Geld verdienen mit SAP: Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer
Standardsoftware wie SAP ERP ist ein integraler Bestandteil vieler Unternehmen rund um den Globus. Sie ist daher unverzichtbar, besonders in großen Unternehmen und Konzernen. SAP-Entwickler und -Anwender sind folglich rund um den Globus gefragt und können unabhängig von den Kernkompetenzen des Unternehmens arbeiten. Das gibt ihnen Freiheit bei der Stellensuche. Wie können Sie eine solch positive Position erreichen, wenn Sie keine oder nur wenig Erfahrung mit SAP-Software haben? Wie können Sie als Arbeitgeber oder Arbeitgeber von SAP profizieren?
Dieser Überblick gibt Ihnen konkrete Informationen zu SAP im Unternehmen bzw. deren Vorteile sowie Hilfestellungen zu Weiterbildungsmöglichkeiten und Förderungsmöglichkeiten für Sie als Arbeitnehmer. Egal auf welcher Seite Sie am Ende stehen – Chef oder Mitarbeiter: Durch das Verstehen der anderen können Sie nur Vorteile erzielen. Daher zeigen wir Ihnen eine Einführung in das Gesamtbild von SAP ERP, sowohl aus Sicht eines Unternehmens als auch aus Sicht eines Arbeitnehmers.

1. Was ist SAP ERP, SAP Software und SAP ERP?
Bevor wir auf die Unternehmensvorteile, Zertifizierungen, Förderungen und Weiterbildungsmöglichkeiten eingehen, ist es wichtig, zunächst die Begriffe SAP ERP, SAP Software und SAP Software zu erklären. SAP steht für Systemanalyse und Programmentwicklung. Diese Abkürzung wurde anfangs im offiziellen Namen des Unternehmens verwendet. Die SAP SE, das drittgrößte Softwareunternehmen der Welt nach Umsatz, ist heute ein börsennotiertes Unternehmen. Alle Softwareprodukte sind auf die digitale Unternehmensführung im Unternehmen ausgerichtet: Sie bilden interne und teilweise externe Prozesse in einem IT-System ab. Daraus ergeben sich viele Vorteile, unter anderem weniger Papierkram, aber auch Datensätze, die sich leicht analysieren und visuell ansprechend darstellen lassen. Diese Datensätze bzw. die daraus generierten Business Intelligence (BI) Apps werden genutzt, um strategische Entscheidungen auf allen Ebenen zu treffen, von der Produktion bis zum Management.
SAP ERP ERP, auch bekannt als Enterprise Resource Planning, ist das wichtigste Softwareprodukt, mit dem Sie die Ressourcen Ihres Unternehmens planen und verwalten können: SAP ERP ist das zentrale Softwareprodukt für die Unternehmensressourcenplanung. Es gibt zahlreiche Erweiterungen für SAP ERP sowie andere eigenständige Produkte, die sich nahtlos in die SAP-Softwareprodukte integrieren lassen, wie z. B. SAP HANA-Datenbanklösungen oder SAP BusinessObjects (SAP BO) Business Intelligence Tools für die eben angesprochene Erstellung von BI Apps.
2. Vorteile von SAP für Unternehmen
SAP ist eine umfassende Unternehmenssoftware, die es Unternehmen ermöglicht, fast jeden Aspekt ihres Geschäfts zu verwalten. Einige der Vorteile der Verwendung von SAP sind:
- Kostenreduzierung und verbesserte Effizienz
- Erhöhte Transparenz im Betrieb und bessere Entscheidungsfindung
- Einfachere Verfolgung von Verkäufen, Aufträgen und Beständen
- Verbesserter Kundenservice und geringere Kundenfluktuation
- Verbesserte Sicherheitskontrollen und erhöhter Schutz vor Betrug
- Verbesserte Funktionen für Geschäftskontinuität und Notfallwiederherstellung
Als Arbeitgeber nutzen Sie SAP bzw. SAP ERP also, um die Effizienz im Unternehmen zu erhöhen: Um schneller auf Events zu reagieren, schnellere und fundiertere Entscheidungen auf Basis von noch mehr Geschäftsdaten zu treffen und um Ihre Geschäftsprozesse insgesamt zu entschlacken, zusammenzuführen und abzusichern. Besonders interessant werden die Vorteile von SAP bei großen Unternehmen, die international tätig sind, weil sich die vielen verschiedenen nationalen Vorschriften beispielsweise bezüglich des Steuerrechts darin abbilden lassen. Durch die hohe Skalierung der Software spielt SAP seinen Kostenvorteil angesichts des hohen Invests auch dann erst richtig aus – denn das Vorurteil der kostenintensiven SAP Einführung bzw. SAP Beratung kommt nicht von irgendwoher. Das ist, neben der weniger komplexen und einfach mit anderen Tools überschaubaren Prozessstruktur, auch einer der Hauptgründe, warum man SAP ERP nur in sehr wenigen kleinen Unternehmen findet.
3. SAP ERP erzeugt neue Human Resource Bedarfe
Von der Einführung bzw. der Nutzung von SAP ERP ist nahezu jede Abteilung im Unternehmen betroffen – daher sind entsprechende Schulungen für die Mitarbeiter notwendig, was die Nutzung der Software angeht. Für die viele Mitarbeiter, beispielsweise aus der Produktion oder auch im oberen Management, reicht hier ein sehr rudimentäres Knowhow. Mitarbeiter mit Verwaltungsfunktion sowie im niedrigen oder mittleren Management hingegen brauchen intensivere Schulungen. Zudem ist es ratsam, einige SAP Spezialisten inhouse zu beschäftigen, die sich mit der Software sehr gut auskennen und beispielsweise Anpassungen durchführen können: Große Unternehmen haben häufig eine dedizierte IT-Abteilung alleine für die SAP Entwicklung und Wartung.
4. SAP bietet eine Vielzahl von Weiterbildungsmöglichkeiten an
SAP Weiterbildungen sind so vielfältig und abwechslungsreich wie SAP-Softwareprodukte. Aufgrund der Komplexität der Software sind die Mitarbeiter verschiedenen Softwaremodulen zugeordnet, insbesondere wenn sie in großen Unternehmen skaliert werden. So ist beispielsweise SAP FI für die Finanzbuchhaltung, die Erstellung der Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen, oder SAP LE/SAP LES für die Logistik zuständig. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ganze Teams mit SAP BO arbeiten, um KPIs und Berichte oder BI-Anwendungen für Entscheidungsträger zu erstellen.
4.1. Prüfungen und Zertifikate von SAP
Das Angebot an Zusatzausbildungen und damit verbundenen Aktivitäten für SAP-Softwaremodule können Sie anhand der SAP-Zertifizierungen sehen. Hier einige Beispiele für SAP-ERP-Prüfungen, die von Anwendern genutzt werden können:
- Internes Rechnungswesen
- Externes Rechnungswesen
- Systemhandhabung
- Produktionsplanung
- Personalverwaltung
- …
Es gibt sechs Prüfungen für SAP S/4HANA und mehr als 150 Zertifizierungsprüfungen, die von SAP-Beratern abgelegt werden können. Die Schulungswege scheiden sich ab einer bestimmten Stufe in SAP-Anwender und SAP-Berater. Letzteres beschreibt intensivere und schwierigere Schulungen und ist für eine Karriere gedacht, die sich speziell der SAP Software widmet.
5. Zertifizierung als SAP-Berater oder -Anwender
SAP-Berater können sowohl in bestehenden SAP-Systemen als auch in neuen SAP-ERP-Installationen arbeiten. Ein SAP-Berater kann immer einen Job als SAP-Anwender bekommen. Daher ist die Zertifizierung als SAP-Anwender ein wichtiger Schritt auf der reinen SAP-Karriereleiter. Viele Anwender sind bereits mit SAP vertraut und wollen auf der Karriereleiter aufsteigen. Dies kann durch eine SAP-Anwenderzertifizierung in einem anderen Modul oder durch den Sprung zur SAP-Beraterzertifizierung geschehen. Die erste Zertifizierungsstufe ist für Associates. Wenn Sie engagiert sind, hart arbeiten und Ihrem SAP-Karrierepfad treu bleiben, können Sie in kürzester Zeit die Position eines Senior-Consultant erreichen. So können Sie von den in der Branche bekannten „besonders günstigen“ Beratungshonoraren profitieren.
6. Möglichkeiten zur Finanzierung von SAP-Weiterbildungen
Weiterbildung ist mit Lernen und viel Aufwand verbunden. SAP-Schulungen, insbesondere mit Zertifizierung, können teuer sein. Daher ist es wichtig, die Finanzierung sicherzustellen, bevor man überhaupt eine Anmeldung in Erwägung zieht. Um die Prüfung erfolgreich zu absolvieren, sind eine hohe Motivation und viel Zeit zum Lernen erforderlich. Eine Anwenderprüfung kostet zwischen einigen hundert und 1000 Euro, während Beraterzertifizierungen um ein Vielfaches teurer sein können. Dieser Betrag ist nicht für jeden erschwinglich. Es gibt jedoch finanzielle Unterstützung: Durch staatliche Institutionen, Instrumente wie den Bildungsgutschein, durch den Arbeitgeber, durch Bildungseinrichtungen wie Universitäten oder aus privaten Kreisen. Insbesondere die Förderung durch den Arbeitgeber ist in diesem Sinne zu bevorzugen, da diese beiderseits (seitens Arbeitgeber und Arbeitnehmer) den größten Effekt erzielt: Der Mitarbeiter genießt während der Schulung sämtliche Vorteile eines Arbeitnehmers, inkl. vollem Gehalt. Der Arbeitgeber wiederum profitiert von einer steigenden Mitarbeiterbindung und davon, dass die Mitarbeiter am eigenen SAP System lernen – und dieses entsprechend gut verstehen.
7. Ergänzungen und Fragen von Leser:innen
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