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Welche Kreditkarte ist die Richtige für mich? 16 Punkte Checkliste

Eine Kreditkarte ist nicht gleich Kreditkarte und somit stellen sich viele, die prinzipiell an einer Kreditkarte interessiert sind, die Frage: "Welche Kreditkarte ist die Richtige für mich?"

Diese Frage lässt sich selbstverständlich nicht pauschal beantworten, vielmehr ist es so, dass sich in unterschiedlichen Lebenssituationen verschiedene Kreditkarten mehr oder weniger eignen. Welche Möglichkeiten stehen hier also generell zur Auswahl?

Unser Überblick verschafft Klarheit und führt schnell zur Wahl der für Sie passenden Kreditkarte.

An die individuellen Ansprüche anpassen

Da die unterschiedlichen Kreditkartennutzer unterschiedliche Ansprüche an diese haben, gibt es verschiedene Arten von Kreditkarten. Dazu zählen die sogenannten

  1. Charge Karte,
  2. die Revolvingkarte,
  3. die Debitkarte und
  4. Prepaidkarten.

Nicht alle Karten sind dabei aber "echte" Kreditkarten, die einen tatsächlichen Kredit gewähren.

Je nach Konsumverhalten und persönlichem Anspruch kommt die eine oder andere Karte in die nähere Auswahl. Was zeichnet die einzelnen Karten aus?

Inhalt: Welche Kreditkarte ist die Richtige für mich?

Punkt 1

Eine schnelle grafische Orientierung

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 Unten wird alles im Detail erläutert. Wer nun weiß, welche Kreditkarte die Richtige ist, kann direkt einen Anbietervergleich durchführen:

Punkt 2

VISA CARD, Mastercard oder American Express?

Es gibt einen Haupt-Unterschied bei den drei großen Kreditkartenanbietern: Visa Card und Mastercard kann man bei einer Bank und anderen Anbietern wie Amazon beziehen, American Express (Amex) gibt seine Karte eigenständig heraus, ist selbst der Emittent und rechnet den Zahlungsverkehr in eigener Regie ab.

Mir als Kartennutzer kann das weitestgehend egal sein. Wichtiger sind mir die Gebühren und wo ich die Kreditkarte überall einsetzen kann.

Bei der Zahl der Akzeptanzstellen im Inland und Ausland gibt es deutliche Unterschiede: Visa und Mastercard werden bei rund 40 Millionen Geschäften, Tankstellen, Restaurants und Onlineshops akzeptiert. American Express werden an deutlich weniger Stellen akzeptiert, dies gilt für Deutschland und weltweit.

Amex = Status und Zusatzvorteile?

Eine Besonderheit gibt es: Die American-Express-Karte ist nicht als Prepaid-Karte zu haben. Die Folge: Der Karteninhaber muss über eigenes Einkommen verfügen. Darum gelten die Karten als "seriöser", die Kunden als zahlungskräftiger. Entsprechend gewähren viele Geschäfte den Amex-Inhabern besondere Rabatte oder locken mit Bonus- und Vielfliegerprogrammen.

Amex-Karten kommen im Verbund mit Versicherungsleistungen. Sie kosten im Schnitt wesentlich mehr als Visa- oder Mastercard. Für die American Express Platinum Card müssen rund 600 Euro im Jahr bezahlt werden. Alleine als Grundgebühr!

Punkt 3

Die häufigste Kreditkartenart: Charge Karte

Diese Form der Kreditkarte kommt in Deutschland am häufigsten zum Einsatz. Sie ist geeignet für Personen die eine gute Bonität aufweisen können und die Karte oft nutzen. Die Kreditkartenunternehmen sind die üblichen Verdächtigen: Visa, Mastercard, Amex ...

Bei dieser Karte erhält der Nutzer monatliche Abrechnungen, bei denen alle Bezahlvorgänge aufgelistet sind.

Der Karteninhaber hat diesen Betrag dann innerhalb einer bestimmten Frist zu begleichen, oft gleich am Monatsende per automatischem Einzug. Im Prinzip greift er also durch die Charge Karte auf einen zinslosen Rahmenkredit zurück. Ausnahme: Siehe nächsten Punkt "Teilzahlungsfalle".

Um nicht den Überblick über die Kosten zu verlieren, ist es möglich, ein Limit festzulegen, welches im Monat nicht überschritten werden kann.

Punkt 4

Achtung Teilzahlungsfalle!

Momentan unter den Anbietern sehr beliebt: Die Option "Teilzahlung" der angelaufenen Kreditkartenumsätze voreinzustellen. Das bedeutet, dass für den Rest der Kreditkartenumsätze bald hohe Zinsen anfallen. 

Manchmal heißt das: "manueller Kontoausgleich erforderlich". Das heißt, Sie müssen dann erst einmal in Erfahrung bringen, was Sie ausgleichen müssen, die Überweisung vornehmen, kontrollieren ... Ansonsten zahlen Sie die hohen Zinsen. Solch ein Vorgehen ist nervig und ärgerlich.

Unser Rat: Wählen Sie nur Kreditkartenanbieter, bei denen Sie diese Teilzahlung leicht abstellen können.

 Punkt 5

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Revolving-Kreditkarte

Die Revolvingkarte (Revolvingcard) unterscheidet sich insofern von der Charge Karte, als dass der am Monatsende anfallende Betrag hier nicht in einem Stück, sondern auf Wunsch auch in mehreren Raten abgezahlt werden kann. Im Prinzip also eine Charge-Karte mit voreingestellter Teilzahlungsfunktion.

Das ermöglicht dem Karteninhaber eine höhere Flexibilität, allerdings fallen auch (teilweise hohe!) Zinsen für diese Ratenzahlungen an. Siehe oben: Achtung Teilzahlungsfalle! Revolving-Karten können sehr teuer werden, wenn man deren Kredit in Anspruch nimmt.

Revolvingkarten werden ebenfalls von allen großen Kreditkartenfirmen angeboten.

Punkt 6

Keine echte Kreditkarte: Die Debitkarte (hierzulande Girocard)

Die Debitkarte gehört nicht zu den "echten" Kreditkartenarten wie die Charge- und Revolvingkarte, denn hier wird dem Karteninhaber kein echter Kredit gewährt.

Vielmehr werden die getätigten Bezahlvorgänge direkt von dem Girokonto des Debitkarteninhabers abgebucht. Die wohl bekannteste und am meisten genutzte Debitkarte in Deutschland ist die EC-Karte (Girocard).

Debitkarten werden nicht weltweit und/oder an allen Bezahlstellen akzeptiert.

 Punkt 7

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Auch für Schufa-Opfer zu haben: Die Prepaidkarte

Die Prepaidkarte gehört ebenso wie die Debitkarte nicht zu den "echten" Kreditkarten. Diese Form der Kreditkarte eignet sich besonders für Personen, die selten mit der Kreditkarte bezahlen, für Jugendliche im Ausland und für Menschen mit schlechtem Schufa-Scoring.

In der Handhabung, im Bezahlprozess oder beim Abheben unterscheiden sich Prepaid-Karten nicht von "echten" Kreditkarten.

Einziger Unterschied: Eine Prepaidkarte muss zuvor mit Guthaben "aufgeladen" werden, um sie nutzen zu können. Die Vorteile sind: weltweite Akzeptanz, daher gut geeignet um im Internet zu shoppen und ein hartes Limit für Kreditkartenbetrug. Gerade Jugendliche oder Personen mit schlechter Bonität bzw. mit negativem Schufa-Eintrag haben mit Prepaid-Kreditkarten die Möglichkeit, die Vorzüge von Kreditkarten bei Bezahlvorgängen zu nutzen. Die Prepaid-Karte bietet in gewisser Weise eine eingebaute Kostenkontrolle.

Eine weitere Ausnahme: American Express bietet keine Prepaid-Karten an.

Wir haben der Prepaid-Karte einen eigenen Artikel gewidmet:

Wie funktioniert die Prepaid-Kreditkarte?

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So funktioniert die Prepaid-Kreditkarte: Eine einfache und sichere Art bequem zu bezahlen

Ohne Kreditkarte ist man in vielen Fällen aufgeschmissen. Insbesondere für Zahlungen im Ausland oder auch bei Internetbestellungen ist und bleibt die Kreditkarte Zahlungsmittel Nummer 1. Es gibt neben den „echten“ Kreditkarten welche das Konto des Kartenbesitzers regelmäßig mit den gezahlten Beträgen belasten auch eine einfachere Form der Kreditkarte: Die Prepaid-Kreditkarte.

Sie eignet sich auch für Menschen mit ungünstigen Schufa-Einträgen, die aber auf die Möglichkeiten einer Kreditkarte nicht verzichten wollen.

Punkt 8

Spezialfall: Virtuelle Kreditkarten für Online-Käufe

Sogenannte "Virtuelle Kreditkarten" sind im Grunde genommen Prepaid-Kreditkarten, die ohne physische Plastikkarte ausgegeben werden. Die virtuelle Kreditkarte besteht praktisch nur aus:

  • Kreditkartennummer
  • Gültigkeitsdatum
  • Prüfnummer

Anbieter dieser noch recht jungen Kreditkartenart sind beispielsweise "Wirecard", "Entropay", "Vexcard", "Neteller" oder "Netbank". Es handelt sich stets um virtuelle Visa oder MasterCard Prepaid-Kreditkarten, die nur zur Bezahlung im Internet genutzt werden können.

Solche Karten kommen meist ohne Jahresgebühr daher. Es gelten dieselben Kriterien wie bei einer physischen Prepaid-Kreditkarte. Mit einer Ausnahme: Die virtuelle Karte kann nicht gestohlen werden.

Punkt 9

Die kostenlose Kreditkarte

Wer nur gelegentlich die Kreditkarte nutzt und auf Zusatzleistungen verzichten will, kann problemlos eine kostenlose Kreditkarte finden. Einige Girokonten beinhalten sogar schon solch kostenlose Karten.

"Kostenlos" bezieht sich dabei allerdings nur auf die Jahresgebühr. Manche der sonstigen Gebühren (siehe Checkliste unten) sind vielleicht etwas höher, aber wenn ich die Karte nur selten nutze, fällt das kaum ins Gewicht.

Vor dem Einsatz einer kostenlosen Karte im Ausland sollten Sie sich dann aber über die Gebühren für die Bezahlung und das Geldabheben informieren. Das gilt auch für das Abheben von Geld im Inland.

Punkt 10

Brauche ich Zusatzleistungen?

Wer viel fliegt bzw. auf Reisen ist sollte die Gold- bzw. Bonusprogramme für Vielflieger, den Reiseschutz oder Vergünstigungen bei Mietwagen prüfen. 

Ebenfalls interessant: Bei einigen Karten (z. B. momentan Postbank Visa) hat man die Möglichkeit, einige Male im Jahr weltweit kostenlos Geld abzuheben

Eine Anbieter ermöglichen eine sogenannte Picture Card, auf der mein Lieblingsmotiv zu finden ist.

Sogenannte "Corporate Cards" werden vornehmlich von Firmenmitarbeitern genutzt und kommen mit spezifischen Eigenheiten daher.

Darüber hinaus gibt es noch Luxuskreditkarten mit elitären Angeboten. Diese kosten teilweise bis zu 100.000 Dollar Aufnahmegebühr plus vierstellige Jahresbeiträge. Dafür wird man dann sogar am Flughafen begrüßt ;-).

Punkt 11

Für welches Land brauche in welche Kreditkarte?

  • In Deutschland und Europa sind wie erwähnt Visa- oder Mastercard die erste Wahl was Verbreitung und Akzeptanz betreffen. Auch weltweit gesehen ist deren Akzeptanz insgesamt am höchsten.
  • American Express veröffentlicht keine Zahlen zu den internationalen Einsatzmöglichkeiten. Generell ist deren Akzeptanz aber geringer, mit Ausnahme von Nordamerika.
  • Diners Club – Karten werden ebenfalls vor allem in Nordamerika zur Zahlung akzeptiert.
  • Kreditkarten von Union Pay werden besonders gut in China angenommen.
  • JCB-Kreditkarten eignen sich vor allem für Reisen nach Japan.

Punkt 12

16 Punkte Kreditkarten-Checkliste für IHREN Vergleich

Achten Sie auf die folgenden Punkte bei Ihrem Kreditkartenvergleich, um die für Sie richtige Kreditkarte zu finden.

  1. Art der Kreditkarte (siehe oben)
  2. Ist die Karte beitragsfrei oder gibt es Grund-Kosten der Karte pro Jahr?
  3. Wie hoch ist der Zins für Überziehungen?
  4. Kann ich Teilzahlung auf sofortigen Kontoausgleich einstellen? Wenn ja, wie leicht geht das vonstatten?
  5. Muss ich ein neues Konto beim Kreditkartenunternehmen aufmachen (wie z. B. bei DKB)? Wenn ja: Wie sind dessen Konditionen, wann ist es kostenfrei?
  6. In welchen Ländern wird diese Karte besonders aktzeptiert?
  7. Was kosten Bargeldabhebungen im EU-Ausland? Sind z. B. grundsätzlich einige Bargeldabhebungen inklusive?
  8. Was kosten Bargeldabhebungen im Inland?
  9. Was kosten Bargeldabhebungen in anderen Kontinenten, die für mich interessant sind?
  10. Wie hoch ist die Provision für die Währungsumrechnung? Üblich sind 1 bis 2 Prozent.
  11. Bietet die Karte Versicherungen inclusive, die für mich interessant sind?
  12. Nimmt die Karte an attraktiven Bonussystemen (Vielflieger-Bonusprogramm, Cashback-Funktion) teil?
  13. Bewirkt die Zahlung mit dieser Karte einen Rabatt bei Angeboten, die ich regelmäßig nutzen (z.B. Tanken)?
  14. Welche Services bietet die Karte darüber hinaus (z.B. kostenlose Partnerkarte ...)?
  15. Welcher Kreditrahmen wird mir eingeräumt?
  16. Wie kann ich Internetzahlungen tätigen (sehr sicher sind 3D-Secure und Verified by Visa)?

Unbedingt vergleichen

Es lohnt sich, diverse Vergleichsseiten zur Hilfe zu nehmen, um die Karten einzelner Anbieter hin auf ihre Leistungen und Konditionen hin zu vergleichen. Teilweise unterscheiden sich die Kosten und Gebührenmodelle der einzelnen Anbieter erheblich voneinander. Kostenlose Kreditkartenvergleichsseiten ersparen einem die umständliche Suche nach einzelnen Anbietern und listen die Möglichkeiten übersichtlich auf. Sie sollten mehrere Vergleiche nutzen, wenn Sie möglichst alle Anbieter vergleichen wollen. Einen kostenlosen Kreditkartenvergleich finden Sie unten auf dieser Seite, einen weiteren unter anderem hier.

Punkt 13

Fazit

Je nachdem wie oft man die Karte nutzen möchte und ob man an diversen Zusatzleistungen interessiert ist oder nicht, sollte man sich für die Kreditkarte entscheiden, die den eigenen Vorstellungen am nächsten kommt: Wer nur ab und an etwas bei eBay bestellt benötigt eine andere Kreditkarte als ein international reisender Geschäftsmann.

Punkt 14

Kreditkarten – Anbieter im Vergleich

Hinweis: Stellen Sie den Vergleich so ein, dass er nur die von Ihnen gewünschten Kreditkartenanbieter miteinander vergleicht.

Der Beitrag ist eingeordnet unter:

Vom gelassenen Umgang mit Sparen, Geldanlage, Versicherung und Vorsorge

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