Bitcoin – wo lagern?

Bitcoin – wo lagern? Die Unterschiede der Wallets erläutert

Was mache ich nur mit meinen Bitcoins, nachdem ich sie gekauft habe? Genau wie „echtes“ Geld müssen schließlich auch die Kryptowährungen irgendwo aufbewahrt werden. Unsere „normalen“ Münzen und Scheine bewahren wir meistens in einer Geldtasche auf. Der englische Begriff dafür lautet „Walllet“. Und genau das bringt uns der Antwort auf die Frage „Bitcoin wo lagern?“ schon sehr nahe: Die Bitcoins werden nämlich einfach in einer Wallet gelagert. Für diese Wallet gibt es verschiedene Möglichkeiten.

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Punkt 1

Wie funktioniert eine Wallet?

In der Praxis hat die digitale Wallet nichts mit einer herkömmlichen Geldbörse gemeinsam.

Genau genommen handelt es sich dabei auch um keine Geldbörse, denn in Wirklichkeit werden darin nicht die Kryptowährungen aufbewahrt, sondern lediglich die sogenannten „Private Keys“ bzw. die Passphrase, mit der die Schlüssel generiert werden.

"Wallet = Digitaler Schlüsselbund" wäre deshalb wohl die passendere Bezeichnung.

Mit Anlage der Wallet wird ein Userkonto erstellt. Dieses Konto besteht aus einem sogenannten „Public Key“ und einem „privaten bzw. private Key“. Der Public Key ist in etwa vergleichbar mit der Kontonummer des Girokontos und kann daher bedenkenlos weitergegeben werden. Das ist auch notwendig, damit jemand auf die Wallet Bitcoins „einzahlen“ kann.

Der Private Key ist hingegen mit dem PIN der EC-Karte vergleichbar und sollte auch ähnlich vertrauensvoll behandelt werden. Er wird immer bei der Erstinbetriebnahme einer Wallet erstellt und für jede Transaktion im BTC-Netzwerk benötigt, die mit der Wallet durchgeführt werden sollen.

Eine Wallet kann in den meisten Fällen nicht nur Bitcoins, sondern viele unterschiedliche Kryptowährungen verwalten.

Damit nicht für jede Währung ein eigener Private Key erstellt und gemerkt werden muss, gibt es auch die Möglichkeit, stattdessen einen sogenannten „Seed“ zu erzeugen. Dabei handelt es sich also mehr oder weniger um den Universal PIN der Wallet.

Video: Wie funktioniert eine Wallet?

Länge: 10 Minuten

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Punkt 2

Hot Storage vs. Cold Storage

Grundsätzlich wird bei den Krypto-Wallets zwischen zwei unterschiedlichen Speichermethoden unterschieden:

  • Hot Storage bzw. Online Wallets
  • Cold Storage bzw. Offline Wallets

Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass Wallets mit einem Hot Storage ständig mit dem Internet verbunden sind, während Wallets mit einem Cold Storage nur für Transaktionen mit dem Netz verbunden werden müssen. Als sicherer gilt in Expertenkreisen die Cold Storage Variante, denn der Hot Storage Speicher bietet durch die dauerhafte Verbindung zum Internet eine große Angriffsfläche für Hacker.

Die Online Wallets sind also eher für die Aufbewahrung von kleineren Beträgen geeignet und ideal, um schnell mit unterschiedlichen Kryptowährungen spekulieren zu können. Wer jedoch jemals größere Krypto-Beträge aufbewahren möchte, sollte das zur Sicherheit unbedingt mit einer Offline Wallet machen.

Punkt 3

Aktueller Bitcoin-Wechselkurs zum Euro

Welche unterschiedlichen Wallets gibt es?

Insgesamt gibt es fünf unterschiedliche Arten von Wallets:

  • Hardware Wallets
  • Paper Wallets
  • Mobile und Desktop Wallets
  • Online Wallets
  • Trading Wallets

Bei den beiden Erstgenannten handelt es sich um Wallets mit einem Cold Storage, die restlichen drei Walletarten funktionieren hingegen mit einem Hot Storage. Um zu verstehen, was hinter den einzelnen Begriffen steckt, sehen wir uns die einzelnen Arten nun im Detail an:

Punkt 4

Hardware Wallets

Die Hardware Wallet kommt einer echten Geldbörse noch am nächsten. Denn dabei handelt es sich tatsächlich um einen physischen Gegenstand. Sie gilt als eine sehr sichere Form zur Aufbewahrung der eigenen Bitcoins und sieht in etwa aus wie ein herkömmlicher USB-Stick.

Um die Wallet in Betrieb zu setzen, muss sie an der USB-Schnittstelle mit dem Computer verbunden und zusätzlich ein PIN eingegeben werden. Ist die Wallet nicht angeschlossen, besteht auch keine Gefahr, dass jemand anderer auf die Bitcoins zugreifen kann. Auch wenn die Wallet verloren geht oder gestohlen wird, kann niemand auf die Bitcoins zugreifen, der den PIN nicht kennt. Nach dreimaliger Falscheingabe wird die Wallet einfach gesperrt.

Das größte Sicherheitsrisiko bei der Hardware Wallet besteht beim Kauf. Es empfiehlt sich, auf bekannte Hersteller wie Ledger oder Trezor zu vertrauen, da hier die Sicherheit besteht, dass die Software der Wallet nicht manipuliert wurde.

Genau deshalb ist auch vom Kauf über Drittanbieter oder dem Erwerb einer gebrauchten Wallet unbedingt abzuraten.

Vorteile

Nachteile

Hohe Sicherheit

Hohe Anschaffungskosten

Eignet sich als Geschenk

Umständlich in der Bedienung

Für die Aufbewahrung von großen Beträgen geeignet

Gefahr, dass die Wallet verlorengeht


Die Auswahl an Hardware Wallets ist riesig. Einige Anbieter werben beispielsweise mit Steelwallets, die besonders robust sind und z. B. vor Feuer schützen sollen. Die Einstiegspreise für gute Wallets liegen bei etwa 40 bis 50 Euro. Aktuelle Angebote:



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Wer besitzt alles Bitcoin? Die großen Wallets vorgestellt

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Punkt 5

Paper Wallets

Bei einer Paper Wallet handelt es sich einfach um ein Stück Papier, auf dem sowohl der Public Key als auch der Private Key bzw. Seed notiert wird. Genauso wie bei der Hardware Wallet handelt es sich also um eine Offline Wallet und deshalb grundsätzlich um eine sichere Variante, da keine dauerhafte Verbindung zum Internet besteht. Allerdings ist es wichtig, die Paper Wallet an einem sicheren Ort wie beispielsweise einem Safe aufzubewahren.

Obwohl das alles sehr einfach klingt, ist die Paper Wallet für Anfänger nicht gut geeignet. Das liegt daran, dass der Private Key auf einem Computer erstellt werden muss, der offline ist. Die Wallet sollte in weiterer Folge auch vor Beschädigungen durch Feuer oder Wasser geschützt werden.

Sie eignet sich allerdings hervorragend, um größerer Beträge zu speichern. Die Durchführung von Transaktionen ist hingegen umständlich.

Vorteile

Nachteile

Hohe Sicherheit

Einrichtung für Anfänger kompliziert

Keine Anschaffungskosten

Transaktionen nur sehr umständlich möglich

Für die Aufbewahrung von großen Beträgen geeignet

 

Punkt 6

Mobile Wallets, Desktop Wallets und Online Wallets

Mittlerweile gibt es auch schon sehr sichere Arten von Hot Storage Wallets als App für das Smartphone (Mobile Wallets) oder den Computer (Desktop Wallets). Hier wird einfach eine Software auf dem jeweiligen Endgerät installiert, mit der die Kryptowährungen verwaltet werden können. Bei den Online bzw. Web Wallets übernimmt eine Drittpartei die Verwaltung der Keys und man ist weniger an ein einzelnes Gerät gebunden.

Da hier eine ständige Verbindung zum Internet besteht, ist die Sicherheit jedoch wesentlich geringer als bei Hardware und Paper Wallets. Deshalb eignen sich diese Wallets primär für kleinere Beträge. Einige Hot Wallets bieten jedoch auch die Möglichkeit zur Verbindung mit Cold Wallets. Somit lassen sich durch die Verwendung unterschiedlicher Wallets auch alle Vorteile der jeweiligen Variante miteinander vereinen.

Als sicherste Desktop Wallet gilt unter Experten Ledger Live, weitere Desktop Wallets sind beispielsweise Exodus oder Neon Wallet. Eine bekannte Mobile Wallet ist beispielsweise Coinomi.

Vorteile

Nachteile

Einfache Durchführung von Transaktionen

Niedrige Sicherheit

Keine Anschaffungskosten

Teilweise hohe Gebühren für Transaktionen

Keine eigene Hardware erforderlich

 

Punkt 7

Trading Wallets

Bei den Trading Wallets handelt es sich um jene Geldbörsen, die kostenlos auf der Plattform zur Verfügung gestellt werden. Wer beispielsweise auf einer Handelsplattform wie bitcoin.de oder Bitcoins kauft, erhält dort auch seine persönliche Wallet, in der er sein Krytogeld aufbewahren kann. So kann direkt auf der jeweiligen Plattform auf Trading Signale reagiert und automatisch gehandelt werden.

Das ist sehr praktisch und unkompliziert, allerdings auch die unsicherste Methode zur Aufbewahrung der Bitcoins. Große Summen bzw. Vermögen sollten deshalb langfristig auf eine Hardware Wallet zur dauerhaften Aufbewahrung transferiert werden.

Wer seine Bitcoins trotz des hohen Sicherheitsrisikos dennoch in der Trading Wallet belassen möchte, sollte zumindest eine 2-Faktor-Authentifizierung für den Login einrichten. Damit ist ausgeschlossen, dass sich Nutzer mit nur einem Endgerät in den Account einloggen können. Beim Login wird hierfür beispielsweise eine SMS mit einem Code an das Mobiltelefon geschickt, der in weiterer Folge in das Login-Formular eingegeben werden muss.

Als moderne Variante sind mittlerweile auch Apps wie der Google Authenticator verfügbar, die für entsprechende Anwendungen Codes für den Login generieren.

Vorteile

Nachteile

Einfache Handhabung

Sehr unsicher (plattformabhängig)

Keine Anschaffungskosten

 

Keine eigene Hardware erforderlich

 

Punkt 8

3 wichtige Tipps für Anfänger

An der Frage "Bitcoin - wo lagern?" wird man als BTC-Besitzer nicht vorbeikommen. Um vor allem als Anfänger keine Fehler zu machen und den Verlust seiner Kryptos zu riskieren, sollten unbedingt die folgenden drei Tipps befolgt werden:

  • Tipp 1: Die Bitcoins nach dem Kauf nicht auf den Kryptobörsen bzw. Tauschbörsen liegen lassen.
  • Tipp 2: Ein Hardware Wallet eines bekannten Herstellers kaufen, umgehend einrichten und die Beträge von der Trading Wallet schnellstmöglich dorthin transferieren.
  • Tipp 3: Den Private Key bzw. den Seed sicher aufbewahren. Idealerweise offline an zwei unterschiedlichen Orten, damit es im Schadensfall einen Ersatz gibt. Keinesfalls in Online Notizbüchern speichern. Das Passwort sollte außerdem möglichst komplex sein. 

Punkt 9

Leserumfrage zum weiteren Kursverlauf vom Bitcoin

Bitcoin: Ihre Prognose – wo wird der Bitcoin-Preis 2030 stehen?

 

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Punkt 10

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Erläuterungen zu den Kurskapriolen vom Bitcoin

Im Jahre 2010 wurde das erste Mal ein Kurs zwischen Usern eines Bitcoin-Forums ausgehandelt. In der ersten Zeit bewegte sich der Kurs meist unter 10 Dollar für einen Bitcoin. Doch irgendwann stieg der Wert der Bitcoins stark an, um dann wieder abzusacken.

In obiger Grafik ist zu erkennen, wie der Kurs im April 2013 auf sein Maximum von knapp über 260 Dollar "explodierte". Wer zu diesem Zeitpunkt gekauft hatte, musste in den nächsten Wochen mit einem herben Verlust leben. Die digitale Währung sank um über 80 Prozent auf rund 50 Dollar.

Im November desselben Jahres kam es zu einer erneuten "Explosion". Der Kurs stieg auf über 1.000 Dollar je Bitcoin.

Dann kam es zum Konkurs der Bitcoin-Plattform "Mt. Gox" Anfang 2014. In diesem Zuge sackte der Wert wieder auf gut 300 Dollar je Bitcoin ab.

Nach einigem hin und her sehen wir seit Oktober 2015 wieder stark steigende Kurse. Experten machen hierfür die zunehmende Popularität der Währung in den Medien, verschiedene politische Entwicklungen, das mangelnde Vertrauen in etablierte Währungen und die weltweit steigende Akzeptanz zur Inzahlungnahme der Bitcoins verantwortlich. Seit Mai 2017 beobachteten wir Bitcoin-Kurse von über 2.000 Dollar

Doch die Bäume wachsen nicht in den Himmel!

Der erneute Bitcoin-Boom erreichte am 16.12.2017 seinen Höhepunkt: 16.497,34 Euro wurde für einen Bitcoin gezahlt. Ab Dezember 2018 / Anfang 2019 beobachteten wir dann wieder Bitcoin-Kurse unter 3.000 Euro für 1 Bitcoin.

Bis zum Anfang 2020 hatte sich der Wert des Bitcoin wieder auf rund 8.000 € erholt. Der Schlusskurs lag am Tag des dritten Bitcoin-Halvings (11. Mai 2020) bei 7.979,33 Euro, dann begann eine neue Bitcoin-Kursrallye. Angeheizt vom Einstieg einiger Finanzinvestoren in den Bitcoin und der Ankündigung Paypals, künftig den Kunden zu ermöglichen, mit Bitcoin zu bezahlen, schoss der Kurs von einem Hoch zum nächsten. 

Anfang Januar 2021 kletterte der Kurs auf über 40.000 $ (bzw. über 33.000 €). Am 21. Februar 21 erreichte er ein Hoch bei knapp 48.000 € – hier wirkte sich der Bitcoin-Einstieg von Elon Musk mit 1,5 Milliarden $ aus sowie dessen Ankündigung, bei Tesla künftig Bitcoin als Bezahlung zu akzeptieren.

Analyse: Warum steigt der Bitcoin?

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Warum steigt der Bitcoin? Die Treiber des Preises & Gefahren

Wer regelmäßig die Kurse des Bitcoins verfolgt, ist bereits an die heftigen Kursschwankungen der Währung gewöhnt. Experten sprechen in diesem Fall von einer hohen Volatilität. Allerdings ist diese in den letzten Jahren stetig gesunken. Der Bitcoin Kurs hingegen knackte im Februar 2021 die 40.000 Euro Marke.

Doch was steckt eigentlich genau dahinter, wenn der Kurs des Bitcoins wieder einmal sprunghaft ansteigt? Handelt es sich dabei nur um eine nicht steuerbare Laune oder gibt es wirklich jedes Mal triftige Gründe, die den Preis dermaßen in die Höhe treiben? 

Analyse: Bitcoin – wann verkaufen?

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Wer einmal vom Bitcoin-Fieber gefangen ist, dem lässt es meistens so schnell nicht mehr los. Die meisten Besitzer von Bitcoin kennen wahrscheinlich das Phänomen, dass sie mehrmals am Tag den aktuellen Kurs checken. Die allesentscheidende Frage lautet: Wann soll ich mich wieder von meinem Krypto-Geld trennen? So viel sei schon vorneweg verraten: Eine einfache Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Doch es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, sich zumindest einer Antwort anzunähern.

 

Der Beitrag ist eingeordnet unter:

Vom gelassenen Umgang mit Sparen, Geldanlage, Versicherung und Vorsorge

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