Pfund Sterling in Großbritannien: so bezahlen Reisende richtig
Die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs, also von England, Wales, Schottland und Nordirland, ist das Pfund Sterling. Es wird außerdem in den britischen Kronbesitzungen Jersey, Guernsey und Isle of Man sowie in einigen britischen Überseegebieten verwendet. Das Währungssymbol ist £, abgeleitet vom lateinischen Wort "libra" (Pfund). Der ISO-4217-Währungscode des Pfund Sterling lautet GBP. Die offizielle Währungsbezeichnung in solchen Codelisten ist „Pound Sterling“.
Das Pfund Sterling ist im Vereinigten Königreich mehr als eine Währung mit Symbol und Wechselkurs. Wer nach London, Schottland, Wales oder Nordirland reist, begegnet einem Geldsystem mit Eigenheiten: Banknoten mit unterschiedlichen Porträts, regionale Scheine, kontaktlose Zahlungen fast an jeder Ecke und Kartenterminals, die manchmal freundlich in Euro umrechnen möchten, aber nicht immer freundlich zum Geldbeutel sind. Dieser Artikel erklärt, welche Münzen und Banknoten im Umlauf sind, worauf beim Geldwechsel zu achten ist, wann Kartenzahlung sinnvoll ist und welche kleinen Stolpersteine Reisende kennen sollten, bevor sie an der Kasse stehen und das Portemonnaie plötzlich zum Ratespiel wird.
Kurz zusammengefasst
- Pfund Sterling
Die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs ist das Pfund Sterling mit dem ISO-Code GBP und dem Symbol £. Ein Pfund ist in 100 Pence unterteilt. - Münzen und Banknoten
Im Alltag werden vor allem Münzen zu 1p, 2p, 5p, 10p, 20p, 50p, £1 und £2 sowie Banknoten zu £5, £10, £20 und £50 genutzt. Neue Münzen und Banknoten zeigen König Charles III., ältere Ausgaben mit Königin Elizabeth II. bleiben weiterhin gültig. - Regionale Banknoten
In Schottland und Nordirland geben mehrere Banken eigene Pfundnoten heraus. Diese sind echte Pfundnoten, werden aber in England nicht immer problemlos akzeptiert. - Kartenzahlung im Vereinigten Königreich
Kartenzahlung ist weit verbreitet, besonders in Städten und im öffentlichen Verkehr. Reisende sollten möglichst in Pfund Sterling bezahlen und eine angebotene Abrechnung in Euro kritisch prüfen. - Dynamische Währungsumrechnung
Wenn ein Kartenterminal oder Geldautomat eine Zahlung in Euro anbietet, ist Vorsicht angebracht. Diese bequeme Anzeige kann einen schlechteren Wechselkurs enthalten als die Abrechnung in lokaler Währung. - Bargeld und Geldautomaten
Ein kleiner Bargeldbetrag ist sinnvoll, große Bargeldmengen sind für viele Reisen aber nicht nötig. Bei Geldautomaten sollten Gebührenhinweise gelesen und die Abrechnung in Pfund Sterling gewählt werden. - Wechselkurs und Gebühren
Der Euro-Pfund-Wechselkurs ändert sich laufend. Entscheidend ist nicht nur der angezeigte Kurs, sondern der Betrag, der nach Gebühren, Kartenentgelt oder Wechselstubenaufschlag tatsächlich bezahlt wird.
Details und Erläuterungen zu allen Punkten im weiteren Artikel.

Kurz gesagt: Was Reisende wissen sollten
Wer ins Vereinigte Königreich reist, bezahlt mit Pfund Sterling. Ein Pfund besteht aus 100 Pence. Im Alltag sind Kartenzahlungen weit verbreitet, besonders in Städten. Trotzdem ist ein kleiner Bargeldbetrag sinnvoll, vor allem für Märkte, Trinkgeld, kleinere Orte oder technische Ausfälle.
Beim Bezahlen mit Karte sollte möglichst in Pfund Sterling abgerechnet werden, nicht in Euro. Die Euro-Anzeige am Terminal wirkt bequem, kann aber einen schlechteren Wechselkurs enthalten. Schottische und nordirische Banknoten sind echte Pfundnoten, werden in England aber nicht immer problemlos akzeptiert. Wer unkompliziert reisen möchte, nutzt vor allem Bank-of-England-Noten oder zahlt direkt mit Karte.
Bedeutung
Das Pfund Sterling ist die Währung im Vereinigten Königreich (England, Wales, Schottland und Nordirland) und dessen Kronbesitzungen der britischen Krone (Isle of Man und die Kanalinseln). Auch in dem politisch zum britischen Überseegebiet gehörendem Territorium Südgeorgien, den Südlichen Sandwichinseln und dem britischen Antarktis-Territorium ist das Pfund Sterling die offizielle Währung. Es ist in 100 "pence" (singular: penny; Kurzform: p) unterteilt. Das Gibraltische Pfund und das, der Falklandinseln und von Saint Helena sind einzelne Währungen, welche wertmäßig an das britische Pfund gekoppelt sind.
Das Pfund Sterling gehört weiterhin zu den wichtigen internationalen Reservewährungen. Es liegt jedoch deutlich hinter dem US-Dollar und dem Euro; seine genaue Rangfolge gegenüber anderen Reservewährungen wie dem japanischen Yen hängt vom betrachteten Zeitraum und der verwendeten Statistik ab. Fest steht: Das Pfund Sterling ist die drittälteste Währung, die auch heute noch im Umlauf ist.

Münzen und Noten
Im normalen Zahlungsverkehr werden vor allem Münzen zu 1p, 2p, 5p, 10p, 20p, 50p, £1 und £2 verwendet. Daneben gibt es Gedenk- und Sammlermünzen, etwa £5-Münzen, die zwar einen Nennwert haben, aber nicht als gewöhnliches Umlaufgeld gedacht sind.
Britische Umlaufmünzen können derzeit entweder das Porträt von Königin Elizabeth II. oder von König Charles III. zeigen. Neue Münzen werden mit dem Porträt von König Charles III. geprägt; ältere Münzen mit Elizabeth II. bleiben weiterhin gültig.
Das 2008 eingeführte Münzdesign zeigte auf mehreren Münzen Teile des königlichen Wappenschildes. Seit den neuen definitiven Münzen mit König Charles III. werden jedoch neue Rückseitenmotive verwendet, die Pflanzen und Tiere aus den vier Landesteilen des Vereinigten Königreichs zeigen.
Im Jahr 1694 begann die Bank of England erstmals handgeschriebene Banknoten auszugeben, die später durch gedruckte Noten ersetzt wurden. Die Pfund-Noten unterliegen einem stetigen Wandel; Ihre Beschaffenheit und ihr Design ändern sich regelmäßig.
Es gibt Banknoten im Nennwert von £5, £10, £20 und £50. Seit 1960, mit der Einführung der Serie C, zeigen alle Banknoten auf der Vorderseite Königin Elizabeth II. Zehn Jahre später kam die Serie D heraus, bei der man mit William Shakespeare begann, historische Persönlichkeiten auf der Rückseite der Banknoten abzubilden.
Aktuelle Banknoten und Münzen mit Charles III. und Elizabeth II.
Seit dem Thronwechsel erscheinen neue britische Münzen und Banknoten mit dem Porträt von König Charles III.. Ältere Münzen und Banknoten mit Königin Elizabeth II. bleiben jedoch weiterhin gültig und sind parallel im Umlauf. Der Wechsel erfolgt also nicht über Nacht. Niemand muss damit rechnen, dass alte Scheine plötzlich wertlos werden, nur weil ein neues Porträt erscheint.
Die Bank of England gibt weiterhin Banknoten zu £5, £10, £20 und £50 aus. Aktuelle Banknoten bestehen aus Polymer, also einem widerstandsfähigen Kunststoffmaterial. Sie fühlen sich anders an als klassische Papierscheine, sind robuster und besitzen moderne Sicherheitsmerkmale. Auf den Vorderseiten erscheinen je nach Ausgabe Elizabeth II. oder Charles III.; die Rückseiten zeigen bekannte Persönlichkeiten wie Winston Churchill, Jane Austen, J. M. W. Turner oder Alan Turing.

Der Unterschied zwischen Pfund Sterling, britischem Pfund und regionalen Banknoten
Eine Besonderheit des britischen Geldsystems ist, dass im Vereinigten Königreich nicht nur Banknoten der Bank of England im Umlauf sind. In Schottland und Nordirland geben auch Geschäftsbanken eigene Pfund-Banknoten heraus. Diese lauten ebenfalls auf Pfund Sterling und sind im Alltag dort ganz normal. Für Reisende kann das zunächst irritierend sein, weil die Scheine anders aussehen als die bekannten Bank-of-England-Noten.
Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen gültigem Zahlungsmittel und dem juristischen Begriff „legal tender“. Schottische und nordirische Banknoten sind echte Pfundnoten, aber sie müssen nicht überall im Vereinigten Königreich akzeptiert werden. In England kann es vorkommen, dass ein Geschäft schottische oder nordirische Scheine ablehnt, besonders wenn das Personal sie nicht kennt. Das ist ärgerlich, aber nicht automatisch ein Skandal. Wer am Ende einer Reise noch solche Banknoten besitzt, sollte sie möglichst vor Ort ausgeben oder bei einer Bank beziehungsweise Wechselstelle umtauschen.
Für Reisende empfiehlt sich deshalb eine einfache Regel: Bank-of-England-Noten sind am unkompliziertesten, vor allem wenn die Reise nach England oder Wales führt. In Schottland und Nordirland sind regionale Banknoten im Alltag üblich, bei der Weiterreise nach England können sie jedoch gelegentlich zu Stirnrunzeln an der Kasse führen.
Sicherheit und Fälschungsschutz bei Banknoten
Moderne britische Banknoten besitzen mehrere Sicherheitsmerkmale. Dazu gehören transparente Fenster, feine Druckdetails, Hologramme und fühlbare Elemente. Wer einen Schein erhält, sollte vor allem bei höheren Nennwerten kurz prüfen, ob das Material, das transparente Fenster und die Druckqualität plausibel wirken. Bei Polymernoten fühlt sich das Material glatter und widerstandsfähiger an als Papier.
Im normalen Reisealltag ist Falschgeld kein dominierendes Problem, aber ein kurzer Blick schadet nicht. Besonders bei £50-Noten kann es vorkommen, dass kleinere Geschäfte skeptischer reagieren, weil große Scheine unpraktisch sind und sorgfältiger geprüft werden. Für alltägliche Ausgaben sind £5-, £10- und £20-Noten meist deutlich handlicher.
Pfund außerhalb des Vereinigten Königreichs
Neben dem Pfund Sterling gibt es mehrere Währungen, die eng an das britische Pfund gekoppelt sind. Dazu gehören etwa das Gibraltar-Pfund, das Falkland-Pfund und das St.-Helena-Pfund. Sie entsprechen im Wert dem Pfund Sterling, sind aber eigene Ausgaben. Für Reisende ist wichtig: Solche lokalen Pfundnoten werden außerhalb des jeweiligen Gebietes nicht immer akzeptiert.
Ähnlich verhält es sich mit Banknoten der Kronbesitzungen wie Jersey, Guernsey oder Isle of Man. Sie sind lokal gebräuchlich, können aber in England, Wales, Schottland oder Nordirland auf Ablehnung stoßen. Wer solche Scheine erhält, sollte sie möglichst vor der Weiterreise wieder ausgeben oder umtauschen.
Die Historie des britischen Pfundes
Die Wurzeln des Sterlings liegen in der Herrschaft des Königs Offa of Mercia, welcher den Silber-Penny im Jahre 786 einführte. Aus einem Pfund Silber (auch: Towerpfund) wurden genau 240 Silber-Sterlinge geprägt. Die feinen Silber-Münzen verbreiteten sich durch das ganze britannische Reich und galten seit dem als Zahlungsmittel.
Durch die Zeiten hinweg blieb der Penny erhalten. Es änderten sich lediglich seine Bestandteile und seine Formen. Anfangs noch aus feinstem Silber hergestellt, bediente man sich später geringeren Silbermischungen. Dies diente dem Zweck die Münzen haltbarer zu machen und sie in größerem Rahmen zu verteilen.
Wechselkurs, Umrechungstabelle für den Besuch in Großbritannien
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Die Umrechnungstabelle
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Geld wechseln in London und ganz Großbritannien
Was ist günstiger: Bargeld, Karte oder Wechselstube?
Die günstigste Lösung hängt weniger vom Land als von der eigenen Karte ab. Wer eine Debit- oder Kreditkarte ohne Fremdwährungsentgelt besitzt, zahlt im Vereinigten Königreich oft sehr günstig bargeldlos. In diesem Fall ist Kartenzahlung meist bequemer und transparenter als der Geldwechsel in einer Wechselstube.
Wechselstuben können sinnvoll sein, wenn man bewusst Bargeld mitnehmen möchte oder keine geeignete Karte besitzt. Dann sollte aber der tatsächliche Auszahlungsbetrag verglichen werden. Ein Schild mit „keine Kommission“ sagt wenig aus, wenn der Kurs schlecht ist. Beim Geldautomaten wiederum zählen zwei Dinge: die Gebühren des Automatenbetreibers und die Gebühren der eigenen Bank.
Eine einfache Reihenfolge für viele Reisende lautet daher: günstige Karte verwenden, in Pfund abrechnen lassen, nur einen kleinen Bargeldbetrag bereithalten und Wechselstuben vor allem dann nutzen, wenn der Kurs transparent und nachvollziehbar ist.
Euro in britische Pfund in der Wechselstube wechseln
Schon bei der Ankunft auf dem Flughafen oder dem Bahnhof bieten in London zahlreiche Wechselstuben Ihre Dienste an. Zusätzlich gibt es in der Stadt, gehäuft in der Innenstadt, viele weitere Wechselhändler, die den Umtausch von Euro in britische Pfund für Sie vornehmen möchten.
Tipp: Lassen Sie sich bevor Sie Ihr Geld dem Händler überreichen immer zunächst klar vorrechnen, wie viel Pfund Sie für Ihren Eurobetrag erhalten. So können Sie vergleichen.
Viele größere Hotels ermöglichen ebenfalls den Umtausch in Landeswährung für Ihre Gäste. Etwas sicherer vor Abzocke sind Sie im Hotel. Es werden übliche Kurse geboten.
Beim Geldwechsel sollte nicht nur auf die Aufschrift „0 % Commission“ geachtet werden. Ein provisionsfreier Wechsel kann trotzdem teuer sein, wenn der angebotene Wechselkurs ungünstig ist. Entscheidend ist am Ende nicht die Werbung im Schaufenster, sondern die Frage, wie viele Pfund tatsächlich für den eingesetzten Eurobetrag ausgezahlt werden.
Vor dem Wechsel sollte man sich den Auszahlungsbetrag schriftlich oder auf dem Display zeigen lassen. Sinnvoll ist ein Vergleich mit dem aktuellen Marktkurs, wobei klar sein muss: Den exakten Börsenkurs erhält man als Privatkunde in einer Wechselstube normalerweise nicht. Ein Aufschlag ist üblich. Problematisch wird es, wenn der Abstand zum echten Kurs sehr groß ist oder Gebühren erst spät im Vorgang sichtbar werden.
Wechselstuben an Flughäfen, Bahnhöfen und stark touristischen Orten sind bequem, aber nicht immer günstig. Wer Bargeld benötigt, fährt oft besser, nur einen kleinen Betrag sofort zu wechseln und größere Beträge später über eine günstige Karte oder eine seriöse Banklösung zu beschaffen.
Wechselstuben in London
Adressen zum Geld wechseln in London auf dieser London-Karte (Wechselstube anklicken für mehr Informationen):
Gelassenheits-Tipp: Bezahlen mit Karte, kontaktlos und Smartphone
Das Vereinigte Königreich ist beim bargeldlosen Bezahlen sehr weit entwickelt. In vielen Geschäften, Cafés, Restaurants, Hotels, Museen und Verkehrsbetrieben kann mit Debitkarte, Kreditkarte, Apple Pay oder Google Pay bezahlt werden. Besonders in London ist kontaktloses Bezahlen fast schon der Normalfall. Auch kleinere Beträge werden häufig per Karte gezahlt; niemand schaut schief, wenn ein Kaffee nicht mit Münzen bezahlt wird.
Trotzdem sollte man vor der Reise prüfen, welche Gebühren die eigene Bank berechnet. Entscheidend sind vor allem Fremdwährungsentgelt, Bargeldabhebungsgebühr und der verwendete Wechselkurs. Manche Karten sind für Auslandsreisen deutlich günstiger als andere. Eine Karte, die zu Hause unscheinbar wirkt, kann im Ausland entweder ein sehr praktischer Begleiter oder ein kleiner Gebührenstaubsauger sein.
Beim Bezahlen am Terminal sollte in der Regel Pfund Sterling als Abrechnungswährung gewählt werden, nicht Euro. Wird eine Zahlung direkt in Euro angeboten, handelt es sich meist um eine dynamische Währungsumrechnung. Sie klingt bequem, weil der Betrag sofort in der Heimatwährung angezeigt wird. Häufig ist der verwendete Wechselkurs jedoch ungünstiger als die Abrechnung über die eigene Bank oder Kartenorganisation.
Pfund vom Geldautomaten
Für eine Reise ins Vereinigte Königreich ist heute meist kein großer Bargeldvorrat nötig. In Städten, an Bahnhöfen, in Hotels, in Restaurants und im öffentlichen Verkehr ist Kartenzahlung weit verbreitet. Trotzdem kann etwas Bargeld sinnvoll sein, etwa für kleine Märkte, Trinkgelder, ländliche Regionen, Parkautomaten oder den Fall, dass ein Kartenterminal gerade nicht funktioniert. Technik ist zuverlässig, bis sie es nicht mehr ist.
Ein kleiner Betrag in Pfund Sterling reicht für viele Reisende aus. Wer nur ein Wochenende in London verbringt, wird oft mit sehr wenig Bargeld auskommen. Wer länger unterwegs ist, in kleineren Orten übernachtet oder auch abgelegene Regionen besucht, sollte etwas mehr Reserve einplanen. Sinnvoll ist es, Bargeld nicht ausschließlich am Flughafen oder an touristischen Wechselstuben zu besorgen, weil dort die Kurse und Gebühren oft weniger attraktiv sind.
Britische Pfund können an Geldautomaten mit vielen Debit- und Kreditkarten abgehoben werden. Vor der Reise sollte man prüfen, ob die eigene Karte im Vereinigten Königreich funktioniert und welche Entgelte für Bargeldabhebungen und Währungsumrechnung anfallen.
Beschränken Sie sich auf wenige Abhebungen, da zumeist Wechselgebühren anfallen. Einige Kreditkartenanbieter bieten kostenlose Bargeldabhebung im Ausland.
Dynamische Währungsumrechnung
Eine der häufigsten Kostenfallen beim Bezahlen im Ausland ist die dynamische Währungsumrechnung. Dabei fragt das Kartenterminal oder der Geldautomat, ob der Betrag in Euro statt in Pfund Sterling abgerechnet werden soll. Das wirkt zunächst freundlich. Man sieht sofort, was der Einkauf ungefähr in Euro kostet, und fühlt sich für einen kurzen Moment gut informiert. Genau dieser Moment kann teuer werden.
Wer die Euro-Abrechnung auswählt, überlässt die Umrechnung meist dem Händler, Automatenbetreiber oder Zahlungsdienstleister. Der Kurs kann ungünstiger sein, zusätzlich können Gebühren eingerechnet sein. Die bessere Wahl ist in vielen Fällen: in lokaler Währung zahlen, also in Großbritannien in Pfund Sterling. Dann rechnet die eigene Bank oder Kreditkartengesellschaft um. Auch das ist nicht immer kostenlos, aber meist transparenter und häufig günstiger.
Als Faustregel gilt:
Wenn ein Terminal im Vereinigten Königreich fragt, ob in Euro oder Pfund bezahlt werden soll, ist Pfund meistens die vernünftigere Antwort.
Geldautomaten und Gebühren
Geldautomaten sind im Vereinigten Königreich weit verbreitet. Vor der Abhebung sollte jedoch darauf geachtet werden, ob der Automat eine eigene Gebühr verlangt. Manche Automaten sind kostenlos, andere zeigen vor der Auszahlung eine zusätzliche Gebühr an. Diese sollte immer vor der Bestätigung sichtbar sein. Wird eine Gebühr angezeigt, kann der Vorgang abgebrochen und ein anderer Automat gesucht werden.
Auch hier gilt: Wenn der Automat eine Abrechnung in Euro anbietet, sollte man vorsichtig sein. Meist ist es günstiger, die Abhebung in Pfund Sterling abrechnen zu lassen. Die Umrechnung übernimmt dann die eigene Bank oder Kartenorganisation. Zusätzlich sollte vor der Reise geprüft werden, ob die eigene Karte für Bargeldabhebungen im Ausland geeignet ist und ob Tageslimits bestehen.
Der alte Begriff EC-Karte ist in diesem Zusammenhang ungenau. Gemeint sind heute meist Girocard, Debitkarte oder Kreditkarte. Nicht jede Girocard funktioniert im Ausland automatisch. Entscheidend ist, ob sie eine internationale Zahlungsfunktion besitzt.
Trinkgeld, Rundung und Alltagsbeträge
Auch beim Trinkgeld gibt es im Vereinigten Königreich keine völlig starre Regel. In Restaurants ist ein Trinkgeld von etwa 10 bis 12,5 Prozent üblich, wenn der Service zufriedenstellend war. Häufig wird bereits eine Service Charge auf die Rechnung gesetzt. In diesem Fall ist zusätzliches Trinkgeld nicht zwingend nötig. Wer trotzdem etwas geben möchte, kann das natürlich tun, sollte aber nicht aus Versehen doppelt zahlen.
In Pubs ist Trinkgeld weniger formal. Wer an der Bar bestellt, gibt meist kein klassisches Trinkgeld wie im Restaurant. Bei Taxis oder privaten Fahrdiensten wird häufig aufgerundet. In Hotels kann ein kleines Trinkgeld für Gepäckservice oder Zimmerpersonal angemessen sein, ist aber nicht in jedem Fall erwartet.
Für Reisende ist außerdem wichtig: Kleine Münzen sammeln sich schnell an. Ein paar Pence wirken harmlos, entwickeln in der Jackentasche aber erstaunliches Eigenleben. Wer am Ende der Reise viele Münzen übrig hat, kann sie für kleine Einkäufe, Trinkgeld oder Spendenboxen verwenden.
Öffentlicher Verkehr in London und kontaktloses Bezahlen
In London kann der öffentliche Nahverkehr sehr bequem mit kontaktloser Karte oder Smartphone bezahlt werden. Das gilt unter anderem für Underground, Busse, DLR, Overground und viele Bahnverbindungen innerhalb des Londoner Tarifgebiets. Eine separate Oyster Card ist für viele Besucher nicht mehr zwingend nötig, wenn eine geeignete kontaktlose Karte oder ein mobiles Wallet vorhanden ist.
Wichtig ist, beim Ein- und Auschecken immer dasselbe Zahlungsmittel zu verwenden. Wer beim Einstieg das Smartphone nutzt und beim Ausstieg die physische Karte, verwendet technisch zwei verschiedene Zahlungsmittel. Das kann zu falschen Abrechnungen führen. Praktisch bedeutet das: Eine Karte wählen, dabei bleiben, nicht improvisieren. London verzeiht vieles, aber nicht jede Kombination am Lesegerät.
Checkliste vor der Reise ins Vereinigte Königreich
Vor der Reise sollte geprüft werden, ob die eigene Debitkarte oder Kreditkarte im Vereinigten Königreich funktioniert. Wichtig sind dabei Fremdwährungsgebühren, Kosten für Bargeldabhebungen und mögliche Tageslimits. Wer mehrere Karten besitzt, sollte die günstigste Reisekarte bewusst auswählen.
Für den Start kann ein kleiner Betrag in Pfund Sterling sinnvoll sein. Große Bargeldmengen sind für viele Reisen nicht nötig, vor allem nicht in London oder anderen größeren Städten. Beim Bezahlen mit Karte sollte am Terminal möglichst Pfund Sterling gewählt werden, nicht Euro. Bei Geldautomaten sollte man Gebührenhinweise aufmerksam lesen und die Euro-Umrechnung ablehnen, wenn sie angeboten wird.
Wer schottische, nordirische oder lokale Pfundnoten aus Kronbesitzungen erhält, sollte daran denken, dass diese außerhalb ihrer Region nicht immer problemlos akzeptiert werden. Am einfachsten ist es, solche Scheine noch vor Ort auszugeben.
Video: Einführung in die britischen Banknoten und das Geldwechseln in Großbritannien
Länge: 2 Minuten
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