Lohnabrechnung – was bedeuten die einzelnen Kürzel?
Wenn Sie sich schon einmal gefragt haben, was all die Kürzel auf Ihrer Lohn- bzw. Gehaltsabrechnung eigentlich bedeuten – und warum plötzlich ein kleiner Buchstabe mehr Einfluss auf Ihr Netto hat, als Sie gedacht hätten – dann ist dieser Artikel genau für Sie gemacht. Er führt Sie Schritt für Schritt durch die wichtigsten Abkürzungen, zeigt Ihnen nicht nur was steht, sondern auch warum, damit Sie Ihre Abrechnung nicht bloß zur Kenntnis nehmen, sondern sinnvoll verstehen können.
In alphabetischer Reihenfolge: Alle Kürzel erklärt
Abfindung (A)
Eine Abfindung ist eine einmalige Sonderzahlung, die Ihnen als Beschäftigte*r im Falle einer Kündigung durch den Arbeitgeber gewährt werden kann – oder im Ausnahmefall sogar durch Gericht angeordnet wird. Ein automatischer Rechtsanspruch besteht in der Regel nicht. Wichtig: Wenn Sie eine Abfindung erhalten, sollten Sie deren steuer- und sozialversicherungsrechtliche Behandlung im Blick haben, denn sie kann Auswirkungen auf Arbeitslosengeld oder den Zeitpunkt des Ruhestands haben.
Arbeitslosenversicherung (AV)
Unter dem Kürzel AV versteht man die Beiträge zur gesetzliche Arbeitslosenversicherung, die von Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils zur Hälfte getragen werden. Aktuell liegt der Gesamtbeitrag bei 2,6 % des Bruttolohns (also 1,3 % + 1,3 %), Stand 2025.
Der Beitrag ist nur bis zur jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung fällig.
Eine zusätzliche Anmerkung: Wenn Sie direkt vor oder nach der Kündigung Arbeitslosengeld beantragen, kann eine Abfindung Auswirkungen auf die Leistungshöhe oder Beginn-Sperrzeiten haben – hier empfiehlt sich eine Rücksprache mit der Arbeitsagentur oder einem Fachanwalt.
Arbeitnehmeranteil Seekasse (B)
Das Kürzel “B” kann in Ihrer Abrechnung für den Arbeitnehmeranteil zur Berufsgenossenschaft-See stehen – also für Beschäftigte, deren Unfallversicherung über die Berufsgenossenschaft See läuft. Das betrifft nicht nur echte Seeleute, sondern auch gewerbliche oder kaufmännische Angestellte in entsprechenden Branchen. Dieser Anteil muss im Brutto-Teil Ihrer Lohnabrechnung ausgewiesen werden.
Beitragsgruppenschlüssel (BGRS)
BGRS steht für Beitragsgruppenschlüssel. Das ist ein interner Code, der in der Lohn-/Gehaltsabrechnung verwendet wird, um Versicherungsstatus, Art der Beschäftigung oder beitragsrechtliche Besonderheiten zu kennzeichnen. Für Sie als Arbeitnehmer*in ist dieser Schlüssel meist nur als Randinformation relevant – hauptsächlich wichtig für die Buchhaltung oder den Sozialversicherungsträger.
Deutsches Fremdrenten-Beitragsrecht (DFB)
Relevant bei bestimmten Rentenansprüchen aus dem Ausland.
Einmalbezug (E)
Unter Einmalbezug fallen alle nicht-regelmäßigen Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld oder Prämien. Diese werden gesondert ausgewiesen, da sie steuer- und sozialversicherungsrechtlich anders behandelt werden können als Ihr regelmäßiges Gehalt.
Frei (F)
Das Kürzel “Frei” signalisiert, dass nicht der gesamte ausgewiesene Betrag versteuert werden muss. Deshalb stimmt dann das Steuer-Brutto nicht mit dem Gesamt-Brutto überein. Alternativ wird häufig das Kürzel “P” verwendet – es steht für Pauschalversteuerung, also eine vereinfachte Versteuerung eines bestimmten Teils.
Gesamtbrutto (GB)
Das Gesamtbrutto umfasst alle Vermögens- und Sachleistungen Ihres Arbeitgebers an Sie – also nicht nur das Gehalt, sondern auch geldwerte Vorteile, vermögenswirksame Leistungen, Sachbezüge usw. Beim Gesamtbrutto handelt es sich um eine Zusammenfassung aller Leistungen, bevor steuerliche Freibeträge oder pauschale Besteuerungen abgezogen werden.
Geldwerte Sachbezüge (GWS)
GWS steht für geldwerte Sachbezüge. Das sind Vorteile, die Sie vom Arbeitgeber erhalten – beispielsweise ein Firmenwagen, ein Dienst-Smartphone oder kostenlose Unterkunft –, die aber nicht als reiner Lohn gezahlt werden und dennoch versteuert werden müssen (sofern sie über bestimmten Freibeträgen liegen). In Ihrer Abrechnung werden solche Beträge mit dem Kürzel GWS ausgewiesen.
Hinzurechnungsbetrag (H)
Das Kürzel H bezeichnet einen Hinzurechnungsbetrag und tritt in der Praxis auf, wenn Sie etwa eine geringfügige Zweitbeschäftigung haben oder in bestimmten Steuerklassen sind. Solche Beträge führen dazu, dass Ihr Steuer-Brutto größer ist als das laufende Gehalt – Details regelt das Lohnsteuerermäßigungsverfahren beim Finanzamt.
Bestandteil des Gesamtbruttos (J)
Ein Kürzel J zeigt an, dass der ausgewiesene Betrag ins Gesamtbrutto einfließt. Damit wissen Sie, dass die Zahlung berücksichtigt wurde – sei es beim Gehalt, einer Sonderzahlung oder einer geldwerten Leistung.
Kinderfreibetrag (Frbtr.)
Der Kinderfreibetrag wird vom zu versteuernden Einkommen abgezogen, wenn ein Kind z. B. unter 19 Jahren ist, in Ausbildung steckt (bis 26 Jahre) oder bzw. wenn es weiterhin auf elterliche Unterstützung angewiesen ist. Dies wirkt sich steuermindernd aus – also ein Vorteil für Sie.
Kirchensteuer (KiSt)
Die Abkürzung KiSt steht für Kirchensteuer – eine besondere Form der Einkommensteuer, mit der die Kirchen unterstützt werden. Sie beträgt in Deutschland – je nach Bundesland – typischerweise 9 % der Lohnsteuer (in Bayern und Baden-Württemberg: 8 %).
Krankenkasse (KK)
KK bezeichnet Ihre Krankenkasse, bei der Sie versichert sind. In der Abrechnung finden Sie hier Angaben zur Mitgliedschaft und ggf. Zusatzbeiträge.
Lohnzahlungszeitraum (LZZ)
Wichtig für die Lohnsteuerberechnung.
Maßgeblicher Beitragssatz zur Krankenversicherung inkl. Zusatzbeitrag (KK %)
Mit KK % wird der Beitragssatz zur Krankenversicherung inklusive etwaigem Zusatzbeitrag Ihrer Krankenkasse ausgewiesen. Der gesetzliche allgemeine Beitragssatz beträgt derzeit 14,6 %, die Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteile betragen jeweils 7,3 %. Die Techniker+1 Zudem kann ein Zusatzbeitrag Ihrer Krankenkasse dazukommen (durchschnittlich ca. 2,5 %, also etwa 1,25 % Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil) – dies hängt von der jeweiligen Kasse ab.
Krankenversicherung (KV)
KV steht schlicht für Krankenversicherung. Wie gerade erwähnt, beträgt der gesetzliche Beitrag 14,6 % des Bruttolohns – Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen sich diesen Beitrag je zur Hälfte. Der Zusatzbeitrag ist zusätzlich zu zahlen. Der genaue Betrag richtet sich nach Ihrer Krankenkasse.
Kurzarbeitergeld 8KuG)
Gerade in Krisenzeiten taucht dies überraschend häufig auf.
Laufender Bezug (L)
Das Kürzel L signalisiert die regelmäßige Zahlung von Lohn oder Gehalt – also Ihre monatlich wiederkehrende Vergütung inklusive beispielsweise Provisionen. Anders als Sonderzahlungen (siehe Einmalbezug) wird dies regelmäßig ausgezahlt.
Lohnsteuer (LSt)
LSt bezeichnet die Lohnsteuer, also den Betrag, den Ihr Arbeitgeber vom Bruttolohn einbehält und an das Finanzamt weiterleitet. Wie hoch diese Steuer ist, hängt von Ihrem Einkommen, Ihrer Steuerklasse und weiteren Faktoren ab.
Mehrjährige Versteuerung (M)
Bei M handelt es sich um eine Kennzeichnung für Zahlungen, die sich über mehrere Jahre hinweg beziehen – z. B. Nachzahlungen oder Einmalzahlungen, die sich auf mehrere Abrechnungs- bzw. Leistungszeiträume erstrecken. Hier kann eine Sonderregelung greifen, wenn die normale Versteuerung ungünstiger wäre.
Nachberechnung (N)
N bezeichnet eine Nachberechnung – also Korrekturen aus Vormonaten. Wenn eine Abrechnung nachträglich angepasst werden muss, weil z. B. eine Sonderzahlung errechnet wurde oder der Beitragssatz sich geändert hat, taucht dieses Kürzel auf.
Mehrfachbeschäftigung (MFB)
Das Kürzel MFB zeigt an, dass Sie mehreren sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen nachgehen. Das hat Auswirkungen darauf, wie Beiträge gezahlt, summiert oder ggf. angerechnet werden.
Pauschalversteuerung (P)
P steht – wie oben bei „Frei“ bereits angedeutet – für Pauschalversteuerung. Damit wird ein Teil oder die ganze Zahlung pauschal besteuert, z. B. wenn Sonderzahlungen steuerlich begünstigt behandelt werden sollen.
Personengruppenschlüssel (PGRS)
Der PGRS ist ein weiterer interner Code, der Besonderheiten Ihres Beschäftigungsverhältnisses (z. B. Art der Beschäftigung, Art der Versicherung) beschreibt. Für Sie als Beschäftigte*r ist er kaum relevant – eher für die Buchhaltung und Sozialversicherung.
Pflegeversicherung (PV und manchmal PV-K)
PV steht für die gesetzliche Pflegeversicherung. Der Beitragssatz wurde zum 1. Januar 2025 auf 3,6 % des Bruttolohns angehoben.
Wenn Sie kinderlos sind und älter als 23 Jahre, fällt zusätzlich ein Zuschlag von 0,6 Prozentpunkten an – das heißt dann insgesamt 4,2 %.
PV-K wird gelegentlich als Kürzel verwendet und kann „Pflegeversicherung kinderlos“ oder einfach als Synonym stehen.
Rentenversicherung (RV)
RV steht für die gesetzliche Rentenversicherung. Der Beitrag liegt derzeit bei 18,6 % des Bruttolohns und wird ebenfalls je zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen.
Sonstiger Bezug (S)
S kennzeichnet einen sonstigen Bezug – also eine Zahlung, die nicht regelmäßig ist und nicht unter „Einmalbezug“ fällt. Beispielsweise eine Bonuszahlung oder Nachzahlung.
Steuer-Brutto (St)
Das Steuer-Brutto bezeichnet die Summe aller steuerpflichtigen Einnahmen – inklusive Einmalbezügen und geldwerten Vorteilen. Es kann vom Gesamtbrutto abweichen, wenn etwa Teile pauschal besteuert sind oder Freibeträge berücksichtigt wurden.
Steuer-Identifikationsnummer (Steuer-ID)
Die Steuer-ID ist Ihre persönliche, bundeseinheitliche Identifikationsnummer (11 Ziffern), die Sie z. B. bei Steuererklärungen oder Meldungen beim Arbeitgeber angeben müssen.
Steuerklasse (StKl)
Ihre Steuerklasse beeinflusst maßgeblich die Höhe Ihres Lohn- bzw. Einkommensteuerabzugs. Der progressive Steuersatz beträgt aktuell etwa zwischen 14 % und 45 % – je nach Höhe Ihres Einkommens und persönlicher Situation.
Sozialversicherung (SV)
SV steht für Sozialversicherung. Wenn Sie dieses Kürzel sehen, weist es darauf hin, dass eine Zahlung oder Abgabe im Kontext der gesetzlichen Sozialversicherung (z. B. Kranken-, Renten- oder Arbeitslosenversicherung) erfolgt.
SVW / SV-pflichtig
Kennzeichnet Anteile, die in die Sozialversicherung einfließen.
SV-Schlüssel (Schlüsselnummer)
Regelt, wie die Person sozialversicherungsrechtlich eingestuft wird (z. B. geringfügig beschäftigt, Azubi, Werkstudent).
Umlagearten der Arbeitgeber (U1 / U2 / U3)
– U1: Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
– U2: Mutterschaft
– U3: Insolvenzgeldumlage
Umlageverfahren (Um)
Das Umlageverfahren kommt zum Tragen, wenn Arbeitgeber vorfinanzieren müssen – z. B. bei Lohnfortzahlung im Krankheitsfall (U1) oder Mutterschaft (U2). Hier wird durch Umlagen – also Beiträge vieler – sichergestellt, dass die Kosten einzelner nicht übermäßig hoch werden.
Vorjahr (V / VJ)
Die Kürzel V oder VJ bedeuten „Vorjahr“. In Ihrer Abrechnung können sie z. B. auf Urlaubstage oder Beitragsbemessungswerte hinweisen, die sich auf das vorherige Kalenderjahr beziehen.
Verarbeitungskennzeichen (VKZ)
Der VKZ ist kein für Sie unmittelbar relevanter Code – er dient internen Verarbeitungsprozessen der Buchhaltung und Kennzeichnung von Verarbeitungsschritten.
Wertguthaben (W)
Unter Wertguthaben versteht man freiwillige Abgaben oder Beiträge, mit denen Sie sich z. B. ein sogenanntes Zeitwertkonto, Langzeitkonto oder Langzeitarbeitskonto aufbauen können. Dieses Guthaben kann später z. B. für längere Freistellungen oder eine Frühverrentung genutzt werden.
Einschlägiger Beitragszuschlag zur Pflegeversicherung für Kinderlose (Z)
Der Buchstabe Z steht für den Beitragszuschlag zur Pflegeversicherung, der von kinderlosen Arbeitnehmer*innen ab dem 23. Lebensjahr zu zahlen ist. Dieser Zuschlag beträgt 0,6 Prozentpunkte.
Zusatzbeitrag (ZB)
ZB weist darauf hin, dass Ihre Krankenkasse einen Zusatzbeitrag erhebt – dieser liegt derzeit im Mittel bei etwa 2,5 % des Bruttoeinkommens und wird ebenfalls zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer geteilt (also ca. 1,25 % je Partei).
Welches Kürzel fehlt hier?
Gibt es ein Kürzel, das hier nicht aufgeführt wurde?
Vielen Dank für jeden Hinweis!
Hier die bisherigen Antworten anschauen ⇓
Antwort 1
Frage: Was bedeutet "ELSG"?
Antwort: Das Kürzel ELSG in einer Lohnabrechnung hat keine Standardbedeutung, die allgemein verwendet wird. Es könnte "Entgeltfortzahlung laut Sozialgesetzbuch (ELSG)" bedeuten. Dabei handelt es sich um eine gesetzlich vorgeschriebene Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, geregelt nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG), manchmal in Lohnprogrammen unter dem Kürzel ELSG geführt – da es sich um eine Lohnart handelt, die mit gesetzlichen Vorgaben aus dem SGB (Sozialgesetzbuch) zusammenhängt.
Antwort 2
Frage: Was könnte "NB" bedeuten?
Antwort: Auch das ist kein Standardkürzel. Es kann stehen für:
- Nachberechnung
- Netto-Bezüge
- Nebenbeschäftigung
Antwort 3
Lohnart: NBL
Bezeichnung: AN-Anteil BA lfd.
Antwort Geld-Welten:
Die Lohnart "AN-Anteil BA lfd." auf der Lohnabrechnung bedeutet, dass der Arbeitnehmer (AN) einen Anteil für die Beiträge zur Bundesagentur für Arbeit (BA) hat, der laufend (lfd.) gezahlt wird. Also Ihr Anteil an der Arbeitslosenversicherung.
Erläuterung:
AN: Arbeitnehmer
BA: Bundesagentur für Arbeit
lfd.: Laufend, also regelmäßig und im Rahmen der üblichen Lohnzahlung.
Antwort 4
Was bedeutet JEE?
Antwort Geld-Welten: Dieses Kürzel kennen wir nicht. "J" steht für Bestandteil des Gesamtbruttos, "E" für Einmalbezug, aber "JEE" kennen wir nicht. Weiß eine Leserin oder ein Leser mehr?
Antwort 5
AG-Lst
Geld-Welten: In der Lohnabrechnung könnte AG-LSt für "Arbeitgeberanteil zur Lohnsteuer" stehen, aber diese Abkürzung ist eigentlich nicht korrekt bzw. missverständlich, denn die Lohnsteuer wird ausschließlich vom Arbeitnehmer getragen, nicht vom Arbeitgeber.
Daher kann es sich bei "AG-LSt" je nach Kontext um eine unternehmensinterne oder softwaretechnische Bezeichnung handeln – zum Beispiel:
- Fehlbezeichnung für "Lohnsteuer, vom Arbeitgeber abgeführt" – also einfach die Lohnsteuer, die der Arbeitgeber im Auftrag des Arbeitnehmers ans Finanzamt überweist.
- In manchen Systemen kann AG-LSt auch als Sammelposten für Arbeitgeberabgaben erscheinen, etwa im Rahmen von Kostenstellenbuchungen oder internen Abrechnungen.
Antwort 6
Frage: Was bedeutet "BA"?
Antwort: Das Kürzel "BA" in einer Lohnabrechnung steht in der Regel für "Bundesagentur für Arbeit".
Bedeutung im Kontext:
Wenn BA auf deiner Lohn- oder Gehaltsabrechnung erscheint, kann es auf verschiedene Zusammenhänge hinweisen, zum Beispiel:
Erstattung durch die Bundesagentur für Arbeit
→ Bei bestimmten Fördermaßnahmen (z. B. Kurzarbeitergeld, Eingliederungszuschüsse) kann ein Teil des Arbeitsentgelts von der BA übernommen und entsprechend auf der Abrechnung aufgeführt werden.
Meldungen an die BA
→ In manchen Fällen wird angegeben, dass Daten an die Bundesagentur für Arbeit übermittelt wurden (z. B. bei DEÜV-Meldungen).
Beitrag zur Umlage U3
→ Der Arbeitgeber zahlt Beiträge zur Umlage U3, die von der BA verwaltet wird (zur Finanzierung von Insolvenzgeld).
Antwort 7
Wofür steht SKG?
Antwort: Das Kürzel SKG ist kein Standardkürzel. Es steht in der Lohnabrechnung manchmal für Sozialkassengebühren.
Diese fallen typischerweise in bestimmten Branchen an, z. B. im Baugewerbe oder anderen tarifgebundenen Bereichen mit Sozialkassenpflicht (z. B. SOKA-BAU, Malerkasse, Urlaubskasse etc.).
Hintergrund:
In diesen Branchen führen Arbeitgeber Beiträge an spezielle Sozialkassen ab, die unter anderem für:
Urlaubsgeld,
Zusatzrente,
oder Ausbildungskosten
verwendet werden.
Wichtig: Die genaue Bedeutung von SKG kann je nach Unternehmen oder Softwareanbieter variieren.
Antwort 8
Frage: Was bedeutet "36c"?
Antwort geld-welten.de: Das Kürzel "36c" in der Lohnabrechnung ist kein Standardkürzel. Es könnte eine Kennung sein, die sich auf die Lohnart bezieht, die für eine bestimmte Zahlung oder einen Abzug verwendet wird.
Dein Lohnabrechnungsprogramm oder dein Arbeitgeber verwendet vielleicht eine interne Kennung, um verschiedene Lohnarten zu identifizieren. "36c" könnte beispielsweise eine spezielle Sonderzahlung (z.B. ein Weihnachtsgeld) oder ein bestimmter Abzug sein.
Antwort 9
Was bedeutet "EL G bei Abfindung mj"?
Antwort: In einer Lohnabrechnung bedeutet "EL G" bei einer Abfindung (A) in der Regel:
L = steht für "Laufender Bezug": Dies deutet an, dass der Betrag als laufendes Gehalt betrachtet wird, also für die laufende Lohnsteuerberechnung relevant ist.
G = Gesamtbrutto: Das "G" zeigt an, dass der Bezug zum Gesamtbrutto hinzurechnet wird.
EL: EL steht für Entgeltlaufender und deutet an, dass die Abfindung als ein Bestandteil des laufenden Entgelts gilt.
Insgesamt bedeutet "EL G" also, dass die Abfindung Teil des laufenden Entgelts ist und für die Lohnsteuer und die Berechnung des Gesamtbruttos relevant ist.
Die Frage ist, wofür "mj" steht. In einer Lohnabrechnung steht "MJ" normalerweise für "Midijob". Dies deutet an, dass der Arbeitnehmer in einem Midijob beschäftigt ist, also eine Beschäftigung mit einem bestimmten Einkommensbereich, die zwischen Minijob und Vollzeit liegt. Aber ob es das hier meint?
Antwort 10
Was bedeutet "Elsg" in der Lohnabrechnung?
Antwort Geld-Welten: Unter Berücksichtigung verschiedener Quellen lässt sich feststellen, dass das Kürzel „ELSG“ in Gehaltsabrechnungen selten und nicht einheitlich verwendet wird. In einigen Fällen steht es für „Einmalzahlung, lohnsteuerpflichtig, sozialversicherungspflichtig, Gesamtbrutto“, was beispielsweise auf Plattformen wie Reddit diskutiert wird.
In anderen Kontexten kann „ELSG“ jedoch auch für „Entgeltfortzahlung bei Krankheit gemäß dem Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG)“ stehen, insbesondere wenn es um die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall geht.
Da die Bedeutung von „ELSG“ je nach Unternehmen und Abrechnungssystem variieren kann, empfehle ich, direkt bei der Personalabteilung oder der Lohnbuchhaltung des Arbeitgebers nachzufragen, um die genaue Bedeutung im spezifischen Fall zu klären.
Antwort 11
GWS.
Antwort Geld-Welten: Vielen Dank - wäre oben ergänzt.
Antwort 12
ZB
Geld-Welten.de: Vielen Dank, wäre ebenfalls oben ergänzt.
Antwort 13
VJ - Vorjahr
Geld-Welten.de: Vielen Dank, wäre ebenfalls oben ergänzt.
Antwort 14
B/N
Antwort Geld-Welten: Dieses Kürzel ist uns unbekannt. B/N kann bei einer Gehaltsabrechnung bedeuten, dass ein Betrag im Gesamtbrutto nicht enthalten ist. Bei Datev-Rechnungen steht BN für
"Berufliche Niederlassung".
Antwort 15
902
Antwort Geld-Welten.de:
Das Kürzel oder die Zahl „902“ in einer Lohnabrechnung ist nicht selbsterklärend und kann je nach Lohnabrechnungssystem, Software (z. B. DATEV, SAP, Paisy), Unternehmen oder Tarifvertrag sehr unterschiedlich verwendet werden. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Lohnartennummer – das heißt: eine interne Kennziffer zur Kategorisierung von Zahlungen oder Abzügen.
Antwort 16
BL
Antwort Geld-Welten:
Das Kürzel "BL" in der Lohnabrechnung kann je nach Kontext und Unternehmen unterschiedliche Bedeutungen haben. Die häufigsten Bedeutungen sind:
Berufliche Lohngruppe oder Beschäftigungsgruppe
→ „BL“ kann als interne Abkürzung für eine bestimmte Lohngruppe oder Eingruppierung im Tarifvertrag oder im betrieblichen Entgeltsystem stehen.
Bruttolohn
→ In manchen Fällen steht „BL“ einfach für den Bruttolohn, also das Gehalt vor Abzug von Steuern und Sozialabgaben.
Bundesland
→ Wenn die Lohnabrechnung eine Übersicht nach Regionen gibt, kann „BL“ auch für Bundesland stehen.
Besonderer Lohnbestandteil
→ Manchmal steht „BL“ auch für spezielle Lohnarten oder Zusatzvergütungen wie z. B. Bonusleistung, Bereitschaftslohn oder Bauzulage – das hängt stark von der internen Systematik der Firma ab.
Was tun, wenn unklar?
Am besten wirfst du einen Blick auf den Lohnartenkatalog deines Unternehmens oder fragst direkt in der Personalabteilung nach – viele Abrechnungen verwenden firmenspezifische Kürzel.
Antwort 17
Mj
Antwort Geld-Welten:
Das Kürzel „MJ“ steht in der Lohnabrechnung typischerweise für:
???? „Maßgebliches Jahr“ oder „Mitarbeiterjahr“
Das hängt vom Kontext ab. Die zwei häufigsten Bedeutungen sind:
1. Maßgebliches Jahr (für Steuer oder Sozialversicherung)
„MJ“ kann das maßgebliche Kalenderjahr bezeichnen, auf das sich bestimmte Berechnungen oder Nachweise beziehen – z. B. bei:
Einmalzahlungen (wie Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld), Sozialversicherungsgrenzen, oder der Berechnung von Lohnsteuerjahreswerten.
2. Mitarbeiterjahr / Beschäftigungsjahr
In vielen Unternehmen bedeutet „MJ“ auch:
Wie viele volle Jahre der Mitarbeiter schon im Betrieb ist,
z. B. für Zulagen, Urlaubstage oder Jubiläumszahlungen.
Beispiel:
MJ = 5 → Der Mitarbeiter ist im 5. Beschäftigungsjahr
MJ = 2025 → Die Abrechnung bezieht sich auf das Jahr 2025
Antwort 18
ASG
Antwort Geld-Welten:
Das Kürzel ASG in einer Lohnabrechnung kann je nach Unternehmen und Kontext verschiedene Bedeutungen haben. Die häufigsten sind:
✅ 1. Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung (ASG)
ASG = Arbeitgeber-Sozialversicherungs-Gesamtanteil
Das ist die Summe aller Sozialversicherungsbeiträge, die vom Arbeitgeber getragen werden:
Rentenversicherung (RV)
Krankenversicherung (KV)
Pflegeversicherung (PV)
Arbeitslosenversicherung (AV)
➡️ Diese Anteile sieht man manchmal auf der Abrechnung, obwohl sie nicht vom Bruttolohn abgezogen werden – sie dienen nur zur Information.
✅ 2. Arbeitsgemeinschaft für Sozialversicherungs-Gutachten
In seltenen Fällen (z. B. bei externen Gutachten oder Prüfungen) kann ASG auch eine Organisation oder Abrechnungsstelle bezeichnen, ist dann aber eher im Kontext öffentlicher Dienst oder Rentenprüfung relevant.
Antwort 19
KV BZ
Antwort Geld-Welten.de:
Das ist kein standardisiertes Kürze. „KV BZ“ auf einer Lohnabrechnung könnte z. B. folgendes bedeuten:
✅ KV = Krankenversicherung
✅ BZ = Beitragszuschuss oder Beitragszahlung
Typische Bedeutungen im Kontext:
KV BZ = Krankenversicherung Beitragszuschuss
→ Arbeitgeberzuschuss zur Krankenversicherung (z. B. bei freiwillig gesetzlich Versicherten oder PKV)
KV BZ = Krankenversicherung Beitragszahlung
→ Abzug für Arbeitnehmeranteil zur Krankenversicherung
Die genaue Bedeutung hängt von deinem Arbeitgeber / Abrechnungssystem ab – in Deutschland wird „BZ“ auf Lohnabrechnungen oft für „Beitragszuschuss“ verwendet.
Beispiele aus Abrechnungen:
„KV BZ AG“ = Zuschuss des Arbeitgebers zur Krankenversicherung
„KV BZ AN“ = Anteil des Arbeitnehmers
Am besten kannst du das in deinem konkreten Fall klären, indem du:
✅ Auf die Legende/Erklärung auf deiner Abrechnung schaust (oft gibt es ein Kürzelverzeichnis)
✅ Deine Personalabteilung oder Lohnbuchhaltung fragst (die können dir die verwendeten Kürzel immer genau erklären).
Antwort 20
Frage: Was bedeutet "K"?
Antwort: Das ist ebenfalls kein gängiges Kürzel. "K" kann auf einer Lohnabrechnung verschiedene Dinge bedeuten. In Österreich steht "K" vielleicht für „Kinderabsetzbetrag“ oder „Kündigungsentschädigung“. In Deutschland könnte "K" für „Kirchensteuer“ oder in manchen Fällen auch für „Krankenkasse“ stehen, obwohl hierfür meist „KK“ verwendet wird. Es ist auch möglich, dass „K“ für „keine Steuer“ im Zusammenhang mit Kurzarbeitergeld (KUG) gemeint ist, was speziell bei Kurzarbeit relevant sein könnte.
Antwort 21
Was bedeutet EV (5020) im Lohnjournal?
Antwort Geld-Welten.de:
Die Abkürzung EV (5020) im Lohnjournal hängt stark vom verwendeten Lohnprogramm und dem Land (z. B. Deutschland, Österreich, Schweiz) ab, weil es kein international einheitlicher Standardcode ist. Aber in vielen Fällen (v. a. im deutschsprachigen Raum) steht das Kürzel EV meist für:
✅ "Elektronische Verdienstmeldung" oder "Elektronische Versicherungs-Meldung"
In Österreich bedeutet „EV“ in Lohn- und Gehaltsabrechnungen fast immer:
EV-Meldung = Elektronische Versicherungs-Meldung an die ÖGK oder eine andere Krankenkasse.
Die Zahl in Klammern (5020) ist typischerweise ein interner oder amtlicher Schlüssel / Meldungscode, der die Art der Meldung genauer bezeichnet. Das kann sein:
Ein Lohnarten-Konto (z. B. Sachkonto in der Buchhaltung)
Ein Meldungstyp-Code (z. B. An-, Abmeldung, Änderungsmeldung)
Ein Kostenstellen- oder Erlöskonto
In Österreich z. B.:
EV (5020) könnte bedeuten: eine Elektronische Versicherungsanmeldung (Anmeldung eines Dienstnehmers) wird mit dem Meldungscode 5020 übermittelt.
Antwort 22
Was bedeutet "TarFoerdg"?
Antwort: Das könnte Tarifförderung oder tarifliche Förderung bedeuten, eine Bezeichnung für Zusatzzahlungen, die tariflich vereinbart oder gefördert sind. Das könnte z. B. ein tarifliches 13. Monatsgehalt / Weihnachtsgeld (sofern es als „förderfähig“ ausgewiesen wird) sein.
Antwort 23
Was bedeutet "LSG Kennzeichen"?
Antwort: „LSG Kennzeichen“ auf einer Lohnabrechnung ist kein standardisiertes Kürzel wie z. B. „SV“ (Sozialversicherung) oder „LSt“ (Lohnsteuer), das überall gleich wäre.
Oft wird „LSG“ als Kürzel für „Lohnsteuergruppe“ (eigentlich korrekt „Lohnsteuerklasse“) verwendet.
„Kennzeichen“ bedeutet vermutlich einfach, dass es sich um den Wert / Code für dieses Feld handelt (z. B. Lohnsteuerklasse 1 = „Kennzeichen 1“).
Antwort 24
Wofür steht PVst?
Antwort: Das Kürzel PVst in einer Lohnabrechnung steht in der Regel für Pfändungsbetrag aus der Verdienstpfändung oder Pfändungsversteuerung. Genauer:
PVst = Pfändungsversteuerung: Das bedeutet, dass ein Teil des Arbeitslohns aufgrund einer Lohnpfändung (z. B. wegen Schulden) an einen Gläubiger abgeführt wird. Der Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet, pfändbare Beträge vom Gehalt einzubehalten und an den Gläubiger oder das zuständige Vollstreckungsorgan weiterzuleiten.
Die genaue Bedeutung kann leicht variieren, je nach verwendeter Software oder Firma.
Antwort 25
Wofür steht "Pfl. LSG"?
Antwort: Eventuell für „Pflichtbeitrag Landwirtschaftliche Sozialversicherung (Gesamt)“.
???? Hintergrund:
„Pfl.“ ist oft die Abkürzung für pflichtig bzw. Pflichtbeitrag.
„LSG“ könnte hier für Landwirtschaftliche Sozialgesetzgebung oder Landwirtschaftliche Sozialversicherung stehen.
In der Landwirtschaft gibt es ein eigenes Sozialversicherungssystem (u. a. über die SVLFG), in dem Renten-, Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung speziell für Land- und Forstwirte geregelt sind.
Auf Lohnabrechnungen landwirtschaftlicher Betriebe erscheinen oft solche Abkürzungen, wenn Beiträge an diese Kasse abgeführt werden.
Antwort 26
Was bedeutet z.B. LSp 5 auf einem Lohnzettel von einer Erzieherin?
Antwort: „LSp 5“ auf einem Lohnzettel bezieht sich wahrscheinlich auf Lohnsteuerklasse 5.
In Deutschland gibt es sechs Lohnsteuerklassen (I bis VI). Welche Steuerklasse eine Person hat, hängt von den persönlichen Lebensumständen ab (ledig, verheiratet, Haupt-/Nebenjob usw.).
???? Kurz erklärt zu Steuerklasse 5:
Sie wird meist von verheirateten oder verpartnerten Personen gewählt, wenn der/die Partner:in Steuerklasse 3 hat.
Das lohnt sich oft, wenn ein Partner deutlich mehr verdient als der andere.
Bei Steuerklasse 5 sind die monatlichen Abzüge relativ hoch, man zahlt also mehr Lohnsteuer als z. B. in Steuerklasse 3 oder 4.
Am Jahresende wird das im gemeinsamen Steuerbescheid wieder ausgeglichen.
Antwort 27
Wofür steht JLL?
Antwort: Dieses Kürzel ist kein Standard, wir kennen es nicht. Vielleicht steht JLL als interne Kostenstelle / Projektkürzel → zum Beispiel für eine bestimmte Abteilung, ein Projekt oder einen Auftraggeber. Aber das ist nur eine Vermutung.
Antwort 28
Was könnte „StFr“auf einer Lohnabrechnung bedeuten?
Antwort: Die Abkürzung „StFr“ auf einer Lohnabrechnung steht in der Regel für „steuerfrei“.
Antwort 29
Was bedeutet "10 % Sp.. Z" bei der Lohnabrechnung.
Antwort geld-welten.de: Das könnte „10 % Sparzulage“ bedeuten. Aber es ist kein gängiges Kürzel.
Antwort 30
Wofür steht EGA bei Krankenversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung?
Geld-Welten.de: Vermutlich steht EGA für Entgeltabrechnung.
Antwort 31
Was bedeutet "EGRB" als Kürzel in einer Lohnabrechnung?
Antwort: Ich konnte keine zuverlässige Quelle finden, die das Kürzel „EGRB” in einer deutschen Lohn-/Gehaltsabrechnung eindeutig erklärt. Mein Vorschlag: Wenden Sie sich kurz an Ihre Lohnbuchhaltung oder den Anbieter der Abrechnungssoftware und fragen nach, wofür „EGRB” in Ihrem Fall steht – so bekommen Sie eine exakt zutreffende Erklärung für Ihre Abrechnung.
Antwort 32
Was meint NLL ind-verstZUK?
Antwort: Das ist keine standardisierte Abkürzung. Die Bedeutung könnte sein:
NLL = Nachzahlung laufender Lohn
→ Das heißt, es handelt sich um eine Nachzahlung (z. B. Korrektur, verspätete Auszahlung, rückwirkende Lohnerhöhung), die sich auf einen laufenden Monat bezieht, nicht auf eine Einmalzahlung wie Urlaubsgeld oder Prämien.
ind-verstZUK = individuell versteuerter Zukunftsbezug
→ „ind-verst“ steht für individuell versteuert (also nach dem persönlichen Lohnsteuersatz, nicht pauschal).
→ „ZUK“ steht für Zukunft, also ein Bezug, der zukünftig fällig ist oder für künftige Zeiträume gezahlt wird (z. B. Vorauszahlung von Lohn, Bonus für kommende Monate usw.).
Antwort 33
Was bedeutet das Kürzel EBZ?
Antwort: Das Kürzel „EBZ“ auf einer Lohnabrechnung kann je nach Arbeitgeber oder Abrechnungssystem unterschiedliche Bedeutungen haben, da solche Abkürzungen nicht einheitlich gesetzlich geregelt sind.
Allerdings gibt es einige häufige Bedeutungen im Kontext der Entgeltabrechnung:
???? Häufige Bedeutungen von „EBZ“:
Einmalige Bezugszahlung oder Einmalbezug
→ Wird oft verwendet für Sonderzahlungen wie:
Weihnachtsgeld
Urlaubsgeld
Bonus / Prämie
Nachzahlungen für einen bestimmten Zeitraum
Beispiel:
EBZ 12/2025 – Weihnachtsgeld
Bedeutet: Einmalige Sonderzahlung im Dezember 2025.
Entgeltbezugszeitraum
→ Seltener, aber möglich – bezeichnet dann den Zeitraum, für den das Entgelt gezahlt wird.
Beispiel: EBZ 10/2025 könnte heißen „Lohn für Oktober 2025“.
???? Tipp:
Am besten schaust du auf deiner Lohnabrechnung, in welcher Spalte oder Zeile „EBZ“ steht:
Bei den Bezügen (also Einnahmen) → meist „Einmalbezug“
Bei Zeiträumen oder Überschriften → evtl. „Entgeltbezugszeitraum“
Antwort 34
Was könnte WZU bedeuten?
Da die Abkürzungen nicht standardisiert sind, kann man es sicher herausfinden durch:
Blicken Sie in das Abkürzungsverzeichnis der Abrechnungssoftware (meist auf der Rückseite der Abrechnung).
Nachfrage bei der Lohnbuchhaltung oder dem Steuerberater des Unternehmens.
Mögliche Interpretationen von „WZU“ in der Lohnabrechnung
Wegezeitunterstützung / Wegezuschuss (ÖPNV)
– Manche Arbeitgeber verwenden „WZU“ für Zuschüsse zu Fahrtkosten oder für den Mobilitätszuschuss.
Wohnungszuschuss / Wohnzuschuss
– Besonders in Unternehmen, die Wohnkostenzuschüsse zahlen, könnte dies als WZU auftauchen.
Weiterbildungszuschuss / Weiterbildungskosten-Zuschuss
– Wenn Kosten für Fortbildungen bezuschusst werden, verwenden einige Programme Kürzel wie WZU.
Wertguthaben-Zuführung
– Bei Arbeitszeitkonten oder Langzeitkonten könnte „Zuführung zum Wertguthaben“ gemeint sein.
Werkzeuggeld / Werkzeugzuschuss
– Falls Werkzeugpauschalen gezahlt oder erstattet werden.
Antwort 35
Was bedeutet SV Tg?
Antwort: In einer deutschen Lohnabrechnung steht das Kürzel „SV Tg“ meines Wissen nach für:
???? Sozialversicherungstage
Das sind die Kalendertage, für die eine Sozialversicherungspflicht besteht – also Tage, an denen du im betreffenden Monat versicherungspflichtig beschäftigt warst.
Wofür werden SV-Tage gebraucht?
Sie dienen u. a. zur korrekten Berechnung von:
Beiträgen zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung
Entgeltfortzahlung
Meldungen an die Sozialversicherung
Antwort 36
Was bedeutet Sonstige/EGA als Kürzel in der Lohnabrechnung?
Antwort: Auf einer Lohnabrechnung steht das Kürzel „Sonstige / EGA“ in der Regel für:
???? EGA = Einmalige Gesamtabrechnung
Oder auch „Einmalige Zahlung / Einmaliges Gesamtarbeitsentgelt“.
Was bedeutet das genau?
Unter EGA bzw. Sonstige/EGA werden einmalige oder sonstige Bezüge abgerechnet, also Zahlungen, die nicht jeden Monat stattfinden. Dazu gehören z. B.:
Weihnachtsgeld
Urlaubsgeld
Prämien / Boni
Jubiläumsgelder
Einmalige Sonderzahlungen
Nachzahlungen für vergangene Monate
Abfindungsähnliche Zahlungen (sofern als „sonstige Bezüge“ abgerechnet)
Diese Bezüge werden anders besteuert als das reguläre monatliche Gehalt (laufender Arbeitslohn). Deshalb erscheinen sie separat in der Abrechnung.
Kurzfassung: Sonstige/EGA = Abrechnung einer einmaligen Sonderzahlung, die nicht zum laufenden Monatslohn gehört.
Antwort 37
Was bedeutet EFZ bei einer Lohnabrechnung?
Antwort: Das ist meines Wissens nach keine Abkürzung, die in Deutschland gängig ist. EFZ bedeutet in der Schweiz (eventuell neben anderen Bedeutungen) „Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis“.
Auf einer Lohnabrechnung (in der Schweiz) wird „EFZ“ oft angegeben, um die berufliche Qualifikation einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters zu kennzeichnen. Dies kann relevant sein für:
die Einstufung im Lohnsystem
die Bestimmung des Mindestlohns (z. B. gemäss GAV)
interne Kategorisierungen von Funktionen
Beispiel:
Kauffrau EFZ, Elektriker EFZ, Koch EFZ – also eine erfolgreich abgeschlossene berufliche Grundbildung (Lehre).
Grundaufbau einer Lohnabrechnung
Eine Lohnabrechnung ist kein Schönheitspreis, sondern ein Pflichtdokument voller Zahlen, Kürzel und Querverweise. Um die vielen Abkürzungen leichter einzuordnen, hilft es zu wissen, wie eine typische Abrechnung aufgebaut ist. Die meisten Unternehmen folgen einem ähnlichen Muster:
- Im oberen Bereich stehen persönliche Daten wie Steuerklasse, Krankenkasse und Steuer-ID.
- Es folgt der Bereich der Bruttobezüge – hier begegnen Ihnen die Kürzel für laufende Bezüge, Einmalzahlungen und geldwerte Vorteile.
- Danach erscheinen die Abzüge, sowohl steuerliche als auch sozialversicherungsrechtliche.
- Ganz unten steht das Netto, also der Betrag, der tatsächlich überwiesen wird.
Wer diese Grundordnung kennt, wird feststellen, dass die Kürzel gar nicht so kryptisch sind. Viele von ihnen stehen nur dafür da, die einzelnen Bestandteile dieser drei Ebenen sauber voneinander zu trennen.
Häufige Stolpersteine und wie Sie sie vermeiden
Manche Kürzel wirken auf den ersten Blick gleich, meinen jedoch völlig Verschiedenes. Ein Beispiel: „GB“ (Gesamtbrutto) wird oft fälschlich für „Bruttoverdienst“ gehalten – dabei kann das Gesamtbrutto auch Sachbezüge enthalten, die steuerlich anders behandelt werden. Ähnlich trügerisch ist „St“, weil viele Lesende automatisch „Steuer“ denken, obwohl es die steuerpflichtige Bemessungsgrundlage meint – also eine Rechengröße mit eigener Logik.
Auch die Pflegeversicherung sorgt immer wieder für Fragezeichen: PV, PV-K und Z meinen drei unterschiedliche Dinge und stehen nicht zufällig nebeneinander. Wer die Kürzel verwechselt, wundert sich später über krumme Beträge.
Kurzum: Eine Lohnabrechnung ist kein Rätsel, aber manchmal möchte sie so wirken. Ein zweiter Blick lohnt sich – vor allem, wenn ein Kürzel an mehreren Stellen auftaucht und jeweils etwas anderes meint.
Abgrenzungen, die man leicht verwechselt
- Gesamtbrutto (GB) ist nicht das Gleiche wie Bruttolohn – denn Sachbezüge können dazugehören.
- Einmalbezug (E) ist nicht identisch mit sonstigem Bezug (S). Der Unterschied liegt im Besteuerungsmodus.
- Pauschalversteuerung (P) bedeutet nicht steuerfrei, sondern nur „vereinfachte Besteuerung“.
Praxisbeispiele, die Orientierung schaffen
- Wenn Ihnen im Dezember ein Weihnachtsgeld ausgezahlt wird, steht es unter „E“ oder „S“ – je nachdem, ob es als Einmalbezug oder sonstiger Bezug eingeordnet ist.
- Nutzen Sie einen Firmenwagen? Dann taucht unter den geldwerten Sachbezügen vermutlich ein Betrag mit „GWS“ auf – der zwar nicht ausgezahlt wird, aber dennoch steuerlich ins Gewicht fällt.
- Wer kinderlos und über 23 Jahre alt ist, findet bei der Pflegeversicherung zusätzlich ein „Z“.
Solche kleinen Beispiele helfen, die eigenen Zahlen ein Stück weit zu entwirren.
Plausibilitätscheck: So prüfen Sie Ihre Abrechnung wie ein Profi
Viele Kürzel sind erst dann interessant, wenn ein Betrag höher ist, als er sein sollte. Eine einfache Routine hilft, Auffälligkeiten zu entdecken:
- Stimmen Steuerklasse und Krankenkasse? Ein Wechsel wird oft fehlerhaft verzögert.
- Passen Gesamtbrutto und Steuer-Brutto logisch zusammen? Wenn ein Betrag als „Frei“ oder „P“ markiert ist, müssen die Werte voneinander abweichen.
- Wird ein Zuschlag zur Pflegeversicherung erhoben, obwohl Sie Kinder haben? Das passiert häufiger als man denkt.
- Wurden Einmalzahlungen korrekt getrennt? Ein Weihnachtsgeld darf nicht einfach im laufenden Bezug verschwinden.
Dieser Abschnitt ersetzt keine steuerliche Beratung, aber er macht Sie sensibler für mögliche Inkonsistenzen.

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