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Deutschland ist Erbenland. Oft finden sich im Nachlass auch Goldschmuck, seltener Goldmünzen und Goldbarren. Wer das Edelmetall dann zu Geld machen will, sollte einige Punkte berücksichten.

Mit unserem kurzen Ratgeber werden Sie Ihr Gold verkaufen ohne sich hinterher über einen zu geringen Erlös ärgern zu müssen.

Der Preis des Goldes

Wer Gold in hoher Reinheit in Barren- oder Münzform sein eigen nennt, wird bei der Taxierung des Wertes kein Problem haben. Tagesaktuelle Preise finden sich auf Internetseiten, die Gold verkaufen.

Ganz anders sieht es bei Goldschmuck aus. Ein normaler Händler wird Ihnen lediglich den Wert des verarbeiteten Goldes bezahlen, der "Schmuckwert" des Geschmeides bleibt unberücksichtigt. Dies ist der Hauptgrund, warum man nur Geld in Gold anlegen sollte, wenn dies mindestens in Münzen erfolgt, besser noch in Barren, diese bieten das beste Preis-/Goldverhältnis.

 

 
 

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Die Reinheit ist entscheidend

Den Reinheitsgrad des Goldes eines Schmuckstücks kann jeder Goldhändler schnell mit einer chemischen Lösung herausfinden.

Nicht immer kann man sich auf die Prägung des Schmuckes verlassen, der aber bei jedem in Deutschland verkauften Schmuck zu finden sein sollte. Dieser Prägestempel wird auch Punze oder Goldstempel genannt. Ein Wert von 900 meint, dass das Schmuckstück zu 900 von 1.000 Teilen aus Gold besteht - entsprechend 90 Prozent.

Gängige Goldlegierungen sind 333, 375, 585, 750, 900 und 916 Promille. 999er Gold ist Gold höchster Reinheit, auch Feingold genannt.

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Vom reichen Erbonkel aus der Ferne

Goldschmuck aus dem Ausland kann in Karat gestempelt sein. Ein Karat entspricht in der Regel einem Goldanteil von 1/24. Feingold hat dementsprechen 24 Karat.

 

Der Tagespreis des Goldes bezieht sich auf Edelmetall höchster Reinheit. Geringere Reinheitsstufen werden entsprechend niedriger bezahlt.

1 Monat in Euro je Feinunze
Goldkurs in Euro EUR, 1 Monat

 

Rechenbeispiel

Wenn Sie 100 Gramm Goldschmuck mit 585er Stempel ihr Eigen nennen, und Ihr Händler Ihnen 30 Euro pro Gramm Feingold zahlen würde, dann erhalten Sie:

0,585 x 100 x 30 Euro = 1.755 Euro.

Gold-Umrechner

Mithilfe des folgenden Rechners lässt sich bequem der Wert des eigenen Goldes bestimmen:

 

Grobe Abschätzung

Niemand muss also völlig ahnungslos zum Goldhändler gehen. Eine einfache Haushaltswaage genügt, um wie oben vorgerechnet eine ungefähre Schätzung vom Wert des Schmuckes zu erhalten.

Bedenken Sie: Der Händler hat Kosten für den Scheideprozess, zudem will er etwas verdienen. Sie werden also nicht den Goldpreis erhalten, der an der Goldbörse tagesaktuell notiert.

 

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Preise bis zu ...

Wenn der Händler am Telefon den Goldschmuck mit bis zu 500.- Euro taxiert, können am Ende durchaus nur 100.- Euro über den Ladentisch gereicht werden. Die Idee der großen Versprechen: Ist der Kunde erst einmal im Laden, wird er keine Lust mehr haben, weitere Händler aufzusuchen und verkauft ohne weitere Angebotseinholung. Ein alter Spruch lautet:

Kennst du dich mit dem Schmuck nicht aus, kenne den Händler.

Mehrere Händler aufsuchen

Sinnvoll ist es immer, mehrere Goldhändler um eine Preisschätzung zu bitten. Dem Autor dieser Zeilen ist es schon passiert, dass ein Händler ihm beim Rausgehen noch einen um ein Drittel höheren Preis hinterhergerufen hat.

Wer ganz sicher gehen will, sollte einen unabhängigen Gutachter um eine Preisschätzung bitten. Diese kostet natürlich etwas.

 

Gelassenheit-Tipp

Gold sollte nicht unter Zeitdruck verkauft werden. Wer sich in Geduld übt, wird in der Regel einen höheren Preis erzielen können.

 

Kennzeichen seriöser Händler

Bis zu 15.000 Euro dürfen Goldhändler in Deutschland anonym gegen Gold eintauschen. Ein seriöser Händler wird sich bei größeren Beträgen immer die Nummer des Personalausweises notieren, um bei eventueller Hehlerware der Polizei nicht hilflos gegenüber zu stehen.

Siehe auch:

Der Beitrag ist eingeordnet unter:

Vom gelassenen Umgang mit Sparen, Geldanlage, Versicherung und Vorsorge

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