So funktioniert ein Goldsparplan: das Prinzip und wichtige Tipps

Ein Goldsparplan klingt nach einer ruhigen, fast altmodisch vernünftigen Idee: Monat für Monat etwas Geld in Gold stecken, langsam Substanz aufbauen, sich ein Stück Sicherheit ins Vermögen legen. Doch unter der glänzenden Oberfläche liegen Fragen, die man nicht übergehen sollte: Was kostet der Sparplan wirklich? Gehört das Gold tatsächlich Ihnen? Wie sicher ist die Lagerung? Und welche Alternativen wären vielleicht klüger? Dieser Artikel erklärt das Prinzip eines Goldsparplans verständlich, zeigt die wichtigsten Risiken und hilft dabei, Angebote nüchtern zu prüfen – ohne Gold zu verteufeln und ohne es schöner zu reden, als es ist.

Symbolbild Goldsparplan. Text: Ratgeber Goldsparplan

Kurz zusammengefasst

  • Goldsparplan
    Ein Goldsparplan ermöglicht regelmäßige Käufe kleiner Goldmengen, etwa monatlich per Sparrate. Der Vorteil liegt in der Bequemlichkeit, der Nachteil oft in Kosten, Vertragsdetails und Abhängigkeit vom Anbieter.
  • Kosten wirken stärker, als viele denken
    Bei einem Beispiel mit 100 Euro monatlich über 10 Jahre können Aufgeld, Lagerung und Verwaltung schnell mehrere hundert bis über tausend Euro verschlingen. Entscheidend ist deshalb nicht nur der Goldpreis, sondern wie viel der Einzahlung wirklich in Goldwert umgewandelt wird.
  • Eigentum ist die Schlüsselfrage
    Besonders wichtig ist, ob das Gold tatsächlich Ihnen gehört oder ob lediglich ein Anspruch gegen den Anbieter besteht. Unklare Eigentumsrechte sind eines der größten Risiken bei Goldsparplänen.
  • Gold ist keine sichere Renditeanlage
    Gold zahlt keine Zinsen und keine Dividenden. Wer Gold kauft, setzt darauf, dass der Preis langfristig steigt oder in Krisenzeiten stabiliSie rt.
  • Physische Auslieferung prüfen
    Ein seriöser Goldsparplan sollte klar erklären, ob und ab welcher Menge eine Auslieferung möglich ist. Auch Lieferkosten, Bearbeitungsgebühren und Mindestmengen gehören vor Abschluss auf den Prüfstand.
  • Alternativen können sinnvoller sein
    Je nach Ziel können Goldmünzen, Goldbarren, Gold-ETCs, Tagesgeld mit späterem Goldkauf oder ein ETF-Sparplan mit kleinem Goldanteil passender sein. Ein Goldsparplan ist nur eine Option – nicht automatisch die beste.
  • Gold als Beimischung, nicht als Gesamtstrategie
    Gold kann ein Baustein im Vermögen sein, sollte aber selten das Fundament bilden. Für langfristigen Vermögensaufbau braucht es meist eine breitere Struktur mit Streuung, Liquidität und Kostenkontrolle.
  • Checkliste vor Abschluss nutzen
    Vor dem Abschluss sollten mindestens Fragen zu Kosten, Eigentum, Verwahrung, Insolvenzschutz, Kündigung und Auslieferung geklärt sein. Wenn mehrere Antworten unklar bleiben, ist Vorsicht angebracht.

Details und Erläuterungen zu allen Punkten im weiteren Artikel.

Goldsparplan: Was steckt dahinter?

Ein Goldsparplan klingt zunächst angenehm einfach: Statt auf einmal einen größeren Betrag in Gold zu investieren, zahlen Sie regelmäßig kleinere Summen ein – zum Beispiel 25, 50, 100 oder 250 Euro pro Monat. Der Anbieter kauft dafür anteilig Gold, verwahrt es für Sie und weist Ihnen rechnerisch oder tatsächlich eine bestimmte Goldmenge zu.

Das Prinzip ähnelt einem Sparplan auf Fonds oder ETFs. Der Unterschied ist jedoch wesentlich: Bei einem Goldsparplan investieren Sie nicht in ein produktives Unternehmen und auch nicht in einen breit gestreuten Kapitalmarkt. Sie kaufen einen Rohstoff, der keine Zinsen, keine Dividenden und keine laufenden Erträge liefert. Ihr möglicher Gewinn entsteht ausschließlich dadurch, dass der Goldpreis steigt – abzüglich aller Kosten.

Goldsparpläne werden häufig mit Begriffen wie Sachwert, Krisenschutz, Inflationsschutz oder Vermögenssicherung beworben. Das ist nicht völlig aus der Luft gegriffen, aber auch nicht die ganze Wahrheit. Gold kann in bestimmten Marktphasen stabilisierend wirken. Es kann aber ebenso stark schwanken, lange seitwärtslaufen und durch Gebühren deutlich an Attraktivität verlieren.

Ein Goldsparplan ist deshalb kein Ersatz für eine solide Finanzplanung. Er ist eher ein spezielles Instrument für Menschen, die bewusst einen kleinen Teil ihres Vermögens in physisches Gold oder goldnahe Ansprüche investieren möchten.

Wie sehen Sie Gold?

 

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Die bisherigen Stimmen:

Ich halte Gold im Rahmen eines kleinen Anteils am Gesamtvermögen für eine sinnvolle Beimischung im Anlageportfolio. 383 Stimmen
Für mich ist Gold eine unschlagbare Geldanlage, so sicher wie nichts anderes. 172 Stimmen
Ich lasse die Finger vom Gold: keine Rendite, von schwankendem Wert und leicht zu klauen. 47 Stimmen

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Das Grundprinzip: Regelmäßig kleine Mengen Gold kaufen

Der Kern eines Goldsparplans ist einfach:

Man legt einen monatlichen Betrag fest. Der Anbieter sammelt Ihre Zahlung ein, kauft dafür Gold und verbucht die entsprechende Menge auf Ihrem Kundenkonto. Weil der Goldpreis ständig schwankt, bekommen Sie jeden Monat eine andere Goldmenge.

Ein Beispiel:

  • Monatlicher Sparbetrag: 100 Euro
  • Goldpreis inklusive Anbieteraufschlag: 80 Euro pro Gramm
  • Gekaufte Goldmenge: 1,25 Gramm

Steigt der Preis im nächsten Monat auf 85 Euro pro Gramm, erhalten Sie für 100 Euro nur noch rund 1,18 Gramm. Fällt der Preis auf 75 Euro, bekommt man etwa 1,33 Gramm.

Dieser Mechanismus wird oft als Durchschnittskosteneffekt bezeichnet. Sie kaufen nicht alles zu einem einzigen Zeitpunkt, sondern verteilen Ihre Käufe über viele Monate. Das kann psychologisch angenehm sein, weil Sie nicht den „perfekten Einstieg“ treffen müssen. Es garantiert aber keinen Gewinn. Wenn Gold über Jahre teuer gekauft wird und später fällt, schützt Sie der Sparplan nicht automatisch vor Verlusten.

Wichtig ist außerdem: Bei kleinen monatlichen Käufen fallen Kosten besonders ins Gewicht. Gerade bei Gold sind Aufgelder, Verwaltungsgebühren und Lagerkosten entscheidend.

Ein Sparplan kann deshalb deutlich teurer sein als ein größerer Einzelkauf bei einem seriösen Edelmetallhändler.

Physisches Gold oder nur ein Anspruch?

Der wichtigste Punkt bei einem Goldsparplan lautet:

Was besitze ich wirklich?

Nicht jeder Goldsparplan funktioniert gleich. Grundsätzlich gibt es mehrere Modelle:

  • 1. Tatsächlich zugeordnetes Gold
    Bei diesem Modell wird Gold konkret für Sie gekauft und Ihrem Namen oder Ihrem Depot zugeordnet. Idealerweise ist klar dokumentiert, welche Menge Ihnen gehört, wo sie lagert und wie sie im Insolvenzfall behandelt wird. Das ist die sauberste Variante, aber auch hier müssen Sie genau prüfen, ob die Zusagen rechtlich belastbar sind.
  • 2. Sammelverwahrung
    Hier wird Gold vieler Kunden gemeinsam gelagert. Sie besitzen keinen bestimmten Barren mit Seriennummer, sondern einen Anteil an einem Gesamtbestand. Das kann effizient sein, ist aber nur dann akzeptabel, wenn der Anbieter sauber bilanziert, regelmäßig prüft und klar regelt, dass das Gold Sondervermögen oder zumindest insolvenzfest abgesichert ist.
  • 3. Reiner Lieferanspruch
    Bei manchen Modellen kaufen Sie nicht direkt Gold, sondern erwerben einen Anspruch gegen den Anbieter. Dann sind Sie stärker vom Anbieter abhängig. Gerät dieser in finanzielle Schwierigkeiten, kann es problematisch werden. In der Praxis liegt genau hier eines der größten Risiken unseriöser Goldsparpläne.
  • 4. Goldnahe Wertpapiere
    Manche Produkte wirken wie Goldsparpläne, sind aber eigentlich Wertpapiere, Zertifikate oder Schuldverschreibungen. Das kann steuerlich, rechtlich und vom Risiko her ganz anders sein als physisches Gold. Entscheidend ist nicht die Werbung, sondern die Vertragsstruktur.

Die zentrale Frage lautet daher: Gehört das Gold wirklich Ihnen – oder schuldet Ihnen der Anbieter nur etwas?

Welche Kosten bei Goldsparplänen häufig anfallen

Bei Goldsparplänen entscheidet nicht nur der Goldpreis über Erfolg oder Misserfolg. Die Kostenstruktur kann den Unterschied zwischen einem sinnvollen Beimischungsinstrument und einem schlechten Geschäft ausmachen.

Typische Kosten sind:

  • Aufgeld auf den Goldpreis: Der Anbieter verkauft Gold meist teurer als den reinen Börsenpreis.
  • Ankaufskosten oder Abschlusskosten: Manche Verträge enthalten einmalige Gebühren zu Beginn.
  • Verwahrgebühren: Für Lagerung, Versicherung und Verwaltung wird häufig eine jährliche Gebühr berechnet.
  • Transaktionskosten: Beim Kauf und Verkauf können zusätzliche Kosten entstehen.
  • Auslieferungsgebühren: Wer sich das Gold physisch zusenden lassen möchte, zahlt oft Versand, Prägung, Verpackung oder Bearbeitung.
  • Mindestmengen für Auslieferung: Bei Kleinstbeträgen kann es lange dauern, bis Sie Ihnen einen marktgängigen Barren oder eine Münze ausliefern lassen kannst.
  • Spread: Der Unterschied zwischen Ankaufs- und Verkaufspreis kann erheblich sein.

Gerade das Aufgeld wird oft unterschätzt. Kleine Goldstücke sind im Verhältnis deutlich teurer als größere Barren. Ein 1-Gramm-Barren kostet pro Gramm meist spürbar mehr als ein 100-Gramm-Barren. Wenn ein Sparplan jeden Monat Kleinstmengen kauft oder abrechnet, kann dieser Effekt die Rendite belasten.

Ein seriöser Anbieter sollte alle Kosten transparent ausweisen. Misstrauisch werden sollten Sie, wenn Gebühren erst in langen Vertragsbedingungen auftauchen oder nur auf Nachfrage genannt werden.

Goldsparplan-Kostenrechner

Berechne überschlägig, wie viel du über einen Goldsparplan einzahlst, welche Kosten anfallen und welcher geschätzte Goldwert nach Kosten übrig bleibt.

Beispiel: 100
Erlaubt: 1 bis 50 Jahre
Aufschlag beim Kauf gegenüber dem rechnerischen Goldwert
Wird monatlich anteilig auf den geschätzten Goldwert gerechnet
Wird zusätzlich zur Lagergebühr berücksichtigt
Kann auch negativ sein, zum Beispiel -2
Zum Beispiel Versand, Bearbeitung oder Prägung

Ergebnis

Geben Sie Ihre Werte ein und klicken Sie auf „Kosten berechnen“.

Der Goldpreis: Warum er schwankt

Gold gilt in der öffentlichen Wahrnehmung oft als stabiler Anker. Tatsächlich ist der Goldpreis aber alles andere als ruhig. Er reagiert unter anderem auf:

  • Zinsen: Steigende Zinsen können Gold unattraktiver machen, weil Gold keine laufenden Erträge bringt.
  • Inflationserwartungen: Bei Angst vor Geldentwertung steigt oft die Nachfrage nach Gold.
  • Geopolitische Krisen: In unsicheren Phasen suchen viele Anleger vermeintlich sichere Häfen.
  • US-Dollar-Kurs: Gold wird international überwiegend in US-Dollar gehandelt. Für Anleger im Euroraum spielt daher auch der Wechselkurs eine Rolle.
  • Zentralbankkäufe: Wenn Notenbanken Gold kaufen oder verkaufen, kann das den Markt beeinflussen.
  • Stimmung an den Finanzmärkten: Gold ist auch ein psychologischer Markt. Angst, Euphorie und Misstrauen können Preise treiben.

Für Anleger in Deutschland ist besonders das Währungsrisiko wichtig. Selbst wenn der Goldpreis in US-Dollar steigt, kann ein stärkerer Euro einen Teil des Gewinns auffressen. Umgekehrt kann ein schwacher Euro Gold für europäische Anleger verteuern.

Gold ist deshalb kein risikoloser Speicher von Kaufkraft. Es kann schützen, aber es kann auch enttäuschen.

Wo steht Ihrer Meinung nach der Goldpreis in Dollar pro Feinunze (31,1 g) im Jahre 2030?

 

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Die bisherigen Stimmen:

Zwischen 2.500 $ und 3.000 $ 87 Stimmen
Zwischen 2.001 und 2.500 $ 59 Stimmen
Zwischen 3.000 $ und 5.000 $ 52 Stimmen
Zwischen 5.000 $ und 10.000 $ 45 Stimmen
Zwischen 1.501 und 2.000 $ 23 Stimmen
Zwischen 1.001 und 1.500 $ 9 Stimmen
Unter 500 $ 7 Stimmen
Zwischen 500 und 1.000 $ 4 Stimmen
Zwischen 10.000 $ und 20.000 $ 0 Stimmen
Über 20.000 $ 0 Stimmen

Beitrag: Gold-Entwicklung: Ereignisse und Preiswirkungen

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Steuerliche Aspekte: Was in Deutschland wichtig ist

Bei physischem Anlagegold gibt es in Deutschland einen wichtigen Vorteil: Anlagegold ist in der Regel von der Mehrwertsteuer befreit. Das gilt jedoch nur, wenn bestimmte Anforderungen erfüllt sind. Bei Goldbarren spielt etwa der Feingehalt eine Rolle, bei Anlagemünzen ebenfalls.

Auch beim Verkauf ist physisches Gold steuerlich interessant. Wird Gold im Privatvermögen länger als ein Jahr gehalten, sind Gewinne aus dem Verkauf in Deutschland grundsätzlich steuerfrei. Verkaufen Sie vorher mit Gewinn, kann ein steuerpflichtiges privates Veräußerungsgeschäft vorliegen.

Aber Vorsicht: Diese Grundregel gilt nicht automatisch für jedes Produkt, das „Gold“ im Namen trägt. Bei Zertifikaten, Goldminenaktien, Fonds oder bestimmten Goldprodukten können andere Regeln gelten. Auch bei ausländischen Strukturen, Sammelverwahrung oder Lieferansprüchen sollte man genau hinsehen.

Für die Praxis bedeutet das: Bewahren Sie Kaufbelege, Abrechnungen, Lagerbestätigungen und Verkaufsnachweise sorgfältig auf. Bei einem Sparplan sollten Sie dokumentieren können, wann welche Goldmenge zu welchem Preis gekauft wurde. Sonst kann es später schwierig werden, Haltefristen und Gewinne sauber nachzuweisen.

Vorteile eines Goldsparplans

Ein Goldsparplan kann sinnvoll sein, wenn er günstig, transparent und rechtlich sauber gestaltet ist. Die wichtigsten Vorteile:

  • Regelmäßigkeit statt Markttiming
    Sie müssen nicht entscheiden, ob heute der perfekte Kaufzeitpunkt ist. Der Sparplan verteilt Ihre Käufe über viele Monate oder Jahre. Das kann helfen, emotionale Fehlentscheidungen zu vermeiden.
  • Niedrige Einstiegssummen
    Nicht jeder möchte oder kann sofort mehrere tausend Euro in Gold investieren. Ein Sparplan ermöglicht den Einstieg mit kleineren Beträgen.
  • Disziplinierter Vermögensaufbau
    Wer monatlich investiert, baut automatisch eine Position auf. Das kann sinnvoll sein, wenn Gold bewusst als kleiner Baustein im Gesamtvermögen vorgesehen ist.
  • Sachwertcharakter
    Physisches Gold ist kein Zahlungsversprechen eines Staates oder Unternehmens. Es kann in Krisenzeiten Vertrauen schaffen, weil es weltweit gehandelt wird.
  • Mögliche steuerliche Vorteile
    Bei physischem Gold können nach Ablauf der einjährigen Haltefrist Gewinne steuerfrei sein. Das kann gegenüber anderen Anlageformen ein Vorteil sein.

Diese Vorteile gelten jedoch nur, wenn der Sparplan nicht durch hohe Kosten, schwache Vertragsbedingungen oder unsichere Verwahrung entwertet wird.

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Nachteile und Risiken: Die unbequeme Seite

Ein guter Artikel über Goldsparpläne darf nicht bei den schönen Versprechen stehenbleiben. Denn die Risiken sind real.

  • Gold bringt keine laufenden Erträge
    Anders als Aktien zahlt Gold keine Dividende. Anders als Anleihen zahlt es keine Zinsen. Wer Gold hält, hofft auf steigende Preise. Das macht Gold zu einer spekulativen Anlage, auch wenn es konservativ wirkt.
  • Hohe Kosten bei kleinen Beträgen
    Viele Goldsparpläne sind teuer. Monatliche Kleinbeträge können durch Aufgelder, Verwaltungsgebühren und Spreads stark belastet werden. Je kleiner die Sparrate, desto wichtiger ist die Kostenquote.
  • Anbieterrisiko
    Wenn das Gold nicht eindeutig Ihnen gehört, tragen Sie ein erhebliches Risiko. Bei unseriösen Modellen kann es passieren, dass weniger Gold vorhanden ist als versprochen – oder gar keines.
  • Lagerung kostet Geld
    Physisches Gold muss sicher verwahrt werden. Zu Hause besteht Diebstahlrisiko. Ein Bankschließfach kostet Gebühren und ist nicht automatisch ausreichend versichert. Professionelle Lagerung kostet ebenfalls.
  • Liquidität ist nicht immer perfekt
    Gold ist grundsätzlich gut handelbar. Aber bei einem Sparplan hängt der Verkauf oft vom Anbieter ab. Sie sollten vorher wissen, wie schnell Sie verkaufen können, zu welchem Preis und mit welchen Abschlägen.
  • Keine Einlagensicherung
    Goldsparpläne sind nicht mit Tagesgeld oder Festgeld vergleichbar. Es gibt keine gesetzliche Einlagensicherung wie bei Bankguthaben. Entscheidend sind Eigentumsrechte, Verwahrstruktur und Vertragsgestaltung.
  • Psychologische Falle
    Gold wird oft emotional verkauft: Angst vor Inflation, Bankenkrisen oder Währungszusammenbruch. Wer aus Angst kauft, prüft Verträge häufig weniger nüchtern. Genau das nutzen manche Anbieter aus.

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Woran Sie einen seriösen Anbieter erkennen

Ein seriöser Anbieter muss nicht laut werben. Er muss sauber erklären. Bedenken Sie: Jeder kann einen Goldsparplan auflegen und anbieten. Anbieter unterliegen nicht der Finanzaufsicht. Folgende Punkte kennzeichnen Qualitäts-Anbieter:

  • Transparente Preisbildung
    Der Anbieter sollte offenlegen, zu welchem Goldpreis gekauft wird, welches Aufgeld anfällt und welcher Verkaufspreis gilt. Idealerweise ist der Preis an nachvollziehbare Referenzkurse gebunden.
  • Klare Eigentumsregelung
    Im Vertrag muss stehen, ob Sie Eigentümer des Goldes werden, ob eine Sammelverwahrung vorliegt oder ob Sie nur einen Lieferanspruch haben. Schwammige Formulierungen sind ein Warnsignal.
  • Nachweis der Lagerung
    Es sollte nachvollziehbar sein, wo das Gold liegt, wer der Verwahrer ist und ob regelmäßige Prüfungen stattfinden. Externe Audits sind besser als bloße Eigenbehauptungen.
  • Auslieferungsmöglichkeit
    Ein guter Goldsparplan sollte eine reale Auslieferung ermöglichen. Dabei müssen Mindestmengen, Gebühren und Lieferzeiten klar angegeben sein.
  • Keine aggressiven Renditeversprechen
    Gold kann steigen, aber niemand kann sichere Gewinne garantieren. Versprechen wie „sicher zweistellige Rendite“, „garantierte Wertsteigerung“ oder „risikofrei“ sind problematisch.
  • Verständliche Kündigungsregeln
    Sie sollten wissen, wie Sie den Sparplan beenden, ob Fristen gelten und welche Kosten beim Verkauf oder bei der Auslieferung entstehen.
  • Solide Reputation
    Prüfe Handelsregisterdaten, Unternehmenshistorie, Kundenbewertungen, Warnmeldungen von Behörden und Verbraucherzentralen. Ein professioneller Internetauftritt allein beweist wenig.

Klären Sie auch diese Punkte:

  • Der Herausgeber des Goldsparplans führt eine reale Filiale (zumindest eine im Land), die Auskunft gibt und den Abschluss eines Goldsparplanes bei einem echten Menschen ermöglicht.
  • Online- und Telefonservice.
  • Der Sparvertrag hat keine Mindestlaufzeit.
  • Meiden Sie Anbieter mit Einrichtungsgebühr.
  • Das eingelagerte Gold sollte versichert sein.
  • Eine Kontrolle der Goldbestände erfolgt durch einen unabhängigen Prüfer.  Der Prüfbericht wird für die Anleger des Goldsparplanes veröffentlicht.
  • Achten Sie bei Ihrem Goldsparplan-Anbieter darauf, dass auch die Übersendung des Goldes voll versichert ist.
  • Das Gold sollte als Sondervermögen deklariert sein, um im Fall der Insolvenz des Sparplananbieters nicht in die Insolvenzmasse einzugehen.

Größere Anbieter von Goldsparplänen

Die folgende Auflistung beschränkt sich auf die bekanntesten Anbieter:

  • Aureus Golddepot
  • Auvesta Edelmetalle AG
  • Einkaufsgemeinschaft für Sachwerte
  • Geiger Edelmetalle
  • Granvalora
  • L’or AG
  • Max Heinrich Sutor oHG
  • pro aurum KG
  • SOLIT
  • VR-Bank/pro aurum

Warnsignale: Wann Sie Abstand nehmen sollten

Bei Goldsparplänen gibt es einige rote Linien. Wenn mehrere davon auftreten, ist Vorsicht geboten.

  • Warnsignal 1: Hohe Provisionen für Vermittler
    Wenn ein Produkt stark über Strukturvertriebe oder aggressive Vermittler verkauft wird, sollten Sie besonders kritisch sein. Hohe Provisionen müssen irgendwo verdient werden – häufig aus den Kundengeldern.
  • Warnsignal 2: Unklare Verwahrung
    Wenn nicht klar ist, ob das Gold tatsächlich gekauft, zugeordnet und getrennt vom Firmenvermögen verwahrt wird, ist das ein ernstes Problem.
  • Warnsignal 3: Bonusversprechen
    Treueprämien, Rabatte, Sonderboni oder „Goldgeschenke“ können attraktiv klingen. Entscheidend ist aber, ob Sie wirtschaftlich realistisch und vertraglich belastbar sind.
  • Warnsignal 4: Druck beim Abschluss'
    Sätze wie „nur heute“, „letzte Chance“ oder „Gold wird bald unbezahlbar“ sind kein seriöser Beratungsstil. Gute Finanzentscheidungen brauchen Ruhe.
  • Warnsignal 5: Keine unabhängigen Prüfberichte
    Wenn der Anbieter behauptet, große Goldbestände zu verwahren, sollte es belastbare Prüfberichte geben. Reine Fotos von Tresoren oder Barren reichen nicht.
  • Warnsignal 6: Komplizierte Vertragskonstruktionen
    Je schwerer ein Produkt zu verstehen ist, desto größer ist das Risiko, dass entscheidende Nachteile verborgen bleiben.

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Goldsparplan oder direkter Goldkauf?

Viele Anleger stellen sich die berechtigte Frage: Warum überhaupt ein Goldsparplan? Warum nicht einfach gelegentlich Münzen oder Barren kaufen?

Der direkte Goldkauf hat klare Vorteile: Sie wissen, was Sie kaufen, können Preise vergleichen und das Gold selbst verwahren oder in ein Schließfach legen. Besonders bei größeren Einheiten sind die Aufgelder oft niedriger.

Der Nachteil: Sie brauchen mehr Kapital auf einmal. Außerdem müssen Sie sich selbst um Kaufzeitpunkt, Lagerung, Versicherung und Verkauf kümmern.

Ein Goldsparplan kann bequemer sein. Er automatisiert den Kauf und ermöglicht kleine Raten. Dafür zahlen Sie meist mehr und sind stärker vom Anbieter abhängig.

Eine pragmatische Lösung kann sein: Statt monatlich sehr kleine Goldmengen über einen teuren Sparplan zu kaufen, sparen Sie Geld auf einem separaten Konto an und kaufen erst, wenn eine sinnvolle Stückelung erreicht ist – zum Beispiel eine gängige Münze oder einen kleineren Barren mit vertretbarem Aufgeld.

Welche Stückelungen sinnvoll sind

Bei physischem Gold spielt die Stückelung eine große Rolle. Kleine Einheiten sind flexibel, aber teuer. Große Einheiten sind günstiger pro Gramm, aber weniger flexibel beim Verkauf.

Typische Produkte sind:

  • 1-Gramm-Barren: sehr flexibel, aber meist hohes Aufgeld
  • 5- oder 10-Gramm-Barren: besser, aber immer noch relativ teuer
  • 1-Unzen-Münzen: international bekannt und gut handelbar
  • 50- oder 100-Gramm-Barren: oft günstiger pro Gramm, aber höhere Einstiegssumme
  • 250-Gramm- oder 1-Kilo-Barren: für größere Vermögen, aber weniger kleinteilig verkaufbar

Für viele Privatanleger sind bekannte Anlagemünzen oder kleinere bis mittlere Barren praktikabel. Wichtig ist, dass die Produkte marktgängig sind. Exotische Sammlermünzen, Sonderprägungen oder „limitierte Editionen“ eignen sich meist nicht als nüchterne Goldanlage, weil der Sammleraufschlag beim Verkauf oft nicht vollständig zurückkommt.

Beitrag: Geldanlage in Gold: Goldmünzen oder Barren?

Geldanlage in Gold: Goldmünzen oder Barren?

Goldmünzen oder Barren?

Geldanlage in Gold: Goldmünzen oder Barren?

Viele Anleger investieren dieser Tage einen erklecklichen Anteil ihres Ersparten in Gold. Neben der Anlage in Gold-ETFs, Gold-Zertifikaten und anderen, eher „virtuellen“ Goldanlagemöglichkeiten, kann der Spargroschen auch in greifbares Gold umgewandelt werden. Doch in welcher Form? Soll ich mehrere kleine Goldmünzen wählen oder lieber gleich einen ganzen Barren kaufen? Beide Varianten besitzen Vor- und Nachteile.

Hier weiterlesen: Geldanlage in Gold: Goldmünzen oder Barren?

Beitrag: Welches Gold kaufen?

Welches Gold kaufen?

Dunkle Goldmünzen

Welches Gold soll ich kaufen? Empfehlungen nach Anlageziel

Gold ist ein sehr wertvolles, aber mittlerweile auch recht kostspieliges Metall. Die Unterschiede des Verhältnisses Goldwert zu Kaufpreis sind bei den einzelnen Goldspielarten äußerst unterschiedlich.

Da stellt sich schon die Frage, ob, und wenn ja, welche Ausprägung dieses Stoffes man sich leisten sollte. Vorab sei verraten: Die Antworten sind abhängig davon, welche Anlageziele man persönlich mit der Investition in Gold erreichen möchte und welches Gesamtbudget für den Goldkauf zur Verfügung steht.

Wir geben Kauftipps zu den jeweiligen Goldarten ► Goldmünzen ► Goldbarren ► Schmuck ► Gold-Optionen ► Steuerliche Faktoren.

Hier weiterlesen: Welches Gold kaufen?

Alternative Gold-ETC

Die billigste Variante des Goldsparens per Sparplan sind Gold-ETC. Der Nachteil ist, dass man als Anleger keine verbrieften Eigentumsrechte am Gold hat. Dieses Risiko schätzt Stiftung-Warentest-Finanzen allerdings als gering ein. Zudem gibt es einige Gold-ETC-Anbieter, welche die Barren liefern, wenn das Sparziel erreicht wurde.

Vornehmlich bei Internetbanken und Neo-Brokern sind Gold-ETC sehr günstig oder ganz ohne Kaufkosten zu haben – sowohl als Sparplan als auch als Einmalanlage.

Lagerung: Zu Hause, Bankschließfach oder Hochsicherheitslager?

Gold zu besitzen, ist eine Sache. Gold sicher zu lagern, ist eine andere.

  • Zu Hause
    Die Lagerung zu Hause gibt maximale Kontrolle. Sie ist nicht von Banköffnungszeiten oder einem Verwahrer abhängig. Dafür tragen Sie das Diebstahlrisiko. Ein hochwertiger Tresor, eine passende Versicherung und Diskretion sind Pflicht. Gold im Kleiderschrank ist keine Strategie.
  • Bankschließfach
    Ein Bankschließfach bietet mehr Sicherheit, kostet aber laufende Gebühren. Außerdem sollten Sie prüfen, bis zu welcher Summe der Inhalt versichert ist. Die Standardversicherung reicht oft nicht für größere Werte.
  • Professionelle Verwahrung
    Einige Anbieter lagern Gold in Hochsicherheitslagern. Das kann sinnvoll sein, wenn Eigentumsrechte, Versicherung und Prüfung klar geregelt sind. Allerdings entstehen laufende Kosten, und Sie sind auf die Seriosität der beteiligten Unternehmen angewiesen.

Bei Goldsparplänen ist die Lagerung besonders kritisch, weil viele Anleger das Gold nie selbst sehen. Deshalb ist die Frage nach Eigentum, Verwahrort und Kontrolle nicht nebensächlich, sondern zentral.

Beitrag: Gold sicher aufbewahren

Gold sicher aufbewahren

Tresor mit Gold im Wohnzimmer

Gold sicher aufbewahren: Leitfaden, Ratgeber & Tipps

Die Investition in Gold zieht aufgrund seiner Wertbeständigkeit und als Sicherheitsanlage viele Anleger an. Doch der Besitz von physischem Gold bringt nicht nur finanzielle, sondern auch logistische Herausforderungen mit sich. Von der sicheren Aufbewahrung über den richtigen Umgang bis hin zum Versicherungsschutz – dieser umfassende Ratgeber bietet essenzielle Informationen und praktische Tipps, um Ihr Gold sicher zu lagern und zu schützen.

Hier weiterlesen: Gold sicher aufbewahren

Nachhaltigkeit und Herkunft: Der schwierige Teil des Goldes

Gold hat eine glänzende Oberfläche, aber seine Herkunft kann problematisch sein. Goldabbau ist häufig mit hohem Energieverbrauch, Eingriffen in Landschaften, Wasserbelastung und sozialen Konflikten verbunden. Auch Menschenrechtsfragen spielen in manchen Lieferketten eine Rolle.

Seriöse Anbieter sollten daher Angaben zur Herkunft machen. Standards wie die LBMA Good Delivery List und Programme zum Responsible Sourcing können Orientierung bieten. Sie lösen jedoch nicht alle Probleme. Auch internationale Standards stehen in der Kritik, weil Lieferketten komplex sind und nicht jede Herkunft vollständig transparent nachvollzogen werden kann.

Für Anleger heißt das: Wer ethische Kriterien ernst nimmt, sollte nicht nur auf Preis und Lagerung achten, sondern auch fragen:

  • Stammt das Gold von anerkannten Raffinerien?
  • Gibt es Angaben zu Recyclinggold?
  • Wird die Lieferkette geprüft?
  • Gibt es unabhängige Nachweise?
  • Wie transparent berichtet der Anbieter?

Recyclinggold kann eine interessante Alternative sein, weil dafür kein neuer Abbau nötig ist. Trotzdem sollte auch hier die Dokumentation stimmen.

Für wen ein Goldsparplan geeignet sein kann

Ein Goldsparplan kann passen, wenn Sie Gold bewusst als kleine Beimischung verstehen und keine Wunder erwarten.

Geeignet kann er sein für Menschen, die:

  • regelmäßig kleine Beträge in Gold investieren möchten,
  • keine kurzfristige Rendite erwarten,
  • Anbieter und Kosten sorgfältig prüfen,
  • Gold als Beimischung statt als Hauptanlage sehen,
  • Wert auf physische Auslieferbarkeit legen,
  • bereit sind, Schwankungen auszuhalten.

Weniger geeignet ist ein Goldsparplan, wenn Sie:

  • sichere laufende Erträge suchen,
  • kurzfristig Geld benötigen,
  • hohe Renditen erwarten,
  • die Vertragsdetails nicht prüfen möchten,
  • bereits knapp kalkulieren,
  • durch Angst oder Krisenwerbung zum Abschluss gedrängt werden.

Als grobe Orientierung betrachten viele Finanzexperten Gold eher als Beimischung im Portfolio, nicht als Fundament. Ob 5 Prozent, 10 Prozent oder gar kein Gold sinnvoll sind, hängt von Vermögen, Risikoprofil, Anlagehorizont und persönlichem Sicherheitsbedürfnis ab.

Praktische Checkliste vor Abschluss

Bevor Sie einen Goldsparplan unterschreiben, sollten Sie diese Fragen beantworten können:

Kosten

  • Wie hoch ist das Aufgeld auf den Goldpreis?
  • Gibt es Abschlusskosten?
  • Welche jährlichen Lager- und Verwaltungsgebühren fallen an?
  • Welche Kosten entstehen beim Verkauf?
  • Was kostet die Auslieferung?

Eigentum

  • Werde ich rechtlicher Eigentümer des Goldes?
  • Ist das Gold meinem Namen zugeordnet?
  • Handelt es sich um Einzel- oder Sammelverwahrung?
  • Was passiert bei Insolvenz des Anbieters?

Verwahrung

  • Wo wird das Gold gelagert?
  • Wer ist der Verwahrer?
  • Ist das Gold versichert?
  • Gibt es unabhängige Prüfberichte?

Flexibilität

  • Kann ich jederzeit kündigen?
  • Kann ich Gold physisch ausliefern lassen?
  • Gibt es Mindestmengen?
  • Wie lange dauert ein Verkauf?

Transparenz

  • Sind alle Vertragsunterlagen verständlich?
  • Gibt es klare Preisreferenzen?
  • Werden Käufe regelmäßig dokumentiert?
  • Ist der Anbieter überprüfbar und erreichbar?

Wenn Sie mehrere dieser Fragen nicht klar beantworten können, ist das Produkt nicht transparent genug.

Häufige Missverständnisse über Goldsparpläne

  • „Gold ist sicher.“
    Gold ist wertbeständig im langen historischen Sinn, aber nicht kurzfristig sicher. Der Preis kann stark fallen. Sicherheit hängt außerdem davon ab, ob Sie wirklich Eigentümer bist und wie das Gold gelagert wird.
  • „Ein Sparplan senkt automatisch das Risiko.“
    Ein Sparplan verteilt Einstiegszeitpunkte. Er beseitigt aber weder Preisrisiko noch Kostenrisiko noch Anbieterrisiko.
  • „Kleine Raten sind immer gut.“
    Kleine Raten sind bequem, können aber teuer sein. Beim Gold-Direktkauf sind kleine Einheiten oft mit hohen Aufgeldern verbunden.
  • „Physisches Gold ist immer besser als Papiergold.“
    Nicht immer. Physisches Gold hat Vorteile, aber auch Lagerkosten und Sicherheitsfragen. Wertpapiere können liquider sein, bringen aber andere Risiken. Entscheidend ist der Zweck.
  • „Steuerfrei heißt automatisch rentabel.“
    Steuervorteile nützen wenig, wenn das Produkt zu teuer ist oder der Goldpreis fällt.

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Die beste Strategie: Nüchtern bleiben

Gold lebt von großen Erzählungen: Schutz vor Krisen, Misstrauen gegen Papiergeld, ewiger Wert. Diese Erzählungen haben einen wahren Kern. Doch gute Geldanlage beginnt nicht mit Angst, sondern mit Struktur.

Ein Goldsparplan sollte nur dann infrage kommen, wenn er drei Bedingungen erfüllt:

  • Erstens: Die Kosten sind niedrig und vollständig transparent.
  • Zweitens: Das Gold ist real vorhanden, sauber zugeordnet und rechtlich möglichst gut geschützt.
  • Drittens: Gold ist nur ein begrenzter Baustein in einem breiter aufgestellten Vermögen.

Wer Gold kauft, sollte nicht auf schnelle Gewinne setzen. Gold ist kein Renditemotor. Es ist eher eine Versicherung gegen bestimmte Szenarien – und Versicherungen kosten Geld.

Der kritischste Satz lautet daher: Ein Goldsparplan ist nicht automatisch schlecht, aber er muss besser geprüft werden als sein glänzender Name vermuten lässt.

Fazit: Goldsparplan ja – aber nur mit klarem Blick

Ein Goldsparplan kann eine bequeme Möglichkeit sein, regelmäßig kleine Beträge in Gold zu investieren. Er bietet einfache Handhabung, psychologische Disziplin und Zugang zu einem Sachwert, der weltweit anerkannt ist.

Doch die Schwächen sind erheblich: hohe Kosten, fehlende laufende Erträge, Preisschwankungen, Währungsrisiken, Lagerfragen und mögliche Anbieterrisiken. Besonders kritisch sind Modelle, bei denen nicht klar ist, ob tatsächlich Gold gekauft und rechtlich sauber für Sie verwahrt wird.

Wer einen Goldsparplan abschließen möchte, sollte nicht zuerst auf Werbebilder von Barren schauen, sondern auf Vertragsdetails: Eigentum, Verwahrung, Gebühren, Kündigung, Auslieferung und Prüfung.

Die wichtigste Regel lautet: Gold kann ein Baustein sein – aber es sollte nie der ganze Plan sein.

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FunFacts zum Gold

  • 1. Alles jemals geförderte Gold passt in erstaunlich wenig Raum
    Nach Schätzungen des World Gold Council wurden historisch rund 219.890 Tonnen Gold gefördert. Das klingt gigantisch, entspricht aber wegen der hohen Dichte von Gold nur einem relativ kleinen Würfel von rund 22 Meter Seitenlänge – ein schöner Realitätscheck für ein Metall, das seit Jahrtausenden Weltreiche, Schmuckkästen und Tresore beschäftigt.
  • 2. Ein Londoner Standard-Goldbarren ist kein handlicher Schatztruhen-Barren
    Der berühmte institutionelle Good-Delivery-Goldbarren wiegt nicht ein hübsches Kilo, sondern enthält nach LBMA-Spezifikation etwa 350 bis 430 Feinunzen Gold – grob rund 10,9 bis 13,4 Kilogramm Feingold. Wer so einen Barren lässig mit einer Hand aus dem Tresor hebt, sollte vermutlich auch Möbelpacker als Hobby betreiben.
  • 3. Gold ist fast unverwüstlich – und deshalb noch immer „unter uns“
    Gold korrodiert kaum und ist chemisch bemerkenswert beständig. Der World Gold Council weist darauf hin, dass Gold praktisch unzerstörbar ist – deshalb existiert fast alles jemals geförderte Gold noch immer in irgendeiner Form: als Schmuck, Barren, Münze, Industrieprodukt oder Zahnfüllungs-Anekdote.
  • 4. Zentralbanken kaufen Gold nicht aus Nostalgie
    Gold ist nicht nur ein Thema für Privatanleger. In der WGC-Umfrage 2025 erwarteten 95 % der befragten Zentralbanken, dass die weltweiten offiziellen Goldreserven in den kommenden zwölf Monaten steigen; 43 % planten, die eigenen Bestände zu erhöhen. Das zeigt: Gold spielt auch im Maschinenraum des internationalen Finanzsystems weiter eine Rolle.
  • 5. 2025 war ein Rekordjahr mit ungewöhnlich vielen Goldpreis-Höchstständen
    Der LBMA-Nachmittagspreis für Gold erreichte laut World Gold Council im Jahr 2025 53 neue Allzeithochs. Das ist ein gutes Beispiel dafür, warum Gold emotional so stark wirkt – und zugleich ein Warnhinweis: Wer nach einer Rekordserie einsteigt, sollte besonders nüchtern rechnen.
  • 6. Aus Elektroschrott lässt sich Gold zurückholen
    Die Royal Mint arbeitet mit Technologie, die Gold aus Leiterplatten alter Geräte zurückgewinnen kann. Nach eigenen Angaben kann das Verfahren mehr als 99 % des Goldes aus bestimmten Elektronikabfällen extrahieren – ein moderner Kontrast zum klassischen Bild von Bergwerken, Schaufeln und staubigen Minen.
  • 7. Goldrecycling reagiert nicht immer so stark, wie man erwarten würde
    Trotz eines stark gestiegenen Goldpreises wuchs das Goldrecycling 2025 laut World Gold Council nur um 3 % auf 1.404 Tonnen. Das ist interessant, weil man bei hohen Preisen erwarten könnte, dass viel mehr Menschen Altgold verkaufen – offenbar hängen viele an Schmuck, Erinnerungsstücken oder warten schlicht auf „noch bessere“ Preise.
  • 8. In Indien wurde Gold 2026 zeitweise stärker als Investment denn als Schmuck nachgefragt
    Im ersten Quartal 2026 übertraf in Indien die Investmentnachfrage nach Gold erstmals die Schmucknachfrage. Laut Reuters stieg die Investmentnachfrage um 52 % gegenüber dem Vorjahr, während die Schmucknachfrage sank – ein bemerkenswerter kultureller und finanzieller Stimmungswechsel in einem der wichtigsten Goldmärkte der Welt. Quelle: Reuters – India’s gold investment demand tops jewellery
  • 9. Gold ist schwerer, als seine elegante Oberfläche vermuten lässt
    Gold hat eine sehr hohe Dichte. Genau deshalb sind schon kleine Barren erstaunlich schwer, und ein großer Standardbarren ist kein Deko-Objekt für den Schreibtisch. Diese physische Eigenschaft erklärt auch, warum riesige Vermögenswerte in Gold relativ kompakt gelagert werden können.

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Gold Geschichte

Symbole aus der Geschichte des Goldes

Die faszinierende Geschichte des Goldes: von der Antike bis heute

Gold, das ewige Symbol für Reichtum und Stabilität, durchzieht wie ein goldener Faden die Geschichte der Menschheit. Es wurde schon vor mehr als 7000 Jahren als Zahlungsmittel verwendet und ist ein Symbol für Macht, Status und Reichtum und hat als Mittel zur Schaffung von Währungen und als Mittel zur Speicherung von Werten gedient. Es ist auch ein Zeichen für Einheit und Solidarität, da es in vielen Kulturen als Symbol des Friedens und des Glücks angesehen wird.

Von den antiken Zivilisationen, die es als göttliches Metall verehrten, über die Goldrausch-Ära, die ganze Gesellschaften transformierte, bis hin zu seiner Rolle in der modernen Wirtschaft und Technologie – Gold hat stets eine Rolle gespielt. Dieser Artikel entführt Sie auf eine spannende Reise durch die Zeiten und zeigt, wie Gold die Wirtschaft, Kultur und Technologie der Welt beeinflusst hat und weiterhin beeinflusst.

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► Was hat es mit Begriffen wie „14 Karat“, "999er" oder "Thaigold" genau auf sich und worin unterscheiden sich die einzelnen Goldsorten? ► In welche Goldart sollte man idealerweise investieren? ► Welchen Schmuck kaufen? ► Welche Barren? ► Welche Münzen? ► Antworten hier.

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Wie Gold erkennen? Zuhause und beim Kauf

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Wie Gold erkennen? Zuhause oder beim Kauf Gold richtig prüfen

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Geschrieben von

Peter Bödeker
Peter Bödeker

Peter Bödeker hat Volkswirtschaftslehre studiert und arbeitet seit seinem Berufseinstieg im Bereich Internet und Publizistik. Nach seiner Tätigkeit im Agenturbereich und bei einem Kapitalanlageunternehmen (für geschlossene Fonds) ist er seit 2002 selbständig als Autor und Betreiber von Internetseiten.

https://www.geld-welten.de

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