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Rohstoffe handeln: Tipps zum Rohstoffhandel für Privatanleger

Sein Geld in Rohstoffe wie Silber, Öl oder Mais zu investieren, klingt zunächst etwas hochgestochen. Kaum ein Privatanleger wird in seiner Freizeit auf eine der großen Rohstoffbörsen reisen, um dort um den besten Preis zu buhlen. Dabei ist es dank Internet und Digitalisierung so einfach wie nie, auch ohne Bank und Börse am Rohstoffmarkt teilzuhaben und von Trends und Preisentwicklungen zu profitieren.

Doch Vorsicht ist geboten. Neben großen Chancen lauern hohe Risiken im Rohstoffhandel. Wir geben Tipps, wie Privatanleger mit dem Rohstoffhandeln starten können.

 

 
 

Punkt 1

Vorab: Video "Rohstoffe – Einflüsse, Verfügbarkeit & Konflikte"

Länge: 6 Minuten

 Punkt 2

Rohstoffe handeln heißt Rohstoffe kaufen?

Natürlich ist es möglich, in tatsächliche Sachwerte zu investieren. Dies kann eine effektive Strategie zum „Hedging“ des eigenen Kapitals sein, das heißt langfristige Wertabsicherung dadurch, dass der tatsächliche Sachwert jederzeit verfügbar ist. So wird der Rohstoff zum Notgroschen. Jedoch ist dies mit Transport-, Transaktions- und Lagerkosten verbunden sowie auch mit dem Risiko, dass auf lange Sicht der Wert des Rohstoffes sinken könnte – dann bleibt der Anleger auf einem Negativzins sitzen.

Statt sich also fässerweise Rohöl zu kaufen, kann wie auch mit Aktien oder im Forex-Handel auf die Preisentwicklung des Basiswertes spekuliert werden, ohne dass dieser physisch in den Besitz des Anlegers übergeht. Dies funktioniert mittels CFD-Handel, also dem Handeln mit Differenzialkontrakten, bei dem sowohl auf steigende als auch auf fallende Preise gesetzt werden kann.

Video: Einführung in den CFD-Handel

Länge: 13 Minuten

Punkt 3

Rohstoffe versus Aktien versus Devisen

Wie gestaltet sich der CFD-Handel mit Rohstoffen im Vergleich zu Aktien oder Devisen/Forex? Der Kernunterschied zwischen diesen Anlageformen ist die Volatilität, also die mögliche Instabilität der einzelnen Märkte. Diese wird dadurch bestimmt, wer letztendlich dafür verantwortlich ist, ob ein Kurs sinkt oder steigt.

Aktien können schon maßgeblich durch Aktoren auf der Mikroebene beeinflusst werden, das heißt durch firmenpolitische Entscheidungen wie Personalfragen. Erst am 4.11.2019 entließ der US Fast-Food-Gigant McDonald’s seinen Firmenchef Steve Easterbrook, dessen Zeit im Vorstandsvorsitz durchaus als positiv betrachtet wurde. Mit seinem Verschwinden büßte die Firmenaktie deutlich ein.

Der Devisenmarkt ist vor allem abhängig von nationaler und internationaler Politik, denn Landeswährungen steigen und fallen je nach Anlageattraktivität des Landes. Das beste Beispiel dafür sind die Brexit-Verhandlungen, die seit nunmehr über drei Jahren andauern. Der Markt reagierte sehr schnell auf potenzielle Gefahren, allen voran ein No-Deal-Szenario, das internationalen Händlern das Geschäft ungemein erschweren würde. Mit dem Bestreben des Premierministers Boris Johnsons, die EU um jeden Preis bis Ende Oktober 2019 verlassen zu wollen, sprangen viele Anleger ab und tauschten Pfund gegen aus ihrer Sicht sicherere Währungen wie dem Euro oder dem Dollar. Dadurch fiel die britische Währung im Kurs.

Bei dem Handel mit Rohstoffen befinden wir uns nun wirklich auf einer Makro-Ebene der Politik, denn hier haben oft überstaatliche Organisationen ihre Finger im Spiel. Besonders sensible Güter wie Rohöl sind von der globalen Nachfrage betroffen und der Ölpreis wird gesteuert von der OPEC, einem Zusammenschluss rohölexportierender Staaten. Auch höhere Gewalt kann ungeplante Preisexplosionen hervorrufen, etwa ein verunglückter Öltanker oder ein Leck in einer wichtigen Pipeline.

Zusammenfassung: Warum in Rohstoffe investieren?

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Rohstoffmarkt eine relativ geringe Volatilität aufweist, da die wichtigsten Akteure, die Einfluss auf die Kurse der Basiswerte nehmen können, von globaler Bedeutung sind. Neben den genannten Unfällen oder Naturkatastrophen gibt es hier nur selten ruckhafte Bewegungen, die gegen aktuelle Trends laufen. Somit können Anleger, die die relevanten Nachrichten verfolgen, vergleichsweise sicher spekulieren.

Punkt 4

Wo Rohstoffe handeln? Wie mit dem Rohstoffhandel beginnen?

Wie Rohstoffe handeln? Interessierte Trader sollten sich einen Online-Broker ihres Vertrauens aussuchen und können danach praktisch direkt in den Handel einsteigen.

Jedoch ist wie bei allem CFD-Handel Vorsicht geboten, denn durch eventuell eingesetzten Hebel auf das eigene Kapital können nicht nur extrem hohe Gewinne möglich sein, sondern auch große Verluste.

Ob Amateur oder Profi, kein Trader sollte darauf verzichten, sich vor jeder Anlage gründlich zu informieren und eventuell zunächst den Handel zu simulieren. Viele Broker wie Tickmill bieten dafür kostenlose Demo-Konten an.

Interview mit einem Fondsmanager: Richtig in Rohstoffe investieren

Länge: 3 Minuten

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Viele weitere Tipps zum Einstieg in den CFD-Handel finden Sie im folgenden Beitrag:

Überblick: Die Welt der CFDs

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Sogenannte "Hebelprodukte" liegen bei professionellen Tradern im Trend, insbesondere CFDs werden in diesem Zusammenhang immer populärer. Was für Chancen bieten CFDs und auf welche Risiken sollten sich Trader einstellen wenn sie mit diesen spekulativen Finanzprodukten Handeln wollen? Ein kleiner Einblick in die Welt der CFDs.

Die besten Forex- und CFD Broker

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Die besten Forex- und CFD Broker-Trading Plattformen – Testsieger im Vergleich

Mit sogenannten Contracts for Difference (CFDs) von schwankenden Märkten profitieren. Hierbei werden hohe Millionenbeträge am Markt bewegt. Diese Summen locken zahlreiche Teilnehmer an den Markt.

Wer am Spiel teilnehmen möchte, braucht einen Forex- bzw. CFD-Broker. Doch welchen Broker aus der Vielzahl der Anbieter auswählen?

Wir haben verschiedene Testberichte – auch international – unter die Lupe genommen und stellen die Testsieger vor.

Punkt 5

Bücher zum Handel mit Rohstoffen

Der Beitrag ist eingeordnet unter:

Vom gelassenen Umgang mit Sparen, Geldanlage, Versicherung und Vorsorge

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