Wie funktioniert eine Kreditkarte?

Wie funktioniert eine Kreditkarte? Einfach erklärt

Kreditkarten sind mittlerweile auch hierzulande ein beliebtes Zahlungsmittel. Dennoch stellen sich Konsumenten immer wieder unterschiedliche Fragen zur Funktionsweise einer Kreditkarte. Welche unterschiedlichen Arten von Kreditkarten gibt es? Was kostet eine Kreditkarte? Was ist der genaue Unterschied zu einer Girokarte? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden, um eine Kreditkarte zu bekommen?

Die Antworten auf diese und noch weitere Fragen gibt es hier.  

Punkt 1

Wie kommt man zu einer Kreditkarte?

Die Kreditkarte muss in der Regel bei der Bank beantragt werden. Bei der Ausstellung der Karte wird ein Verfügungsrahmen festgelegt. Dieser legt den Betrag fest, der monatlich mit der Karte bezahlt werden kann.

Am Ende des Monats erhalten Kreditkartenbesitzer eine Abrechnung per E-Mail oder per Post, auf der die jeweiligen Einkäufe des aktuellen Monats ersichtlich sind. Der entsprechende Betrag kann entweder auf einmal oder in mehreren Monatsraten bezahlt werden.

Bei der Ratenzahlung handelt es sich jedoch um eine optionale Zusatzleistung, die nicht alle Kreditkarten-Unternehmen automatisch anbieten. Sie ist in erster Linie dazu gedacht, um finanzielle Engpässe zu überbrücken, beispielsweise wenn Geräte im Haushalt wie die Waschmaschine oder der Geschirrspüler kaputt gehen und dringend ersetzt werden müssen. Diese Ratenzahlung lassen sich manche Kreditkartenanbieter teuer (= hohe Zinsen) bezahlen.

Punkt 2

Welche Voraussetzungen sind für den Erhalt einer Kreditkarte erforderlich?

Grundsätzlich ist es für den Erhalt einer Kreditkarte erforderlich, volljährig zu sein. Das bedeutet, das 18. Lebensjahr muss vollständig beendet sein.

Eine Ausnahme davon stellen sogenannte Prepaid-Karten dar, die nur auf Guthabenbasis genutzt werden können.

Darüber hinaus ist ein Wohnsitz in Deutschland und eine entsprechend gute Bonität erforderlich. Die ist für die Banken wichtig, um das Risiko eines möglichen Zahlungsausfalls zu minimieren.

Punkt 3

Welche Funktionen bietet eine Kreditkarte?

Eine Kreditkarte bietet Verbrauchern vor allem vier sehr nützliche Funktionen:

  • Es kann damit Geld am Automaten abgehoben werden.
  • Waren im Handel können damit bargeldlos bezahlt werden.
  • Mit der Karte ist es möglich, Online-Einkäufe sicher und bequem zu bezahlen.
  • Die Kreditkarte als Sicherheit/Voraussetzung bei Hotel- oder Mietwagenbuchung.

Die Abhebung beim Geldautomaten funktioniert dabei ähnlich wie mit der EC-Karte. Um Geld abzuheben, wird die Karte einfach in den Automaten eingeführt. Zur Sicherheit muss ein vierstelliger PIN-Code eingegeben werden, der von den Anbietern in der Regel bei Ausstellung der Karte mit gesonderter Post zugestellt wird.

Für den Einkauf von Waren im Handel ist der PIN-Code nicht erforderlich. Hier reicht in den meisten Fällen die Unterschrift aus. In einigen Läden wie beispielsweise bei Aldi ist es mittlerweile auch möglich, mittels NFC-Technik kontaktlos zu bezahlen.

Bei Online-Einkäufen hat sich die Kreditkarte vor allem zur Zahlung von Flug- und Hotelbuchungen etabliert. In der Vergangenheit galt die Bezahlung mit der Karte als unsicher. Doch durch das sogenannte 3D-Secure-Verfahren, bei dem zusätzlich zu der Sicherheitsnummer auf der Rückseite der Karte auch noch ein Passwort eingegeben werden muss, hat sich die Sicherheit mittlerweile deutlich erhöht.

Daneben kann eine Kreditkarte noch eine Reihe optionaler Vorzüge und Vorteile mit sich bringen, oftmals abhängig von der Jahresgebühr oder vom Jahresumsatz, wie es hier beim Volksbank-Kreditkartenvergleich gegenübergestellt wird.

Punkt 4 

Welche unterschiedlichen Arten von Kreditkarten gibt es?

Viele Kreditkarten unterscheiden sich in ihren Leistungen und bei der Nutzung. Grundsätzlich lassen sie sich in insgesamt fünf unterschiedliche Kategorien unterteilen:

  • Charge Kreditkarte: Bei dieser Art von Kreditkarte wird je nach Bonität ein individueller Kreditrahmen vergeben, über den der Kreditkartenbesitzer frei verfügen kann. Am Ende des Monats wird das Konto der Kreditkarte über das Girokonto wieder vollständig ausgeglichen. Diese Variante kommt in Deutschland am häufigsten vor.
  • Revolving Kreditkarte: Die Revolving Karten werden ebenfalls monatlich abgerechnet, bieten aber zusätzlich zur Einmalzahlung die Möglichkeit zur Ratenzahlung. Sie erfreuen sich vor allem in den USA großer Beliebtheit, werden aber auch in unseren Breitengraden immer populärer. Was günstig klingt (längerer Zahlungszeitraum) kann aber sehr teuer werden: die Zinsen für den Kredit sind meist überdurchschnittlich hoch, über 15 % sind keine Seltenheit. Darum unser Rat: wenn Revolving-Kreditkarte, dann nur solche, bei den es möglich ist, auf monatlichen Kompletteinzug aller offenen Forderungen umzustellen.
  • Prepaid Kreditkarte: Bei dieser Variante wird kein Kredit vergeben, sondern die Karte wird einfach mit einem Guthaben in beliebiger Höhe aufgeladen, über das der Besitzer dann frei verfügen kann. Deshalb ist hier auch keine Schufa-Prüfung erforderlich. Die Prepaid Karten kommen vor allem bei Jugendlichen zum Einsatz, die auf diese Weise ihr Taschengeld von den Eltern erhalten.
  • Debit Kreditkarte: Diese Form der Kreditkarte kommt einer Girokarte am nächsten, denn die Einkäufe werden in weiterer Form direkt vom Girokonto abgebucht und es gibt keinen Verfügungsrahmen.
  • Virtuelle Kreditkarten: Bei dieser Art von Karte handelt es sich von der Funktion her um eine Prepaid Kreditkarte, die jedoch nicht in physischer Form, sondern nur digital existiert. Das heißt, dass statt der Plastikkarte lediglich die Nummer und die Prüfziffer an den Antragsteller übermittelt wird. Sie wird vor allem für Zahlungen im Internet sehr gerne verwendet.

Welche Form der Kreditkarte werden Sie nutzen?

 

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Punkt 5

Was kostet eine Kreditkarte?

Die Kosten für eine Kreditkarte können je nach Anbieter sehr unterschiedlich ausfallen. Oftmals wird die Kreditkarte zusätzlich zum Girokonto kostenlos angeboten. Das heißt aber nicht automatisch, dass dadurch gar keine Kosten entstehen können.

Die Kosten für eine Kreditkarte setzen sich in der Regel aus den folgenden Positionen zusammen:

  • Jährliche Gebühren: Das ist jener Betrag, der einmal pro Jahr vom Kreditkartenbesitzer entrichtet werden muss.
  • Gebühren beim Abheben: Viele Banken und Kreditinstitute bieten Karten an, mit denen weltweit kostenlos am Automaten Geld abgehoben werden kann. Ansonsten kommt es vor allem darauf an, bei welchem Geldinstitut das Geld abgehoben wird und wie hoch der Betrag dabei ist. Die Gebühren bewegen sich hier in einem Rahmen zwischen einem und vier Prozentpunkten.
  • Gebühren bei Auslandszahlungen: Vor allem bei Fernreisen kann es zu Gebühren kommen, da außerhalb der Eurozone ein Auslandseinsatzentgelt von den Banken verrechnet wird.
  • Zinsen: Werden die offenen Forderungen nicht rechtzeitig beglichen, können Verzugszinsen anfallen. Vor allem die Sollzinsen bei Ratenzahlungen sollten keinesfalls unterschätzt werden. Denn diese liegen in der Regel je nach Anbieter zwischen 8 und 18 Prozent. Einige Anbieter gewähren ein zinsfreies Zahlungsziel für einen bestimmten Zeitraum.

Punkt 6

Was ist der Unterschied einer Kreditkarte zu einer Girokarte?

Eine Girokarte beziehungsweise eine EC-Karte ist mit einem entsprechenden Girokonto verbunden. Zahlungen können damit nur getätigt werden, wenn auf dem Konto genügend Geld vorhanden beziehungsweise bei entsprechender Vereinbarung der Dispositionskredit noch nicht vollständig ausgeschöpft ist. Die entsprechenden Beträge werden dabei unmittelbar an die Zahlung vom Girokonto abgebucht.

Bei Kreditkarten erfolgen die Abrechnung und Abbuchung hingegen erst am Monatsende. Das bringt einen kleinen Zinsvorteil mit sich. Auf Wunsch kann der Betrag in weiterer Folge per Einmalzahlung oder auf Raten beglichen werden.

Ein entscheidender Unterschied besteht vor allem in den Haftungsgrenzen. Bei einem Verlust der Kreditkarte ist die Eigenhaftung auf maximal 50 Euro beschränkt. Bei Girokarten gibt es hingegen uneinheitliche Regelungen der Bank und in den meisten Fällen liegt das Limit hier wesentlich höher.

Punkt 7

Wie können falsche Zahlungen storniert werden?

Kreditkarten sind bei ihren Besitzern unter anderem auch deshalb so beliebt, weil Beträge, die zu Unrecht abgebucht wurden, sehr einfach wieder storniert werden können.

Die gesetzliche Frist für die Rückbuchung beträgt in diesem Fall acht Wochen. Deshalb sollte die monatliche Abrechnung immer zeitnah überprüft werden.

Die Rückbuchung kann entweder telefonisch oder per E-Mail vom jeweiligen Kreditinstitut angefordert werden. Das Unternehmen schickt daraufhin ein Formular, dass vom Kreditkartenbesitzer ausgefüllt und zurückgeschickt werden muss. Bei einigen Banken ist die Rückbuchung auch über Online-Banking möglich.

Punkt 8

Was passiert beim Verlust einer Kreditkarte?

Wer seine Kreditkarte nicht mehr findet, ist gut damit beraten, umgehend zu reagieren. Im ersten Schritt sollte die Karte telefonisch über die zentrale Sperrhotline

+49 116 116

gesperrt werden. Diese Hotline ist für die meisten großen Banken in Deutschland gültig. Ist das bei einem bestimmten Anbieter nicht der Fall, lässt sich die Telefonnummer ganz einfach über die jeweilige Webseite herausfinden.

Egal ob zentrale Sperrhotline oder individuelle Telefonnummer: Es empfiehlt sich, die jeweilige Telefonnummer bereits bei Erhalt der Karte einfach in seinem Smartphone zu speichern, damit sie bei Bedarf schnell zur Verfügung steht.

In weiterer Folge sollte bei einem Diebstahl die Polizei eingeschalten und eine Anzeige gegen unbekannt erstattet werden. Eine Kopie der Anzeige sollte dabei als Nachweis ausgehändigt werden. Zusätzlich sollte zur Sicherheit auch noch die kontoführende Bank benachrichtigt werden und das Konto regelmäßig auf Auffälligkeiten überprüft werden.

Um Missbrauch zu vermeiden, sollte der PIN nie gemeinsam mit der Kreditkarte aufbewahrt werden. Bei der Verwendung der Karte sollte die Eingabe des PIN-Codes verdeckt erfolgen. Denn professionelle Diebe beginnen bereits in den Shops mit ihrer Tat und versuchen dort, die Codes auszuspähen und im Anschluss daran die Karte zu entwenden.

Punkt 9

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Unser Tipp: Nutzen Sie die günstigste Karte. Die Billig-Kreditkarten unterscheiden sich kaum in Ihren Leistungen. Gold- (oder Premium-) Karten kosten deutlich mehr, bieten dafür zusätzliche Service- oder Versicherungsleistungen. Wenn Sie mit einer solchen Karte liebäugeln, schauen Sie genau hin, ob Sie die angebotenen Zusatzservices wirklich benötigen. Dies kann zum Beispiel die Reise-Haftpflichtversicherung für Mietwagen sein. Aber die Auslandskrankenversicherung ist für privat Versicherte in der Regel unnötig und kostet auch für alle übrigen nur wenige Euro für ein ganzes Jahr.

Der Beitrag ist eingeordnet unter:

Vom gelassenen Umgang mit Sparen, Geldanlage, Versicherung und Vorsorge

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