Wie anonym ist Bitcoin

Wie anonym ist Bitcoin? Vom Bezahlen, den Keys und der Wallet-Adresse

Wie anonym ist Bitcoin? Diese Frage stellen sich viele im Zusammenhang mit der Krypto-Währung. In den Medien wird immer wieder betont, dass es mit Hilfe von Bitcoins möglich ist, Gelder an der Steuer vorbeizuschmuggeln oder im Darknet Waffen und Drogen damit zu kaufen. Das funktioniert aber nur, wenn diese Transaktionen durchgeführt werden können, ohne dabei Spuren zu hinterlassen. Doch ist der Bitcoin tatsächlich so anonym wie es in vielen Medien oftmals behauptet wird? Darauf gibt es eine sehr einfache Antwort.

Die Anonymisierung durch die Blockchain ► welche Angaben stehen in welchem Key? ► die Wallet mit Namen ► Wallet-Adressen berühmter Bitcoin-Inhaber ► Leserumfrage zu geheimen Adressen

Punkt 1

Bitcoin ist nicht anonym

Viele Menschen glauben, das System Bitcoin sei völlig anonym, weil es über die Blockchain läuft. Dieser großen kryptographisch geschützten Datenbank. Und wer sich die Daten in dieser Blockchain ansieht, wird darin auf den ersten Blick auch nicht viel erkennen können, wenn er nicht die erforderlichen Hintergründe dazu hat. 

Im Detail erläutert: Wie funktioniert der Bitcoin?

Wie funktioniert Bitcoin?

Bitcoin: Was du darüber wissen musst

Wie der Bitcoin funktioniert – von Blockchain und Co.

Kryptowährungen und allen voran der Bitcoin sind in aller Munde. Die digitale Währung hat mittlerweile einen sehr hohen Bekanntheitsgrad erreicht. Doch obwohl die meisten Menschen in der Zwischenzeit wissen, dass es Bitcoins gibt, fragen sie sich: Was ist Bitcoin? Wie funktioniert Bitcoin? Warum gibt es den Bitcoin? Wo kann man Bitcoins kaufen? Was ist eine Blockchain?

Alle Antworten zur Funktionsweise des Bitcoin ► Erfindung des Bitcoins ► Blockchain ► Mining/Schürfen ► Handel mit Bitcoin ► Aufbewahren/Wallet

Anders ausgedrückt: In der Blockchain steht nicht genau drin, dass Herr Müller am 27. Juni an Fräulein Meier einen halben Bitcoin überwiesen hat.

In etwas unlesbarerer Form sind in der Blockchain jedoch alle diese Daten zu jeder Transaktion vorhanden.

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Punkt 2

Diese Daten stehen in der Blockchain

Jede Transaktion in der Blockchain wird unter einem eigenen unverwechselbaren Hash gespeichert. Das ist der Code, unter dem die jeweilige Transaktion gespeichert ist. Sehen wir uns zu diesem Zweck einfach den Hash 1e4a48313547aad445fb4cb1c7f1c63f57a99c9de325379110dda4e63d10597a ein wenig im Detail an.

Info

Wer selbst Lust hat, einzelne Transaktionen in der Blockchain im Detail zu analysieren, kann dies zum Beispiel hier machen.

 

Die entsprechende Transaktion wurde am 13. Juli 2021 um 12:55 Uhr durchgeführt. Dabei wechselten exakt 139.96883314 Bitcoins den Besitzer. Zum Zeitpunkt der Transaktion lag der Gegenwert dafür übrigens bei über 4,6 Millionen US-Dollar.

Da war also viel Geld im Spiel und somit könnten auch die Steuerbehörden daran interessiert sein, welche Personen oder Organisationen Geschäfte in diesem Ausmaß tätigen. Deshalb werden sie sich im Bedarfsfall wohl ein wenig näher mit den Adressen beschäftigen, die an dem Deal beteiligt waren und die somit ebenfalls in der Blockchain gespeichert sind.

In diesem Fall erfolgte die Überweisung von der Adresse des Bitcoin Wallets 33eFcw2pG1DRWaepUMgK9rhVRD9K2Up8F2 an die Adresse des Bitcoin Wallets 3FP4pD2M5sBetPnrEJhcMaMM2Erzib2snD.

Beim Sender dürfte es sich um einen routinierten Bitcoin-User handeln. Denn er hat im Laufe der Zeit bereits 1.418 Überweisungen mit Bitcoins durchgeführt. Zum ersten Mal wurde er jedoch erst am 31. August 2020 um 19.04 Uhr aktiv. Es handelt sich dabei also um eine noch recht junge Krypto-Karriere. Die letzte Transaktion vor der aktuellen wurde nur einen Tag vorher durchgeführt. In diesem Fall wechselten aber „nur“ 25 Bitcoins den Besitzer.

Das sind also jede Menge Informationen, die selbst ein Laie mit nur ein paar Klicks herausfinden kann. Die entscheidende Frage, die sich in diesem Zusammenhang stellt:

Ist es möglich, die Adresse des Bitcoin Wallets in weiterer Folge auch einem „echten“ Menschen zuzuordnen?

Punkt 3

Wie anonym ist die Adresse der Bitcoin Wallet?

Wer die Frage „Wie anonym ist Bitcoin?“ hinlänglich beantworten möchte, muss sich also vor allem damit befassen, wie anonym die Wallets sind, in denen die User ihre Bitcoins aufbewahren.

Dazu ist es erforderlich zu wissen, was die Bestandteile einer Bitcoin Wallet sind. Eine Wallet besteht immer aus

  • einem öffentlichen Schlüssel (dem sogenannten Public Key),
  • einem privaten Schlüssel (dem sogenannten Private Key) und
  • einem Keystore-File.

Beim Public Key handelt es sich genau um jene Information, die sich aus der Blockchain herauslesen lässt. Sie ist in etwa vergleichbar mit der Kontonummer oder dem IBAN bei einem Girokonto.

Der Private Key ist hingegen so etwas wie der PIN-Code und sollte deshalb keinesfalls in fremde Hände gelangen.

Wer seinen Private Key vergisst oder verlegt, hat in der Regel kaum noch eine Chance, auf seinen Bitcoin-Bestand zuzugreifen.

Laut dem Magazin Business Insider besitzt der deutsche Programmierer Stefan Thomas etwa 7.000 Bitcoins, kann aber nicht mehr darauf zugreifen, weil er seinen Private Key vergessen hat.  

Das Keystore File sorgt für die Verschlüsselung des Private Keys und erhöht damit noch einmal den Schutz vor unautorisierten Zugriffen.

In den meisten Fällen ist es möglich, eine Wallet anonym zu erwerben, ohne dass dafür Echtdaten bekanntgegeben werden müssen.

Wer allerdings auf Kryptobörsen wie beispielsweise Crypto Contracts handelt, muss sich dort mit seiner richtigen Identität unter Vorlegung eines Ausweises registrieren. Und damit kann eine Wallet einer Person zugeordnet werden.

Punkt 4

Fast jeder hinterlässt Spuren im Netz.

Und genau hier ist die Krux an der Sache: Der Public Key selbst ist zwar eigentlich anonym, doch viele User hinterlassen einfach digitale Spuren. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Bitcoins von der Wallet in der Kryptobörse auf eine eigene Wallet übertragen werden.

Wie schwer es ist, eine Verbindung vom Public Key zu echten Personendaten herzustellen, ist einerseits davon abhängig, wie sorgsam selbst User mit ihren Daten umgehen und andererseits, wie hoch die Bereitschaft einer anderen Partei ist, entsprechende Informationen aufzuspüren.  

Viele geben ihren Public Key im Verlauf von Konversationen, etwa in einem Forum, öffentlich bekannt. Um sich in diesem Forum zu registrieren war höchstwahrscheinlich eine E-Mail-Adresse erforderlich, die sich von versierten Usern sehr einfach herausfinden lässt. Der Benutzername im Forum wird von der gleichen Person vielleicht auch noch in anderen Foren verwendet, in denen vielleicht ebenfalls Rückschlüsse auf die jeweilige Person zu finden sind. Beispielsweise, weil es dort irgendwann mal eine Umfrage gab, aus welcher Region die User eigentlich kommen.

Anders ausgedrückt: Wer sucht, der findet in den meisten Fällen auch. Die einfachste Möglichkeit, um mit der Suche nach Informationen zu beginnen, ist es, einfach die Wallet Adresse in Google einzugeben. Im Falle unserer untersuchten Absender-Adresse 33eFcw2pG1DRWaepUMgK9rhVRD9K2Up8F2 führt das zu über 6.000 Suchergebnissen. Das ist doch schon mal eine gute Recherche-Basis.

Punkt 5

Die Blockchain Adressen der Big Player

Mit ein wenig Fantasie lassen sich die Identitäten der großen Player am Markt auch durch die Beobachtung einzelner Transaktionen herausfinden.

Wer sind die großen Bitcoin-Eigentümer?

Wer besitzt Bitcoin?

Wer besitzt Bitcoin?

Wer besitzt alles Bitcoin? Die großen Wallets vorgestellt

Der Bitcoin stellt seit Jahren seine Qualität als lukratives Spekulationsobjekt unter Beweis. Das digitale Gold hat im Laufe der Jahre schon viele Investoren reich gemacht. Zugegeben, es sind schon gute Nerven erforderlich, wenn die Kurse innerhalb kürzester Zeit wieder einmal bedrohlich abfallen. Doch langfristig gehören bis jetzt sehr viele Anleger zu den Gewinnern.

Während es bei vielen Kleinanlegern dabei jedoch oftmals um überschaubare Zugewinne geht, wurden ein paar Superreiche durch ihren großen Bitcoin-Bestand noch superreicher. Doch wer besitzt Bitcoin? Auch wenn es in den meisten Fällen nur unbestätigte Gerüchte sind, dürften vor allem die folgenden Personen zu den Krypto-Millionären zählen.

Da Satoshi Nakamoto, der Gründer von Bitcoin, bekanntermaßen auch die erste Transaktion durchführte, lässt sich seine Adresse sehr einfach zuordnen. Sie lautet 1A1zP1eP5QGefi2DMPTfTL5SLmv7DivfNa und ist die allererste jemals erzeugte Bitcoin-Adresse. Wer sich die Transaktionen dahinter betrachtet, dem wird auffallen, dass immer wieder User Bitcoins auf diese Adresse überweisen. Wahrscheinlich, um dem Gründer seine Dankbarkeit auszudrücken. Der letzte Zahlungsausgang liegt allerdings bereits einige Jahre zurück. Eine Tatsache, die den Mythos rund um Satoshi Nakamoto noch einmal vergrößert. Siehe dazu auch bitcoincodedenmark.

Beitrag: Wer ist (war) Satoshi Nakamoto?

Wann entstand Bitcoin?

wer erfand Bitcoin

Wann entstand der Bitcoin und wer erfand ihn? Eine Spurensuche

Wer der Entstehungsgeschichte des Bitcoins ein wenig näher auf den Grund gehen möchte und sich fragt „Wann entstand Bitcoin?“, wird schnell feststellen, dass es sich hierbei um eine Welt voller Mythen und Geheimnisse handelt. Obwohl es ein paar bestätigte Fakten gibt, die eindeutig belegbar sind, existieren zahlreiche Storys rund um die Gründung der ersten Kryptowährung. Die Spur führt dabei nicht bloß in das Gründungsjahr 2008, sondern noch viel weiter zurück.

Etwas schwieriger gestaltet es sich, beispielsweise die Wallet Adresse von Elon Musk oder anderen wichtigen Krypto-Playern herauszufinden. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn sie haben schließlich größtes Interesse daran, ihre Transaktionen anonym durchzuführen.

Zumindest die Adresse des Dogecoin Wallets von Elon Musk ist jedoch bekannt. Sie lautet DH5yaieqoZN36fDVciNyRueRGvGLR3mr7L. Wer diese Adresse beispielsweise hier eingibt, erhält einen Überblick über alle Transaktionen, die Elon Musk mit der Kryptowährung Dogecoin jemals (zumindest mit dieser Wallet Adresse) durchgeführt hat.

Welcher Leser schafft es, auch die Adresse des Wallets herauszufinden, mit dem Elon Musk seine Bitcoin-Transaktionen durchführt? Wir warten in der Redaktion gespannt auf die ersten Hinweise …

Kennen Sie eine Wallet-Adresse einer berühmten Person?

Bitte hier eingeben. Wir sind gespannt!

 

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Kryptowährungen und Risiko

Der Kauf und der Handel mit Bitcoin & Co. ist mit hohen Verlustrisiken verbunden. Denn die virtuelle Währung hat keinerlei realen Wert. Nicht nur die  britische Finanzmarktaufsichtsbehörde FCA warnt Anleger vor einem möglichen Totalverlust. Dieses Risiko sollten allen bewusst sein, die sich auf das Geschäft mit einer Kryptowährung einlassen.

Betrug vorbeugen: Wenn Sie auf einer Handelsplattform mit Bitcoin handeln wollen, sollten Sie dies nur auf Platformen tun, die staatlich, z. b. von der Bafin, geprüft sind. Hier finden sich allgemeine Erläuterungen der Bafin zum Thema und hier eine aktuelle Warnmeldung. Vor allem bei Handelsplattformen im Ausland kann es Ihnen passieren, dass ihr eingezahltes Geld nie wieder auftaucht.

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