Fonds kostenlos kaufen - so wird es gemachtSie können beim Fondskauf ordentlich sparen, vor allem, wenn Sie auf Beratung und einen persönlichen Ansprechpartner in der Filiale verzichten können. Doch auch dem Filialbankkunden stehen Möglichkeiten offen, die Kosten beim Fondskaufs zu senken.

Wir zeigen: Am günstigsten kauft man über Fondsvermittler, Indexfonds (ETFs) locken mit niedrigen Verwaltungsgebühren.

Doch jeder hat beim Fondskauf eigene Ansprüche, wir zeigen, wer bei der Anlage wie sparen kann.

Inhalt

 

Kosten und weitere Kriterien beim Fondskauf

Gehen wir mal davon aus, Sie wissen schon, in welchem Bereich Sie Ihr Geld anlegen wollen (hier unsere grundsätzliche Auswahlempfehlung). Sie überlegen nun nur noch, welcher Fonds für diesen Bereich infrage kommt und wo Sie diesen am besten ordern.

Bei den Kaufkosten für Fonds bei einer Fondsgesellschaft wird oftmals ein Ausgabeaufschlag erhoben, beim Fondskauf an der Börse Bank- und Börsengebühren zzgl. einer Handelsspanne. Hinzu kommen jährliche Verwaltungsgebühren der Fonds - alle wollen halt nur Ihr Bestes, Ihr Geld!

 
 


Indexfonds (ETF) als günstige Alternative

Zunächst ein Spartipp zu den jährlichen Verwaltungsgebühren. Bei den Indexfonds (die meist als ETF - Exchange Traded Funds angeboten werden) liegen die jährlichen Verwaltungsgebühren in aller Regel deutlich unter den der aktiv gemanagten Fonds. Sie werden ausschließlich an der Börse gehandelt, somit kommt es nur zu Börsenkosten aber nicht zu einem Ausgabeaufschlag beim Kauf. Nachteil für Anleger: Sie verzichten bei der Geldanlage in Indexfonds auf die Chance, deutlich besser als der Markt zu performen, da ja mit dem Indexfonds immer nur die Entwicklung eines Indexes nachgebildet wird. Aber einen Markt bzw. Index auszuperformen gelingt ohnehin weniger Fondsgesellschaften, als man so meinen sollte (manche Studien ermitteln gerade mal 10% aktiv gemanagter Fonds, die ihren Index ausperformen)! Weiterlesen: Zu den ETF-Empfehlungen

 

Doch nun zum Sparen beim Kauf der "normalen" Fonds.

 

Als Filialbankkunde beim Fondskauf sparen

Filialbankkunden zahlen am meisten für den Fondskauf, zumeist um die 5% Ausgabeaufschlag beim Kauf der Fondsanteile bei der Fondsgesellschaft plus jährliche Verwaltungsgebühren. Das geht in Ordnung, wenn Sie dadurch eine ordentliche Beratung erhalten. Aber, und das verschweigen viele Anlageberater bei den Banken, Sie können denselben Fonds auch an der Börse kaufen.

Börsenkauf des Fonds

Beim Kauf des Fonds über die Börse gibt es für den Filialbankkunden folgende Vorteile gegenüber dem Kauf der Fondsanteile über die Fondsgesellschaft:

  • Kein Ausgabeaufschlag
  • Zumeist deutlich geringere Kosten in Höhe von 1,5 bis 2 % beim Fondskauf (Börsengebühr plus Bankgebühr plus Handelsspanne), aber dies muss im Einzelfall geprüft werden
  • Sofortige Ausführung der Order, der Kauf über die Fondsgesellschaft kann 1-2 Werktage in Anspruch nehmen
  • Beim Kauf kann ein Limit angegeben werden
  • Es kann ein Stopp-Loss eingerichtet werden

Nachteil beim Börsenkauf

  • Es können keine Bruchteile von Fonds über die Börse erworben werden, sondern nur ganze Anteile

Empfehlung: Sprechen Sie Ihren Anlageberater auf den Kauf des Fonds über die Börse an und lassen Sie sich die Alternativen vorrechnen.

Verkauf der Fonds: Nicht ganz so eindeutig sieht die Lage beim Verkauf der Fondsanteile aus. Als Filialbankkunde können Sie beim Verkauf wieder zwischen Börsenverkauf oder Rückgabe an die Fondsgesellschaft wählen. Viele Fondsgesellschaften nehmen ihre Anteile kostenlos zurück, es vergehen aber wieder 1-2 Tage bis zur Rücknahme. Der Börsenverkauf kostet Gebühr, erfolgt aber sofort. Empfehlung: Verkaufen Sie nicht über die Börse, wenn Sie keine gravierenden Änderungen am Markt erwarten.

 
 

 

Als Direktbank bzw. Onlinekunde beim Fondskauf sparen

Nicht ganz so eindeutig sieht die Lage beim Fondskauf als Kunde einer Direktbank aus. Der Ausgabeaufschlag beträgt bei vielen Fonds nur die Hälfte, aber auch die Gebühren beim Börsenkauf liegen niedriger. Die Lage ist von Direktbank zu Direktbank verschieden.

Empfehlung: Wenn Ihre Direktbank den Fonds ohne Ausgabeaufschlag anbietet kaufen Sie auf diesem Standardweg. Alternativ lohnt zumeist der Kauf über die Börse.

Die Kosten für ein Depot März 2019

Unser Tipp: Wenn Sie vor allem die Geldanlage in ETF planen, sollten Sie einen Broker wählen, der ETF-Sparpläne (oder zumindest die von Ihnen gewünschten ETF) zu günstigen Gebühren ohne Ausgabeaufschlag anbietet. Momentan heben sich hier flatex* (trotz Negativzins bei Spareinlagen) und die Onvista-Bank* hervor.

Tipp 2: Wenn Sie Girokonto, Tagesgeld und Depot bei einer Bank konzentrieren wollen, heben sich momentan comdirect*, DKB*, ING-DiBa  und consorsbank* mit günstigen Konditionen hervor.

Weiterer Hinweis: Die unten aufgeführten Orderpreise gelten unter Umständen nicht für Ihren Wunsch-ETF. Die genauen Gebühren für ihren Wunschfonds beim jeweiligen Onlinedepot sollten Sie deshalb vorab recherchieren.

Weiterer Hinweis: Bei unseren gesammelten Fonds-Tipps listen wir oft auf, bei welchen Anbietern Sie günstig per Sparplan in den jeweiligen Fonds investieren können.

 

Fonds kostenlos kaufen über Fondsvermittler

Beim Fondskauf kann man viel Geld sparenDas Prinzip: Fondsvermittler kaufen die Fondsanteile über sogenannte Fondsbanken (die bekannteste ist die Commerzbank-Tochter Ebase) direkt bei den Fondsgesellschaften. Der Ausgabeaufschlag beträgt fast immer Null. Das Angebot an aufschlagsfreien Fonds ist zumeist riesig. Ihr Geld verdienen die Vermittler über Bestandsprovisionen, die aus den von Ihnen gezahlten jährlichen Verwaltungsgebühren der Fonds genommen werden. Einige Vermittler wie Profinance oder AAV geben gar einen Teil dieser Gebühren an Sie zurück. Einzelheiten erfahren Sie auf den Internetseiten der Anbieter.

Achtung!

Einige Fondsvermittler nehmen Geld für die Verwahrung der Fondsanteile. Informieren Sie sich hierüber vorab und rechnen Sie nach, ob Sie bei einer Direktbank Fonds doch billiger handeln und verwahren.

Ein Wort zur Sicherheit der Geldanlage über Fondsvermittler: Hier müssen Sie sich keine Sorgen machen, der Vermittler darf Ihr Geld gar nicht in die Hand bekommen. Sie überweisen direkt an die Fondsbank, die Ihre Fondsanteile als Sondervermögen im Depot hält. Sie genießen die gleiche Sicherheit, wie bei jedem anderen Wertpapierdepot auch.

Empfehlung: Wenn Sie den überschaubaren Aufwand der Einrichtung und Führung eines weiteren Onlinedepots nicht scheuen, empfiehlt es sich, den Fondskauf über einen Ausgabeaufschlagfreien Fondsvermittler durchzuführen.

Liste der Fondsvermittler im Internet:

  • fondsvermittlung24.de
  • alphatarif.de 80% Rückerstattung der Verkaufsprovisionen
  • 4free-ag.de
  • aad-fondsdiscount.de
  • avl-investmentfonds.de
  • best-in-fonds.de
  • deutsche-direktanlage.de
  • discount-fonds-service.de
  • fondsvermittlung.de/
  • fondsdiscountbroker.de 50% für Depots ab 50.000 Euro, 75% bei einer halben Million.
  • fonds-im-netz.de/
  • fonds-sparkauf.de
  • finanzpartner.de
  • fondsclever.de
  • fit4fonds.de
  • fonds.net
  • fonds4you.de
  • fondsdiscount.com
  • fondsdiscount.de
  • moneymeets.de - Community, die abhängig von der Beteiligung zurückzahlt
  • first-in-fonds.de
  • fonds-for-less.de - Je nach Depotsumme 50 bis 90% Rückzahlung
  • fonds-im-netz.de
  • fond4you.de - bis zu 100% Rückzahlung der Bestandsprovisionen, Depots kostet aber mind. 50€/Jahr
  • fondsrabatt-mainz.de
  • fonds-supermarkt.de
  • fondsvermittlung.de
  • dima24.de (anscheinend mehr abgezielt auf sehr vermögende Kundschaft)
  • trigonus.de
  • profinance-direkt.de
  • laransa.de
  • invextra.de
  • investmentfondsdirekt.de
  • fonds-super-markt.de
  • freier-fondsvermittler.de
  • fund-discount.de
  • fondspower.de
  • netfonds24.de

Wir haben vor einiger Zeit die Fondsvermittler getestet und über die Erfahrungen hier im Forum berichtet. Das Fazit dort: Die Angebote der Fondsvermittler unterscheiden sich oft nur in Feinheiten, es gibt keinen klaren Favoriten. 

Teilen macht Freude:

Der Beitrag ist eingeordnet unter:

Vom gelassenen Umgang mit Sparen, Geldanlage, Versicherung und Vorsorge

pfeil runter

Wenn Sie unseren Newsletter abonnieren, speichern wir Ihre E-Mail-Adresse und senden Ihnen diesen regelmäßig zu. Beim Öffnen der E-Mail und Anklicken der Links erfolgen statistische Erhebungen. Details dazu finden Sie im Punkt "Newsletter" unserer Datenschutzerklärung. Mit dem Abonnieren erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.

(Die Abmeldung ist jederzeit möglich, z. B. mit einem Link unten in jedem Newsletter.)