wie etwa zum Geburtstag, zur Taufe oder auch später zur Kommunion oder Konfirmation zu erhalten.  Auch wenn die Großeltern einmal größere Sparsummen schenken wollen, bietet sich das Kinderkonto an.

Hierbei ist darauf zu achten, dass Eltern, welche das (Spar-)Konto oder Depot auf den Namen des Kindes laufen lassen, auch nur diesem die Verwendung dazu berechtigen. Nehmen die Erziehungsberechtigten Gelder daraus für persönliche Zwecke, verletzen sie das Gesetz der Vermögensbetreuungspflicht. Das "Vermögen" eines Kindes ist nämlich per Gesetz besonders geschützt.

Monetäre Geschenke für das Kind sind diesem explizit zuzurechnen und sollten darum "mündelsicher" angelegt werden. Das Geld darf nur kindgerecht Verwendung finden und nicht in die Haushaltkasse einfliessen oder gar für Geschäftszwecke eines Elternteils verwendet werden. Schon um Streitereien bei einer eventuellen Trennung der Eltern vorzubeugen, sollten Sie beim Kinderkonto auf die "Inhaberschaft Kind" achten.

Wer zum Beispiel das Geld des Kindes zur Finanzierung des gemeinsamen Wohnhauses nutzt, verletzt die Vermögensbetreuungspflicht. Noch nicht einmal die Finanzierung des Führerscheines für das minderjährige Kind darf von diesem Geld genommen werden, auch wenn das Kind seine Einwilligung erklärt. Diese ist bei Minderjährigen rechtlich nicht wirksam.

Grundsätzlich gilt:

Das Kindesvermögen darf prinzipiell nicht für Dinge, die das Kind täglich braucht, den Unterhalt oder zur Erhöhung der Lebenshaltungen des Kindes verwendet werden. Und natürlich nicht für die eigenen Wünsche der Eltern. Eltern dürfen hingegen das Geld der Kinder nur verwalten.

Eltern haben im Rahmen ihres Sorgerechts sogar die Pflicht vom Gesetzgeber auferlegt, das Vermögen des Kindes zu vermehren. Reines Erhalten, so Stiftung Warentest, reiche nicht aus.

 Punkt 4

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4. Anlage größerer Beträge: ETF für Kinder?

Was ist die beste Sparform für Kinder? Die Fachzeitschrift Finanztest von Stiftung Warentest empfiehlt seit einigen Jahren, auch schon für Kinder  in einen ETF-Sparplan einzuzahlen. ETF sind besonders kostengünstige Fonds, mehr dazu in unserem Themenbereich ETF. Dabei lege man das Geld möglichst breit streuend an, z. B. in den Weltaktienmarkt (MSCI World oder MSCI All Country World). Die Tester raten zu thesaurierenden Fonds, weil diese einfacher zu führen sind. Aktuelle Fondsempfehlungen finden Sie hier.

Entsprechende Depots heißen Minderjährigendepot, Juniordepot, Depot U18, Startdepot oder Direkt-Depot-Junior. Erträge von Kindern bleiben bis zu 12.640 Euro pro Jahr (Stand 2024) steuerfrei, wenn das Kind ansonsten keine eigenen Einkünfte hat. Allerdings müssen Kinder, die eigentlich kostenlos in der Familienversicherung mitversichert sind, ab Kapitaleinkünften von 5.100 Euro pro Jahr eine separate Krankenversicherung abschließen.

Achtung! Bei einer monatlichen Sparrate von 50 Euro ermittelten die Tester höchst unterschiedliche Jahres-Depotkosten. Diese reichten von knapp 2 Euro bis zu 45 Euro pro Jahr. Wenn Sie planen, in ETF für Ihr Kind anzulegen, erkundigen Sie sich vorab über die Kosten bei Ihrer Favoriten-Bank.

Alternativ können Sie höhere Beträge auf einem Festgeldkonto für Ihr Kind anlegen, auch hier bieten einige Banken besonders gute Konditionen für Kinder an. Ein Tagesgeldkonto wirft momentan zu wenig Rendite ab.

4.1. Geldanlage für Kinder Rechner

Spielen Sie mit unserem Rechner die verschiedenen Anlagemöglichkeiten durch. Sie werden sehen: schon kleine Zinsdifferenzen ergeben große Unterschiede beim Endvermögen.

Ansparrechner
Einmalanlage am Anfang
Sie können wahlweise eine Einmalanlage und / oder eine monatliche Sparrate angeben.
Monatlicher Sparbetrag
Angenommene Verzinsung pro Jahr* %
Laufzeit in Jahren* Jahre
 
* = notwendig zur Berechnung

Mehr zum Thema Geldanlage für ein Kind finden Sie im folgenden Ratgeber:

4.2.

4.3. Finanzielle Vorsorge für Kinder: Spar- und Anlagestrategien erklärt

In einer Welt, die von finanziellen Unsicherheiten geprägt ist, erweist sich die frühzeitige finanzielle Vorsorge für unsere Kinder nicht nur als weise Entscheidung, sondern als unverzichtbare Verantwortung. Die Kunst, Geld zu sparen und anzulegen, geht weit über das bloße Beiseitelegen von Geld hinaus; es ist ein Prozess, der Disziplin, Weitsicht und ein tiefes Verständnis für die Mechanismen des Finanzmarktes erfordert.

Dieser Artikel taucht ein in die vielfältigen Strategien des Sparens und Anlegens für Kinder und beleuchtet, warum ein früher Start sowie eine aktive Beteiligung der Eltern in der finanziellen Erziehung entscheidende Faktoren für den langfristigen finanziellen Erfolg sind. Begleiten Sie uns auf einer Entdeckungsreise durch die Welt der finanziellen Vorsorge, wo wir Ihnen nicht nur zeigen, wie Sie für Ihre Kinder sparen können, sondern auch, wie Sie ihnen das Rüstzeug für eine finanziell gesicherte Zukunft mitgeben.

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Lieber als Video? Tipps zum Thema "Geld für das Kind anlegen" finden sich auch in diesem YouTube-Film: 

Youtube-Video

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Punkt 5

5. FAQ - Häufige Fragen zum Thema Kinderkonto

5.1. Wie eröffnen Erziehungsberechtigte das Kinderkonto?

Interessant zu wissen ist, dass Kinder ab dem 7. Lebensjahr zwar eingeschränkt geschäftsfähig sind, die Eröffnung des Kontos aber nur unter Zustimmung der Erziehungsberechtigten geschehen kann. Die Betonung liegt hierbei auf der Mehrzahl, denn auch nach einer Trennung der Eltern sind beide Personen und deren Zustimmung nötig. Bei alleinigem Sorgerecht ist der Sorgerechtsbeschluss vorzuzeigen.

Meist ist die Eröffnung des Kinderkontos dann online oder in Papierform ganz leicht durchführbar. Ist das Antragsformular unterschrieben und die Identität geprüft, steht dem Nachwuchs mit seinem eigenen Konto nichts mehr im Weg.

5.2. Welche Unterlagen benötigen Eltern zum Eröffnen?

Dies ist teilweise von Bank zu Bank unterschiedlich. Fragen Sie beim Eröffnen des Kontos nach. Bei Online-Konten melden Sie sich zunächst per PostIdent oder VideoIdent an. Eventuell müssen die Papiere beglaubigt werden.

  • Eine Geburtsurkunde vom Kind ist stets notwendig.
  • Alleinerziehende brauchen den Nachweis für das alleinige Sorgerecht.
  • Verheiratete mit unterschiedlichen Namen meist eine Heiratsurkunde.
  • Auch unverheiratete Eltern mit gemeinsamem Sorgerecht müssen meist den Sorgerechtsbeschluss vorlegen.

5.3. Wie viel Geld darf maximal auf einem Kinderkonto liegen?

Für Kinder gilt, ebenso wie für Erwachsene, der Grundfreibetrag. Dieser liegt 2024 bei 12.640 Euro pro Jahr. Sofern Ihr Kind kein weiteres Einkommen bezieht, kann dieser Grundfreibetrag vollständig ausgenutzt werden. Sparen Sie mehr als diesen Betrag pro Jahr auf das Kinderkonto, wird das Kapital versteuerungspflichtig. 

5.4. Kann es Probleme beim Überziehen geben?

Wie bereits angesprochen, gibt es beim Kinderkonto keinen Dispo-Kredit. Dennoch kann das Kind das Konto überziehen! Der Grund ist das elektronische Lastschriftverfahren, denn beim Bezahlvorgang mit der Girocard mit Unterschrift geschieht keine Prüfung, ob das Konto überhaupt gedeckt ist. Die Folge ist ein Inkasso-Schreiben vom Verkäufer, der sein Geld nicht bekommen hat.

Eltern brauchen jetzt aber nicht entmutigt die Finger von der Girocard für ihre Kinder lassen! Der Trick liegt hierbei an einer kleinen Markierung, die an der Karte angebracht werden kann, um dem Verkäufer zu signalisieren, dass das Konto beim Einkauf gedeckt sein muss – und macht somit einen PIN erforderlich.

5.5. Bargeld auf das Kinderkonto einzahlen

Bei manchen Online-Kinderkonten von Direktbanken ist es nicht möglich, Bargeld einzuzahlen. Machen Sie es dann einfach so: Ihr Kind gibt Ihnen das Geld und Sie überweisen diesen Betrag von Ihrem Girokonto auf das Konto Ihres Kindes.

5.6. Wem gehört das Geld auf dem Kinderkonto?

Das Geld auf dem Kinderkonto gehört dem Kind, die Eltern verwalten das Konto lediglich bis das Kind das 18. Lebensjahr erreicht. 

5.7. Kann man auf ein Kinderkonto Geld überweisen?

Ja, auf ein Kinderkonto kann Geld überwiesen werden.

5.8. Kann man ein Kinderkonto online eröffnen?

Grundsätzlich kann das Kinderkonto bei einigen Banken auch online eröffnen. Wie bereits erwähnt, finden sich im Internet jedoch nicht alle Zinssätze Deutschlands. Es empfiehlt sich also, zumindest einmal ein Angebot der Filialbank vor Ort einzuholen. 

5.9. Wie viel Zinsen bei Kinderkonto?

Meist liegen die Zinsen für ein Kinderkonto bei weniger als 0,5 %. Einige regionale Banken bieten jedoch hin und wieder auch mal höhere Zinssätze bis zu 3 % an. Darüber hinaus zahlen einige Banken eine Prämie bei der Kontoeröffnung oder bieten Vergünstigungen oder Sachprämien an. 

6

6. Wenn das Kind volljährig wird

Nach § 2 des Bürgerlichen Gesetzbuches BGB „tritt die Volljährigkeit mit Vollendung des 18. Lebensjahres ein“. Das ist der Zeitpunkt, an dem der Vertrag für das bisherige Kinder- oder Jugendkonto von den Eltern auf den Jugendlichen geändert, sozusagen überschrieben werden sollte. Der Kontoinhaber ist jetzt rechts- und geschäftsfähig.

Manche Banken wandeln mit diesem Wandel selbstständig das bisher kostenlose Konto in ein kostenpflichtiges Girokonto um. Hier gilt es aufzupassen und bei Zeiten, wenn nötig, auf ein günstiges Konto zu wechseln.

7. Ergänzung oder Frage von Ihnen?

Können Sie etwas zu obigem Beitrag ergänzen? Oder ist eine Frage bei Ihnen unbeantwortet geblieben? Haben Sie einen Fehler gefunden?

Gibt es eine Frage zum Beitrag, etwas zu ergänzen oder vielleicht sogar zu korrigieren?

Fehlt etwas im Beitrag? ... Jeder kleine Hinweis/Frage bringt uns weiter und wird in den Text eingearbeitet. Vielen Dank!

 

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Geschrieben von

Peter Bödeker
Peter Bödeker

Peter Bödeker hat Volkswirtschaftslehre studiert und arbeitet seit seinem Berufseinstieg im Bereich Internet und Publizistik. Nach seiner Tätigkeit im Agenturbereich und bei einem Kapitalanlageunternehmen (für geschlossene Fonds) ist er seit 2002 selbständig als Autor und Betreiber von Internetseiten.

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