wer erfand Bitcoin

Wann entstand der Bitcoin und wer erfand ihn? Eine Spurensuche

Wer der Entstehungsgeschichte des Bitcoins ein wenig näher auf den Grund gehen möchte und sich fragt „Wann entstand Bitcoin?“, wird schnell feststellen, dass es sich hierbei um eine Welt voller Mythen und Geheimnisse handelt. Obwohl es ein paar bestätigte Fakten gibt, die eindeutig belegbar sind, existieren zahlreiche Storys rund um die Gründung der ersten Kryptowährung. Die Spur führt dabei nicht bloß in das Gründungsjahr 2008, sondern noch viel weiter zurück.

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Punkt 1

Beginnen wir mit den Fakten

Um die einzelnen Storys besser verstehen und interpretieren zu können, ist es wichtig, die genaue Faktenlage zu kennen. Deshalb beginnen wir damit, das zu beschreiben, was sich gut belegen lässt oder mittlerweile als eindeutig bewiesen gilt.

Der Start: 3. Januar 2009

Dazu gehört die Tatsache, dass das Bitcoin-Netzwerk am 3. Januar 2009 das Licht der Welt erblickt. An diesem Tag wurde der erste Block in der Blockchain erzeugt und die ersten 50 Bitcoins gehandelt. Dieser erste Block wird auch "Block 0" oder "Genesisblock" genannt und enthielt eine verschlüsselte Nachricht. In dieser wird die Schlagzeile der britischen Tageszeitung "The Times" zitiert, in der es um Rettungspakete für die Banken geht.

Somit spielt die Nachricht auf die Banken- und Finanzkrise von 2007 an und passt zum Versprechen hinter Bitcoin: Eine bessere, sicherere Währung zu schaffen und die Lösung für viele Probleme der digitalen Finanzwelt zu sein.

Bereits vorher wurde die Domain bitcoin.org registriert. Zurückzuführen ist der Bitcoin auf ein Skript bzw. Paper, das kurz nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers und der weltweiten Finanzkrise unter dem Titel „Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System“ im Internet veröffentlicht wird. 

Genauer gesagt wurde das Whitepaper über die Mailingliste der Cypherpunks (siehe unten) an eine Gruppe von Kryptologen verschickt. Man kann sich dieses nach wie vor hier in den unterschiedlichsten Sprachen herunterladen. Siehe auch:

Zur Einführung: Wie funktioniert der Bitcoin?

Wie funktioniert Bitcoin?

Bitcoin: Was du darüber wissen musst

Wie der Bitcoin funktioniert – von Blockchain und Co.

Kryptowährungen und allen voran der Bitcoin sind in aller Munde. Die digitale Währung hat mittlerweile einen sehr hohen Bekanntheitsgrad erreicht. Doch obwohl die meisten Menschen in der Zwischenzeit wissen, dass es Bitcoins gibt, fragen sie sich: Was ist Bitcoin? Wie funktioniert Bitcoin? Warum gibt es den Bitcoin? Wo kann man Bitcoins kaufen? Was ist eine Blockchain? Die Antworten auf diese Fragen und mehr gibt es in diesem Artikel.

Wie entsteht der Wert beim Bitcoin?

Wie entsteht der Wert beim Bitcoin?

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So entsteht der Wert beim Bitcoin: von Begrenzung, Nachfrage & Co.

Der Bitcoin ist eine digitale Währung ohne realen Pendant. Mittlerweile gibt es Menschen, die durch den Handel mit der Währung reich geworden sind. Immer mehr Internetshops und Firmen akzeptieren Bitcoins als Zahlungsmittel. Doch wie entsteht eigentlich der Wert bei der "digitalen Münze"?

Im Whitepaper werden die technischen und ökonomischen Grundlagen der Währung im Detail beschrieben. Es wird ein Zahlungssystem beschrieben, welches digitale Transaktionen ohne Überwachung durch eine zentrale Partei, wie z. B. eine Bank, ermöglicht. Als Verfasser des Schriftstücks gilt Satoshi Nakamoto. Doch genau hier endet auch schon die Faktenlage.

Denn wer oder was genau hinter diesem Pseudonym steckt, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Es könnte eine einzelne Person, aber auch eine ganze Gruppe dahinter stecken. Die Frage „Wer erfand Bitcoin?“ ist deshalb nicht eindeutig zu beantworten.

Wer auch immer den Bitcoin erfunden hat – heutzutage können alle Menschen anonym Bitcoin kaufen, verkaufen, in einer persönlichen Wallet aufbewahren oder automatitisiert mit Handelssystemen wie Bitcoin Revolution damit traden. 

Punkt 2

Wer ist Satoshi Nakamoto?

Da das Whitepaper sehr viele komplizierte mathematische Formeln enthält, lässt das den Schluss zu, dass der oder die Verfasser aus dem Bereich der Mathematik oder Computerwissenschaft stammen dürften. Bis zum heutigen Tag wurden unterschiedliche Personen für Satoshi Nakamoto gehalten oder haben irgendwann selbst behauptet, es zu sein.

Laut einer Analyse des Kryptologen Sergio Lerner dürfte Satoshi Nakamoto etwa 1,1 Millionen Bitcoins besitzen. Diese wurden angeblich bereits im ersten Jahr des Bestehens der Kryptowährung geschürft bzw. durch Mining geschaffen. Lerner stellte das aufgrund von Datenprotokollen fest, die zeigen, dass innerhalb eines Jahres vom gleichen Computer 1,8 Millionen Bitcoins erschaffen wurden, von denen in weiterer Folge nur etwa ein Drittel in den Umlauf gebracht wurde.

Satoshi – der vielfache Bitcoin-Milliardär

2009 hatten die 1,8 Millionen Bitcoins von Satoshi noch keinen Wert, im Herbst 2010 lag der Kurs bei gerade einmal 0,08 Dollar. Seitdem ist viel passiert. Bei einem Kurs von über 40.000 Dollar, der im Februar 2021 erreicht wurde, wäre Satoshi man mit dem aktuellen Gegenwert von über 44 Milliarden Dollar damit auf jeden Fall einer der Superreichen dieser Welt.

Aktueller Bitcoin-Wechselkurs zum Euro

Um sich ein wenig auf die Spurensuche zu begeben, ist es wichtig zu wissen, wo genau im World Wide Web das Whitepaper seinerzeit veröffentlicht wurde. Satoshi Nakamoto hat es in einer Mail in der Cryptographie Mailing List am 1. November 2008 versendet. Dort erklärte er, ein neuartiges Zahlungssystem zu entwickeln und hängte das heute so berühmte Whitepaper als Attachment an.

Nachdem Bitcoin an den Start ging, war Satoshi Nakamoto für kurze Zeit im Forum der PSP Foundation aktiv. Er stellte sich dort im Februar 2009 vor und behauptete dabei, ein 36-jähriger männlicher Japaner zu sein. Seine Beiträge verfasste er in lupenreinem Englisch. Die Beiträge lassen darauf schließen, dass er sich im Geldwesen sehr gut auskennt und in der Programmiersprache C++ versiert ist.

Um das System in den Umlauf zu bringen, wurde eine Internetseite aufgesetzt und mehrere Rechner miteinander verkoppelt. Bis zum April 2011 wurde das System in mehreren Iterationsschritten immer wieder verfeinert. Satoshi Nakamoto erläuterte weiterhin in der Mailing-Liste von Cryptographie den Code und tauschte sich mit anderen Nutzern im Forum der PSP Foundation über seine Arbeit aus.

Nachdem der Bitcoin in der ersten Zeit nach der Gründung vor allem dazu verwendet wurde, Drogen und Waffen, die auf digitalen Schwarzmärkten gehandelt wurden, zu bezahlen, zog sich Satoshi Nakamoto vermutlich von bitcoin.org zurück und übergab den Schlüssel für den Quellcode an einen Software-Entwicklers namens Gavin Andresen. Seine letzte bekannte Aktivität war eine Mail an den Programmierer Mike Hearn am 23. April 2011. Seitdem verliert sich die Spur und niemand hat Satoshi Nakamoto bis heute tatsächlich je zu Gesicht bekommen – zumindest nicht wissentlich :-)

Video: Wer ist Stoshi Nakamoto? Eine Vermutung ...

Länge: 12 Minuten

Punkt 3

Die Bitcoin-Reise begann bereits wesentlich früher

Wer sich den Fragen „Wann entstand Bitcoin?“ und „Wer erfand Bitcoin?“ auf die richtige Art und Weise nähern möchte, sollte dafür bereits wesentlich früher einsteigen als im Jahr 2008.

Eine wichtige Rolle spielen dabei die sogenannten Cypherpunks. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von größtenteils technisch versierten Menschen, die sich seit den frühen 1990er-Jahren für den Datenschutz im Zuge der Digitalisierung stark machen.

In ihrem Manifest aus dem Jahr 1993 findet sich unter anderem folgender Satz:

„Der Datenschutz ist für eine offene Gesellschaft im elektronischen Zeitalter notwendig.“

Das bezogen die Cypherpunkts auch auf den Umgang mit Geld. Während in der „realen“ Welt Barzahlungen stets anonym ablaufen können, gibt es im digitalen Universum immer einen Beobachter bei einer Zahlungstransaktion. Genau das sollte abgeschafft werden.

So wurden seit den späten 1990er-Jahren mehrere Versuche unternommen, ein entsprechendes Zahlungssystem zu schaffen. Dabei gab es ein paar sehr interessante Entwicklungen, die in der einen oder anderen Form alle in die Erfindung des Bitcoins einflossen:

  • Von David Chaum wurde das Digi-Cash-Prinzip entwickelt. Dabei handelte es sich um eine digitale Währung, die jedoch immer noch zentral verwaltet wurde. Allerdings kam dabei erstmal die Public-Key-Kryptographie zur Anwendung, bei der die beteiligten Parteien keinen gemeinsamen Schlüssel benötigten, sondern jeder Benutzer sein eigenes Schlüsselpaar aus einem privaten und öffentlichen Schlüssel erzeugt.
  • Adam Back hat im Jahr 1997 ein Konzept für eine digitale Währung namens „Hashcash“ entwickelt. Dabei müssen Computer komplizierte Berechnungen durchführen, um Hashcash zu verdienen. Dieses als „Proof of work“ bekannte System kommt auch bei der Erzeugung von Bitcoins zum Einsatz.
  • Im Rahmen von BitGold verfeinerte Nick Szabo das Konzept des „Proof of work“ noch weiter.
  • Der Computeringenieur Wei Dai entwickelte mit „B-Geld“ eine Währung, die nicht reguliert werden kann. In seinem Kernkonzept gleicht es der heutigen Form von Bitcoin sehr stark. Und nun auch ein wenig Futter für Verschwörungstheoretiker: Die entsprechenden Patente hat Wie Dai in weiterer Folge an Microsoft übertragen.

Adam Back und Wei Dai waren übrigens die ersten beiden Personen, die von Satoshi Nakamoto im Zuge der Entwicklung des Bitcoins kontaktiert wurden. Das B-Geld findet deshalb auch Erwähnung im Whitepaper von Bitcoin.

Die Vorgängersysteme hatten vermutlich keinen Erfolg, da die digitale Infrastruktur und Leistung der Computer in den 90ern noch nicht ausreichend waren. Zudem kam dem Bitcoin später auch die Finanzkrise von 2008 und der damit verbundene Vertrauensverlust in die Banken zugute. 

Die Fragen "Wann entstand Bitcoin?" und "Wer erfand BTC?" sind also genau genommen gar nicht so eindeutig zu beantworten. Einer hat das Ganze jedenfalls schon 1999 kommen sehen und zwar der Ökonom Milton Friedman:

Punkt 4

War Dave Kleiman vielleicht Satoshi Nakamoto?

Dave Kleiman ist bereits im April 2013 an einer Bakterien-Infektion verstorben. Er war ein IT-Forensiker, der sich in mehreren Büchern und auch als Referent bei Veranstaltungen dem Thema Informationssicherheit widmete.

Zahlreiche Insider vermuten, dass er zumindest zur Personengruppe gehörte, die den Bitcoin erfunden hat. Als Indiz dafür werten sie unter anderem, dass die E-Mail-Adresse von Satoshi Nakamoto bei GMX ab dem Jahr 2014 wieder zur Verfügung stand. GMX löscht inaktive E-Mail-Adressen nämlich nach einem Jahr und das trifft sich sehr gut mit dem Zeitpunkt des Ablebens von Kleiman. Eine gute These, die aber auf wackeligen Beinen steht.

Als einigermaßen sicher gilt, dass der Software-Entwickler Hal Finney den Bitcoin zumindest mitentwickelt hat. Vor allem die Tatsache, dass er der erste Empfänger einer Bitcoin-Transaktion ist, spricht zumindest für diese These. Da allerdings auch Finney bereits im Jahr 2014 an ALS verstorben ist, wird es auch diesbezüglich keine neuen Beweise mehr geben. Er selbst bestritt aber zu Lebzeiten immer vehement, selbst hinter dem Synonym Satoshi Nakamoto zu stehen.

Bleibt schließlich nur noch der sagenumwobene australische Unternehmer Craig Steven Wright. Dieser befindet sich noch am Leben und behauptete im Jahr 2016, der Erfinder von Bitcoin zu sein. Die bekannte Zeitschrift „Wired“ stellte diese These bereits im Jahr 2015 in den Raum und begründete sie damit, dass in der Signatur einer Mailadresse, die Satoshi Nakamoto zur Kommunikation mit Bitcoin-Entwicklern nutzte, eine Mobilfunknummer angegeben war, die auf Wrights Namen zugelassen war. Im Jahr 2019 hat WikiLeaks allerding Beweise veröffentlicht, laut denen Craig Steven Wright die Dokumente gefälscht hat, die beweisen sollen, dass er Satoshi Nakamoto ist.

Es bleibt also spannend und es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis wieder jemand auf der Bildfläche auftaucht, der behauptet, Satoshi Nakamoto zu sein. Wer weiß, vielleicht handelt es sich ja dann in diesem Fall tatsächlich um den Echten …

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Punkt 5

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Erläuterungen zu den Kurskapriolen vom Bitcoin

Im Jahre 2010 wurde das erste Mal ein Kurs zwischen Usern eines Bitcoin-Forums ausgehandelt. In der ersten Zeit bewegte sich der Kurs meist unter 10 Dollar für einen Bitcoin. Doch irgendwann stieg der Wert der Bitcoins stark an, um dann wieder abzusacken.

In obiger Grafik ist zu erkennen, wie der Kurs im April 2013 auf sein Maximum von knapp über 260 Dollar "explodierte". Wer zu diesem Zeitpunkt gekauft hatte, musste in den nächsten Wochen mit einem herben Verlust leben. Die digitale Währung sank um über 80 Prozent auf rund 50 Dollar.

Im November desselben Jahres kam es zu einer erneuten "Explosion". Der Kurs stieg auf über 1.000 Dollar je Bitcoin.

Dann kam es zum Konkurs der Bitcoin-Plattform "Mt. Gox" Anfang 2014. In diesem Zuge sackte der Wert wieder auf gut 300 Dollar je Bitcoin ab.

Nach einigem hin und her sehen wir seit Oktober 2015 wieder stark steigende Kurse. Experten machen hierfür die zunehmende Popularität der Währung in den Medien, verschiedene politische Entwicklungen, das mangelnde Vertrauen in etablierte Währungen und die weltweit steigende Akzeptanz zur Inzahlungnahme der Bitcoins verantwortlich. Seit Mai 2017 beobachteten wir Bitcoin-Kurse von über 2.000 Dollar

Doch die Bäume wachsen nicht in den Himmel!

Der erneute Bitcoin-Boom erreichte am 16.12.2017 seinen Höhepunkt: 16.497,34 Euro wurde für einen Bitcoin gezahlt. Ab Dezember 2018 / Anfang 2019 beobachteten wir dann wieder Bitcoin-Kurse unter 3.000 Euro für 1 Bitcoin.

Bis zum Anfang 2020 hatte sich der Wert des Bitcoin wieder auf rund 8.000 € erholt. Der Schlusskurs lag am Tag des dritten Bitcoin-Halvings (11. Mai 2020) bei 7.979,33 Euro, dann begann eine neue Bitcoin-Kursrallye. Angeheizt vom Einstieg einiger Finanzinvestoren in den Bitcoin und der Ankündigung Paypals, künftig den Kunden zu ermöglichen, mit Bitcoin zu bezahlen, schoss der Kurs von einem Hoch zum nächsten. 

Anfang Januar 2021 kletterte der Kurs auf über 40.000 $ (bzw. über 33.000 €). Am 21. Februar 21 erreichte er ein Hoch bei knapp 48.000 € – hier wirkte sich der Bitcoin-Einstieg von Elon Musk mit 1,5 Milliarden $ aus sowie dessen Ankündigung, bei Tesla künftig Bitcoin als Bezahlung zu akzeptieren.

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Wer einmal vom Bitcoin-Fieber gefangen ist, dem lässt es meistens so schnell nicht mehr los. Die meisten Besitzer von Bitcoin kennen wahrscheinlich das Phänomen, dass sie mehrmals am Tag den aktuellen Kurs checken. Die allesentscheidende Frage lautet: Wann soll ich mich wieder von meinem Krypto-Geld trennen? So viel sei schon vorneweg verraten: Eine einfache Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Doch es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, sich zumindest einer Antwort anzunähern.

 

Der Beitrag ist eingeordnet unter:

Vom gelassenen Umgang mit Sparen, Geldanlage, Versicherung und Vorsorge

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