Schnell und sicher Geld ins Ausland überweisen: so geht's
Geld ins Ausland zu überweisen, kann auf den ersten Blick wie eine Reise durch ein Labyrinth erscheinen – zahlreiche Wege, verschiedene Kosten und unterschiedliche Geschwindigkeiten. Doch keine Sorge, dieser Artikel dient als Ihr Kompass, um Ihnen die verschiedenen Optionen verständlich zu machen und Ihnen dabei zu helfen, den für Sie optimalen Pfad zu finden.
Inhalt: Geld ins Ausland überweisen
- Geld überweisen im Euroraum: SEPA-Überweisungen und Gebühren
- Geld senden außerhalb des SEPA-Raumes
- Bargeldtransfer ins Ausland
- Welche Überweisungsmethode passt zu welchem Zweck?
- Hintergrundinformationen zu Auslandsüberweisungen
- Kosten für Überweisungen bzw. Geldsendungen in das Ausland
- Dauer internationaler Überweisungen
- Währungsumrechnung und Wechselkurse
- Entgeltregelungen (OUR, SHA, BEN)
- Höchstbeträge und Limits
- Sicherheit bei Auslandsüberweisungen
- Alternativen zur klassischen Auslandsüberweisung
- Überweisungen in Entwicklungsländer und strukturschwache Regionen
- Steuerliche Aspekte und Meldepflichten
- Besonderheiten bei Überweisungen an Unternehmen oder Behörden im Ausland
- Häufige Fehler beim Überweisen ins Ausland – und wie man sie vermeidet
- 💡 Geld ins Ausland überweisen – was Sie beachten sollten: die Tipps zusammengefasst
- ✔️ Checkliste: Geld sicher ins Ausland überweisen
- Letzter Tipp: Gutscheine zum Zahlen
- Wohin entwickelt sich der internationale Zahlungsverkehr?
- Zum Abschluss: interessante Fakten zu Auslandsüberweisungen
- Ergänzung oder Frage von Ihnen?
- Im Zusammenhang interessant
Kurz zusammengefasst
- SEPA-Überweisungen: Für Euro-Überweisungen innerhalb des SEPA-Raums gelten einheitliche Standards, die schnelle und kostengünstige Transaktionen ermöglichen.
- Auslandsüberweisungen außerhalb SEPA: Bei Überweisungen in Länder außerhalb des SEPA-Gebiets oder in Fremdwährungen können höhere Gebühren und längere Bearbeitungszeiten anfallen.
- Gebührenstrukturen: Es gibt unterschiedliche Entgeltregelungen wie OUR, BEN und SHARE, die festlegen, wer die Überweisungsgebühren trägt.
- Wechselkurse: Banken verwenden oft eigene Wechselkurse mit Aufschlägen, während spezialisierte Anbieter den Devisenmittelkurs nutzen, was günstiger sein kann.
Banken und Zahlungsdienstleister orientieren sich am Interbanken- bzw. Devisenmittelkurs, schlagen jedoch in der Regel eine Marge auf diesen Referenzkurs auf. Diese Kursaufschläge stellen einen wesentlichen Bestandteil der tatsächlichen Transferkosten dar. - Dauer von Überweisungen: Die Transferzeit variiert je nach Zielland, Währung und gewählter Überweisungsmethode.
- Alternative Zahlungsdienstleister: Neben traditionellen Banken bieten FinTechs wie Wise oder TransferGo oft günstigere und schnellere Auslandsüberweisungen an.
- Wero ist die europäische Antwort auf PayPal & Co.: ein von großen Banken getragener Echtzeit-Zahlungsdienst, aktuell nutzbar für P2P‑Transfers in D/F/B, mit schnellem Ausbau zu E‑Commerce und Ladenkasse – geplant für 2025/26.
- Sicherheitsaspekte: Bei der Auswahl eines Anbieters sollten Sicherheitsstandards und Transparenz der Gebührenstruktur berücksichtigt werden.
Details und Erläuterungen zu allen Punkten im weiteren Artikel.
Geld überweisen im Euroraum: SEPA-Überweisungen und Gebühren
Innerhalb des SEPA-Raumes (Single Euro Payments Area, Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum) in Europa ist eine normale Banküberweisung die beste Weise, um Geld auf ein anderes Konto zu transferieren.
Der SEPA-Raum ist ein eigenständiger Zahlungsraum, der neben den EU-Mitgliedstaaten auch weitere Länder und Gebiete umfasst, darunter Staaten der EFTA sowie zusätzliche Teilnehmer wie das Vereinigte Königreich und verschiedene europäische Kleinstaaten. Die Zugehörigkeit richtet sich nach den SEPA-Regularien und nicht ausschließlich nach politischen Organisationen wie EU oder EWR.
SEPA-Überweisungen werden im Regelfall innerhalb eines Bankarbeitstages ausgeführt. Zusätzlich existieren mit SEPA-Echtzeitüberweisungen (SEPA Instant) Verfahren, bei denen der Betrag innerhalb weniger Sekunden beim Empfänger ankommt, sofern beide Banken diesen Dienst unterstützen.
SEPA-Überweisungen in Euro dürfen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums grundsätzlich nicht teurer sein als vergleichbare Inlandsüberweisungen, sofern sie standardisiert mit IBAN und ohne Zusatzleistungen ausgeführt werden. Dabei gelten für Überweisungen in Euro einheitliche Regeln hinsichtlich Dauer, Gebühren und Datenformaten. Verbraucher sollten jedoch beachten, dass Banken für optionale Zusatzleistungen (z. B. beleghafte Überweisungen) zusätzliche Entgelte erheben dürfen.
Für SEPA-Überweisungen gilt verpflichtend die Entgeltregelung „SHA“, bei der Sender und Empfänger jeweils die Gebühren ihres Zahlungsdienstleisters tragen. Andere Entgeltoptionen wie „OUR“ oder „BEN“ sind im SEPA-Verfahren nicht zulässig.
Aktuelle SEPA-Länder
| Land/Gebiet | BIC-Ländercode (ISO 3166-1 alpha-2) | IBAN-Ländercode (ISO 3166-1 alpha-2) | Währung (ISO 4217) | SEPA-Status (Stand: April 2026) |
|---|---|---|---|---|
| Åland-Inseln | FI | FI | Euro (EUR) | Gebiet Finnlands im SEPA-Raum |
| Albanien | AL | AL | Albanischer Lek (ALL) | Nicht-EWR-Staat im SEPA-Raum |
| Andorra | AD | AD | Euro (EUR) | Nicht-EWR-Staat im SEPA-Raum |
| Azoren | PT | PT | Euro (EUR) | Gebiet Portugals im SEPA-Raum |
| Belgien | BE | BE | Euro (EUR) | EU-Mitgliedstaat im SEPA-Raum |
| Bulgarien | BG | BG | Euro (EUR) | EU-Mitgliedstaat im SEPA-Raum |
| Dänemark | DK | DK | Dänische Krone (DKK) | EU-Mitgliedstaat im SEPA-Raum |
| Deutschland | DE | DE | Euro (EUR) | EU-Mitgliedstaat im SEPA-Raum |
| Estland | EE | EE | Euro (EUR) | EU-Mitgliedstaat im SEPA-Raum |
| Finnland | FI | FI | Euro (EUR) | EU-Mitgliedstaat im SEPA-Raum |
| Frankreich | FR | FR | Euro (EUR) | EU-Mitgliedstaat im SEPA-Raum |
| Französisch-Guayana | GF | FR | Euro (EUR) | Französisches Gebiet im SEPA-Raum |
| Gibraltar | GI | GI | Gibraltar-Pfund (GIP) | Britisches Überseegebiet im SEPA-Raum |
| Griechenland | GR | GR | Euro (EUR) | EU-Mitgliedstaat im SEPA-Raum |
| Guadeloupe | GP | FR | Euro (EUR) | Französisches Gebiet im SEPA-Raum |
| Guernsey | GG | GB | Pfund Sterling (GBP) | Kronbesitzung im SEPA-Raum |
| Irland | IE | IE | Euro (EUR) | EU-Mitgliedstaat im SEPA-Raum |
| Island | IS | IS | Isländische Krone (ISK) | EWR-Staat im SEPA-Raum |
| Isle of Man | IM | GB | Pfund Sterling (GBP) | Kronbesitzung im SEPA-Raum |
| Italien | IT | IT | Euro (EUR) | EU-Mitgliedstaat im SEPA-Raum |
| Jersey | JE | GB | Pfund Sterling (GBP) | Kronbesitzung im SEPA-Raum |
| Kanarische Inseln | ES | ES | Euro (EUR) | Gebiet Spaniens im SEPA-Raum |
| Kroatien | HR | HR | Euro (EUR) | EU-Mitgliedstaat im SEPA-Raum |
| Lettland | LV | LV | Euro (EUR) | EU-Mitgliedstaat im SEPA-Raum |
| Liechtenstein | LI | LI | Schweizer Franken (CHF) | EWR-Staat im SEPA-Raum |
| Litauen | LT | LT | Euro (EUR) | EU-Mitgliedstaat im SEPA-Raum |
| Luxemburg | LU | LU | Euro (EUR) | EU-Mitgliedstaat im SEPA-Raum |
| Madeira | PT | PT | Euro (EUR) | Gebiet Portugals im SEPA-Raum |
| Malta | MT | MT | Euro (EUR) | EU-Mitgliedstaat im SEPA-Raum |
| Martinique | MQ | FR | Euro (EUR) | Französisches Gebiet im SEPA-Raum |
| Mayotte | YT | FR | Euro (EUR) | Französisches Gebiet im SEPA-Raum |
| Republik Moldau | MD | MD | Moldauischer Leu (MDL) | Nicht-EWR-Staat im SEPA-Raum |
| Monaco | MC | MC | Euro (EUR) | Nicht-EWR-Staat im SEPA-Raum |
| Montenegro | ME | ME | Euro (EUR) | Nicht-EWR-Staat im SEPA-Raum |
| Niederlande | NL | NL | Euro (EUR) | EU-Mitgliedstaat im SEPA-Raum |
| Nordmazedonien | MK | MK | Mazedonischer Denar (MKD) | Nicht-EWR-Staat im SEPA-Raum |
| Norwegen | NO | NO | Norwegische Krone (NOK) | EWR-Staat im SEPA-Raum |
| Österreich | AT | AT | Euro (EUR) | EU-Mitgliedstaat im SEPA-Raum |
| Polen | PL | PL | Polnischer Złoty (PLN) | EU-Mitgliedstaat im SEPA-Raum |
| Portugal | PT | PT | Euro (EUR) | EU-Mitgliedstaat im SEPA-Raum |
| Réunion | RE | FR | Euro (EUR) | Französisches Gebiet im SEPA-Raum |
| Rumänien | RO | RO | Rumänischer Leu (RON) | EU-Mitgliedstaat im SEPA-Raum |
| Saint-Barthélemy | BL | FR | Euro (EUR) | Französisches Gebiet im SEPA-Raum |
| Saint-Martin (französischer Teil) | MF | FR | Euro (EUR) | Französisches Gebiet im SEPA-Raum |
| Saint-Pierre und Miquelon | PM | FR | Euro (EUR) | Französisches Gebiet im SEPA-Raum |
| San Marino | SM | SM | Euro (EUR) | Nicht-EWR-Staat im SEPA-Raum |
| Schweden | SE | SE | Schwedische Krone (SEK) | EU-Mitgliedstaat im SEPA-Raum |
| Schweiz | CH | CH | Schweizer Franken (CHF) | Nicht-EWR-Staat im SEPA-Raum |
| Serbien | RS | RS | Serbischer Dinar (RSD) | Aufnahme beschlossen; operative Teilnahme frühestens ab Mai 2026 |
| Slowakei | SK | SK | Euro (EUR) | EU-Mitgliedstaat im SEPA-Raum |
| Slowenien | SI | SI | Euro (EUR) | EU-Mitgliedstaat im SEPA-Raum |
| Spanien | ES | ES | Euro (EUR) | EU-Mitgliedstaat im SEPA-Raum |
| Tschechien | CZ | CZ | Tschechische Krone (CZK) | EU-Mitgliedstaat im SEPA-Raum |
| Ungarn | HU | HU | Ungarischer Forint (HUF) | EU-Mitgliedstaat im SEPA-Raum |
| Vatikanstadt | VA | VA | Euro (EUR) | Nicht-EWR-Staat im SEPA-Raum |
| Vereinigtes Königreich Großbritannien | GB | GB | Pfund Sterling (GBP) | Nicht-EWR-Staat im SEPA-Raum |
| Zypern | CY | CY | Euro (EUR) | EU-Mitgliedstaat im SEPA-Raum |
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Hinweise
Quellen gebündelt: Offizielle SEPA-Liste des European Payments Council, Version 8.0 vom 24. Dezember 2025; EPC-Übersichtsseite zum geografischen Geltungsbereich von SEPA; Europäische Zentralbank zur Euro-Einführung in Bulgarien zum 1. Januar 2026; EPC-Mitteilung zur Aufnahme Serbiens in den SEPA-Raum. |
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Achtung!
Wenn Sie Geld in den SEPA-Raum überweisen wollen, müssen Sie die entsprechende Maske beim Onlinebanking wählen. Meist ist es dieselbe wie für eine Inlandsüberweisung. Hier sind dann in der Regel aber nur Überweisungen in Euro möglich.
Wenn eine Zahlung innerhalb des SEPA-Raums in einer anderen Währung als Euro erfolgen soll, wird diese in der Regel als klassische Auslandsüberweisung ausgeführt. Die notwendige Währungsumrechnung übernimmt dabei der Zahlungsdienstleister automatisch, häufig jedoch zu einem eigenen Wechselkurs mit Aufschlag.
Überweisungen in Fremdwährungen innerhalb des SEPA-Raums
SEPA-Überweisungen sind auf Zahlungen in Euro beschränkt. Wer innerhalb des SEPA-Raums Geld in einer anderen Währung überweisen möchte, nutzt stattdessen eine klassische Auslandsüberweisung mit Währungsumrechnung. Einige Banken bieten jedoch sogenannte "SEPA-like"-Überweisungen in Fremdwährungen an, für die zusätzliche Gebühren oder Wechselkursaufschläge gelten können.
Die reine Euro-Überweisung erschwert das Bezahlen von Rechnungen in Fremdwährungen und lässt darum manche zur Maske mit der Auslandswährung greifen. Doch diese kostet in der Regel Gebühren ... In solchen Fällen können freie Anbieter, siehe unten, die günstigere Variante zur Überweisung in das SEPA-Land ohne Euro sein.
Großbritannien nach dem Brexit
Großbritannien nimmt weiterhin am SEPA-Zahlungsraum teil, obwohl es nicht mehr Mitglied der EU ist. Dennoch kann es bei Überweisungen dorthin zu zusätzlichen Gebühren, längeren Bearbeitungszeiten oder Einschränkungen kommen – je nach Bank. Verbraucher sollten vor einer Überweisung die Konditionen genau prüfen.
Geld senden außerhalb des SEPA-Raumes
Kosten für Auslandsüberweisungen außerhalb des SEPA-Raums
Für Überweisungen in Länder außerhalb des SEPA-Raums fallen in der Regel höhere Gebühren an. Diese können sich aus Grundgebühren, Entgelten für Währungsumrechnung und eventuellen Gebühren zwischengeschalteter Banken zusammensetzen. Die genaue Höhe ist abhängig von der Bank, dem Empfängerland und der gewählten Option (z. B. Entgeltregelung OUR, SHA oder BEN). Ein Preisvergleich vorab lohnt sich.
Überweisung über die Hausbank
Es fallen teilweise deutlich höhere Gebühren für eine Banküberweisung in Länder außerhalb des SEPA-Raumes an. Allerdings kann auf den Überweisungsträgern angegeben werden, wer die Kosten für die Überweisung trägt bzw. ob diese von Sender und Empfänger geteilt getragen werden.
Ablauf einer Überweisung ins Ausland bei einer Bank
Per Onlinebanking geht es besonders einfach:
- Die entsprechende Maske für Auslandsüberweisungen bei der Überweisung anwählen
- IBAN und BIC (alternativ Swift-Nummer) eingeben
- Oft wird noch die Adresse des Zahlungsempfängers verlangt
- Entscheiden, ob man selbst die Gebühren der Zahlung trägt, der Zahlungsempfänger oder ob man sich die Gebühren teilt.
Alternative Zahlungsdienstleister
Neben klassischen Banküberweisungen gibt es heute zahlreiche digitale Anbieter wie Wise (ehemals TransferWise), Revolut oder PayPal, die internationale Geldtransfers schnell und kostengünstig ermöglichen. Dazu gehören auch Azimo, CurrencyFair, TransferGo, WorldRemit, Western Union oder Xoom.
Freie Zahlunganbieter sind bei Auslandsüberweisungen in Fremdwährung oft deutlich günstiger als die Hausbank!
Spezialisierte Zahlungsanbieter sind insbesondere bei Überweisungen in Fremdwährungen häufig günstiger als klassische Banken. Bei reinen Euro-Überweisungen innerhalb des SEPA-Raums besteht dieser Vorteil jedoch in der Regel nicht.
Viele dieser Services bieten transparente Wechselkurse und geringere Gebühren als Banken. Vor der Nutzung sollte man sich über Sicherheitsstandards und mögliche Limitierungen informieren.
Einen günstigen Zahlungsanbieter finden
Die Kosten eines Geldtransfers ins Ausland sind von mehreren Faktoren abhängig, siehe unten. Am Ende sieht man die genauen Kosten erst, wenn die Überweisung getätigt und abgerechnet wurde.
Klären Sie zunächst, wie das Geld ankommen soll: Auf einem Bankkonto, einem Kreditkartenkonto oder soll sich der Zahlungsempfänger das Geld bar abheben können?
Wenn das geklärt ist, starten Sie eine Onlinesuche mit dem Stichwort "Geldtransfer + Zielland" und vergleichen die Angebote. Nutzen Sie hierfür gerne unsere Suchmaske, Sie brauchen nur noch das gewünschte Zielland angeben:
Ablauf einer Überweisung ins Ausland bei einem Zahlungsanbieter
Wer einmal ein Konto/Account bei einem der Onlineanbieter angelegt hat, kann einfach loslegen:
- Daten des Empfängers und den gewünschten Betrag mit Währung angeben.
- Oftmals wird auch Name und Ort der Empfänger-Bank benötigt.
- Die Bezahlung des Betrages veranlassen (meist voreingestellt, z. B. Kreditkarte oder Bankkonto).
- Dann wird die Geldsendung vom Online-Anbieter veranlasst. Wie lange dauert es, Geld ins Ausland zu überweisen?
Die Dauer internationaler Überweisungen variiert stark je nach Verfahren. Während moderne Zahlungsdienstleister häufig Übertragungen innerhalb von Minuten oder Stunden ermöglichen, können klassische Banküberweisungen über das SWIFT-System mehrere Werktage in Anspruch nehmen. - Entscheiden, ob man selbst die Gebühren der Zahlung trägt (Eintrag = "Our"), der Zahlungsempfänger allein (Eintrag = "Ben") oder ob man sich die Gebühren teilt (Eintrag = "Share").
Internationale Zahlungsanbieter wie Paypal und Co.
Zahlungsanbieter wie Paypal oder Skrill sind bequem und sicher für Überweisungen ins Ausland zu nutzen, setzen aber voraus, dass der Empfänger ebenfalls Mitglied des Dienstes ist.
Bei internationalen Zahlungen über Dienste wie PayPal entstehen Kosten insbesondere durch Wechselkursaufschläge sowie durch Gebühren abhängig von der gewählten Zahlungsart. Diese können in der Summe deutlich über den Kosten spezialisierter Transferanbieter liegen.
Tipp: Wer Paypal und Co. für Auslandsüberweisungen nutzt, informiere sich vorab über die entstehenden Gebühren!
Bargeldtransfer ins Ausland
Azimo, Western Union und andere ermöglichen auch das Senden von Geld an eine Wechselstube oder andere Bargeld-Abholungsstelle. Das ist praktisch, wenn der Empfänger im Ausland nicht über ein Konto verfügt. Anderseits wird dieses Verfahren gerne von Betrügern genutzt: Bei Bargeldtransfers besteht ein erhöhtes Risiko, da nach der Auszahlung an den Empfänger in der Regel keine Rückbuchung mehr möglich ist. Daher sollten solche Dienste ausschließlich für vertrauenswürdige Empfänger genutzt werden.
Neu: Wero
Wero ist ein europäischer Echtzeit-Zahlungsdienst der European Payments Initiative (EPI). Es handelt sich um eine digitale Bezahllösung, mit der Geld direkt von Konto zu Konto in Echtzeit übertragen werden kann – in der Regel innerhalb weniger Sekunden. Die Nutzung erfolgt über mobile Apps oder Onlinebanking und basiert auf dem SEPA-Instant-Verfahren.
Anstelle klassischer Bankdaten können zur Identifikation des Empfängers vereinfachte Merkmale wie Telefonnummer oder E-Mail-Adresse verwendet werden, sofern diese mit dem Bankkonto verknüpft sind.
Wer steht dahinter?
Hinter Wero steht die EPI Company SE mit Sitz in Brüssel. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer großer europäischer Banken und Zahlungsdienstleister. Ziel ist der Aufbau einer eigenständigen europäischen Zahlungsinfrastruktur als Alternative zu internationalen Anbietern.
Zu den beteiligten Institutionen gehören unter anderem große Bankengruppen aus Deutschland, Frankreich und Belgien sowie Zahlungsdienstleister wie Worldline und Nexi.
Wer kann es nutzen?
Die Nutzung von Wero setzt ein Girokonto bei einer teilnehmenden Bank voraus. Der Dienst wird schrittweise in bestehende Banking-Apps integriert und ist aktuell vor allem in Deutschland, Frankreich und Belgien verfügbar. Die tatsächliche Verfügbarkeit hängt vom jeweiligen Kreditinstitut ab.
Aktueller Funktionsumfang (Stand 2026)
Derzeit liegt der Schwerpunkt auf sogenannten Person-zu-Person-Zahlungen (P2P), also dem direkten Geldtransfer zwischen Privatpersonen in Echtzeit.
Weiterentwicklung und Perspektive
Wero befindet sich weiterhin im Ausbau. Geplant ist eine schrittweise Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten:
- Integration in den Onlinehandel (E-Commerce-Zahlungen)
- Nutzung im stationären Handel über NFC- oder QR-Code-Verfahren
- Erweiterte Funktionen wie wiederkehrende Zahlungen, Abonnements oder Zusatzdienste
Ein zentrales Ziel ist es, eine einheitliche europäische Zahlungsplattform zu etablieren, die unabhängig von internationalen Kartensystemen und Wallet-Anbietern funktioniert.
Kurz & knapp
Wero ist ein europäischer Echtzeit-Zahlungsdienst auf Basis von SEPA Instant, der aktuell vor allem für schnelle Überweisungen zwischen Privatpersonen genutzt wird. Der Dienst wird schrittweise erweitert und soll langfristig eine umfassende Alternative zu etablierten internationalen Bezahlsystemen darstellen.
Umfrage: Welche Methode nutzen Sie am liebsten?
Welche Überweisungsmethode passt zu welchem Zweck?
Die zentrale Frage bei Auslandsüberweisungen lautet nicht nur: Was ist am günstigsten? – sondern vielmehr: Was ist für den konkreten Anwendungsfall sinnvoll? Denn je nach Situation unterscheiden sich Geschwindigkeit, Kosten und Sicherheit erheblich.
Wer beispielsweise Geld innerhalb Europas in Euro überweist, fährt mit einer klassischen SEPA-Überweisung in der Regel am besten. Sie ist kostengünstig, standardisiert und zuverlässig.
Anders sieht es bei Fremdwährungen oder Überweisungen außerhalb Europas aus. Hier schneiden spezialisierte Anbieter häufig besser ab, da sie günstigere Wechselkurse und transparentere Gebühren bieten. Gerade bei größeren Beträgen kann das einen spürbaren Unterschied machen.
Wenn es besonders schnell gehen muss – etwa bei privaten Notfällen – können Dienste mit Echtzeitüberweisung oder Wallet-Systeme sinnvoll sein. Diese sind jedoch oft mit höheren Kosten verbunden.
Und schließlich gibt es noch Fälle, in denen der Empfänger kein Bankkonto besitzt. Hier bleiben Bargeldtransfers eine Option, auch wenn sie mit erhöhtem Risiko verbunden sind.
Kurz gesagt:
- SEPA (Euro) → günstig und zuverlässig
- FinTech-Anbieter (Fremdwährung) → oft die beste Preis-Leistung
- Echtzeit/Wallets → schnell, aber teils teuer
- Bargeldtransfer → nur im Ausnahmefall
Die „beste“ Methode ist also selten universell – sondern immer eine Frage des konkreten Einsatzes.

Hintergrundinformationen zu Auslandsüberweisungen
Kosten für Überweisungen bzw. Geldsendungen in das Ausland
Hier kann keine pauschale Angabe gemacht werden. Die Gebühren hängen ab von:
- Betrag,
- Entgeltoption,
- gewünschte Währung samt Wechselkurs (!) und
- Empfängerland.
Jeder Anbieter muss auf diese vier Faktoren abgeklopft werden. Insbesondere ein ungünstiger Wechselkurs kann sehr hohe Geldtransferkosten verursachen.
Wo wirklich Kosten entstehen – und warum viele sie unterschätzen
Viele Anbieter werben mit „niedrigen Gebühren“. Das klingt gut – ist aber oft nur die halbe Wahrheit. Denn die eigentlichen Kosten verstecken sich häufig an anderer Stelle: im Wechselkurs.
Ein scheinbar kleiner Unterschied im Kurs – etwa wenige Prozentpunkte – kann bei größeren Beträgen schnell zweistellige oder sogar dreistellige Summen ausmachen. Das Problem: Diese Kosten sind für den Nutzer oft weniger sichtbar als klassische Gebühren.
Ein typisches Beispiel: Eine Überweisung kostet offiziell 5 Euro. Gleichzeitig wird jedoch ein Wechselkurs verwendet, der 2–3 % schlechter ist als der Marktwert. Bei 1.000 Euro entspricht das bereits 20–30 Euro – also ein Vielfaches der eigentlichen Gebühr.
Wer Kosten realistisch vergleichen möchte, sollte daher immer fragen:
Wie viel Geld kommt tatsächlich beim Empfänger an?
Diese Perspektive ist ehrlicher als jede Gebührenübersicht.
Dauer internationaler Überweisungen
Wie lange eine Auslandsüberweisung dauert, hängt vom Empfängerland, der gewählten Überweisungsmethode sowie der jeweiligen Bank ab. SEPA-Überweisungen innerhalb der EU und des EWR-Raums dauern in der Regel ein bis zwei Bankarbeitstage. Bei klassischen Auslandsüberweisungen außerhalb des SEPA-Raums kann es hingegen mehrere Werktage dauern. Besonders bei Überweisungen in exotischere Länder mit mehreren zwischengeschalteten Korrespondenzbanken sind Laufzeiten von fünf Werktagen oder mehr keine Seltenheit.
Währungsumrechnung und Wechselkurse
Bei Überweisungen in Fremdwährungen erfolgt in der Regel eine automatische Umrechnung durch die Bank oder den Zahlungsdienstleister. Dabei ist zu beachten, dass der verwendete Wechselkurs vom tagesaktuellen Marktwert abweichen kann. Viele Anbieter schlagen zusätzlich zum Kurs eine sogenannte Marge auf, die die tatsächlichen Kosten erhöhen kann. Wer auf einen möglichst günstigen Kurs Wert legt, sollte Anbieter mit transparenten Wechselkursmodellen bevorzugen.
Entgeltregelungen (OUR, SHA, BEN)
Bei Auslandsüberweisungen außerhalb des SEPA-Raums haben Kunden die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Entgeltregelungen zu wählen:
- SHA (shared): Sender und Empfänger teilen sich die Gebühren.
- OUR: Der Absender übernimmt alle anfallenden Gebühren.
- BEN: Der Empfänger trägt sämtliche Gebühren.
Die Wahl der Entgeltregelung beeinflusst nicht nur die Kosten, sondern auch den letztlich beim Empfänger ankommenden Betrag. Gerade bei höheren Beträgen empfiehlt es sich, dies vorab mit dem Zahlungsempfänger abzustimmen.
Höchstbeträge und Limits
Überweisungslimits werden individuell von Banken und Zahlungsdienstleistern festgelegt und hängen unter anderem von Sicherheitsverfahren, Kontotyp und regulatorischen Anforderungen ab. Sie können häufig auf Antrag angepasst werden.
Viele Banken und Zahlungsdienstleister setzen bei internationalen Überweisungen tägliche, wöchentliche oder monatliche Höchstbeträge. Diese Limits variieren je nach Anbieter, Kontoart und Identifizierungsverfahren. Bei höheren Summen kann eine vorherige Freigabe oder Identitätsprüfung erforderlich sein. Wer regelmäßig oder größere Beträge ins Ausland überweist, sollte sich über die geltenden Limits und Möglichkeiten zur Erhöhung informieren.
Sicherheit bei Auslandsüberweisungen
Sicherheit spielt beim internationalen Zahlungsverkehr eine zentrale Rolle. Seriöse Anbieter arbeiten mit mehrstufigen Authentifizierungsverfahren, Verschlüsselungstechnologien und unterliegen einer Regulierung durch nationale oder europäische Finanzaufsichtsbehörden, beispielsweise durch die BaFin in Deutschland oder vergleichbare Institutionen in anderen EU-Mitgliedstaaten.
Kunden sollten darauf achten, niemals persönliche Daten oder Zugangsdaten per E-Mail oder Telefon preiszugeben und ausschließlich vertrauenswürdige Zahlungswege zu nutzen.
Alternativen zur klassischen Auslandsüberweisung
Neben Banküberweisungen stehen heute zahlreiche Alternativen zur Verfügung, die je nach Anwendungsfall Vorteile bieten können. Dazu zählen internationale Zahlungsdienstleister, Online-Plattformen sowie mobile Apps. Einige Dienste bieten Echtzeitüberweisungen, Bargeldabholungen im Empfängerland oder spezielle Lösungen für regelmäßige Überweisungen (z. B. bei Auswanderung oder Unterstützung von Familienangehörigen).
Überweisungen in Entwicklungsländer und strukturschwache Regionen
In einigen Ländern mit schwach ausgebauter Bankeninfrastruktur sind mobile Zahlungssysteme weit verbreitet. Die konkrete Nutzung und Verfügbarkeit solcher Dienste variiert jedoch stark je nach Region und sollte im Einzelfall geprüft werden. In manchen Regionen sind Bargeldabholungen oder mobile Zahlungsdienste wie M-Pesa verbreiteter als klassische Konten. Zudem ist zu prüfen, ob empfangende Banken an internationalen Zahlungssystemen teilnehmen und ob Gebühren oder Umrechnungsverluste auftreten können.
Steuerliche Aspekte und Meldepflichten
Bei größeren Überweisungen – insbesondere außerhalb des privaten Rahmens – können steuerliche Vorschriften oder Meldepflichten greifen. In Deutschland sind Kapitaltransfers ins Ausland unter bestimmten Umständen beim Bundeszentralamt für Steuern anzuzeigen, beispielsweise bei Schenkungen oder Erbschaften. Auch Banken können ab bestimmten Schwellenwerten automatische Meldungen vornehmen. Bei Unsicherheiten empfiehlt sich die Rücksprache mit einem Steuerberater.
Besonderheiten bei Überweisungen an Unternehmen oder Behörden im Ausland
Im Unterschied zu privaten Überweisungen gelten bei Zahlungen an Unternehmen, Institutionen oder Behörden häufig zusätzliche Anforderungen. Hierzu gehören etwa spezifische Referenzangaben, Zahlungsfristen oder bestimmte internationale Formate wie IBAN/BIC, UTR-Nummern oder Zahlungsgrundschlüssel. Fehlerhafte Angaben können zu Verzögerungen oder Rückläufern führen.
Häufige Fehler beim Überweisen ins Ausland – und wie man sie vermeidet
Auslandsüberweisungen scheitern selten an komplizierter Technik. Viel häufiger sind es kleine, vermeidbare Fehler, die zu Verzögerungen oder Mehrkosten führen.
- Ein klassischer Fehler ist die falsche Wahl der Währung. Wer beispielsweise in ein Land mit eigener Währung überweist, sollte genau prüfen, ob die Umrechnung besser vom eigenen Anbieter oder vom Empfänger vorgenommen wird.
- Ebenso problematisch sind unvollständige oder fehlerhafte Empfängerdaten. Schon ein Zahlendreher in der IBAN oder ein fehlender Name kann dazu führen, dass eine Zahlung zurückgewiesen wird – oft verbunden mit zusätzlichen Gebühren.
- Auch die Entgeltregelung (OUR, SHA, BEN) wird häufig unterschätzt. Wer hier unbedacht handelt, riskiert, dass beim Empfänger weniger Geld ankommt als geplant.
- Nicht zuletzt unterschätzen viele die Bedeutung von Zeitpunkten. Überweisungen nach sogenannten Cut-Off-Zeiten werden oft erst am nächsten Bankarbeitstag verarbeitet – ein Detail, das im Alltag schnell übersehen wird.
Wer diese typischen Fehler kennt, spart nicht nur Geld, sondern auch Nerven.
💡 Geld ins Ausland überweisen – was Sie beachten sollten: die Tipps zusammengefasst
- 1. Vergleichen Sie Gebühren im Voraus
Internationale Überweisungen können schnell teuer werden. Die Gebühren variieren stark – je nach Anbieter, Zielland und Überweisungsbetrag. Achten Sie darauf, ob Fixgebühren, prozentuale Entgelte oder versteckte Kosten durch den Wechselkursaufschlag entstehen. - 2. Achten Sie auf Wechselkurse
Ein scheinbar kleiner Unterschied im Wechselkurs kann bei größeren Beträgen viel ausmachen. Nutzen Sie Wechselkursrechner oder Apps, um den realen Devisenmittelkurs zu kennen und Anbieter mit fairen Kursen zu finden. - 3. Verwenden Sie spezialisierte Geldtransfer-Dienste
Dienste wie Wise, Revolut oder Remitly bieten oft bessere Konditionen als klassische Banken – schnellere Abwicklung, transparente Gebühren und attraktive Wechselkurse. Ein Vergleich lohnt sich. - 4. Sicherheit hat oberste Priorität
Vertrauen Sie nur lizenzierten Anbietern mit geprüften Sicherheitsstandards. Achten Sie auf Zwei-Faktor-Authentifizierung, Verschlüsselung und Datenschutzrichtlinien. Lesen Sie Nutzerbewertungen, um Risiken zu vermeiden. - 5. Wählen Sie die passende Entgeltregelung (OUR, SHA, BEN)
Je nach Vereinbarung trägt entweder der Absender, der Empfänger oder beide Seiten die Kosten. Bei höheren Beträgen empfiehlt sich OUR – so wissen Sie, was der Empfänger netto erhält. - 6. Informieren Sie sich über steuerliche Pflichten
Größere Auslandsüberweisungen können meldepflichtig oder sogar steuerlich relevant sein – insbesondere bei Schenkungen, Unternehmenszahlungen oder Kapitalexporten. Konsultieren Sie ggf. eine Steuerberatung. - 7. Prüfen Sie Regulierungen des Empfängerlandes
Einige Länder haben gesetzliche Höchstbeträge, Importbeschränkungen oder benötigen Genehmigungen für Kapitalflüsse. Informieren Sie sich vorab, um rechtliche Fallstricke zu vermeiden. - 8. Geben Sie Bankdaten korrekt ein
Achten Sie besonders auf IBAN, BIC/SWIFT, Kontonummer und Namen des Empfängers. Schon ein kleiner Zahlendreher kann zu Rücküberweisungen oder Verlust führen. - 9. Nutzen Sie sichere Internetverbindungen
Vermeiden Sie öffentliche WLANs für Online-Überweisungen. Verwenden Sie stattdessen Ihre mobile Datenverbindung oder ein geschütztes Netzwerk – besonders beim Zugriff auf Banking-Portale. - 10. Berücksichtigen Sie die Zeitzone
Banken haben Überweisungsfristen ("Cut-Off-Times"), meist am Nachmittag. Überweisungen nach dieser Uhrzeit werden erst am nächsten Werktag bearbeitet. - 11. Seien Sie geduldig bei längeren Laufzeiten
Insbesondere bei exotischen Ländern oder Überweisungen in Fremdwährungen kann es mehrere Tage dauern. Planen Sie dies frühzeitig ein, um unnötigen Stress zu vermeiden. - 12. Speichern Sie Ihre Belege
Hebens Sie alle Überweisungsnachweise auf – ob Bestätigungsmail, PDF oder Screenshot. Bei Problemen mit der Transaktion kann dies entscheidend sein. - 13. Seien Sie vorbereitet bei großen Beträgen
Bei Überweisungen hoher Summen kann die Bank Sicherheitsprüfungen durchführen oder zusätzliche Dokumente verlangen. Reagieren Sie zeitnah und halten Sie Ausweisdokumente bereit. - 14. Nutzen Sie digitale Tools und Apps
Vergleichsrechner, Tracking-Tools oder Push-Benachrichtigungen helfen, stets informiert zu bleiben – von der Kursentwicklung bis zur Überweisungsbestätigung. - 15. Bleiben Sie informiert über Marktveränderungen
Internationale Geldtransferdienste entwickeln sich rasant. Neue Anbieter, Technologien und Vorschriften können die Konditionen erheblich verändern – ein regelmäßiger Vergleich lohnt sich. - 16. Überprüfen Sie Länderbeschränkungen oder Sanktionen
Manche Länder stehen unter wirtschaftlichen Sanktionen oder verfügen über eingeschränkte Bankeninfrastrukturen. Dies kann den Geldtransfer erschweren oder unmöglich machen. - 17. Testen Sie eine Kleinstüberweisung vorab
Wenn Sie zum ersten Mal in ein neues Land oder an einen neuen Empfänger überweisen, starten Sie mit einem kleineren Betrag. So stellen Sie sicher, dass die Daten korrekt sind. - 18. Dokumentieren Sie geschäftliche Überweisungen sorgfältig
Bei Überweisungen im geschäftlichen Kontext (z. B. Import/Export, Freelancer-Zahlungen) sollten Sie klare Referenzen, Rechnungsnummern oder Verträge beifügen – dies erleichtert die Buchhaltung und beugt Rückfragen vor.
✔️ Checkliste: Geld sicher ins Ausland überweisen
Gehen Sie die folgenden Punkte durch, bevor Sie eine internationale Überweisung tätigen:
- Wechselkurs geprüft und mit anderen Anbietern verglichen?
- Anbieter mit transparenten Gebühren ausgewählt?
- IBAN, BIC und Empfängerdaten korrekt eingegeben?
- Entgeltregelung (OUR / SHA / BEN) bewusst gewählt?
- Steuer- oder Meldepflicht bei höheren Beträgen berücksichtigt?
- Sicherheit des Anbieters überprüft (z. B. Lizenzierung, Bewertungen)?
- Sichere Internetverbindung für den Vorgang genutzt?
- Beleg / Bestätigung der Überweisung gespeichert?
Letzter Tipp: Gutscheine zum Zahlen
Eventuell ist für den Empfänger im Ausland ein Amazon-Gutschein (oder von einem anderen Shop) genauso gut wie bares Geld. Gutscheine können einfach auf der zugehörigen Shop-Länderseite gekauft, hier bezahlt und dann per E-Mail an den Empfänger weitergeleitet werden. Gutscheine können so in bestimmten Fällen eine Alternative darstellen, sind jedoch nicht universell einsetzbar und können indirekte Kosten durch Wechselkurse oder Preisunterschiede im jeweiligen Land verursachen.
Wohin entwickelt sich der internationale Zahlungsverkehr?
Der Markt für internationale Geldtransfers verändert sich derzeit spürbar. Klassische Banküberweisungen verlieren an Bedeutung, während Echtzeitzahlungen, mobile Wallets und digitale Plattformen zunehmend den Ton angeben.
Ein wichtiger Trend ist die Beschleunigung von Transaktionen. Was früher Tage dauerte, passiert heute oft in Sekunden. Gleichzeitig wächst der Druck auf Anbieter, ihre Gebühren transparenter zu gestalten.
Auch geopolitische Entwicklungen spielen eine Rolle. Europa arbeitet verstärkt daran, unabhängiger von globalen Zahlungsnetzwerken zu werden – ein Ziel, das Projekte wie Wero vorantreiben.
Dennoch gilt: Die perfekte Lösung gibt es bislang nicht. Der Markt ist in Bewegung – und genau deshalb lohnt es sich, Angebote regelmäßig neu zu vergleichen.
Zum Abschluss: interessante Fakten zu Auslandsüberweisungen
- Ein interessanter Fakt ist, dass die Überweisungen von Migranten in ihre Heimatländer oft einen erheblichen Teil des BIP dieser Länder ausmachen. In einigen Ländern können diese Überweisungen bis zu 30% des BIP ausmachen. Zum Beispiel betrug der Anteil der Überweisungen am BIP in Tonga im Jahr 2021 46,22%, in Tadschikistan 33,41% und in Kirgisistan 32,69%.
- Papiergeld stammt aus China: China war das erste Land, das Papiergeld verwendete. Während der Song-Dynastie nutzten Kaufleute Schuldscheine, da diese leichter zu transportieren waren als Metallmünzen.
- Hawala-System: Ein informelles Überweisungssystem, bekannt als Hawala, ermöglicht Geldtransfers ohne physische Bewegung von Bargeld. Es basiert auf einem Netzwerk von Vermittlern und wird vor allem in islamischen Ländern genutzt.
- Hohe Gebühren bei traditionellen Banken: Banken erheben für Auslandsüberweisungen oft neben der offiziellen Gebühr auch versteckte Kosten durch ungünstige Wechselkurse.
- Meldepflicht bei hohen Beträgen: In Deutschland unterliegen Auslandszahlungen ab 12.500 Euro grundsätzlich der Meldepflicht nach der Außenwirtschaftsverordnung (AWV). Ausgenommen sind unter anderem Zahlungen für Warenimporte und -exporte. Die genaue Einordnung hängt vom wirtschaftlichen Hintergrund der Transaktion ab.
- Western Union zählt zu den frühen Anbietern internationaler Geldtransfers im 19. Jahrhundert, insbesondere durch die Nutzung von Telegrafennetzen. Eine eindeutig belegte „erste internationale Überweisung“ lässt sich jedoch historisch nicht eindeutig bestimmen.
- Ein weiteres interessantes Phänomen ist, dass es in einigen Ländern wie Somalia üblich ist, Geld über mobile Geldtransfer-Dienste zu senden. In der Tat, mehr als 70% der Erwachsenen in Somalia nutzen mobile Geldtransfer-Dienste! Diese Information stammt aus dem Bericht der Weltbank aus dem Jahr 2018. Es ist wichtig zu beachten, dass sich diese Zahlen seitdem geändert haben könnten.
- Kryptowährungen können technisch für internationale Transfers genutzt werden, spielen im regulierten Zahlungsverkehr jedoch bislang nur eine untergeordnete Rolle und sind mit erhöhten Risiken sowie regulatorischen Unsicherheiten verbunden.

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Sommerzeit ist Urlaubszeit! Um eine schöne Reise zu gewährleisten, sollten Sie sich im Vorfeld bereits Gedanken um Ihre Reisekasse machen. Welche Zahlungsmittel mitnehmen und wie kommt man im Urlaub günstig an Bargeld? Nicht wenige Urlauber widmen sich diesem entscheidenden Thema kaum oder erst zu spät. Im Endeffekt tauscht man dann oft zu ungünstigen Wechselkursen. Im schlimmsten Fall stehen sie im fremden Land ohne Geld da.
Um dieses Szenario zu vermeiden, haben wir hier wichtige Tipps für Ihre Urlaubskasse zusammengestellt. Wir erläutern ► Bargeld versus Karten, die ► richtige Kreditkarte, ► Abheben im Ausland und warnen vor ► Betrüger-Tricks.
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