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Die Fondsart ETF ist in aller Munde.
Von Finanztest bis Finanztipp empfehlen alle unisono die Geldanlage in die ungemanagten Indexfonds, die mit ihren geringen Kosten punkten. Doch bei welchen Broker kaufe ich am besten ETF? Wer bietet mir welchen Sparplan? Wir beleuchten die aktuellen Angebote.

 

Was ist ein ETF?

Ein ETF ist ein börsennotierter Indexfonds, der ein das Geld seiner Anleger gemäß der Zusammensetzung eines zugrundeliegenden Börsenindex nachbildet. Der erste Fonds dieser Art, der Standard & Poor’s Depositary Receipt ist mit einer Marktkapitalisierung von 90 Milliarden US-Dollar der größte ETF weltweit.

 

Bein einem Fonds sind keine Wertsteigerung, wie sie bei einigen Einzelaktien auftreten, zu erwarten. Dafür ist das Verlustrisiko auch deutlich geringer.

 

 
 

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Entwickeln sich ETF immer genau so wie der zugrundeliegende Indexwert?

Nein. Geringe Abweichungen sind möglich. Je nach Art der Indexreplikation (=Nachbau des Index mithilfe der Anlegereinlagen) können diese Abweichungen höher oder niedriger ausfallen.

 

Wie wird der Index nachgebildet?

Dies kann auf drei unterschiedliche Arten erfolgen:

  1. Full-Replication-Methode
    Hierbei werden alle Indexwerte gemäß ihrer Gewichtung im Index vom Fonds gekauft und in dessen (geschützten) Sondervermögen gehalten. Dieses Sondervermögen bleibt übrigens bei einem Konkurs der Investmentgesellschaft voll dem Anleger erhalten, da es nicht in die Konkursmasse einfließt.

    Diese Art der Indexreplikation kommt dem Basisindex meist am nächsten. Allerdings ist dieses Vorgehen, wenn der Index sehr viele Einzelwerte enthält, schwierig umzusetzen. Der S&P 500 hat – wie der Name bereits andeutet – 500 Einzelwerte, der MSCI World sogar über 1.600 Aktien aus 23 Ländern.

  2. Sampling-Methode
    Bei diesem Vorgehen wird nur eine Teilmenge der Indexwerte erworben, meist die mit dem größten Gewicht im Index.

  3. Synthetische Nachbildung
    Hierbei wird mittels Swapgeschäften versucht, die Wertentwicklung des Index nachzubauen.


ETF sind auch bei institutionellen Anlegern recht beliebt. Aufgrund der niedrigen Gebühren eigenen sich die Indexfonds, zwischenzeitlich nicht benötigte Anlegergelder in einem ETF „zwischenzuparken“.


Welche ETF-Anbieter gibt es?

Der ETF-Markt ist recht einseitig. Mit rund 50 Prozent nimmt iShares (BlackRock) rund die Hälfte aller Anlegergelder in Europa ein. Mit weitem Abstand folgt die ETF Investmentgesellschaft db X-Trackers, die in der Deutschen Bank beheimatet ist. Gut 10 Prozent kann die db X-Trackers an ETF-Anlegergeldern verbuchen. Einen ähnlichen Anteil hat Lyxor von der Société Générale. Es folgen UBS. Amundi, SPDR, Source und Comstage von der Commerzbank. Die Sparkassengesellschaft DEKA ETF nimmt nur noch 1 Prozent der Anlegergelder ein.

 

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Welche Kosten entstehen bei ETF?

Ein Fondsmanager (die ja üblicherweise ansehnlich vergütet werden) hat bei der Investition der Anlegergeld nicht allzuviel zu tun. Dies schlägt sich in günstigen Konditionen bei den jährlichen Gebühren wieder. Im Schnitt liegen diese zwischen 0,2 und 5 Prozent der Anlagesumme.

ETF werden fast immer über die Börse erworben. Bei vielen ETF wird dabei neben der jährlichen geringen Gebühr kein Ausgabeaufschlag erhoben. Das investierte Kapital kann also nahezu voll in die Fondsanlage fließen. Bei der konkreten Anlage entstehen dem Fonds Kosten wie Orderprovision, Maklercourtage oder anderer Transaktionskosten.

 

Welche Kosten entstehen bei einem ETF-Sparplan?

Zu den normalen ETF-Kosten (die meist sehr gering sind) kommen die Sparplan-Gebühren des jeweiligen Brokers. Diese unterscheiden sich teilweise erheblich?

Welche Broker ist für meinen Wunsch-ETF am günstigsten?

Das lässt sich pauschal nicht sagen. Momentan (Stand April 2017) hat flatex* die meisten kostenlosen ETF-Sparpläne im Angebot. Allerdings hat flatex durch die Einführung von Negativzinsen auf ungenutzte Guthaben ansehensschädlich auf sich aufmerksam gemacht.

Dicht gefolgt im Hinblick auf kostenfreie ETF-Sparpläne wird flatex von der Onvista Bank.

In jüngster Zeit sorgt der Broker DeGiro für Wirbel auf dem Brokermarkt. Bei keinem Broker kann momentan so günstig gehandelt werden. Allerdings können die ETF dort nur manuell, nicht über einen automatischen Sparplan, erworben werden.

 

In drei Schritten zum ETF-Sparplan

1

ETF-Auswahl

2

Broker wählen

3

Richten Sie den ETF-Sparplan ein

Hierzu müssen Sie drei Dinge wissen:

  1. Ihre monatliche oder quartalsweise Sparrate
  2. Den gewünschten Ausführungstag, an dem der ETF jeweils gekauft werden soll, z.B. der 1. oder der 15. des jeweiligen Monats.
  3. Die Identifikationsnummer ISIN des gewünschten Fonds.


Schon können Sie mit dem ETF sparen loslegen. Ein weiterer Vorteil dieser Geldanlage ist es, dass Sie das Sparen (bei fast allen Anbietern) jederzeit wieder starten und stoppen können.

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