Banken denken sich immer wieder neue Finanzprodukte aus, um Anlegern neue Angebote präsentieren zu können. Korridor-Anleihen gehören zu dieser Art von Modeprodukten. Bei Ihnen erhält der Anleger eine - zumeist attraktive - Verzinsung, wenn sich der zugrunde liegende Basiswert innerhalb der Laufzeit in den Grenzen eines vorgegebenen Korridors bewegt. Eine schwer einschätzbare Kalkulation.

Beispiel für eine Korridor-Anleihe

Eine typische Korridor-Anleihe ist eine Dax Kupon-Anleihe, die innerhalb eines 6-jährigen Zeitraumes eine attraktive Rendite, sagen mir mal 3,5 Prozent, verspricht, wenn sich der Dax zum Beispiel innerhalb der Grenzen von 6.000 bis 11.000 Punkten bewegt. Die jährliche Rendite wird nur dann ausgezahlt, wenn sich der Schlusskurs des Daxes an keinem Tag des Jahres außerhalb dieses Korridors bewegt.

Sollte er nur einen Punkt an einem Tag darüber oder darunter liegen, entfällt die Rendite für das jeweilige Jahr. In der Regel garantiert die Bank die volle Rückzahlung des Kapitals am Ende der Laufzeit.

Ein weiterer Nachteil von Korridor-Anleihen besteht darin, dass Sie als Anleger einen Ausgabeaufschlag, zum Beispiel in Höhe von 2 Prozent, zu Beginn zahlen müssen. Dieses Geld ist Ihrer Bank schon mal sicher :-)

Unsere Einschätzung: Korridor-Anleihen besitzen Wettcharakter und sind nur für Zocker-Typen geeignet. Sicherheitsbewusstere Anleger können zum Beispiel in unserem Festgeldvergleich nach alternativen Geldanlagen suchen.

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